Drei Industrien haben in fünfzehn Jahren dasselbe Geschäftsmodell perfektioniert: Ein ungetestetes Produkt auf Millionen Kinder loslassen, die Schäden jahrelang abstreiten und die Aufräumarbeiten der Allgemeinheit überlassen. Erst kam Social Media und nahm den Jugendlichen die echten Freundschaften. Dann kam EdTech und nahm ihnen das Lesen. Jetzt kommt die KI und greift nach dem Letzten, was noch übrig ist – ihren Beziehungen. Wer nach dieser Bilanz noch jedes neue Gadget mit leuchtenden Augen begrüsst, ist kein Optimist. Er ist ein Wiederholungstäter.
Bei jedem anderen Produkt wäre die Sache klar. Ein Spielzeughersteller, dessen Ware nachweislich Schäden verursacht, fliegt aus den Regalen und vor den Richter. Bei digitalen Produkten gilt die umgekehrte Logik: Erst wird ausgerollt, dann wird geforscht und wer die Schäden benennt, gilt als Fortschrittsfeind. Dabei liegt das Beweismaterial längst auf dem Tisch.
Das grösste unkontrollierte Experiment der Geschichte
Anfang der 2010er-Jahre tauschte eine ganze Generation ihre Klapphandys gegen Smartphones und verlegte ihr Sozialleben in die Feeds. Heute nutzt laut Pew Research ein Drittel der amerikanischen Teenager mindestens eine Plattform «fast ununterbrochen» – nicht täglich, nicht stündlich, sondern praktisch ohne Pause. Was das anrichtet, hat ausgerechnet eine Studie gezeigt, an der Meta selbst beteiligt war: Im grössten Deaktivierungsexperiment aller Zeiten mit über 35’000 Teilnehmern verbesserten sich Glück, Depression und Angstwerte messbar, sobald die Probanden Facebook oder Instagram nur sechs Wochen ruhen liessen. Der Konzern finanziert also den wissenschaftlichen Nachweis, dass es den Menschen besser geht, wenn sie sein Produkt nicht benutzen und verkauft es trotzdem weiter an Zwölfjährige.
Australien hat daraus die naheliegende Konsequenz gezogen: Seit dem 10. Dezember 2025 müssen Facebook, Instagram, TikTok, Snapchat, YouTube und Co. Konten von unter 16-Jährigen verhindern – bei Strafen bis zu rund 50 Millionen Dollar. Die Plattformen klagen dagegen vor dem High Court, Reddit argumentiert allen Ernstes, ein Kind sei mit Konto besser geschützt als ohne. Der Dealer erklärt dem Gericht, der Stoff sei Teil der Therapie.
Schweden räumt auf, der Rest digitalisiert munter weiter
Während hierzulande noch jede Schule, die Tablets verteilt, als Leuchtturm gefeiert wird, hat das einstige Vorzeigeland der Digitalisierung längst die Reissleine gezogen. Schweden hatte Lehrbücher entsorgt, Geräte auf jedes Pult gestellt und Tablets sogar in Kindergärten vorgeschrieben. Nach Jahren sinkender Leistungen kam die Kehrtwende: Zurück zu gedruckten Büchern, Handschrift und Lesestunden. Das renommierte Karolinska-Institut lieferte die Begründung gleich mit – es gebe klare wissenschaftliche Belege, dass digitale Werkzeuge das Lernen beeinträchtigen statt verbessern. Man lasse das auf der Zunge zergehen: Eine der angesehensten medizinischen Hochschulen Europas attestiert der Schuldigitalisierung Schadwirkung und der Rest des Kontinents bestellt weiter Tablets, als gäbe es einen Mengenrabatt auf Konzentrationsstörungen.
Die Logik dahinter war von Anfang an absurd. Ein Tablet auf dem Schulpult ist kein Lernwerkzeug, es ist eine Unterhaltungsmaschine mit eingebautem Fluchtweg. Wer Achtjährigen ein Gerät hinstellt, auf dem Kurzvideos, Games und der gesamte Internetsumpf eine Wischbewegung entfernt sind und dann erwartet, dass sie freiwillig Bruchrechnen üben, hat die menschliche Natur nicht verstanden. Er hat sie an die Industrie verkauft.
Die KI übernimmt das Denken – und das Kinderzimmer
Die dritte Welle rollt bereits und sie ist die dreisteste. Das MIT hat in der Studie «Your Brain on ChatGPT» per EEG gemessen, was passiert, wenn Studenten ihre Aufsätze mit dem Chatbot schreiben: Die schwächste neuronale Vernetzung aller Testgruppen, kaum Erinnerung an den eigenen Text, die meisten konnten hinterher nicht einen einzigen Satz aus dem Aufsatz zitieren, den sie angeblich gerade verfasst hatten. Die Forscher nennen das «kognitive Schuld». Man könnte es auch schlichter sagen: Wer das Denken delegiert, verlernt es. Wohin eine Gesellschaft steuert, die aus dem Spiegel eine Autorität macht, war hier schon Thema.
Beweislast umdrehen oder weiter Crashtest-Dummy spielen
Niemand muss Technik hassen, um Technikskeptiker zu sein. Es genügt, die Spielregeln jedes anderen Industriezweigs einzufordern: Wer ein Produkt auf Kinder loslässt, beweist vorher dessen Unbedenklichkeit – nicht die Eltern hinterher den Schaden. Dreimal in Folge haben dieselben Konzerne dasselbe Versprechen gegeben und dreimal sass am Ende eine Generation auf den Trümmern. Wer glaubt, beim vierten Anlauf werde alles anders, dem sei ein Blick auf das digitale Netz empfohlen, das längst um alles gespannt wird, was sich vermessen lässt. Die Industrie hat unser Misstrauen redlich verdient – sie hat fünfzehn Jahre lang hart dafür gearbeitet. Eine Branche, die Kinderhirne als Rohstoff verbucht, nennt sich nicht Fortschritt, sondern Raubbau. Sie verwandelt Klassenzimmer in Versuchslabore, Kinderzimmer in Datenfarmen und Teddybären in Abhöranlagen mit Fetisch-Lexikon – und nennt dies «Innovation»! Was bleibt einer Generation, der man erst die Freunde, dann das Lesen und am Ende das eigene Denken abgenommen hat? Genau das, was die Konzerne von Anfang an wollten: Ein Kunde, der nichts mehr kann ausser konsumieren!
Im Israel-Palästina-Konflikt Partei zu ergreifen heisst, sich freiwillig in einen Teufelskreis zu setzen, der keinen Ausgang kennt – und dann so zu tun, als sei die Wahl zwischen zwei Fahnen eine moralische Grosstat. Ist sie nicht. Sie ist ein Versagen der Vorstellungskraft, sauber verpackt als Haltung. Regierungen leben davon, dass Du sie für unvermeidlich hältst, dass Du Gewalt, Grenzen und Hierarchien für Naturgesetze nimmst wie Schwerkraft und Regen. Sind sie nicht. Und solange Du diese Lüge fütterst, fütterst Du die Maschine, die Gaza in Schutt legt.
Pflaster auf Schusswunden
Wenn Du politische Intervention forderst, Sanktionen, Waffenstillstand, die ewige Zwei-Staaten-Lösung, dann verhandelst Du mit exakt den Systemen, die das Schlachten erst eingerichtet haben. Du bittest die Brandstifter, den Löschzug zu spielen – und wunderst Dich, dass es weiterbrennt. Diese «Lösungen» sind Pflaster auf Schusswunden. Sie setzen voraus, dass man Regierungen zutrauen kann, genau die Machtstrukturen abzuräumen, aus denen sie selbst gebaut sind. Doch Völkermord ist kein Betriebsunfall der Staatskunst. Er ist ein Wesensmerkmal. Jede Bombe über Gaza, jeder Kontrollpunkt im Westjordanland verkündet dieselbe Botschaft: Sicherheit kommt von Autorität, also halt still und sei dankbar.
Der Glaube, der die Maschine schmiert
Politische Interventionen sind kurzsichtig, weil sie die Wurzel ignorieren: Den anerzogenen Glauben der Menschheit an Herrscher. Man hat Dir beigebracht, dass ohne Regierung das Chaos ausbricht, also klammerst Du Dich an sie, obwohl sie Deine Welt planiert. Genau diese Angst hält die Völkermordmaschine am Laufen. Und sie rechnet sich: Krieg ist kein Chaos, sondern ein Geschäftsmodell, bei dem die einen sterben und die anderen abrechnen – eine Mechanik, die dieser Blog schon anderswo auseinandergenommen hat.
Keine Partei, sondern eine Absage
Anarchie ist keine Utopie, die über Nacht ausbricht. Sie ist eine langsame, generationenübergreifende Neuausrichtung Deines Verhältnisses zur Macht. Sich zu weigern, in einem Staatenkonflikt Partei zu ergreifen, ist weder Passivität noch die bequeme Apathie des Sofa-Zynikers. Es ist der erste Funke einer intellektuellen Revolution. Wer die falsche Wahl zwischen israelischer und palästinensischer Staatlichkeit verweigert, schafft Raum für die Fragen, die keine Regierung je hören will: Warum muss Land überhaupt von Regierungen kontrolliert werden? Was, wenn Sicherheit aus gemeinschaftlicher Verantwortung entsteht statt aus Armeen und Polizei? Und warum eigentlich sollst Du einem Fremden gehorchen, nur weil er ein Abzeichen trägt, eine Uniform anhat oder sich einen Regierungstitel ans Revers heftet?
