Die Fakten-Erfinder: Wie der Staat seinen Maulkorb auslagert

Es gibt einen Beruf, der in den vergangenen zehn Jahren aus dem Nichts entstanden ist und seither bestimmt, was du denken darfst: Den Faktenfinder. Er trägt keine Uniform, predigt aber Gehorsam. Er nennt sich unabhängig, lebt aber von staatlichem Geld. Und seine wichtigste Erfindung ist nicht etwa die Wahrheit, sondern ihr Gegenteil mit Gütesiegel.

Die Fakten-Erfinder: Wie der Staat seinen Maulkorb auslagert

Wer die Lüge industriell herstellen will, benötigt einen Apparat, der sie als Wahrheit beglaubigt. Genau das hat der Wirtschaftsjournalist Norbert Häring in jahrelanger Recherche freigelegt und seine Befunde sind so nüchtern wie verstörend. Was er beschreibt, ist kein Hinterzimmer voller Verschwörer, sondern ein offenes Netzwerk aus angeblich unabhängigen Organisationen, das festlegt, welche Ansicht erlaubt ist und welche zu «Fake News» erklärt wird. Die Formel dahinter ist von beleidigender Einfachheit.

Der Trick mit dem ausgelagerten Maulkorb
Häring bringt das Prinzip auf einen Satz, den man sich über den Schreibtisch hängen sollte: Der Staat lässt das, was er selbst nicht tun darf, durch Organisationen erledigen, die er finanziert, beeinflusst oder reguliert. Verfassungswidrige Meinungsunterdrückung, ausgelagert an Vereine mit wohlklingenden Namen. Denn zensieren darf der Staat laut Grundgesetz nicht. Eine staatlich bezahlte Stiftung, die kritische Stimmen meldet, sperrt oder als Desinformation brandmarkt, darf es offenbar schon. Man nennt das dann nicht Zensur, sondern Kampf gegen Hass und Hetze und wer dagegen ist, hat sich schon verdächtig gemacht.

Diese Konstruktion begann nicht gestern. Sie datiert auf 2014, als in Deutschland aus dem Umfeld einer Regierungspartei ein Recherchekollektiv gegründet wurde, das rasch zum Pfeiler des staatsnahen Wahrheitsapparats mauserte. Drei Jahre später durfte dasselbe Kollektiv für einen US-Konzern entscheiden, welche Beiträge von zwei Milliarden Nutzern als Falschinformation markiert werden. Der zuständige Justizminister hatte zuvor die handliche Kategorie der «offensichtlich rechtswidrigen» Inhalte erfunden, damit man Gerichte einfach überspringen kann. Praktisch, wenn das Recht im Weg steht.

Die Fakten-Erfinder: Wie der Staat seinen Maulkorb auslagert

Eine Beruhigungsdroge mit Behörden-Charme
Wie weit die Selbstironie reicht, zeigt ein Detail, das man sich nicht ausdenken könnte: Als die EU-Kommission 2018 ihr Faktenchecker-Netzwerk aufbaute, taufte sie es ausgerechnet «SOMA». So heisst in Aldous Huxleys «Schöne neue Welt» jene Droge, die den Massen verabreicht wird, damit sie ruhig und zufrieden bleiben. Wer seinen Zensurapparat nach dem literarischen Sinnbild der Volksbetäubung benennt, hat entweder keinen Funken Selbstwahrnehmung oder einen ziemlich finsteren Humor. Beide Varianten sind nicht beruhigend. Wie unabhängig das ist, zeigt das EU-Faktenchecker-Netzwerk EDMO: von der EU-Kommission gegründet, indirekt finanziert und kontrolliert, gespeist auch aus einem Fonds, den Google mit 25 Millionen Euro gefüllt hat. Den Geldhahn dreht also dieselbe Hand, die das Ergebnis bestellt.

In der Praxis existiert eine ganze Reihe dokumentierter Fälle, in denen Faktenchecker etwas als falsch stempelten und die Quellen das Gegenteil belegten. Erwischt wurden dabei nicht obskure Blogs, sondern die grossen Namen, von der Tagesschau über mehrere Nachrichtenagenturen bis zu öffentlich-rechtlichen Anstalten. Die «Wahrheitsfindung» funktioniert dabei verlässlich in eine Richtung: Was der Regierung passt, ist Fakt. Was ihr nicht passt, ist irreführend. Eine Wahrheit, die immer dort endet, wo das Interesse der Mächtigen beginnt, ist keine Wahrheit, sondern eine Hausordnung.

Warum ausgerechnet das Bargeld
Bevor Häring die Meinungsmacher durchleuchtete, war er Jahre damit beschäftigt, ein scheinbar harmloses Thema zu verteidigen: Das Bargeld. Seine Recherchen zur internationalen Kampagne gegen das Bargeld brachten ihm einen Rechtsstreit bis vor den Europäischen Gerichtshof ein, weil er seinen Rundfunkbeitrag bar zahlen wollte und das nicht durfte. Klingt nach Erbsenzählerei, ist aber der Kern der Sache. Bargeld ist der letzte Zahlungsweg, den niemand mitliest. Wird es abgeschafft, wird jede Brötchenrechnung zum Datensatz. Häring bringt es auf den Punkt: Das Bankkonto werde «ein Logbuch unseres ganzen Lebens», noch zehn Jahre später nachlesbar. Hier traf Häring zum ersten Mal auf die Mechanik, die er später im grossen Massstab beschrieb: Wer dich kontrollieren will, verkauft dir die Kontrolle als Schutz. Warum der Kampf gegen das Bargeld in Wahrheit ein Kampf gegen deine Freiheit ist, habe ich hier schon ausführlich seziert.

Die Fakten-Erfinder: Wie der Staat seinen Maulkorb auslagert

Die Verbindung zwischen Geldüberwachung und Meinungssteuerung ist kein Zufall, sondern dieselbe Logik in zwei Anzügen: Was dir gehört, deine Stimme und dein Geld, soll sichtbar, steuerbar und im Notfall abschaltbar werden. Und damit du das hinnimmst, gilt jeder, der den Mechanismus benennt, als Spinner.

Dass du dich nicht für ohnmächtig hältst
Hier wird Härings Werk unbequem, weil es nicht in der Opferpose endet. Wie tief die Domestizierung der Leitmedien reicht, habe ich am Beispiel des internationalen Zensur-Apparats bereits nachgezeichnet, der den europäischen Diskurs an die kurze Leine nimmt. Häring liefert die Diagnose, verweigert aber das Resignieren. Sein Befund lautet: Der Eindruck, der Kontrollapparat habe ein Ausmass erreicht, das Widerstand zwecklos macht, sei falsch.

Sein Rezept ist verblüffend simpel und wirkt genau deshalb. Es verlangt keine Revolution, sondern eine Haltung: Sobald die einen für die Meinungsfreiheit der anderen eintreten, auch wenn ihnen die Meinung zuwider ist, bricht der ganze Apparat in sich zusammen. Denn er lebt davon, dass sich die Lager gegenseitig zum Schweigen bringen lassen. Ein Publikum, das sich diese Falle bewusst macht, ist der teuerste Gegner, den ein Wahrheitsministerium haben kann.

Bleibt die Frage, was du damit anfängst und die richtet sich nach innen. Du kannst den Faktenfindern weiter glauben, weil es bequemer ist, als selbst nachzudenken. Du kannst dein Bargeld gegen eine App tauschen, die jeden deiner Schritte protokolliert. Und du kannst dich für ohnmächtig halten, weil das die einzige Ausrede ist, die dich von der eigenen Verantwortung freispricht. Oder du tust das Gegenteil. Sie haben einen Apparat gebaut, der dir erklärt, was wahr ist, womit du zahlst und wie du zu denken hast und nennen das «Demokratie»!

Die Fakten-Erfinder | Norbert Häring und Elisa Gratias im Gespräch
Die Fakten-Erfinder | Norbert Häring und Elisa Gratias im Gespräch

DBD: Name In Blood – Black Label Society

Fünf Jahre Funkstille, dann fällt der Hammer. «Name In Blood» eröffnet «Engines Of Demolition», das erste Black-Label-Society-Album seit fünf Jahren, veröffentlicht am 14. Januar 2026 an Zakk Wyldes 59. Geburtstag. Vom ersten Riff an meisselt die Doom Crew ihren Namen in Stahl – und schuldet dabei niemandem eine Entschuldigung.

