














Im September 2019 ging der Wall Street mitten in der schönsten Hochkonjunktur das Bargeld aus. Keine sechs Monate später rettete ein Virus die Geldpolitik vor dem eigenen Offenbarungseid. Die Anleihekäufe der Fed wickelte BlackRock ab und kaufte dabei auch eigene Fonds. Seither wird gedruckt, verschenkt, verschuldet, bis am Ende programmierbares Geld die Rechnung präsentieren darf.

Einst füllte Alf Poier die grössten Hallen, holte 2003 für Österreich Platz sechs beim Eurovision Song Contest und trieb die Republik mit Kunstfigur und Elektrogitarre zur Weissglut. Heute steht er kurz vor seinem sechzigsten Geburtstag, tritt nicht mehr auf und stellt seinen Zeitgenossen eine Diagnose, für die jeder Hausarzt eine Überweisung schreiben müsste: Diese Gesellschaft

Die Lüge ist kein Betriebsunfall der Macht, sie ist ihr Stoffwechsel. Sie wuchert aus Ministerien, Geheimdiensten und Pressestellen, frisst jede Gewissheit und streut ihre Metastasen bis tief ins Lager derer, die sie bekämpfen wollen. Wer Kriege mit erfundenen Torpedobooten beginnt und Akten jahrzehntelang wegsperrt, züchtet den Zweifel selbst. Und der Zweifel frisst danach jede Fälschung,

Sieben Bundesräte, sieben Akten und keine einzige Unterschrift unter einer Konsequenz. Die Finanzministerin sass vor ihrer Wahl im Verwaltungsrat einer Versicherung, der Energieminister brachte 16 bezahlte Verbandsmandate mit, der Aussenminister präsidierte einen Krankenkassenverband. Der Verteidigungsminister verteidigte einen Festpreis, den es laut Parlamentsaufsicht nie gegeben hat, die Innenministerin liess sich bei der AHV um vier Milliarden

Im Land der Bankentürme und Uhrenvitrinen wächst eine Branche zuverlässiger als jede Börse: Die Armenspeisung. Die Caritas-Märkte melden für 2025 über 1,1 Millionen Einkäufe und damit den vierten Verkaufsrekord in Folge, die Schweizer Tafel karrt elf Prozent mehr Restposten in Gassenküchen und Notschlafstellen als im Vorjahr. Wo andere Länder Wirtschaftswachstum feiern, verzeichnet die Schweiz Wachstum

Cannabis = Wunsch nach Abstand von Verantwortung Arbeitssucht = Flucht vor Gefühlen von Wertlosigkeit Social-Media-/Handysucht = Flucht vor Einsamkeit Schlaf- & Beruhigungsmittel = Flucht vor Angst Sexsucht/Pornosucht = Flucht vor Einsamkeit Serien-/Gaming = Flucht vor dem Eigenleben Extremsport = Flucht vor innerer Sinnlosigkeit Kaufsucht = Flucht vor Bedeutungslosigkeit Co-Abhängigkeit = Flucht vor eigener Leere Spielsucht

Weihnachten 2026 fällt aus. Eine linke Partei hat das Fest enteignet, sämtliche Geschenke rollen Richtung Ukraine, unter dem Baum bleiben nur Nadeln. So verkündet es ein Bote, der nach eigener Aussage direkt von Primark kommt. Der Ersatz für die geplünderte Bescherung liegt natürlich schon im Lager: Ein Weihnachtspaket in Übergrösse für «Geniesser von abgefahrenem Geilscheiss».

Moskau hat den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) im Februar zur unerwünschten Organisation erklärt und keine einzige Zeile Begründung dazugeschrieben. Acht Monate später liefert Warschau den Kommentar frei Haus: Die Strassen brennen, eine Richterin entmachtet den Präsidenten des Verfassungsgerichts, die Polizei umstellt das Gebäude, der Staatspräsident drängt sich nachts hinein und Demonstranten schicken den Premier nach

Am 1. November 2026 stürzt ein Learjet 60 auf dem Weg von Austin auf die Bahamas in Palm Beach County auf eine Strasse und tötet alle neun Menschen an Bord. Unter ihnen der Software-Gründer Adam Robinson (45), seine Frau Helen Sharp (40), die Kinder Emma (4) und Charlie (2), ihre Kinderbetreuerin Anita Maria Cetina sowie

Die Universität Basel holt am 5. November jenen Mann in ihre Aula, dessen Labor den PCR-Test lieferte, auf dem die gesamte Pandemie-Arithmetik ruhte – und lässt ihn über «postfaktische Argumentation» dozieren. Christian Drosten, der «Star-Wirrologe», erklärt den Zweiflern ihre Denkfehler und auf dem Podium sitzt Tanja Stadler, einst oberste Prognostikerin der Schweizer Taskforce. Aufarbeitung? Gestrichen.

Die Wahlnacht in Amerika ist kaum vorbei und in den Redaktionsstuben der Bilderberger-Presse lag die Schlagzeile schon vor der ersten Hochrechnung vorgewärmt bereit: Die Wähler hätten Donald Trump eine historische Abrechnung verpasst. Historisch ist daran genau gar nichts. Die Partei des Präsidenten verliert bei Zwischenwahlen so zuverlässig Sitze, wie im November der Nebel kommt. Wer

Vier Männer aus einem Azov-Keller vor Kiew im Spital, einer laut Fernsehbericht mit gebrochener Wirbelsäule, dazu ein 14-Jähriger, den der Chef von Selenskyjs Präsidialamt persönlich herausführen musste. Die Behörden sprechen von 18 Soldaten in einer Unterkunft, Augenzeugen von 40 verschleppten Männern im Keller. Und der Bürochef des Präsidenten liefert beiläufig die Zahl, die keiner dementiert:

Wer in der Schweiz einen Beamten des Bundes anzeigen will, benötigt zuerst die Erlaubnis seines Arbeitgebers. So steht es im Verantwortlichkeitsgesetz: Ohne Ermächtigung des Justizdepartements keine Strafverfolgung. Als ein ausserordentlicher Bundesanwalt zwei Polizisten wegen falscher Anschuldigung belangen wollte, sagte das Departement nein, das Bundesverwaltungsgericht nickte und das Bundesgericht durfte nicht einmal gefragt werden. In Zürich

Europa brennt im Wochentakt und die Schlagzeilen haben ein Wort dafür gefunden: «Anarchie». In Limoges frisst das Feuer ein Rathaus, in Mailand fliegen Lenkstangen von Elektrotrottinetts durch Schaufenster, in Frankfurt verlassen Jugendliche einen Turnschuhladen mit Kartons unter dem Arm. Das Etikett klebt sofort, es ist bequem, es ist griffig und es ist falsch. Es lässt

Paris im Oktober 2026: Die Republik schickt ihre Kinder auf die Strasse, die Kinder schicken die Schaufenster in die Gosse und die Regierung schickt hinterher die Formel, alles sei «en marge» geschehen. Am Rand also. Dieser Rand bestand am 17. Oktober allein in Paris aus 450 beschädigten und 228 geplünderten Geschäften, landesweit traf es 2000

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Alles ist gut’ will nur besagen, dass alles von unveränderlichen Gesetzen regiert wird.
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