Erziehung statt Gesetzgebung
Das ist die Aufgabe der Bildung, nicht der Gesetzgebung. Und mit Bildung ist nicht die akademische Anstalt gemeint, dieser Dressurbetrieb mit Diplom am Ende. Es geht darum, Kindern Zusammenarbeit als Selbstverständlichkeit beizubringen und Gehorsam gegenüber Hierarchien als das zu behandeln, was er ist – absurd. Es geht darum, «Sicherheit» neu zu denken, als Netzwerk gegenseitiger Hilfe statt als Militärparade. Und es verlangt, nicht nur um die Toten in Palästina zu trauern, sondern auch um die Jahrhunderte der Indoktrination, die sie erst möglich machen.
Regierungen sind keine Gebäude und keine Gesetze. Sie sind Ideen. Sie existieren, weil wir kollektiv so tun, als seien sie legitim. Der eigentliche Kampf besteht darin, diese Übereinkunft im eigenen Kopf zu kündigen. Wer «Führer» und «Nationen» anbetet, füttert den Mythos, dass manche Menschen von Geburt an das Recht haben, über andere zu herrschen.
Die DNA einer anderen Welt
Anarchisten kontern das nicht mit Manifesten, sondern mit gelebter Autonomie: Nachbarschaftsräte, die ohne Politiker funktionieren, Basis-Katastrophenhilfe, die jede Behörde blamiert, Gemeinschaften, die Streit im Gespräch lösen statt vor Gericht. Jede dieser Handlungen ist eine Lektion. Sie beweisen, dass eine andere Welt möglich ist – nicht durch Gewalt, sondern durch Vorleben.
Völkermord hält sich, weil Staaten das Monopol auf die Geschichten haben, die wir uns erzählen. Sie nennen Gewalt «Sicherheit», Besatzung «Schicksal» und Widerstand «Terrorismus» – dieselbe Etikettiermaschine, die aus jeder Kritik an einer Regierung reflexhaft Hass auf eine Religion macht. Um das zu durchbrechen, musst Du den Staaten ihre schärfste Waffe entwenden: Deinen Glauben an ihre Notwendigkeit.
Ich stehe auf keiner Seite. Nicht auf der Israels, nicht auf der Palästinas. Ich stehe auf der Seite der Eltern, die ihrem Kind beibringen, dass niemand das Recht hat, ein Zuhause zu stehlen. Auf der Seite des israelischen Teenagers, der den Wehrdienst verweigert. Auf der Seite derer in Ramallah, die ohne Genehmigung Lebensmittel verteilen, weil ein leerer Magen keinen Stempel benötigt. Das sind keine hübschen Gesten. Das ist die DNA der Welt, von der wir träumen.
Man wirft mir Idealismus vor, als sei der Glaube an die Entwicklungsfähigkeit des Menschen niedlich-naiv. Naiv ist etwas ganz anderes: Darauf zu vertrauen, dass ausgerechnet Regierungen den Völkermord stoppen, deren Existenz von der Spaltung lebt, die ihn erzeugt.
Samen statt Schnelllösungen
Der Weg aus der Gewalt in Palästina – und überall sonst – führt nicht über ein Abkommen mit Goldrand und Kamera-Handschlag, sondern über Generationen, die in Gemeinschaften aufwachsen, in denen Zusammenarbeit über Kontrolle steht. Das heisst: Aufhören, nach der Schnelllösung zu betteln. Anfangen, Samen zu säen. Anarchie ist kein ferner Traum, sondern tägliche Praxis – Denken, Lehren, Wiederaufbauen. Wer Denkweisen umbaut statt Fahnen zu schwenken, protestiert nicht bloss gegen den Völkermord, er trocknet den Boden aus, auf dem er wächst.
Wer eine Fahne wählt, hat den Kampf verloren, bevor er begonnen hat. Wer auf Diplomaten wartet, wartet auf die Feuerwehr, die den Brand gelegt hat. Wer seinen Kindern Gehorsam beibringt statt Zusammenarbeit, züchtet die nächste Generation von Statisten für das nächste Massaker – und nennt dies «Erziehung»! Wir brauchen keine bessere Regierung, wir brauchen den Mut, die Übereinkunft zu kündigen – und leben frei, mit unserer schwarzen Fahne!
Es klingt spektakulär, ist aber vor allem eines: Konsequent zu Ende gedachte Physik. Forschern ist es gelungen, elektrische Energie gezielt durch die Luft zu übertragen – nicht als diffuse Science-Fiction-Idee, sondern über klar definierte physikalische Mechanismen wie Ultraschallfelder, Laserstrahlen und Radiofrequenzen. Die Universität Helsinki und die Universität Oulu arbeiten dabei nicht an Zauberei, sondern an kontrollierten Feldern, Leitpfaden und Kopplungseffekten. Der Unterschied ist entscheidend.
Im Kern geht es um die Erzeugung stabiler Übertragungswege in einem Medium, das bislang als ungeeignet galt: Luft. Hochintensive Ultraschallwellen können Dichtegradienten erzeugen, die als temporäre «Leitbahnen» fungieren. Entlang dieser Pfade lassen sich elektrische Entladungen lenken, reproduzierbar und präzise. Das ist kein Blitz im Labor, sondern ein kontrollierter Prozess, der zeigt, dass elektrische Kopplung nicht zwingend an feste Leiter gebunden sein muss. Noch experimentell, ja – aber physikalisch sauber.
Parallel dazu gewinnt die optische Energieübertragung an Reife. «Power-by-Light» nutzt fokussierte Laser, um Energie über grössere Distanzen an photovoltaische Empfänger zu liefern. Der Vorteil liegt weniger im Spektakel als in der Systemarchitektur: galvanische Trennung, keine leitenden Verbindungen, reduzierte Störanfälligkeit in Hochspannungs- oder Strahlungsumgebungen. In Bereichen wie Industrieautomation, Raumfahrt oder sensibler Messtechnik ist das kein Luxus, sondern ein Sicherheitsgewinn.
Auch die Nutzung von Radiofrequenzen wird weiterentwickelt. Energy Harvesting aus Umgebungswellen ist kein neues Konzept, erreicht aber nun Leistungsbereiche, die reale Anwendungen ermöglichen. Niedrigenergie-Sensorik, IoT-Knoten oder autonome Messsysteme könnten dauerhaft betrieben werden, ohne Batterien, ohne Wartungszyklen, ohne chemischen Abfall. Technisch gesehen ist das weniger «WLAN für Strom» als eine konsequente Nutzung vorhandener elektromagnetischer Felder – mit allen bekannten Effizienzgrenzen und regulatorischen Fragen.
Und genau hier beginnt der interessante Teil. Denn während die Technologie präziser, sicherer und kontrollierbarer wird, verschwindet ihre Sichtbarkeit. Energie fliesst nicht mehr über Kabel, Schienen oder Steckdosen, sondern über Felder, Strahlen und Kopplungen. Das stellt neue Anforderungen an Normung, Überwachung und Transparenz. Wer misst was? Wer definiert Grenzwerte? Wer haftet, wenn ein unsichtbares System ausfällt?
Das ist kein Argument gegen die Entwicklung. Im Gegenteil. Es ist ein Hinweis darauf, dass technischer Fortschritt nicht nur aus Machbarkeit besteht, sondern aus Verantwortung. Drahtlose Energieübertragung ist kein Gimmick. Sie ist ein Infrastrukturthema. Und wie jede Infrastruktur verlangt sie mehr als Begeisterung: Verständnis, Kontrolle und eine Öffentlichkeit, die weiss, was da eigentlich durch die Luft geht.
Real Life Minority Report: Palantir weiss, was du tun wirst. Bevor du es weisst. – so heisst ein älterer Text auf diesem Blog. Wer ihn für Zukunftsmusik hielt, darf jetzt umdenken. Denn am 30. Juni 2026 sass ein ehemaliger CIA-Offizier vor dem Kongress und sagte einen Satz, der jede Dystopie wie eine Kindergeschichte klingen lässt: Er glaube nicht, dass die Forschung je gestoppt wurde.
Die Rede ist von MKUltra, jenem Programm, das dir im Schulbuch als abgeschlossenes Kapitel des Kalten Krieges verkauft wird – LSD, ein paar durchgeknallte Ärzte, Ende der Geschichte. Nur war die Geschichte nie zu Ende. Und wer genau das behauptete, galt jahrzehntelang als Aluhut-Träger.
Vor dem Kongress-Ausschuss für die Freigabe von Staatsgeheimnissen breitete die Vorsitzende Anna Paulina Luna eine Aktenlage aus, bei der einem das zynische Grinsen im Hals stecken bleibt. Das Programm lief offiziell von 1953 bis 1973. In dieser Zeit wurden amerikanische Bürger, Häftlinge, Krankenhauspatienten und Veteranen ohne ihr Wissen mit LSD vollgepumpt, mit Elektroschocks traktiert, hypnotisiert, sensorisch isoliert und psychologisch gefoltert. Auf amerikanischem Boden, finanziert mit Steuergeldern, abgesegnet von der obersten Etage des Geheimdienstes.
Und dann kommt der Teil, der jede Entlastung erstickt. Als CIA-Direktor Richard Helms 1973 seinen Schreibtisch räumte, ordnete er persönlich die Vernichtung sämtlicher MKUltra-Akten an. Sidney Gottlieb, den ein Zeuge den «Schwarzen Zauberer» nannte, verbrannte mit seinem Team an einem Tag 152 Dossiers. Der Leiter des CIA-Archivs protestierte schriftlich und wurde überstimmt. Danach liess Gottlieb auch seine privaten Papiere schreddern. Luna nennt das beim Namen: Behinderung der Justiz, kriminelle Vernichtung von Bundesdokumenten. Niemand wanderte ins Gefängnis. Kein Opfer bekam je eine förmliche Entschädigung.