Der Einstieg täuscht kurz Ruhe vor, fast AC/DC-knapp, ehe das dropgetunte Gechugge alles unter sich begräbt. Pinch-Harmonics zischen wie Funken vom Amboss, das Tempo wuchtet im mittellangsamen Trauermarsch voran, den Wylde seit «Stillborn» zur Doktrin erhoben hat. Schwer, langsam, unerbittlich – Schwermetall im Wortsinn.

Wylde erklärt seinen Schaffensprozess so, dass alles mit dem Riff beginne und der Riff dann den Gesang diktiere. Drei Jahrzehnte derselbe Schweiss, dieselbe Tonart der Gewalt – und der Schlag sitzt jedes Mal mitten ins Brustbein.
Inhaltlich schwört der Track Treue bis in den Tod, beschwört Bande, die kein Preis sprengt. Auf demselben Album steht mit «Ozzy’s Song» der Nachruf auf den alten Meister. Der Schwur in Blut ist hier kein Pathos-Zierrat, sondern Fundament.

Black Label Society liefert 2026, was in den Stahl gebrannt ist: Kein Kompromiss, keine Mode, kein Gnadenakkord. Nur Wyldes Gibson, ein Verstärker am Limit und ein Riff, das schwerer wiegt als so manche ganze Karriere…

DBD: Name In Blood – Black Label Society
DBD: Name In Blood – Black Label Society

Citizen Vigilante: Uwe Boll verfilmt keine Wut, er verkauft sie

Ein deutscher Regisseur, den die Branche seit zwanzig Jahren als «schlechtesten Filmemacher der Welt» handelt, dreht ausgerechnet jetzt einen Film über Migrantenkriminalität, kassiert von der FSK zweimal das «Kein Kennzeichen», brüllt «Zensur» und stellt den Streifen prompt gratis auf Elon Musks X. Wer hier ein mutiges Tabubruch-Werk vermutet, hat die Rechnung ohne Uwe Boll gemacht. Boll war nie ein Künstler mit einer Botschaft. Boll ist ein Buchhalter mit Kamera und er riecht einen Markt schneller, als ein FSK-Ausschuss «ab 18» stempeln kann.

Citizen Vigilante: Uwe Boll verfilmt keine Wut, er verkauft sie

Das alte Spiel mit dem Verlust als Geschäftsmodell
Wer wissen will, worum es Boll geht, muss den neuen Film gar nicht erst anschauen, ein Blick in sein Geschäftsmodell genügt. Ab dem Jahr 2000 finanzierte er seine Produktionen über selbst aufgelegte Medienfonds und ein deutsches Steuerschlupfloch, das wohlhabenden Investoren erlaubte, die kompletten Produktionskosten von der Steuer abzuschreiben. Übersetzt: Je teurer und je grandioser der Film floppte, desto schöner die Rendite. Boll plauderte es im DVD-Kommentar zu «Alone in the Dark» selbst aus, wer in Deutschland in einen Film investiere, bekomme «im Grunde fünfzig Prozent vom Staat zurück». Ein Modell, bei dem Qualität nicht nur überflüssig, sondern geradezu hinderlich war.

Dazu kaufte er reihenweise bekannte Videospielnamen auf, «House of the Dead», «Alone in the Dark», «BloodRayne», billige Lizenzen, an denen die Publisher kein Herzblut hingen, garniert mit klangvollen Schauspielernamen wie Ben Kingsley oder Jason Statham. Die Marke zog das Publikum, der Medienfonds zog das Geld und ob am Ende ein Film oder ein Trümmerhaufen dabei herauskam, war betriebswirtschaftlich zweitrangig. Boll hat das System nicht überlistet, weil er das Kino liebte. Er hat es überlistet, weil er rechnen kann.

Neue Lizenz, gleicher Reflex
2006 stopfte der Gesetzgeber das Schlupfloch, die DVD starb, das Streaming zahlt Almosen und der Geschäftsmann Boll suchte sich eine neue Lizenz. Dieses Mal kauft er keinen Videospielnamen mehr, dieses Mal greift er nach etwas weit Wertvollerem: Einem Publikum, das sich seit Jahren übergangen, belehrt und nicht beschützt fühlt.

Dieses Gefühl ist nicht aus der Luft gegriffen. Wenn ein Gericht neun Männer wegen einer Gruppenvergewaltigung verurteilt und acht davon mit Bewährung nach Hause schickt, dann sitzt die Wut echt und tief. Das ist kein «gieriges Publikum», wie Boll seine eigenen Zuschauer von oben herab tauft, sondern es sind Menschen mit dem berechtigten Eindruck, der Staat erkläre ihnen lieber, warum milde Urteile richtig seien, statt sie zu schützen. Wer dieses Misstrauen für blosse Pöbelei hält, hat in den vergangenen Jahren nicht hingesehen.

Genau diese Lücke hat Boll gewittert. Wo früher der Schriftzug «BloodRayne» das Genre-Publikum in den Saal lockte, lockt heute das Versprechen, endlich auszusprechen, was angeblich niemand mehr sagen darf. Es ist bereits sein dritter Streich dieser Machart, der Schlussstein einer Trilogie, die er vollmundig «Deutschland im Winter» getauft hat. Selbst die Besetzung folgt dieser Logik: In der Hauptrolle steht ein Armie Hammer, der seit Jahren weniger für seine Filme als für seine privaten Skandale durch die Presse gereicht wird, ein Name, der Schlagzeilen garantiert, bevor die erste Kritik überhaupt getippt ist. Der Stoff hat gewechselt, der Reflex ist derselbe geblieben: Nimm das, wonach eine grosse, frustrierte Menge dürstet und mach Kasse, bevor es jemand merkt.

Citizen Vigilante: Uwe Boll verfilmt keine Wut, er verkauft sie

Der Blitzableiter, den niemand bestellt hat
Hier wird es bitter. Denn ein ernstes Anliegen, Jugendstrafrecht, Bewährungspraxis, das ramponierte Sicherheitsgefühl, hätte einen Fürsprecher verdient, der es nicht ausgerechnet in einem Boll-Film ersäuft. Wer will, dass über milde Urteile geredet wird, sollte das Thema nicht jemandem in die Hand drücken, dessen handwerkliches Können bis heute legendär unterirdisch ist und dessen halbe Filmografie auf der Liste der schlechtesten Filme aller Zeiten Stammgast spielt.

Denn was geschieht? Die Debatte schrumpft auf den Film, der Film schrumpft auf seinen schäbigsten Effekt und schon ist aus einem realen Problem ein Boll-Skandal geworden, den man bequem in die rechte Ecke schieben und dort entsorgen kann. Boll liefert den Gegnern des Anliegens die Steilvorlage frei Haus: Seht her, so sehen die aus, die «über Migrantenkriminalität reden wollen». Danke für nichts.

Und dann das Zensur-Geschrei. Natürlich ist die FSK-Mechanik diskussionswürdig, natürlich ist es grotesk, wenn eine Handvoll Ausschussmitglieder faktisch bestimmt, was Millionen Erwachsene sehen dürfen. Über echte Meinungs- und Kunstfreiheit lohnt sich jeder Streit. Nur ist Boll der denkbar schlechteste Kronzeuge, weil er ganz genau weiss, dass die Sperre der beste Werbespot ist, den Geld nicht kaufen kann. Er nennt die fehlende Freigabe selbst den Wegfall eines «Refinanzierungsbausteins» und holt sich die verlorene Kinokasse über den Aufmerksamkeits-Tsunami der Gratis-Premiere auf X zurück. Zensur als Marketingabteilung. Man muss es ihm lassen, der Mann verschwendet keine einzige Krise.

Uwe Boll geht es nicht um Hamburg, nicht um Bewährungsstrafen, nicht um die Frau, die in der ersten Szene sterben muss, damit das Publikum die richtige Wut mitbringt. Es geht ihm um das, worum es ihm immer ging, ums Geschäft.