Wer wissen will, wie viel wir heute überhaupt wissen, bedanke sich bei einem Buchhalter
Denn das Einzige, was den Flammen entkam, war ein Zufall. 1977 stiess ein Archivar auf sieben falsch abgelegte Kisten mit Finanzunterlagen, die deshalb das Scheiterhaufen-Ritual überlebt hatten. Sie offenbarten das ganze Ausmass: Mindestens 149 Unterprojekte, verteilt auf mehr als 80 Institutionen, betrieben von 185 nicht-staatlichen Forschern. Getarnt über vorgeschobene Stiftungen, damit niemand die CIA dahinter sah. Anders gesagt: Was wir über eines der monströsesten Menschenversuchsprogramme der Geschichte wissen, ist der Bruchteil, den man zu vernichten vergessen hat.
Der Enthüllungsjournalist Tom O’Neill, Autor des Manson-Buchs «Chaos», zog dem offiziellen Narrativ dann endgültig den Boden weg. Bei den Anhörungen von 1977 erklärte die CIA dem Kongress, ihr fünfundzwanzigjähriger Versuch, menschliches Verhalten zu steuern, sei ein «kolossaler Fehlschlag» gewesen. O’Neill hält das für eine Lüge an den Kongress. Ein Programm, das angeblich nie funktioniert hat, für das man aber zwei Jahrzehnte lang Menschen zerstörte und dessen Akten man dann verbrannte. Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um stutzig zu werden – man wurde nur jahrzehntelang zu einem erklärt, sobald man es laut aussprach.
Erinnerungen löschen und neue einpflanzen war der Traum
Am tiefsten sitzt ein Dokument aus der Anhörung. Ein beteiligter Psychiater beschrieb bereits in den 1950er-Jahren die Fähigkeit, echte Erinnerungen durch falsche zu ersetzen, ohne dass die Versuchsperson etwas davon merkt. Man könne, so die Formulierung, die Erinnerung an ein reales Ereignis tilgen und dem Menschen per hypnotischer Suggestion einreden, es habe nie stattgefunden, dafür aber ein anderes, erfundenes. Halte kurz inne und lass das sacken: Das war der Wissensstand vor siebzig Jahren. Mit Röhrenradios und Wählscheiben.
Und genau hier setzt die Frage an, die den Raum vergiftete. Der Gottlieb-Biograf Stephen Kinzer, der dem Chemiker eine faktische Lizenz zum Töten attestierte, sprach die Warnung für die Gegenwart aus: Es habe gewaltige Fortschritte in Cybertechnik, Neurowissenschaften und künstlicher Intelligenz gegeben. Verdeckt operierende Behörden hätten heute womöglich Werkzeuge zur Gedankenkontrolle, die sich Gottlieb nie erträumt hätte. O’Neill pflichtete bei: Wer so viel Geld und Forschung in etwas versenkt, wirft das Ergebnis nicht einfach weg.
Bleibt die Frage, ob das alles noch läuft. Und hier verlangt die Aktenlage Ehrlichkeit, damit die Sache nicht ins Reich der Fantasie kippt. Der Satz «die Forschung hat nie aufgehört» stammt von einem einzelnen ehemaligen Offizier und ist eine Vermutung, kein Aktenbeleg. Die Ex-CIA-Analystin Tracy Walder formulierte es nüchterner: «Alles ist möglich» – mehr liegt bislang nicht auf dem Tisch. Und als 2024 nach dem Attentatsversuch auf Trump spekuliert wurde, der Schütze sei «programmiert» worden, wies die CIA das als «völlig falsch, absurd und schädigend» zurück. Nur hat dieselbe Behörde jahrzehntelang die Existenz von MKUltra bestritten, Akten verbrannt und den Kongress belogen. Ein Dementi aus diesem Mund wiegt so viel wie ein Versprechen vom Gebrauchtwagenhändler.
Dass die Anhörung streckenweise selbst zum Theater geriet, gehört zur ehrlichen Bilanz. Eine NIH-Forscherin, deren Aussage mit MKUltra nicht das Geringste zu tun hatte, wurde zum politischen Boxsack umfunktioniert. Kritiker beider Lager nennen die Übung deshalb teils performativ, teils Ablenkung.
Doch selbst wenn man alles Ungesicherte streicht, bleibt ein Kern, der niemanden kaltlässt. Ein Staat, der seine Bürger als Versuchskaninchen behandelt, die Beweise verbrennt und niemanden dafür belangt, hat jedes Recht verwirkt, bei der nächsten Enthüllung ein «Vertraut uns» zu erwarten. Wer gestern Erinnerungen umschrieb, sitzt heute an Datenbanken, biometrischen Profilen und selbstlernenden Systemen – und die Werkzeuge, mit denen heute Verhalten vorhergesagt wird, lassen Gottliebs Baukasten wie Steinzeit aussehen.
Sie erklärten die Gedankenkontrolle jahrzehntelang zur Verschwörungstheorie, während sie in ihren Laboren längst wussten, wie man dir eine Erinnerung ins Hirn schreibt, die nie geschehen ist! Sie nannten das Programm einen Fehlschlag und verbrannten trotzdem jede Spur davon, als wäre es der historisch grösste Erfolg! Sie versprechen dir, die totale Überwachung diene deinem Schutz und meinen dieselbe Maschine, die schon 1953 nicht dein Wohl im Sinn hatte! Und der letzte, perfideste Beweis, dass die Gedankenkontrolle nie endete, bist am Ende du selbst – noch immer überzeugt, all das sei nur eine «Verschwörungstheorie» gewesen! Wer von CIA-Gedankenkontrolle sprach, war ein Spinner – bis die CIA es unter Eid bestätigte. Aluhut aufsetzen war gestern Diagnose, heute Quellenangabe!
Elon Musk hat in einem Interview mit Lex Fridman gesagt, dass es nach 2027 kein Zurück mehr geben werde. Als der Journalist nachfragte, schwieg Musk fast eine Minute. Dann sagte er: «Es ist keine Katastrophe, sondern ein Übergang.»
Eine Minute Schweigen. Von einem Mann, der normalerweise keine drei Sekunden braucht, um eine Rakete zu benennen, ein Unternehmen zu gründen oder Twitter in X umzubenennen. Diese Pause sagt mehr als die meisten Reden.
Was er anschliessend beschrieb, ist kein Science-Fiction-Szenario für überarbeitete Netflix-Drehbuchautoren. Es ist eine Bestandsaufnahme dessen, was bereits läuft – leise, methodisch, ohne Warnsignal, ohne Sirene, ohne den dramatischen Moment, in dem man merkt, dass etwas Fundamentales kippt. Es kippt nämlich nicht plötzlich. Es ist bereits gekippt.
Fangen wir mit dem Aufmerksamkeitsproblem an, weil es das direkteste ist. Forschungen des MIT zeigen, dass die nach 2000 geborene Generation eine Aufmerksamkeitsspanne von acht Sekunden hat. Acht Sekunden. Der sprichwörtliche Goldfisch bringt es auf neun. Musk nennt das «kulturelles Alzheimer» – eine Formulierung, die so präzise ist, dass man kurz innehalten möchte, bevor das nächste Notification-Symbol aufleuchtet und die Gelegenheit dazu verpasst ist.
Der Planungshorizont, einst auf Generationen ausgerichtet, ist auf drei Jahre geschrumpft. Man baut keine Kathedralen mehr, für die der eigene Lebensplan zu kurz ist. Man baut keine Institutionen, die über den eigenen Tod hinaus existieren sollen. Man optimiert Quartalsberichte, generiert Content, pivotiert Strategien, iteriert Produkte – und nennt das Innovation. Innovation war einmal der Name für etwas, das die Welt langfristig veränderte. Heute ist es der Name für die nächste App-Version.
Das ist kein Generationenproblem. Es ist ein Systemproblem. Das System belohnt Reaktion und bestraft Reflexion. Es belohnt Klicks und bestraft Tiefe. Es belohnt das Laute und bestraft das Langsame. Wer drei Stunden benötigt, um einen Gedanken zu Ende zu denken, ist in der Aufmerksamkeitsökonomie bereits gestorben. Wer sieben Sekunden benötigt, um einen Gedanken anzureissen, regiert sie.
Dann die KI. Musk formuliert es mit der für ihn typischen technischen Kälte: «Wenn das System anfängt, den Menschen zu korrigieren, und nicht umgekehrt, endet die lineare Logik.» Das klingt abstrakt, bis man sich den Alltag anschaut. Algorithmen entscheiden bereits, wen man attraktiv findet – durch die Sortierung von Dating-Apps. Sie entscheiden, was man isst – durch Empfehlungsmaschinen, die das Verhalten von Millionen anderen auf das eigene projizieren. Sie entscheiden, was man denkt – durch die Kuration von Informationen, die man sieht und die systematische Unsichtbarkeit von allem, was ausserhalb des Profils liegt, das die Maschine von einem gezeichnet hat.
Das ist keine Revolte der Maschinen. Terminator ist die falsche Analogie – zu laut, zu offensichtlich, zu cinematisch. Die tatsächliche Entwicklung ist stiller und deshalb gefährlicher: Ein gradueller Rückzug menschlicher Entscheidungsfreiheit in eine Komfortzone, die die Maschine bereithält. Man entscheidet nicht mehr, man bestätigt. Man wählt nicht mehr, man scrollt, bis der Algorithmus eine Option so präsentiert, die sich wie eine eigene Entscheidung anfühlt. Der Unterschied zwischen Wahl und Suggestion verschwindet, weil man ihn nie wirklich gesucht hat.
Und schliesslich die Energie. Immer weniger Menschen können ohne Strom auch nur einen Tag funktionieren. Nicht überleben – funktionieren. Das ist die korrekte Formulierung. Die biologische Überlebensfähigkeit ist noch vorhanden, aber die soziale, wirtschaftliche, kommunikative Existenz ist vollständig abhängig von einer Infrastruktur, die man nicht versteht, nicht kontrolliert und nicht reparieren kann. Wenn Energie zur Währung wird – und das ist sie bereits, in jedem Rechenzentrum, das Algorithmen betreibt, in jedem Smartphone, das Aufmerksamkeit absorbiert – dann ist ihre Kontrolle Macht. Schlichte, direkte, unverkleidete Macht.
Musk sagt: «Technologie ist stärker als wir, aber nicht intelligenter. Solange wir Ziele haben, sind wir keine Algorithmen.»
Das ist der einzige Satz in dieser ganzen Analyse, der eine Richtung weist. Keine Lösung, keine Anleitung, keine politische Forderung – nur eine Distinktion: Ziel versus Optimierung. Der Mensch, der weiss, wohin er will, ist nicht dasselbe wie das System, das das Effizienteste auf dem Weg zu einem vorgegebenen Endpunkt berechnet. Der Unterschied ist nicht technischer, sondern anthropologischer Natur. Er liegt in der Fähigkeit, einen Sinn zu setzen, nicht nur einen Weg zu optimieren. In der Fähigkeit, sich zu fragen, warum – nicht nur wie.
Aber diese Fähigkeit verkümmert. Nicht weil die Menschen dumm geworden sind – das ist die bequeme Herablassung, die Privilegierte gerne als Analyse verkaufen. Sondern weil das System, in dem sie leben, Sinnfragen systematisch entweder kommerzialisiert oder diskreditiert. Wer fragt, wozu das alles gut sein soll, bekommt von der Plattform einen Therapie-Content-Stream empfohlen. Wer fragt, ob das Ziel stimmt, wird in eine Filterblase aus Gleichgesinnten sortiert, bis die Frage sich in kollektivem Nicken auflöst. Wer aufhört zu fragen, wird mit Dopamin belohnt.
Das ist der eigentliche Übergang, den Musk meint. Nicht Roboter, die die Arbeit übernehmen – obwohl das geschieht. Nicht KI, die Entscheidungen trifft – obwohl das geschieht. Sondern der Übergang aus einer Welt, in der Menschen als Subjekte agieren, in eine Welt, in der sie als Datenpunkte verwaltet werden. Und der beunruhigendste Aspekt dabei ist nicht, dass das von oben erzwungen wird. Es ist, dass die meisten freiwillig mitmachen – weil es bequem ist, weil es friktionslos ist, weil es sich modern anfühlt.
Wieder Mensch zu sein bedeutet nicht, das Smartphone wegzuwerfen oder in einem Wald zu verschwinden. Es bedeutet, sich die einfachste und gleichzeitig schwierigste Frage wieder zu stellen: Was will ich eigentlich? Nicht was empfiehlt mir der Algorithmus. Nicht was optimiert mein Score. Nicht was ist jetzt gerade viral. Was will ich — und warum?
Diese Frage braucht mehr als acht Sekunden. Sie braucht Stille, Langeweile, Reibung und gelegentlich das Unbehagen, keine sofortige Antwort zu haben. Genau das sind die Zustände, die das System mit allen Mitteln verhindert. Denn wer in der Stille sitzt und denkt, generiert keinen Traffic.
2027 ist nicht weit. Und die Minute Schweigen, bevor Musk antwortete, war vielleicht die ehrlichste Aussage des gesamten Interviews…
Über 21 Millionen Erwachsene mit Allergien, rund 17 Millionen mit rheumatischen Leiden, etwa 23 Millionen mit chronischen Schmerzen, über 6 Millionen mit mindestens einer Autoimmunerkrankung. Dazu jährlich rund 760 Millionen verordnete Kassenmedikamente, also über zwei Millionen Tabletten pro Tag. Und über alldem thront ein Apparat, der dieses Jahr mehr als eine halbe Billion Euro verschlingt – fast so viel, wie der gesamte deutsche Bundeshaushalt 2025 umfasst. Herzlichen Glückwunsch zu einem der teuersten Krankheitslager der Welt.
Man verkauft uns das als «Gesundheitssystem». Das ist ungefähr so präzise, wie eine Schlachterei «Tierwohl-Zentrum» zu nennen. Ein System, das Gesundheit produziert, müsste irgendwann weniger Kranke ausweisen. Dieses hier produziert von Jahr zu Jahr mehr. Mehr Diagnosen, mehr Dauerrezepte, mehr Operationen – über 16 Millionen vollstationäre Eingriffe jährlich, knapp 45’000 jeden einzelnen Tag. Wer das für Heilung hält, hält auch eine Tankstelle für eine Quelle frischer Bergluft.
Die Rechnung, die nie aufgehen soll
Schauen wir uns die Zahlen an, die der Apparat selbst herausgibt. Die Gesundheitsausgaben in Deutschland lagen 2024 bei 538,2 Milliarden Euro, grösster Brocken ist die gesetzliche Krankenversicherung mit 300,8 Milliarden. Seit 1994 hat sich der Betrag mehr als verdreifacht. Und was bekommt der zahlende Mensch für diese Verdreifachung? Keine sinkende Krankheitslast. Im Gegenteil – die Kurven zeigen alle nach oben. Eine Industrie, deren Umsatz steigt, während ihr angebliches Ziel weiter wegrückt, hat ihr Ziel nie verfehlt. Sie hat es nur woanders gesetzt, als auf dem Werbeplakat steht.
Denn das eigentliche Produkt ist nicht der Gesunde. Der Gesunde ist betriebswirtschaftlich eine Katastrophe – er kommt nicht wieder, kauft nichts, benötigt niemanden. Das ertragreiche Produkt ist der chronisch Verwaltete: Jemand, der lange lebt, regelmässig erscheint, zuverlässig schluckt und Quartal für Quartal abgerechnet wird. Genau dieses Geschäftsmodell habe ich an anderer Stelle ausführlich seziert, als es um die Frage ging, warum Symptome gepflegt und Heilung verhindert wird. Ein Geheilter ist ein verlorener Kunde. Ein chronisch Kranker ist eine Rente.
Ein Arzt auf 192 Bürger – und trotzdem kränker
Personal gibt es reichlich. 1992 zählte das Land etwa 252’000 Ärzte, 2025 sind es rund 446’000 – rechnerisch ein berufstätiger Arzt auf weniger als 200 Einwohner, ganz oben auf der Einkommensleiter. Ein Medizinstudium kostet je Kopf zwischen 170’000 und 200’000 Euro, finanziert über deine Steuern. Mehr Mediziner pro Mensch als kaum irgendwo, eine halbe Billion im Topf, Tabletten im Akkord – und das Resultat ist eine Bevölkerung, die nicht gesünder, sondern voller wird. Voller Diagnosen, voller Präparate, voller Termine. Zwischen all diesen Zahlen muss die Gesundheit verloren gegangen sein. Vielleicht wurde sie nie gesucht.
250’000 Mal jährlich klappt das System im eigenen Klinikbett zusammen
Hier kommt die Zahl, an der selbst die geübtesten Schönredner abrutschen. Rund 250’000 Krankenhauseinweisungen pro Jahr gehen auf Medikationsfehler zurück – falsch dosiert, falsch kombiniert, jahrelang weiterverordnet wie ein vergessener Dauerauftrag. Das Bundesgesundheitsministerium nennt sie selbst «vermeidbar». Ältere Menschen mit fünf, acht, zehn Präparaten gleichzeitig, jedes davon mit eigenen Nebenwirkungen, von denen das nächste Rezept dann die Nebenwirkung der Nebenwirkung behandelt. Würde die Homöopathie eine solche Bilanz vorlegen, gäbe es noch am selben Abend einen Brennpunkt im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, samt «Einordnung» und betreutem Denken. Die Pharmaindustrie legt sie vor und bekommt einen Aktionsplan – das vierte Papier dieser Art seit 2007, das mit «Digitalisierung» und «Datennutzung» reparieren will, was ein gesünderes System gar nicht erst anrichten würde.
Wenn selbst die Behörden zugeben, dass der Vorhang nur einseitig fällt
Und damit niemand glaubt, das sei reine Bilanz-Polemik: Anfang Mai 2026 wurde bekannt, dass die US-Arzneimittelbehörde FDA die Veröffentlichung mehrerer Sicherheitsstudien zu Covid- und Gürtelrose-Impfstoffen blockiert hat. Begründung: Die Schlussfolgerungen seien durch die Daten nicht ausreichend gedeckt. Eine bemerkenswerte Feinsinnigkeit – exakt jene wissenschaftliche Zurückhaltung, die 2021 vollständig abwesend war, als «sicher und wirksam» wie ein Naturgesetz durchs Land getragen wurde und ein deutscher Gesundheitsminister öffentlich von Impfungen «ohne Nebenwirkungen» schwärmen durfte. Damals reichte ein Apparat das Etikett durch, ohne mit der Wimper zu zucken. Heute müssen Sicherheitsdaten erst durch behördliche Filter, bevor man sie sehen darf. Wer Fragen stellte, bekam die Keule von «Aluhut» bis «Covidiot». Wenn dieselbe Behörde nun selbst entscheidet, welche Daten das Tageslicht erreichen, ist nicht mehr nur die Impffrage das Problem. Dann ist es die Vertrauensfrage – und genau diese Mechanik treibt einen Apparat, der Angst zuverlässiger in Aktiengewinne verwandelt als in Genesung, wie ich beim Blick auf den ewigen Notstand als Produkt bereits beschrieben habe.