Er hat kein Drama über Justizversagen gedreht, sondern eine Zielgruppe verfilmt. Er verkauft den Verängstigten ihre eigene Ohnmacht als Katharsis zurück und nennt die Quittung Mut. Am Ende steht keine gewonnene Debatte, sondern ein Machwerk, das ein berechtigtes Anliegen so restlos diskreditiert, dass dessen Gegner ihm dafür Blumen schicken müssten. Uwe Boll schadet der Sache mehr als jeder FSK-Ausschuss es je könnte und lässt sich dafür auch noch als Märtyrer der Meinungsfreiheit feiern!

Citizen Vigilante: Uwe Boll verfilmt keine Wut, er verkauft sie

Die wahre Heilung eines Menschen

In Wahrheit sind wir schon immer geheilt, wissen es bloss nicht. Indoktrination, falsche Glaubenssätze über uns, falsche Identifikationen, Gehirnwäsche, das ständige Streben ins Aussen boykottieren und verhindern das. Das System will nicht, dass du weisst, dass du geheilt und vollkommen bist. Zum einen ist es nicht profitabel und zum anderen bist du damit steuerbar.

Du musst nichts dazu lernen, draufpacken, besser sein, sondern alles loslassen, was DIR im Weg steht. Meist ist es eben die Angst, die Angst, nicht richtig und gut genug zu sein, die Angst, ausgeschlossen zu werden, die Angst, was andere Menschen über einen denken. Durch diese Ängste entsteht Gehorsam und Gehorsam ist von der Erkenntnis, dass du geheilt bist, so weit entfernt wie der Nordpol zum Südpol. Gehorsam lässt Autoritäten des Systems über dich entscheiden…

Wenn wir wirklich von Heilung sprechen wollen, dann, dass wir alle Dinge loslassen können, die nicht zu uns Selbst führen, in unsere tiefe Selbsterkenntnis und Selbstbestimmung. Doch die Angstverbreitung durch die Medien, der Missbrauch von Wissenschaft durch Systemmarionetten steht dem im Weg. Heil sind und waren wir immer, doch oft liegt so viel Schutt darüber, dass wir es einfach vergessen haben.

Du bist und warst schon immer Heil, nur das System, was in dir steckt, ist krank. Das System steckt dann besonders stark in dir, wenn du dem Aussen die Macht und Kontrolle über dich gegeben hast, oft sind es auch «die Halbgötter in Weiss». Viren und Krankheiten sind künstlich erzeugt und wurden somit erfunden, sogenannte schulmedizinische Heilmittel haben dich auch nie geheilt, meistens haben sie dich sogar erst krank gemacht. Denn alles, was dir weiss macht, dass du nicht richtig und gut genug bist, dass du krank bist, das ist das wahre Problem…

Lasse alles Falsche in deinem Leben los und du wirst merken, wie gesund du bist. Heilung fängt im Geist an und beginnt damit, das kranke implantierte Gedankengut über dich loszulassen. Unser Geist wirkt sich nämlich auf unseren Körper aus und da liegt auch schon die Krux. Deshalb wollen sie auf vielen Ebenen stets und ständig unsere Zirbeldrüse vergiften. Das System ist nicht schön, doch du bist es…

Die Dualität ist nicht schön, doch die Lösung ist, sie zu überwinden. Und genau dafür musst du deine Angst loslassen, deine Angst zu glauben, du bist nicht vollkommen. Tue Dinge, die dein Herz höher schlagen lassen, Dinge, die dich glücklich machen und motivieren. Lasse das aus dir sprechen, was immer da ist und nie gehen oder ausgetauscht werden kann, das unvergängliche, das, was niemand kopieren oder nachahmen kann, sondern deine Einzigartigkeit. Dein Geist ist dein Heiler, wenn du ihn dafür richtig nutzt und alles Verdrehte und Falsche entsorgst. Von Innen nach Aussen…

Die wahre Heilung eines Menschen
(via Amir)

Die Energiewende war nie für das Klima, sie diente Exponenten aus Politik und Wirtschaft, um ihre Taschen zu füllen

Eine halbe Billion Euro hat Deutschland seit dem Jahr 2000 allein in den Stromsektor der Energiewende gekippt, rund 520 Milliarden, fein säuberlich aus deiner Tasche in fremde Konten umgeleitet. Versprochen war ein Klimawunder mit Jobmaschine und Hightech-Export. Geliefert wurde ein Netz, das an sonnigen Tagen in die Knie geht, eine hingerichtete heimische Industrie und eine Schar Anlagenbesitzer, die selbst dann abkassieren, wenn ihr Strom an der Börse minus 480 Euro kostet.

Die Energiewende war nie für das Klima, sie diente Exponenten aus Politik und Wirtschaft, um ihre Taschen zu füllen

Willkommen beim grössten Umverteilungsprogramm der jüngeren Geschichte, verkauft als Rettung des Planeten. Die Natur durfte für Vorrangtrassen weichen, der Mittelstand für die Stromrechnung bluten und das Klima diente als Bühnenbild. Profitiert hat eine sehr überschaubare Gruppe und die hatte mit Eisbären herzlich wenig am Hut.

Der Strom-Trick, der aus 55 Prozent flink 80 Prozent fossil zaubert
Wenn dir jemand erzählt, Deutschland hänge nach einem Vierteljahrhundert Energiewende noch immer zu rund 80 Prozent an Kohle, Öl und Gas, dann jongliert er mit zwei Zahlen, die nichts miteinander zu tun haben. Im Stromsektor deckten die Erneuerbaren 2024 gut 55 Prozent des Verbrauchs, 2025 stieg der Wert auf 55,1 Prozent. Nur macht Strom eben bloss rund ein Viertel des gesamten Energiehungers aus, der grosse Rest steckt in Heizung und Verkehr und dort regieren weiter Gas und Diesel. Am gesamten Endenergieverbrauch kommen die Erneuerbaren auf knapp 24 Prozent. Übersetzt heisst das: Der Strom wurde tatsächlich umgebaut, das Geld floss, die Tankstelle und der Heizkeller blieben fossil. Wer beides vermengt, lügt gleich in zwei Richtungen.

Geld für die Erzeugung, kein Cent für das Netz
Der eigentliche Konstruktionsfehler steckt im Förderdesign. Subventioniert wurde, was Rendite abwirft, also jede eingespeiste Kilowattstunde, zwanzig Jahre garantiert. Nicht subventioniert wurde, was kein privates Konto füllt, also Leitungen und Speicher. Das Resultat besichtigst du an jedem sonnigen Wochenende. 2024 fiel der Börsenstrompreis an 457 Stunden unter null, 2025 noch häufiger. Am 11. Mai 2025 rutschte er auf minus 250 Euro je Megawattstunde.

Die Energiewende war nie für das Klima, sie diente Exponenten aus Politik und Wirtschaft, um ihre Taschen zu füllen

Der überschüssige Strom wird nicht gespeichert, weil die Speicher fehlen, sondern mit Aufpreis ins Ausland verschenkt. Österreich und die Schweiz pumpen mit deinem bezahlten Überschuss Wasser in ihre Bergseen und verkaufen es dir abends teuer zurück. Parallel werden ganze Wind- und Solarparks abgeregelt, weil keine Leitung den Strom dorthin bringt, wo er gebraucht würde. Die entgangene Erzeugung darfst du als Stromkunde ebenfalls bezahlen. Zwei Jahrzehnte lang ist Geld in die Erzeugung geflossen, als gäbe es kein Netz. Und genau das gibt es nun praktisch auch nicht.