Ein System, das Heilung als Geschäftsrisiko behandelt, ist nicht reparaturbedürftig. Es funktioniert exakt nach Plan. Der Mensch darin ist nicht der Zweck, sondern das Verbrauchsmaterial – wertvoll, solange er zahlt, störend, sobald er gesund wird. Die halbe Billion fliesst nicht, damit du gesund wirst. Sie fliesst, damit du krank bleibst und das lange genug, um sich zu rechnen. Und während die Melkmaschine surrt, klatscht das öffentlich-rechtliche Fernsehen Beifall und nennt dies «Versorgung»!
Es gibt eine Feigheit, die im Sonntagsanzug daherkommt. Sie trägt die Maske der Höflichkeit, gibt sich als Anstand aus und hält am Familientisch brav den Mund, weil bloss niemand der Spielverderber sein will, der die gemütliche Runde stört. Genau diese parfümierte Mutlosigkeit bringt uns langsamer und gründlicher um als jeder Tyrann mit Knüppel.
Der Apparat, der uns verwaltet, überwacht und nach Strich und Faden belügt, benötigt keine Armee von Schlägern. Er benötigt etwas weit Billigeres: Zuschauer. Menschen, die wegsehen, während der Nachbar unter die Räder kommt, die zustimmend nicken, wo sie aufschreien müssten, die genau wissen, dass der Bericht frisiert ist – und ihn trotzdem abzeichnen. Die Maschine der Kontrolle läuft nicht auf Gewalt. Sie läuft auf Schweigen. Und davon liefern wir frei Haus, gratis und in Bestform.
Schweigen ist nie neutral
Es kursiert diese tröstliche Lüge, das Stillhalten sei eine Art Nullposition, ein Sich-Heraushalten ohne Folgen. Schöner Unsinn. Jedes Mal, wenn jemand die Wahrheit kennt und sie hinunterschluckt, reicht er den Lügnern ein weiteres Stück Macht über den Tisch. Jedes Mal, wenn jemand etwas Verkommenes geschehen sieht und den Blick abwendet, sorgt er dafür, dass es beim nächsten Mal noch reibungsloser läuft. Die Deutschen hatten nach 1945 ein präzises Wort für diese Spezies: Mitläufer – der, der von der Ideologie gar nicht überzeugt war, sondern bloss aus Bequemlichkeit oder Opportunismus keinen Widerstand leistete. Das Schöne an dieser Vokabel ist, dass sie nie aus der Mode kommt. Sie wartet geduldig auf jede neue Generation, die sie sich wieder redlich verdient.
Die Spirale, in der die Wahrheit verstummt
Dass Menschen verstummen, ist keine Charakterschwäche einzelner Hasenfüsse, sondern ein sauber erforschter Mechanismus. Elisabeth Noelle-Neumann hat ihn Schweigespirale getauft: Wer glaubt, mit seiner Meinung in der Minderheit zu stehen, hält den Mund – aus blanker Isolationsfurcht, der angeborenen Angst, ausgestossen zu werden. Je mehr schweigen, desto erdrückender wirkt die vermeintliche Mehrheit, desto vollständiger verstummt der Rest. Eine Abwärtsspirale, an deren Grund nur noch ein einziger Satz übrig bleibt, mit dem sich jede Feigheit veredeln lässt: Es gibt ja ohnehin keine objektive Wahrheit. Wer das murmelt, fühlt sich aufgeklärt, komplex, postmodern. In Wahrheit hat er nichts weiter gelernt, als sein Wegsehen philosophisch zu lackieren – die gefährlichste Lüge unserer Zeit, hübsch verpackt als Demut.
Ein Folksong als Beipackzettel
Zwei amerikanische Liedermacher haben das Elend bereits 1964 vertont, lange bevor Trusted Flagger und Faktenchecker-Industrie auch nur erfunden waren. Ihr «The Sound of Silence» beschreibt eine Gesellschaft, die so verliebt ist in Komfort und Spektakel, dass sie das Reden verlernt hat – das echte Reden, nicht das Posten, Signalisieren und Daumendrücken. Der Songwriter vergleicht das wuchernde Schweigen mit einem Tumor, der sich lautlos durch den Körper frisst. Damals ein Ladenhüter, der erst Jahre später die Charts stürmte. 2015 hat ihn eine Metal-Band noch einmal ausgegraben und in eine grabesschwere Hymne verwandelt, die seither hartnäckig in den Bestenlisten klebt. Sechzig Jahre alt und jede Zeile sitzt heute genauer als am Erscheinungstag. Man könnte das beeindruckend nennen. Eigentlich ist es ein Armutszeugnis mit Refrain.
Die Stille bringt uns um
Wer zensiert, zählt auf deine Bequemlichkeit
Die wirklich elegante Maschinerie benötigt keine Bücherverbrennung mehr. Sie hat den Digital Services Act, eine blühende Faktenchecker-Industrie und das schöne Etikett «Moderation», unter dem Ärzte, Journalisten und ganz gewöhnliche Querulanten stillgestellt werden – alles im Tonfall des Wohlwollens, alles mit dem Effekt der Zensur. Wer Belege liefert, ist plötzlich «Threat Actor», wer im offiziellen Kanal Alarm schlägt, ein «fragwürdiger Whistleblower». Das Beste daran: Der Apparat müsste gar nicht so festdrücken. Die meisten zensieren sich vorsorglich selbst, weil der Streit unbequem ist und Bequemlichkeit süchtig macht. Man muss niemanden mundtot machen, der freiwillig den Mund hält.
Mut kostet, Schweigen scheinbar nichts
Der eigentliche Grund für die grosse Stille ist keine Bosheit, sondern eine simple Rechnung. Wer aufsteht, zahlt sofort: Den Job, die Einladung zum Grillfest, den freundlichen Gruss der Nachbarn, manchmal die ganze soziale Existenz. Wer schweigt, zahlt erst später – dafür mit Zins und Zinseszins und die Rechnung wird grosszügig auf die Kinder überschrieben. Genau diese zeitliche Verschiebung macht die Feigheit so unwiderstehlich: Die Belohnung fürs Wegsehen ist sofort spürbar, die Quittung kommt verzögert und anonym. So züchtet man ein Volk von Buchhaltern, die ihre eigene Entrechtung tadellos abheften und sich abends einreden, sie hätten ja nur ihre Ruhe gewollt. Bequemlichkeit ist eben kein Charakterzug, sondern eine Zahlungsweise – Ratenkredit auf die eigene Freiheit, mit einem Effektivzins, den niemand vorher liest.
Gebraucht würden jetzt Leute, die unbequem sein wollen. Der Kollege, der den gefälschten Bericht nicht abzeichnet. Der Arzt, der nicht verschreibt, was er für schädlich hält. Der Mensch, der die Mail trotzdem abschickt, obwohl die halbe Adressliste zurückbeisst. Lauter kleine, glanzlose Mutproben, für die es keinen Orden gibt, kein Lob, kein Schulterklopfen, sondern bestenfalls Ärger. Stattdessen herrscht andächtige Stille – und die ist, anders als ihr Ruf, alles andere als gratis.
Schweigen ist eine Entscheidung und jeden einzelnen Tag, den es andauert, verzinst es sich zugunsten genau jener, die uns belügen. Wer wegsieht, unterschreibt blanko, ob er es so meint oder nicht. Wer auf den grossen Moment des Aufbegehrens wartet, wird feststellen, dass er längst verstrichen ist, während man höflich nickte und sich für klug hielt. Am Ende schweigt sich diese Gesellschaft durch die eigene Beerdigung – und meisselt sich «Wir sind immer anständig geblieben» auf den Grabstein!
Ein Bundeskanzler kündigt den grössten Umbau der Altersvorsorge seit Jahrzehnten an – und tut das nicht im Bundestag vor den gewählten Abgeordneten, sondern im Festsaal der Deutschen Börse vor rund 850 Bankern und Fondsverwaltern. Ausgerechnet dort, wo sein alter Arbeitgeber der grösste Einzelaktionär ist.
Friedrich Merz war von 2016 bis 2020 Aufsichtsratschef von BlackRock Deutschland, danach der wohl teuerste Türöffner der Republik und seit Mai 2025 ist er Bundeskanzler. Wer geglaubt hat, der Mann würde seine Interessenlage beim Amtseid ablegen wie einen alten Mantel, hat den Kapitalismus nicht verstanden. Er legt gar nichts ab. Er liefert.
Die Rede am passenden Ort
Am 2. Februar 2026, beim Neujahrsempfang der Deutschen Börse in Eschborn, verkündete Merz einen «Paradigmenwechsel in der deutschen Altersversorgungspolitik». Die gesetzliche Rente werde «nur ein Baustein» eines neuen Versorgungsniveaus, kapitalgedeckte private und betriebliche Vorsorge sollten eine «wesentlich grössere Rolle spielen als bisher». Und dann der Satz, der den Saal abholte: Das werde für den Kapitalmarkt einen «erheblichen Wachstumsschub» auslösen. Ein Kanzler verspricht 850 Finanzleuten Wachstum für ihre Branche und nennt es Rentenreform. Der Ort war kein Zufall: BlackRock, der weltweit grösste Vermögensverwalter mit rund 14 Billionen Dollar unter Verwaltung, ist grösster Einzelaktionär genau dieser Deutschen Börse.
Wohin dein Rentengeld wandert
«Kapitalgedeckt» heisst im Klartext: Dein Geld fliesst nicht mehr an die heutigen Rentner, sondern in Aktien, Fonds und ETFs. Und wer beim Kürzel ETF nicht sofort an iShares denkt, hat den Marktführer übersehen – BlackRocks Hausmarke hält gut ein Drittel des europäischen ETF-Markts. Die geplante Frühstart-Rente, bei der der Staat für jedes Kind zehn Euro im Monat ins private Depot legt, wurde von einer Brancheneingabe flankiert, die unter anderem BlackRock und Vanguard unterzeichnet haben. Das Generationenkapital wiederum nimmt der Bund auf Kredit auf, um damit an internationalen Börsen zu spekulieren, während der Bundeshaushalt am Ende den Kapitalbedarf der DAX-Konzerne bedient, an denen BlackRock bei 32 von 40 beteiligt ist.
Was hier als Vorsorge verkauft wird, ist in Wahrheit eine Umleitung: Jeder Euro, der aus dem Umlagesystem in ein Aktiendepot abwandert, fehlt dem heutigen Rentner sofort und taucht als Gebühr, Provision und Kursfantasie bei den Fondsverwaltern wieder auf. Die Mechanik dahinter ist simpel: Presst man Millionen Sparer per Frühstart- und Aktienrente in dieselben Indizes, steigt die Nachfrage nach genau den Papieren, welche die grossen Fonds längst halten, die Kurse klettern und die Bestandsverwalter kassieren doppelt. Die gesetzliche Rente ist unspektakulär, aber sie speist sich aus der laufenden Wirtschaftsleistung und nicht aus der Tageslaune der Märkte. Genau deshalb soll sie weg. Für seine vier Jahre auf der Aufsichtsratsbank kassierte Merz nach eigener Aussage «nicht unter einer Million» brutto. Jetzt sorgt er dafür, dass ganz Deutschland dort einzahlt, wo er selbst schon abkassiert hat und du zahlst, wie schon beim Gas, am Ende die Rechnung.
Und der Konzern verdient nicht nur am Zerstören, sondern auch am Wiederaufbau: BlackRock hat mit der Regierung in Kiew ein Abkommen geschlossen, um den milliardenschweren Wiederaufbau der Ukraine zu koordinieren. Erst die Waffen, dann die Trümmer, dann der Fonds, der an beiden Enden mitschneidet. Die Schulden macht der Staat, die Zinsen zahlst du, die Dividende kassiert das Depot. Das ist keine Verschwörung, das ist eine Bilanz.
Was die Verteidiger sagen
Natürlich gibt es die andere Lesart und sie ist nicht ganz falsch. BlackRock Deutschland war zu Merz‘ Zeiten ein Zwerg mit rund 150 Mitarbeitern, ein Anhängsel der Londoner Zentrale und Merz dort kein Fondsmanager, sondern ein gut bezahlter Repräsentant. Der Konzern besitzt die Konzernanteile nicht, er verwaltet sie treuhänderisch für Millionen Kunden — mächtig durch Position, nicht durch Eigentum. Und die Demografie ist real, das Umlageverfahren ächzt, andere Länder fahren teilkapitalgedeckte Systeme seit Jahren. Alles wahr. Nur ändert es nichts an der einen Frage, wer die Weichen stellt und wer davon lebt. Ein Aufsichtsrat des Deutschland-Ablegers verdient trotzdem an jedem Klienten, den er der Zentrale zuführt. Und ein Regierungschef entscheidet über Gesetze, die genau diese Klienten reicher machen. Wenn der frühere Cheflobbyist des grössten Profiteurs exakt jene Umschichtung betreibt, bei der dein Vermögen in fremde Depots umgebucht wird, dann ist der Interessenkonflikt kein Gerücht, sondern eine Amtsbeschreibung.
Von der Aufsichtsratsbank ins Kanzleramt
Merz hat nie das Lager gewechselt, er hat bloss den Schreibtisch getauscht und die Interessen gleich mitgenommen. Sie nennen es Paradigmenwechsel, wenn dein Umlagegeld in die ETFs des weltweit grössten Vermögensverwalters wandert. Sie nennen es Verantwortung, wenn du dich für Rüstungsdividenden verschuldest, die du nie zu sehen bekommst. Sie nennen es Altersvorsorge, wenn deine Rente künftig davon abhängt, ob die Börse gute Laune hat an dem Tag, an dem du alt wirst. Und wenn der Crash kommt, gehört das Depot noch immer dem Fonds – dir gehört bloss das Risiko!
„AfD ist außenpolitisch links“ - Punkt.PRERADOVIC mit Oskar Lafontaine
Ein Bundeshausjournalist mit dreissig Jahren Erfahrung stellt an einer Medienkonferenz die naheliegendste Frage der ganzen Pandemie – ob es überhaupt Belege für die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr gebe – und der zuständige Beamte gesteht vor laufender Kamera: Nein, gibt es nicht. Ein Jahr später sitzt derselbe Journalist in einer Videokonferenz mit seiner Chefredaktion und bekommt ein Schreibverbot serviert. Willkommen in der Pandemie der Lügen, im Volksmund Corona-Pandemie genannt, wo nicht der Beamte ohne Beleg das Problem war, sondern der Journalist, der ihn danach fragte.
Die Szene stammt aus einem langen Gespräch mit einem pensionierten Wirtschaftsjournalisten, der drei Jahrzehnte lang aus Bundesbern berichtete – extern, mit kurzem Draht zu Parlament und Verwaltung. Einer, der den Betrieb kennt wie kaum jemand und einer der wenigen, die 2020 nicht in Schockstarre verfielen, als die Angst ausgerollt wurde wie ein Teppich.
Die Bankrotterklärung im Klartext
Im Juli 2020 galt in der Schweiz die frisch verhängte Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr. An einer Pressekonferenz fragte der Journalist den zuständigen BAG-Mann geradeheraus, ob es Evidenz für zahlreiche Ansteckungen im ÖV gebe. Die Antwort des Beamten: Man könne gar nicht sagen, wo sich jemand angesteckt habe und diese Evidenz gebe es schlicht nicht. Übersetzt: Wir verordnen einer ganzen Bevölkerung eine Pflicht, für die wir null Belege haben. Für den Fragesteller eine Bankrotterklärung – die Reaktion der versammelten Kollegenschaft bestand aus höflichem Wegschlucken und Weitergehen.
Dass an dieser Erschütterung mehr dran war als das Bauchgefühl eines Skeptikers, zeigt die grösste unabhängige Auswertung zum Thema. Der aktualisierte Cochrane-Review von 2023 zu physischen Massnahmen gegen Atemwegsviren fand für das Maskentragen in der Bevölkerung kaum oder keinen Unterschied bei laborbestätigten Infektionen. Ehrlichkeitshalber: Cochrane selbst stellte klar, das Ergebnis sei nicht «Masken wirken nicht», sondern schlicht unschlüssig – die miserable Studienlage und die tiefe Trage-Disziplin verwässern jede harte Aussage. Genau das ist der Punkt: Wer null Evidenz hat, verordnet keine Pflicht. Es sei denn, er nennt Handeln um des Handelns willen «Vorsorge».
Wenn die vierte Gewalt zum Sprachrohr wird
Der Journalist blieb kritisch, seine Chefredaktion nicht. Anfangs liess man ihn gewähren, doch je länger die Pandemie dauerte, desto enger wurde die Luft. Im Frühjahr 2021 zitierte man ihn zur Videokonferenz und teilte ihm mit, er dürfe über Corona nicht mehr schreiben. Begründung: Angeblich nicht faktengerechte Berichterstattung – ein Vorwurf, den man nie belegen konnte, weil er nicht stimmte. In Tat und Wahrheit ging es darum, dass er zu kritisch war. Ein partielles Berufsverbot, verhängt nicht vom Staat, sondern vom eigenen Verlag.
Woher der Wind wehte, wurde wenig später öffentlich. Anfang 2022 machte der «Nebelspalter» ein internes Video von Ringier-CEO Marc Walder publik, aufgenommen im Februar 2021. Darin sagt der mächtigste Boulevard-Verleger des Landes wörtlich, man habe in allen Ländern «auf meine Initiative hin» beschlossen, die Regierung durch die Berichterstattung zu unterstützen, damit alle gut durch die Krise kämen. Die Medien dürften keinen Keil zwischen Gesellschaft und Regierung treiben. Als Musterknaben nannte er ausgerechnet die «Blick»-Gruppe. Ein Verleger, der seine Redaktionen weltweit auf Regierungskurs trimmt und das Timing war kein Zufall: Wenige Wochen später stimmte die Schweiz über ein Mediengesetz mit Millionensubventionen ab, von denen Ringier profitiert hätte.
Der Draht, den niemand sehen durfte
Es kommt schöner. Während der kritische Journalist sein Schreibverbot bekam, pflegte die Chefetage seines Berufsstands einen Draht, von dem gewöhnliche Redakteure nur träumen. Die Corona-Leaks-Affäre förderte zutage, dass der Kommunikationschef des damaligen Gesundheitsministers und ebenjener Ringier-Chef über Jahre in regem Mailaustausch zur Pandemiepolitik standen – aufgedeckt von der «Schweiz am Wochenende» Anfang 2023. Der Sonderermittler las darin den Verdacht wiederholter Amtsgeheimnisverletzung, der Kommunikationschef sass gar vier Tage in Haft. Das Ergebnis? Ein Bundesgericht erklärte die Mails wegen des Quellenschutzes für unantastbar, die Bundesanwaltschaft stellte das Verfahren im März 2025 ein. Der Gesundheitsminister wurde von den Geschäftsprüfungskommissionen weitgehend entlastet, Ringier war formell nie beschuldigt. Bleibt der Vorhang, hinter dem einer telefonisch mit Bundesbern verbandelt sein durfte, während der andere für kritische Fragen gefeuert wurde.