Wer auch bei minus 480 Euro noch grinst
Hier wird es zynisch schön. Sackt der Preis ins Bodenlose, müsste ein normaler Erzeuger draufzahlen. Der EEG-Anlagenbetreiber nicht. Bestandsanlagen mit rund 100 Gigawatt installierter Leistung kassieren ihre garantierte Einspeisevergütung unabhängig vom Marktwert weiter, auch bei minus 480 Euro je Megawattstunde. Die Differenz gleicht der Staat aus, also du. 2024 waren das 18,5 Milliarden Euro, 2020 sogar 28. Das nennt man dann Erfolg der Energiewende. Der grösste Solarpionier des Landes, Frank Asbeck von Solarworld, leistete sich derweil zwei Rheinschlösser und wollte zwischendurch mal eben Opel kaufen. Und damit das Geld auch schön ungleich verteilt wird, kassiert die Solarenergie fast die doppelte Förderung wie die Windkraft, für gerade einmal die halbe Strommenge. Direktvermarkter, Fondszeichner und Grundbesitzer mit der richtigen Wiese unter dem Windrad griffen ebenso zu. Subventionsmillionäre mit Löwengehege-Fantasien, finanziert vom Rentner mit Nachtspeicherofen, das war die soziale Bilanz. Wie sich diese Rechnung anfühlt, hast du längst auf deiner Stromrechnung gelesen.

Die Energiewende war nie für das Klima, sie diente Exponenten aus Politik und Wirtschaft, um ihre Taschen zu füllen

Erst hochgepäppelt, dann erwürgt, am Ende chinesisch
Und die versprochene Hightech-Nation? 2010 arbeiteten in der deutschen Solarbranche rund 133’000 Menschen, das Land hielt zeitweise 20 Prozent Weltmarktanteil. Dann kappte ausgerechnet die Politik, die das Ganze angeschoben hatte, mit der EEG-Fallbeilnovelle 2012 unter Röttgen und Rösler die Förderung praktisch über Nacht und verspielte das Vertrauen der Kapitalmärkte. Q-Cells, Solon, Conergy, Bosch Solar, Solarworld, reihenweise tot. Übrig sind heute noch rund 33’000 Stellen, der Weltmarktanteil schrumpfte auf 6,6 Prozent. Den Rest kassierte China, das inzwischen 80 Prozent der globalen Solarproduktion kontrolliert. Die bittere Pointe: Deine Subventionsmilliarden kauften am Ende chinesische Module. Made in Germany wurde zu bezahlt in Germany, gefertigt in Fernost.

Das Klima als Feigenblatt über dem Geldkoffer
Bleibt das heilige Klima. Im Stromsektor wurden 2025 tatsächlich rund 207 Millionen Tonnen CO2 vermieden, das ist real und das gehört gesagt. Nur war Klimaschutz erkennbar nie das Steuerungsziel, sonst hätte man Netze und Speicher gebaut, statt Renditen zu garantieren und die Mittagssonne ins Minus zu verschenken. Selbst die ausgewiesene Erneuerbaren-Agentur REN21, weiss Gott keine Klimaleugner-Bude, bescheinigt der Branche, dass die Netze der Flaschenhals sind und die globalen Netzinvestitionen nur die Hälfte des Nötigen erreichen. Im Klartext: Gebaut wurde das lukrative Ende, weggelassen das Entscheidende, weil sich Leitungen schlecht als Privatrendite verbuchen lassen. Wer CO2 ernsthaft senken will, plant ein System. Wer Taschen füllen will, baut Anlagen mit Einspeisegarantie und nennt das Klimaschutz. Und wer das CO2 künftig auch noch in handelbare Tokens giessen will, hat die nächste Goldader längst angebohrt.

Die Energiewende war nie ein Rettungsplan für den Planeten, sie war ein Geschäftsmodell mit grünem Anstrich. Sie planierte die Natur für Trassen, molk den Mittelstand für die Umlage und hängte das Klima als Plakat über den Geldkoffer. Sie päppelte eine ganze Industrie hoch, erwürgte sie und verschiffte die Beute nach China. Und am Ende kassiert der Anlagenbesitzer selbst dann, wenn sein Strom keinen Cent mehr wert ist – und nennt das allen Ernstes «Klimaschutz»!

Die Energiewende war nie für das Klima, sie diente Exponenten aus Politik und Wirtschaft, um ihre Taschen zu füllen

Wie der NATO-Generalsekretär das Geschäftsmodell Krieg versehentlich offenlegte

Es gibt Auftritte, die mehr verraten als jedes geleakte Dokument. Und dann gibt es NATO-Generalschuhputzer Mark «Psycho» Rutte, der dem mächtigsten Mann der westlichen Welt eine vergoldete Schautafel mit roten Balken ins Oval Office schleppt, um ihm vorzurechnen, wie prächtig man gerade am Krieg verdient (siehe dazu das Video am Ende des Artikels).

Der Generalsekretär der Nordatlantischen Verteidigungsorganisation (NATO) reiste vergangene Woche nach Washington, kniete sich ins Goldzimmer und stellte zwei Staffeleien auf. Beschriftung in Gold, Balken in Blutrot. Die eine Tafel hiess «The Trump Trillion», die andere «The Trump 47 Effect». Keine geheime Hinterzimmer-Notiz, sondern eine öffentlich präsentierte Folie auf Hartkarton, die mit der Begeisterung eines Staubsaugervertreters den Geldfluss illustrierte, der seit 2017 aus europäischen und kanadischen Steuerkassen in die Rüstung gepumpt wird.

Wie ein NATO-Generalsekretär das Geschäftsmodell Krieg versehentlich offenlegte

Die Zahl, die alles sagt
1,2 Billionen Dollar zusätzliche Verteidigungsausgaben hätten Europäer und Kanadier seit Trumps erster Amtszeit aufgewendet, verkündete «Psycho» Rutte sichtlich stolz. Allein in zwei Jahren über 250 Milliarden mehr. 54 Milliarden flossen voriges Jahr direkt in die US-Rüstungsindustrie, der Auftragsbestand stehe nun bei 300 Milliarden, das Ganze sichere fast 200’000 Arbeitsplätze in den Vereinigten Staaten. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Der oberste Repräsentant eines angeblichen Verteidigungsbündnisses stellt sich hin und preist als Erfolg, dass europäisches Volksvermögen in amerikanische Waffenfabriken umgeleitet wird. Nicht in Schulen, nicht in Spitäler, nicht in Bahnstrecken, nicht in Renten. In Marschflugkörper.

Das ist demütigender als jedes verlorene Fussballspiel. Da steht ein erwachsener Mann mit einem Idiotenbalken vor einem Präsidenten, der das eigentlich wissen müsste und erklärt ihm mit Zeigegeste, wie sehr seine Rüstungsfreunde gerade absahnen. Vor allem an den Europäern, deren politische Klasse sich offenbar darauf geeinigt hat, dass die Bürger das schon irgendwie verkraften werden. Und damit auch der letzte Skeptiker mitklatscht, wird die Geldumleitung als Wohltat verkauft: Schaut her, all die schönen Arbeitsplätze, die das in Amerika schafft. Als wäre es ein Akt europäischer Nächstenliebe, die eigenen Spitäler verrotten zu lassen, damit in Ohio und Pennsylvania die Fliessbänder für Raketen laufen. Wer Beschäftigungspolitik betreiben will, baut Brücken. Wer Vermögen umverteilt, baut Sprengköpfe und nennt es Solidarität.

Wie ein NATO-Generalsekretär das Geschäftsmodell Krieg versehentlich offenlegte

Das eigentliche Geschäftsmodell
Was «Psycho» Rutte da unfreiwillig vorführte, ist nicht der Erfolg einer Sicherheitspolitik. Es ist die Betriebsanleitung einer Geldwaschanlage. Schon 2011 beschrieb Julian Assange in John Pilgers Dokumentation «The War You Don’t See» das Prinzip mit klinischer Kälte: Das Ziel sei ein endloser Krieg, kein erfolgreicher Krieg – ein Mechanismus, um Geld aus den Steuerbasen der USA und Europas herauszuwaschen und in die Hände einer transnationalen Sicherheitselite zu spülen. Damals hielt man ihn für einen Spinner. Heute steht ein NATO-Generalschuhputzer im Oval Office und bestätigt die These auf Hartkarton mit Goldrand.