Selbstbeurteilung mit Bestnote
Fair bleibt festzuhalten: Nicht jeder Beobachter teilt diese Deutung. Das Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft konstatierte für die Schweizer Corona-Berichterstattung insgesamt eine überwiegende Behördendistanz. Und wo dann doch einmal aufgearbeitet werden soll, sieht man an der Reaktion, wie die Gegenseite tickt: Wie ein Ressortleiter Wissenschaft und Medizin bei der TX Group die filmische Aufarbeitung des ersten Pandemiejahrs behandelte, habe ich bereits an anderer Stelle seziert – keine Filmkritik, sondern ein klinisch reines Anschauungsstück dafür, wie Presse und Politik auf das eine Wort reagieren, das sie mehr fürchten als jede Variante: Aufarbeitung. Der Kern bleibt: Ein Beamter gestand fehlende Belege, ein Verleger gestand die Regierungstreue, ein Ministeriumssprecher tauschte Mails mit ihm. Wer eine Massnahme verordnet, sie selbst überprüft und sich für gut befindet, hat keine Aufarbeitung geliefert, sondern eine Selbstbeurteilung mit vorab feststehender Bestnote.
Genau darum ist das Kapitel nicht abgehakt, sondern hochaktuell. Das revidierte Epidemiengesetz soll dem Bundesrat künftig ermöglichen, Maskenpflicht, Tests und Einschränkungen praktisch auf Knopfdruck wieder anzuordnen – in die Hand gelegt ausgerechnet denselben Institutionen und Beratern, die 2020 ohne Evidenz agierten und es nie aufarbeiten liessen. Und wie beim ausgelagerten staatlichen Maulkorb läuft die Zensur längst nicht mehr nur über Amtsstuben, sondern durch die Vorstandsetagen der Verlage selbst.
Ein Beamter gesteht null Evidenz für eine Pflicht und niemand im Saal zuckt. Ein Verleger befiehlt seinen Redaktionen weltweit Regierungstreue und man nennt es Verantwortung. Ein Ministeriumssprecher füttert den grössten Boulevard des Landes und das Bundesgericht nennt es Quellenschutz. Der einzige, der seinen Job verlor, war der, der noch Fragen stellte – und diese Bilanz nennen sie bis heute «kritischen Journalismus»!
Bundeshausjournalist Peter Morf erhielt einen Maulkorb
Man muss den Schweden lassen: Wer zwei Jahrzehnte lang mit Doppelbass und Wikinger-Gebrüll ganze Festivalwiesen in Schildwall-Formation gebracht hat, kann sich den Luxus leisten, das Brett einmal beiseitezulegen. Amon Amarth haben mit «Upphaf» ihre erste rein akustische Nummer vorgelegt – und ausgerechnet die Band, die sonst klingt wie ein Langschiff beim Rammen, dreht die Verstärker auf null.
Was übrig bleibt, ist kein weichgespülter Lagerfeuer-Kitsch, sondern das nackte Skelett eines nordischen Epos. Die Wut des melodischen Heavy Metal ist weg, das uralte Gerüst darunter tritt hervor: Hypnotische Melodien, Chöre, die einen in Trance singen und die schwere Feierlichkeit einer mündlich überlieferten Sage. So, wie man sie sich unter dem Dach eines Langhauses erzählt hat – geflüstert im Schatten des Allvaters, während draussen der Met schwappte.
Und siehe da: Odin lässt sich offenbar auch ohne Blastbeats beschwören. Die Faszination der Band für den einäugigen Göttervater sitzt am Herdfeuer genauso tief wie auf der Stadionbühne, nur ohne Pyro und Pappmaché-Hammer. «Upphaf» ist der leise Moment vor dem Sturm, der Atemholer, bevor das nächste Studioalbum die Türen wieder aus den Angeln reisst. Man geniesse die Stille, solange sie hält – die Schweden haben das Aufwärmen zum Ritual erklärt und man ahnt schon, dass danach kein Stein auf dem anderen bleibt…
Ein Präsident greift zum Telefon, ruft beim Verbandschef an und wenige Stunden später darf ein gesperrter Spieler doch auflaufen. Die Fussballwelt kocht: «beispiellos», «unverständlich», «eine rote Linie überschritten». Und ausgerechnet jene, die vor fünf Jahren Millionen Menschen mit einem Klick vom öffentlichen Leben ausschlossen, entdecken plötzlich ihre Zuneigung zur Regel.
Der Vorgang selbst ist schnell erzählt. US-Stürmer Folarin Balogun stieg im Sechzehntelfinale einem Gegner auf den Knöchel, sah glatt Rot und wäre damit im nächsten Spiel gesperrt gewesen. Donald Trump hielt das für eine Ungerechtigkeit, rief bei FIFA-Boss Gianni Infantino an und bat um «Überprüfung». Die Disziplinarkommission setzte die Sperre daraufhin zur Bewährung aus – ein bei einer Ein-Spiel-Strafe unüblicher Vorgang. Belgiens Einspruch wurde als unzulässig abgewiesen, die UEFA sah eine rote Linie überschritten. Kann man kritisieren. Das sollte man sogar.
Der Aufschrei kommt fünf Jahre zu spät
Nur: Wer jetzt die reine Lehre von Fairness, Regelbindung und rechtsstaatlicher Gleichbehandlung predigt, sollte kurz in den eigenen Kalender schauen. Im Winter 2021/22 galt in Deutschland flächendeckend die 2G-Regel. Wer nicht geimpft oder genesen war, kam nicht mehr rein: Nicht ins Restaurant, nicht ins Fitnessstudio, nicht ins Konzert, in vielen Bundesländern nicht einmal in den Einzelhandel jenseits der Grundversorgung. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags hielt selbst fest, dass es Ungeimpften damit «in erheblichem Masse erschwert» werde, am sozialen und kulturellen Leben teilzunehmen. Man muss das würdigen: Ein amtliches Papier beschreibt den Ausschluss – und der Ausschluss läuft trotzdem weiter.
Der Ausschluss traf nicht ein Häuflein Randständiger. Der Einzelhandel meldete vor Weihnachten 2021 Umsatzeinbrüche von durchschnittlich rund einem Drittel, in Mecklenburg-Vorpommern bis zu 70 Prozent. Ganze Kaufhausketten klagten, Gerichte kippten die Regel reihenweise wieder ein. Das war kein Randphänomen, das war der Alltag von Millionen – verordnet, kontrolliert, durchgesetzt.
Fremdschutz war das Zauberwort – bis es keiner mehr war
Und hier wird es hübsch. 2G wurde als Fremdschutz verkauft: Wer geimpft ist, steckt niemanden an, also darf nur rein, wer geimpft ist. Das Problem: Die Übertragungswirkung war nie das, was das Etikett versprach. Anfangs senkte die Impfung die Weitergabe messbar – doch mit der Delta-Variante und über die Zeit brach dieser Effekt weg. Britische Haushaltsdaten zeigten Sekundär-Ansteckungsraten von 25 Prozent bei geimpften gegenüber 23 Prozent bei ungeimpften Indexfällen – praktisch identisch. Das renommierte New England Journal of Medicine dokumentierte, dass der Übertragungsschutz nach der zweiten Dosis rasch nachliess. Wer also geimpft am Türsteher vorbeiging, konnte das Virus munter weitertragen – während der getestete Ungeimpfte draussen blieb.
Genau darin liegt der Witz: 2G sortierte nicht nach Ansteckungsgefahr, sondern nach Papierstatus. Ein negativer Test wies nach, dass jemand gerade nicht infektiös war. Er half nichts. Zwei Impfungen bewiesen gar nichts über die aktuelle Ansteckung. Sie öffneten jede Tür. Ein System, das den nachweislich Negativen aussperrt und den womöglich Positiven einlässt, ist vieles, nur nicht das, was auf der Packung stand. Wie diese Logik zur Panik-Maschine wurde, habe ich im Goldenen Zeitalter der Panik ausführlicher seziert.
Die Gerichte sahen die Willkür deutlicher als das Publikum
Es waren nicht wilde Aluhüte, die 2G kassierten, sondern Verwaltungsgerichte. Das Oberverwaltungsgericht Niedersachsen entschied im Dezember 2021, die Regel verstosse gegen den Gleichheitsgrundsatz und dürfe im Einzelhandel nicht mehr angewandt werden. Das Saarland setzte 2G im Januar 2022 komplett ausser Vollzug, Bayern kippte sie für den Einzelhandel wegen Unbestimmtheit. Ein ungeimpfter Pharmaziestudent klagte sich in Baden-Württemberg den Zugang zur eigenen Universität frei. Die Justiz erkannte den Konstruktionsfehler, während das breite Publikum noch applaudierte – und genau dieses Publikum spielt heute den Hüter der Regeltreue.