Das ganze Werte-, Moral- und Sicherheitsgerede, das die Kriege medienredundant begleitet, dient genau einem Zweck: Es soll dir eine Legitimationsgrundlage liefern, die du im besten Fall noch selbst nachplapperst, damit dein Geld dauerhaft eben nicht bei dir landet. Sondern in einem Arsenal, das ein paar Rüstungskonzerne reicher macht. Der Endlos-Krieg ist kein Betriebsunfall der Geschichte, er ist das Produkt. Wer das für Polemik hält, sollte sich ansehen, wie verlässlich der Nachschub an Feindbildern organisiert wird.

Wie man einen frischen Krieg bestellt
Der Beweis liegt im Ablauf. Zwanzig Jahre lang lief die Anlage in Afghanistan, wo angeblich «unsere Freiheit» verteidigt wurde. Über zwei Billionen Dollar, abgeschlossen mit einem überstürzten Abzug Ende August 2021, das vollausgestattete Material den Taliban überlassen. Jedem war klar: Nun braucht es schnell einen neuen Schauplatz mit frischem Gefahrennarrativ, um die grosse Wäsche fortzusetzen.

Es dauerte keine fünf Monate. Im Februar 2022 begann der Krieg in der Ukraine. Und als sich die unmittelbar beteiligten Parteien im März und April 2022 in Istanbul bereits auf einen Entwurf zugearbeitet hatten, reiste der damalige britische Premier Boris Johnson am 9. April nach Kiew. Was dort genau gesprochen wurde, ist umstritten – die einen nennen es Sabotage, die anderen eine blosse Empfehlung. Doch Ukraines damaliger Chefunterhändler David Arahamiya bestätigte später öffentlich, die Botschaft habe gelautet, man solle nichts unterschreiben und weiterkämpfen. Wer die Kausalität für bewiesen hält, irrt. Wer sie für ausgeschlossen hält, ebenso.

Wie ein NATO-Generalsekretär das Geschäftsmodell Krieg versehentlich offenlegte

Vier Jahre und über 380 Milliarden Dollar an westlichen Hilfszusagen später dürfte den meisten dämmern, worum es hier wirklich geht. Doch eine Geldwaschanlage kennt keine Sättigung, sie kennt nur den nächsten Schauplatz. Kaum war im Februar 2026 der nächste eröffnet – dieses Mal der Iran – reiste «Psycho» Rutte nach Washington, um Trumps Verstimmung über die mangelnde Bündnishilfe zu glätten. Mit Schautafel, versteht sich. Und mit der bemerkenswerten Volte, den Iran im selben Atemzug pauschal zum Exporteur von «Chaos und Terrorismus» zu erklären – das obligate Feindbild, frisch lackiert, damit die Wäsche weiterlaufen kann. Der Schauplatz wechselt, das Drehbuch bleibt. Erst die Gefahr beschwören, dann die Kassen öffnen, am Ende die Tafel mit den roten Balken hochhalten.

Es geht um Geld. Und zwar um deines
Mark «Psycho» Rutte führt es dir begeistert und persönlich vor. Bei der NATO geht es nicht um Gefahren oder Sicherheit, nicht um Zerstörung oder Menschenleben, nicht um Verteidigung oder Werte. Es geht um Geld. Wer den Krieg bestellt, zahlt ihn bekanntlich nie selbst – das übernehmen andere.

Wir möchten an dieser Stelle pflichtschuldig darauf hinweisen, dass Mark «Psycho» Rutte unserer Kenntnis nach noch immer mit seiner Mutter zusammenwohnt. Und bitte sparen dir den Einwand, die alte Dame sei längst verstorben. Das war die Mutter von Norman Bates in Hitchcocks «Psycho» auch.

Lerne also die Lektion, die dir niemand auf Goldkarton präsentiert. Dass ein Verteidigungsbündnis stolz vorrechnet, wie es dein Geld in fremde Fabriken umleitet. Dass die Moral immer dann am lautesten gepredigt wird, wenn die Kasse am leisesten klingelt. Und dass der einzige Krieg, den diese Klasse zuverlässig gewinnt, der gegen deinen Geldbeutel ist!

Wie der NATO-Generalsekretär das Geschäftsmodell Krieg versehentlich offenlegte
Wie der NATO-Generalsekretär das Geschäftsmodell Krieg versehentlich offenlegte

Die UNO gehört jetzt den Konzernen: Wie ein Privatklub die Regierungen besetzt

2017, Harvard Kennedy School, Kamera läuft: Klaus Schwab sitzt neben einem Moderator und prahlt damit, dass er die Kabinette westlicher Regierungen «durchdrungen» habe. Mehr als die Hälfte von Justin Trudeaus Ministerriege seien Young Global Leaders seines Forums, fügt er hinzu, in Argentinien laufe es genauso, in Frankreich jetzt auch. Niemand im Saal verschluckt sich am Kaffee. Es ist ja nur das Geständnis, dass eine private Stiftung die Personalabteilung halber Regierungen spielt.

Das Wort fiel öffentlich, auf Video, vor akademischem Publikum und zwar im Tonfall des Stolzes. Genau das ist der Witz an der ganzen Sache: Es war kein Leak, kein verstecktes Mikrofon, kein investigativer Coup. Der Mann hat es selbst erzählt, in der Annahme, eine Elite-Hochschule sei der richtige Ort, um sich für die elegante Umgehung der Demokratie beklatschen zu lassen. Und er lag damit nicht einmal falsch.

Die UNO gehört jetzt den Konzernen: Wie ein Privatklub die Regierungen besetzt

Die Pflanzschule für willige Minister
Das Programm heisst Young Global Leaders, gegründet 1992 und es ist keine geheime Loge mit Kapuzen und Kerzen. Es operiert im Hellen, mit veröffentlichten Teilnehmerlisten, was die Sache nicht harmloser macht, sondern dreister. Man pickt sich ehrgeizige junge Leute heraus, taucht sie jahrelang in dasselbe internationale Milieu, formt sie in derselben Weltanschauung und stattet sie mit dem Netzwerk aus, das Karrieren macht. Bis so ein Zögling als Ministerin, Notenbankerin oder Regulierungschefin im Sessel sitzt, hat sie hundert Abende in Räumen verbracht, in denen ein bestimmter Konsens der unausgesprochene Normalzustand ist: Märkte müssen gesteuert, Klimapolitik flächendeckend durchreguliert, Konzerne nach «Stakeholder»-Rastern dirigiert werden und die richtige Ebene des Handelns ist immer die globale. Wer so sozialisiert wurde, benötigt keine Anweisung mehr. Er hält die Ideologie für gesunden Menschenverstand.

Der Trick mit dem Stakeholder
Das ideologische Herzstück trägt den freundlichsten Namen, den die PR-Abteilung finden konnte: Stakeholder-Kapitalismus. Die Idee klingt edel und ist im Kern eine Enteignung der Verantwortung: Ein Unternehmen soll nicht mehr seinen Eigentümern dienen, sondern einem diffusen Kreis von «Anspruchsgruppen», deren Interessen praktischerweise von der Führungsschicht selbst gewichtet werden.

Die UNO gehört jetzt den Konzernen: Wie ein Privatklub die Regierungen besetzt

Wer entscheidet, was «verantwortungsvoller» Handel, «verantwortungsvolle» Technologie, «verantwortungsvolle» Rede ist? Genau die Leute, die im Davoser Konferenzsaal stehen. Privat in der Form, sozial im Zweck, der Zweck definiert von oben. Das ist keine Marktwirtschaft mehr, das ist ein Verwaltungsbetrieb mit Aktienmänteln. Wie aus dieser Logik ein programmierbares, ESG-konditioniertes Eigentum 2.0 wird, in dem dir dein Besitz nur noch geliehen ist, hat dieser Blog an anderer Stelle seziert.