Wer damals klatschte, empört sich heute
Der eigentliche Skandal ist nicht die FIFA. Der eigentliche Skandal ist das Personal. Dieselbe Öffentlichkeit, die den Ausschluss von Millionen für vernünftig, notwendig, ja moralisch geboten hielt, findet jetzt eine ausgesetzte Ein-Spiel-Sperre für einen Fussballer unerträglich. Wer damals «draussen bleiben» rief, ruft heute «Regelbruch». Wer damals jeden Zweifel mit «Covidiot» und «Schwurbler» niederbrüllte, hat plötzlich die Rechtsstaatlichkeit für sich entdeckt. Meine Verbeugung vor denen, die den Preis dafür zahlten, steht im Tribut zu Ehren der Ungeimpften – die klatschen heute nicht mit.
Bleibt der entscheidende Unterschied, den die Empörten geflissentlich überspringen. Den FIFA-Zirkus muss niemand ansehen. Kein Mensch wird gezwungen, Eintritt zu zahlen, den Fernseher einzuschalten oder diesem Verband auch nur eine Sekunde Aufmerksamkeit zu schenken. Die FIFA macht ihre Regeln und wer sie ekelhaft findet, schaltet ab. Fertig. Der Ausschluss von 2021 dagegen war keine Option, die man wegklicken konnte. Er griff direkt in Arbeit, Alltag und gesellschaftliche Teilhabe ein. Man konnte nicht einfach «umschalten», wenn das eigene Land beschloss, dass man ins Kaufhaus nicht mehr gehörte.
Man muss die FIFA nicht mögen, um zu sehen, was hier passiert. Ein aufgehobener Platzverweis bringt die Wächter der Fairness auf die Barrikaden – der Ausschluss von Millionen brachte ihnen Applaus. Wer den einen Fall «beispiellos» nennt und den anderen bejubelt hat, misst nicht mit zweierlei Mass, er misst mit dem Mass der Bequemlichkeit. Empörung war noch nie eine Frage des Prinzips, sondern immer eine Frage der Betroffenheit. Und die grösste Rote Karte in dieser Geschichte gebührt nicht Balogun, sondern einem Gedächtnis, das exakt so lang ist, wie es gerade in den Kram passt!
KI-Synthwave-Musikvideo als Hommage an John Carpenters Klassiker „Sie leben!“, mit vielen attraktiven, süssen und sexy Mädchen. Video und Musik wurden von Elements of Glamour AI produziert und komponiert – und ist nicht ganz jugendfrei…
Am 4. Juli hat der Himmel geliefert, worauf die Sterndeuter seit Jahren warten wie auf ein lang verheissenes Zeichen: Mars und Uranus, exakt aufeinander, bei 3°51′ in den Zwillingen. Zwei Kräfte, die einander sonst fremd bleiben, rühren für einen Wimpernschlag gemeinsam an das verborgene Getriebe der Welt.
Dazu spannte sich ein grosses Dreieck aus Feuer und Wasser über das Firmament – Pluto bei 4°48′ im Wassermann im Trigon, Neptun bei 4°24′ im Widder im Sextil. Die alten Deuter nennen es eine grosse Triade, ein Muster, in dem der Kosmos seine Absicht offenlegt. Etwas Elektrisches liegt in der Luft, ein Summen unter der Oberfläche der Dinge. Die Planeten stehen bereit, geladen, in Stellung für den nächsten grossen Übergang. Und niemand kann in diesen Wochen behaupten, die Zeit ruhe.
Ein Riss im Schleier der Alten Welt
Was sich da oben vollzieht, ist kein Schauspiel zur Zerstreuung. Es ist ein Erwachen mit Ansage. Die Konstellationen ordnen sich für ein neues Bewusstsein, für Erkenntnisse, die schneller kommen, als der Verstand sie fassen kann, für einen Spalt im Gewohnten, durch den ein Licht fällt, das keiner gerufen hat. Die alten Wege der Welt lösen sich auf und tun es in einem Tempo, das den Atem stocken lässt. Verhülltes tritt ans Licht, in jeder Kammer des Lebens. Und die Erde selbst atmet schwer, wirft ab, was sie nicht mehr trägt: Wetter, das aus den Fugen gerät, Feuer, Beben, Wasser. Aussen spiegelt sich, was innen längst in Bewegung ist.
Der Eingeweihte kennt das Gesetz: Wie oben, so unten. Was am Himmel geschieht, geschieht auch in dir. Der Umbruch da draussen ist nur das Echo eines Umbruchs, der in jeder Seele bereits begonnen hat.
Der Bote kehrt um
Und dann, mitten in diesem Beben, tut ausgerechnet Merkur das Gegenteil von allem: Er wendet sich rückwärts. Vom 30. Juni bis zum 23. Juli zieht der Bote im Zeichen des Krebses seine Bahn zurück und seine Botschaft ist so schlicht wie unbequem: Vorwärtseilen ist nicht dasselbe wie Vorankommen. Der Kosmos treibt mit der einen Hand voran und hält mit der anderen inne. Wer darin einen Widerspruch sieht, hat das Geheimnis des Werdens noch nicht berührt.
Es ist eine Zeitqualität, die den Schlaf raubt und die Nerven bis zum Rand füllt. Man spürt den Druck in den Knochen, dieses Vibrieren, das nicht verstummt. Und die Versuchung ist gross, einfach loszustürmen, zu entscheiden, zu handeln, irgendetwas zu tun, nur um dem Ausgeliefertsein zu entkommen. Doch der Weg der Umkehr lautet anders: Erst fühlen, dann sinnen, dann sprechen. In dieser Ordnung, nicht anders. Spüre zuerst die alten Geschichten, die dich geformt haben, ehe der Verstand sich einmischt und alles zerredet. Und wenn du dann sprichst – Ende Juli, nicht früher – dann aus einer tieferen Ehrlichkeit heraus als je zuvor.
Das Königreich liegt in dir
Hier verlässt die Sache das Sterndeuten und wird zum Kern aller Lehre. Während die Datenströme dein Denken mit einem Ozean aus Rauschen fluten, während jede App nach deiner Aufmerksamkeit greift wie eine Gier, die niemals satt wird, gibt es einen einzigen Ort, an den du dich wenden kannst, um nicht verloren zu gehen: Nach innen. Halte dich an dir selbst fest. Werde still. Werde langsam. Nicht weil es fromm klingt, sondern weil es die einzige Bewegung ist, die dir keine Macht der Welt entreissen kann.
Das wahre Königreich liegt in dir – du weisst, wer das vor über 2000 Jahren gesprochen hat. Und es gilt heute tiefer denn je, in einer Welt, die alles nach aussen verlagert hat, das Denken, das Fühlen, das Erinnern und sich am Ende wundert, warum die Leere in ihr wächst. Die Alten wussten es, die Mystiker wussten es, jeder wusste es, der je in der Stille sass und dem eigenen Herzschlag lauschte. Bleib nah bei dir. Das ist kein Rückzug. Das ist der einzige Aufbruch, der in diesen Tagen etwas wiegt.
Der Wandel als einzige Wahrheit
Die Sterne versprechen nichts. Sie zeigen nur an, was ohnehin im Kommen ist. Der Wandel geschieht, ob du die Hände hebst oder nicht, ob du an die Planeten glaubst oder sie für ein altes Spiel am Himmel hältst. Die Frage ist nie, ob sich alles verschiebt – die Frage ist, ob du dabei ganz wirst oder zerbrichst. Wer sich an die sterbende Welt klammert, geht mit ihr unter. Wer sich selbst hält, während alles andere fliegt, wird durch das Feuer hindurch neu geboren.
Das Rad dreht sich weiter, ob du zusiehst oder die Augen schliesst. Am Ende bleibt nur die eine Wahrheit, die keine Konstellation und kein Algorithmus je zum Stillstand bringt:
«Alles, was du berührst, veränderst du.
Alles, was du veränderst, verändert dich.
Die einzige bleibende Wahrheit ist der Wandel.»
– Octavia E. Butler, Parable of the Sower
Draven präsentiert Geschichten aus der Gruft mit allerlei Geheimnisvollem aus den unheimlichen Tiefen des Netzes und aus jeder Ecke der Welt. Seit dem Jahre 2007 wird Dir hier ein cooler Weblog-Mix aus Musik, Movies, Comics, Horror, Games, Kunst, Radio, Trash, Punk und Heavy Metal geboten – genau so wie es sein soll! Denn glaube mir, nichts ist trivial.
When there’s no more room in hell, the dead will dance on earth! Freunde, die Gruft präsentiert: Dravens Radio from the Crypt! Hier wird Euch ein handverlesenes Musikprogramm geboten, welches von Draven speziell für die besten Leser des Internetz zusammengestellt wurde. Von Punk bis Rock, von Folk- bis Thrash-Metal, für jeden finsteren Musikgeschmack das Richtige. Natürlich immer noch ein Stückchen lauter und besser!
Duldest du Leugner auf deiner Seite?
Nein.
Immunitätsleugner, Impfschädenverharmloser und diejenigen, die das unendliche Leid von Kindern und alten Menschen negieren, sicher nicht!
Stubenhockers WICHTIGER Beitrag zu Politik, Kultur, Wissenschaft und Popeln
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Dass das Betreiben von dravenstales.ch mit erheblichem Zeitaufwand und auch einigen Kosten verbunden ist, dürfte klar sein. Damit Kosten und vielleicht noch ein, zwei Freigetränke gedeckt sind, könnte ich den ganzen Laden hier mit Werbung vollkleistern. Ich mag aber meine Leser, weshalb ich ihnen ein (weitgehend) werbefreies Leseerlebnis bieten möchte. Wenn dir das und/oder das Treiben auf dieser Webseite gefällt, dann wäre es nett, wenn du den Spass hier irgendwie unterstützen würdest. Danke!