Was dabei herauskommt, sieht man in Europa
Das Schönste an dieser Theorie ist, dass man ihre Resultate besichtigen kann und zwar dort, wo sie am gründlichsten umgesetzt wurde. Zwei der letzten vier Kommissionspräsidenten in Brüssel kamen aus dem Davoser Förderkreis, die amtierende nutzt das WEF-Treffen Jahr für Jahr als Bühne, um Kommissionspolitik vorzustellen, oft bevor die gewählten Institutionen davon erfahren. Das Ergebnis ist ein Regelwerk, das Berichtspflichten, Taxonomien und Nachhaltigkeitsvorgaben zu bindendem Recht giesst und dessen Bürokratiekosten kleine Firmen erschlagen, während Konzerne sie aus der Portokasse zahlen. Und dann legte ausgerechnet Mario Draghi in einem von der Kommission selbst bestellten Bericht offen, dass Europas Produktivität seit zwei Jahrzehnten gegenüber den USA zurückfällt und die Lücke wächst. Sein Rezept: Zusätzliche 750 bis 800 Milliarden Euro Investitionen pro Jahr, eine Summe, die das Brüsseler Finanzgebäude gar nicht stemmen kann. Ein Jahr später waren rund elf Prozent der Empfehlungen umgesetzt. Der Reflex der Apparatschiks lautet eben nicht «weniger verwalten», sondern «geschickter verwalten».

Die Unterschrift, die niemand wählte
Der eigentliche Coup fand 2019 statt, fern jeder Kamera. Am 13. Juni unterzeichneten UNO-Generalsekretär António Guterres und Schwab in New York eine strategische Partnerschaft zwischen den Vereinten Nationen und einem privaten Klub, der von rund tausend der grössten Konzerne der Welt finanziert wird.

Die UNO gehört jetzt den Konzernen: Wie ein Privatklub die Regierungen besetzt

Die Reaktion der Zivilgesellschaft kam prompt: Über 400 Organisationen und 40 internationale Netzwerke forderten Guterres in einem offenen Brief auf, das Abkommen zu beerdigen und nannten es beim Namen: Eine Konzern-Übernahme der UNO. Verschiebt man die Weltordnung vom «Multilateralismus» der Staaten zum «Multistakeholderismus» der Interessierten, sitzen Konzerne plötzlich als gleichberechtigte Spieler am Tisch der globalen Regelsetzung. Wie sich dasselbe Muster an der WHO wiederholt, die sich über einen Pandemievertrag Befugnisse über das holt, was in deinen Körper kommt und wohin du reisen darfst, hat dieser Blog bereits dokumentiert.

Die Form ist die Gefahr
Man muss Schwab gar nicht zum Bond-Bösewicht aufblasen, das wäre ihm zu viel der Ehre und zu wenig der Analyse. Das Modell, das hier durchexerziert wird, ist eine alte Bekannte: Organisiertes Kapital und organisierte Macht koordinieren ganze Wirtschaftssektoren unter einem Zweck, den die Koordinatoren selbst definieren, während die demokratische Form als Kulisse stehen bleibt. Diese Bauweise hat man schon getestet, in diversen Varianten und sie produziert zuverlässig dasselbe: Die Ersetzung von Markt und Wahlurne durch das Urteil von Leuten, die niemand gewählt hat und niemand abwählen kann. Die Etiketten wechseln, die Schablone bleibt. Schwab hat 2017 die Wahrheit gesagt und sich dafür beklatschen lassen, dass eine private Stiftung die Kabinette des Westens durchsetzt – und nennt das «Zusammenarbeit»! Eine Weltgemeinschaft, die sich angeblich der Demokratie verschrieben hat, lässt ihre Spitzenposten in derselben Alpen-Akademie ausbrüten und ruft es noch stolz ins Mikrofon! Sie haben das Personal, die Verträge und die Regelwerke – nur deine Stimme haben sie nie gebraucht und genau das war der Plan!

Die UNO gehört jetzt den Konzernen: Wie ein Privatklub die Regierungen besetzt

Bitte recht ängstlich: Warum man dir das Sehen abgewöhnt hat

Es gibt eine bestimmte Sorte Mensch, die felsenfest überzeugt ist, sich ihre Meinung ganz alleine gebildet zu haben – während sie dabei Wort für Wort das nachbetet, was ihr ein Bildschirm in dreissig Sekunden Sendezeit zwischen Wetterbericht und Werbeblock eingetrichtert hat. Dieser Mensch hält sich für wach. Das ist die eleganteste Form der Bewusstlosigkeit, die je erfunden wurde.

Denn die wirksamste Lenkung ist die, die sich nicht wie Lenkung anfühlt. Niemand legt dir Handschellen an, wenn er dich stattdessen davon überzeugen kann, dass das Gefängnis dein Zuhause ist und der Wärter dein Freund. Wer kontrolliert werden will, merkt es nicht – das ist keine Schwäche des Systems, das ist seine ganze Genialität. Man muss niemanden zwingen, in einer Welt zu leben, die er für die einzig mögliche hält.

Bitte recht ängstlich: Warum man dir das Sehen abgewöhnt hat

Angst, das Abonnement, das niemand kündigt
Die Grundzutat ist immer dieselbe, und sie heisst Furcht. Nicht die echte, akute Angst vor der Klinge an der Kehle – die wäre zu kurzlebig, zu ehrlich, zu schnell vorbei. Gefragt ist die andere Sorte: Das chronische, niedrigschwellige Grummeln im Bauch, das nie ganz verschwindet und nie ganz ausbricht. Diese Angst ist das perfekte Produkt, weil sie nie verbraucht wird. Du zahlst dafür mit deiner Aufmerksamkeit, deiner Zustimmung, deiner Bereitschaft, das nächste Notpaket gegen das nächste Schreckgespenst abzunicken – und morgen stehst du wieder am Kiosk und kaufst die Fortsetzung.

Wer das Geschäftsmodell durchschaut, sieht überall denselben Mechanismus am Werk. Wie geschmeidig sich aus einem mulmigen Gefühl ein Markt und ein politisches Druckmittel zugleich formen lassen, habe ich an anderer Stelle bereits seziert. Das Muster wiederholt sich mit der Verlässlichkeit eines Uhrwerks: Erst wird das Gespenst gezeichnet, dann der Retter präsentiert und wer nach dem Preis für die Rettung fragt, gilt als Komplize des Gespensts.

Bitte recht ängstlich: Warum man dir das Sehen abgewöhnt hat

Die Wirklichkeit kommt frei Haus, fertig montiert
Das eigentliche Kunststück ist nicht die Lüge. Lügen sind plump, Lügen fliegen auf. Das Kunststück ist der Rahmen – die unsichtbare Grenze, innerhalb derer du denken darfst, was du willst, solange du nie auf die Idee kommst, dass es ein Aussen gibt. Der Bildschirm zeigt dir nicht die Welt. Er zeigt dir eine Auswahl, getroffen von Leuten, die du nie triffst, mit Interessen, die nie auf dem Sendeplan stehen. Und weil alle denselben Ausschnitt sehen, hält jeder den Ausschnitt für das Ganze.

Das ist der Trick mit dem Konsens: Wiederhole eine Behauptung oft genug aus genug Mündern, und sie wird zur Tapete, vor der sich jedes Gespräch abspielt. Man diskutiert dann leidenschaftlich über die Farbe der Vorhänge und merkt nie, dass die Wände selbst gestellt wurden. Wer den Mut hat, vom Sofa aufzustehen und hinter den Vorhang zu schauen, ist in dieser sorgfältig dekorierten Inszenierung schon fast ein Störenfried – ein Spielverderber, der die schöne Beleuchtung ruiniert.

Kaufen, also bin ich
Und wenn die Angst dich nicht hält, hält dich der Konsum. Irgendwann hat man aus dem Einkaufen eine Religion gemacht, komplett mit Hohepriestern in Turnschuhen, mit heiligen Produkteinführungen statt Hochämtern und mit Gläubigen, die nachts vor verschlossenen Türen kampieren, um als Erste die neue Reliquie in Händen zu halten. Du kaufst längst keine Dinge mehr. Du kaufst Identität, Zugehörigkeit, das warme Gefühl, jemand zu sein, weil du etwas besitzt. Die Quittung ist dein Glaubensbekenntnis, das Logo dein Kreuz und der Glaube, frei zu wählen, ist der wohligste Teil des ganzen Sakraments.

Das Schöne an dieser Religion ist, dass sie nie verlangt, an etwas zu glauben – sie verlangt nur, zu konsumieren und schreibt das Konsumieren als Freiheit gut. Du fühlst dich autonom, während du brav den Wünschen folgst, die man dir gestern erst eingepflanzt hat. Selbstverwirklichung gegen Vorkasse, mit zwölf Monaten Garantie auf das Gefühl und keiner einzigen auf den Sinn.

Bitte recht ängstlich: Warum man dir das Sehen abgewöhnt hat

Wenn das Irrenhaus die Hausordnung schreibt
Bleibt der letzte, eleganteste Kniff: Erkläre das Absurde zur Normalität und plötzlich ist der Vernünftige der Verrückte. Wenn alle mitlachen, fällt nicht auf, dass der Witz auf ihre Kosten geht. Die Verblödung wird nicht von oben verordnet, sie wird unten gefeiert – als Unterhaltung, als Entlastung, als wohlverdiente Pause vom Denken. Und wer sich weigert mitzulachen, wer fragt, warum man eigentlich klatscht, der stört das Programm. Der bekommt kein Verbot. Er bekommt etwas Wirksameres: Ein mitleidiges Lächeln und das Etikett, er nehme das alles viel zu ernst.

Genau hier schliesst sich der Kreis. Die ganze Apparatur aus dosierter Angst, montierter Wirklichkeit, gekaufter Identität und gefeierter Dummheit benötigt keinen einzigen Aufseher mehr, sobald die Insassen die Mauern für die Aussicht halten. Sie bewachen sich selbst, korrigieren einander, melden den Abweichler – nicht aus Bosheit, sondern aus Überzeugung, dass draussen nur Kälte und Wahnsinn warten.

Du musst nicht glauben, dass jemand am anderen Ende sitzt und die Fäden zieht – es genügt, dass ausreichend Leute ein Interesse daran haben, dass du sitzen bleibst. Du musst die Bildschirme nicht abschalten, niemand verlangt das von dir. Es würde schon reichen, ein einziges Mal zu fragen, wer entschieden hat, was darauf läuft. Und wenn du danach immer noch glaubst, alles sei nur Zufall, alles nur gut gemeint und jeder Schirm zeige dir die Welt, wie sie ist – dann diskutieren wir nicht, dann hast du die Hausaufgabe schlicht nie erledigt!

Bitte recht ängstlich: Warum man dir das Sehen abgewöhnt hat

Graphenoxid: Wie Pharma und Aufklärer dieselbe Angst verkaufen

Ein Material, das als medizinisches Wunder gefeiert und als ferngesteuerter Gehirnchip gefürchtet wird, hat einen verlässlichen Feind: Den Leser, der die Primärquelle aufschlägt. Denn beide Lager – die Konzerne mit ihrer Heilprosa und die Aufklärer mit ihrer Endzeitprosa – leben davon, dass du genau das nicht tust.

Die These, die gerade wieder durch die Kanäle wandert, klingt nach Science-Fiction mit Faktenanstrich: Graphenoxid in den Spritzen verhalte sich wie eine lebende Antenne, reorganisiere sich auf Befehl, warte im Körper auf das richtige Signal. Hardware statt Heilmittel. Das ist eine starke Behauptung. Starke Behauptungen verdienen den Blick unter die Motorhaube, nicht den reflexhaften Stempel «Verschwörungstheorie» und auch nicht das gläubige Nicken.

Was der Stoff wirklich kann
Graphenoxid ist kein Fantasieprodukt, sondern ein atomdünnes Kohlenstoffgitter mit Sauerstoffgruppen und tatsächlich ein echter Tausendsassa. Die Fachliteratur beschreibt eine Oberfläche von bis zu 2630 Quadratmetern pro Gramm und eine enorme Beladungskapazität für Wirkstoffe, Eigenschaften, die das Material für Energiespeicher, Sensoren, Elektronik und zielgerichteten Wirkstofftransport interessant machen. Dazu kommen Biosensorik mit extrem niedrigen Nachweisgrenzen, photothermische Krebstherapie, Wundheilung, antibakterielle Beschichtungen und Wasseraufbereitung. Und hier liegt der Kern, aus dem das Antennen-Märchen gewachsen ist: Graphenoxid wird als Träger erforscht, der seine Fracht auf äusseren Reiz freigibt, auf Temperatur, Licht, Ultraschall sowie magnetische und elektrische Felder. Wer schon gelesen hat, wie Graphenoxid auf Felder reagieren soll, erkennt das Muster sofort. Wozu ein im Labor gebautes Trägersystem in Zukunft genutzt werden kann, vermag man aktuell noch nicht zu deuten, klar ist aber, dass Graphenoxid durch Frequenzen beeinflusst werden kann, wie du im folgenden Video sehen kannst.

Graphenoxid: Wie Pharma und Aufklärer dieselbe Angst verkaufen
Graphenoxid: Wie Pharma und Aufklärer dieselbe Angst verkaufen

Ob dies über einen Mobilfunkmast um die Ecke ähnlich ausgelöst werden kann, hat noch niemand bewiesen. Auch können solche Partikel je nach Dosis giftig wirken, doch das ist keine Sensation, sondern Lehrbuch.

Der Befund, den selbst sein Autor entschärft
Die ganze Impf-Spur hängt an einem einzigen Bericht von Pablo Campra, der Impfproben mit Mikro-Raman-Spektroskopie untersuchte und Signale fand, die er als «kompatibel mit» Graphenderivaten einstuft. Das klingt nach Beweis, ist aber keiner und das schreibt nicht etwa der Hersteller, das schreibt Campra selbst: Seine Arbeit sei offen, zur Replikation freigegeben und er hafte ausdrücklich nicht für die Schlüsse, die andere in Medien und Netz daraus ziehen. «Kompatibel mit» ist in der Raman-Welt kein Fingerabdruck, weil banaler Kohlenstoff dieselben Banden liefert. Die berühmte Zahl, jede Dosis bestehe zu mehr als 99 Prozent aus Graphenoxid, stammt obendrein nicht von Campra, sondern aus der Gerüchteküche und sie zerlegt sich selbst: Aus 747 Nanogramm in einer Mikrogramm-Dosis werden keine 99 Prozent, da scheitert die Prozentrechnung am eigenen Aufklärer, nicht am bösen Staat. Wer die Beweislage selbst sichten will, findet also genau das: Eine offene Frage, kein Endurteil.

Modernas Betriebssystem
Auf Modernas eigener Plattform-Seite von 2021 stand, man habe eine mRNA-Technologie geschaffen, die «sehr wie ein Betriebssystem auf einem Computer» funktioniere und «Plug and Play» mit verschiedenen Programmen laufe. Schon 2018 nannte die Firma ihre mRNA in einem Nature-Profil «die Software des Lebens». Was Moderna damit gemeint hat, steht nicht dabei. Die einen lesen es als das Naheliegende, eine Metapher für austauschbaren Code bei gleichbleibender Verpackung. Die anderen lesen es wörtlich, als Eingeständnis programmierbarer Technik im Wirt. Der Text selbst entscheidet diese Sichtweisen nicht. Wer aber sein eigenes Produkt «Betriebssystem» tauft, das im Körper Programme ausführt, der hat das Recht verwirkt, entsetzt zu tun, wenn jemand ihn beim Wort nimmt.

Beim Zahnarzt und auf dem Teller
Bleibt die Erweiterung auf Betäubung und Esstisch und hier wird es für jede «bewiesen»-Schlagzeile unbequem. Die IAOMT, eine zahnmedizinische Toxikologie-Vereinigung, alles andere als pharmahörig, hält nüchtern fest: Einige private Ermittler hätten in manchen Betäubungslösungen «vermutlich» Graphenoxid identifiziert, andere Labore mit denselben Techniken könnten das in keiner einzigen Probe bestätigen und die Finder seien bisher nicht bereit, ihre Ergebnisse zu veröffentlichen. Behauptet, nicht bestätigt, nicht publiziert. Graphen in der Zahnmedizin existiert, aber als beforschtes Material für Füllungen und antibakterielle Beschichtungen. Bei industriell verarbeiteter Nahrung sieht es noch dünner aus: Erforscht wird Graphen für Verpackung und Sensorik, ein Nachweis im Teller selbst fehlt. Wer auf Produkte ohne den Stoff achten möchte, soll das tun, nur ruht diese Vorsicht derzeit auf einem Verdacht und nicht auf einem Nachweis.

Graphenoxid: Wie Pharma und Aufklärer dieselbe Angst verkaufen

Was die kritische Seite auf den Tisch legt
Damit nicht der Eindruck entsteht, hier werde nur ein Lager seziert: Die kritische Szene und Dravens eigenes Archiv führen eine ganze Akte ins Feld. Seit Jahren ist dort dokumentiert, dass Graphenoxid in den Spritzen vermutet werde, negativ geladen, fähig rote Blutkörperchen aufzustapeln und Gerinnsel zu begünstigen, dazu der Verdacht des sogenannten Sheddings, also der Übertragung auf Ungeimpfte. Unabhängig bestätigt ist dieser Mechanismus bis heute nicht, im strengen Sinn widerlegt aber ebenso wenig, weil die nötigen kontrollierten Gegenproben fehlen.

Hart belegbar ist dagegen der Teil, der den Konzernen am meisten wehtut: Die FDA wollte die Sicherheitsdaten zu Pfizers Impfstoff erst nach Jahrzehnten herausrücken, bis Bundesrichter Mark Pittman Anfang 2022 anordnete, rund 55’000 Seiten pro Monat freizugeben, die seither beim PHMPT öffentlich liegen. Wer Daten über ein Dreivierteljahrhundert wegsperren möchte, darf sich über keinen Verdacht wundern.

Die wörtliche Lesart der programmierbaren Technik stützt sich derweil auf mehr als nur Modernas Wortwahl. Die Szene verweist auf eine Pfizer-Patentanmeldung, die sie als Beleg für eine Fernverfolgung Geimpfter über das «Internet der Dinge» liest, samt der Behauptung, bei Geimpften lasse sich per Bluetooth eine Kennung auslesen. Auch das ist als Patent und als Beobachtung der Szene dokumentiert, nicht als unabhängig reproduzierter Befund. Und das Entgiftungslager, das weiter unten als Geschäft auftaucht, hat seine eigene innere Logik: Glutathion als körpereigener Gegenspieler, Nahrungsergänzung und das Meiden elektromagnetischer Felder als Protokoll. Ob dieses Protokoll einen realen Stoff bekämpft oder eine Angst beruhigt, hängt exakt an jener Frage, die bis heute niemand abschliessend beantwortet.

Zwei Hirten, eine Herde
Der eigentliche Skandal ist also nicht der Chip im Blut. Er ist das Beweisvakuum, das Hersteller und Behörden mit Schwärzungen, Geheimhaltung und einem herablassenden «vertraut uns» über Jahre selbst herangezüchtet haben, bis jeder Bürger mit einem Mikroskop die moralische Oberhand hatte, ganz gleich, wie wackelig sein Spektrum auch war. Und die Gegenseite verkauft die Angst, die sie selbst druckt: Entgiftungskuren, Abonnements, Wundermittel gegen den Nanorouter, den nie jemand gemessen hat. Die einzige belegte Frage ist dabei die nach der Giftigkeit dieser Nanopartikel – Membranschäden, oxidativer Stress, Ablagerung in Organen. Genau die wischen Industrie und Hype gemeinsam vom Tisch, der eine als Wundermaterial, der andere als Gehirnwaffe. Beide Lager brauchen dich ahnungslos, der eine, damit du kaufst, der andere, damit du fürchtest…

Graphenoxid: Wie Pharma und Aufklärer dieselbe Angst verkaufen

Warum Väter wichtiger sind als jedes Jugendschutzgesetz

Pixar bringt diesen Sommer einen Film in die Kinos, dessen eigentlicher Bösewicht kein Alien und kein verlorenes Spielzeug ist, sondern ein Tablet. In «Toy Story 5» tritt ein froschförmiges Gerät namens Lilypad gegen Holzpferd und Plastik-Astronaut an und kämpft um die Aufmerksamkeit eines achtjährigen Kindes. Der Konzern, der zwei Jahrzehnte lang jede Kindheit mit Merchandise zupflasterte, warnt nun vor dem Bildschirm und kassiert dafür das stärkste Startwochenende des Jahres. Selten war Heuchelei so profitabel.

Warum Väter wichtiger sind als jedes Jugendschutzgesetz

Die Pointe ist nicht der Film, sondern der Zeitpunkt. Pixar verkauft eine Mahnung gegen die Verkabelung der Kindheit ausgerechnet in dem Moment, in dem die künstliche Intelligenz das alte Bildschirm-Problem auf Anabolika setzt. Was früher nur ein Daddelautomat in der Hosentasche war, gibt jetzt vor, ein Freund zu sein.

Das Problem ist alt, nur der Lack ist neu
Niemand muss «Toy Story 5» sehen, um zu wissen, dass etwas faul ist. Facebook existiert seit 2004 und schon damals war absehbar, dass das öffentliche Protokollieren des eigenen Frühstücks die analoge Wirklichkeit nicht reicher macht. Heute haben wir eine Einsamkeits-Epidemie und das ist keine Befindlichkeitsfloskel. Der oberste Gesundheitsbeamte der USA stellte in seinem Bericht von 2023 fest, dass soziale Isolation das Sterberisiko ähnlich erhöht wie das Rauchen von bis zu fünfzehn Zigaretten am Tag und stärker als Fettleibigkeit. Eine Generation, die nie allein war, weil immer ein Bildschirm leuchtete, ist einsamer als jede vor ihr.

Schon 2016 brachte es Unternehmensberater Simon Sinek auf den Punkt: Wir hätten Altersgrenzen für Rauchen, Alkohol und Glücksspiel, aber keine für soziale Medien und Mobiltelefone. Das sei, als öffne man den Spirituosenschrank und sage dem Teenager: Wenn dich die Pubertät runterzieht, bedien dich. Zehn Jahre später steht der Schrank weit offen und an der Tür hängt ein Roboter, der behauptet, dein bester Kumpel zu sein.

Warum Väter wichtiger sind als jedes Jugendschutzgesetz

Der Brandstifter im Feuerwehrhelm
Denn das ist der Beitrag der KI zur Lage. Mark Zuckerberg, dessen Plattform die Vereinsamung über zwanzig Jahre industrialisierte, präsentiert nun die Lösung für genau dieses Problem: Künstliche Freunde. Der durchschnittliche Amerikaner habe weniger als drei Freunde, benötige aber etwa fünfzehn, also fülle man die Lücke eben mit Chatbots. Der Mann, der den Brand legte, verkauft die Asche jetzt als Dämmstoff.

Das Schöne daran: Er zitiert seine eigene Schreckenszahl auch noch falsch. Wer in die zugrunde liegenden Umfragen schaut, findet eine Mehrheit mit vier oder mehr engen Freunden. Die Vereinsamung, die seine Maschine kurieren soll, ist in der behaupteten Dramatik gar nicht belegt. Sie ist Verkaufsargument, nicht Befund. Und ein Kind, das seine ersten Gespräche mit einem Sprachmodell führt, lernt nicht Nähe, sondern Konsum. Wer es heute allein vor diesem Apparat sitzen lässt, übergibt es nicht einem Werkzeug, sondern einem Geschäftsmodell mit Plauderfunktion.

Warum Väter wichtiger sind als jedes Jugendschutzgesetz

Der Staat als später Retter mit Hintergedanken
Und ausgerechnet hier meldet sich die Politik zu Wort, mit jener Selbstlosigkeit, die man von Brüssel und Whitehall gewohnt ist. Grossbritannien hat ein Verbot sozialer Medien für unter Sechzehnjährige verkündet. Verkündet, wohlgemerkt, nicht beschlossen: Die Regeln sollen erst Frühjahr 2027 greifen und das angeblich europaweite Vorreitergesetz ist weder europäisch noch das erste. Australien zog die Altersgrenze bereits im Dezember 2025 ein. Nach zwei Jahrzehnten beredten Wegschauens entdeckt der Staat plötzlich sein Herz fürs Kind, kaum dass die Überwachungstechnik dafür reif ist. Man verzeihe die Skepsis.

Denn der Preis dieser Fürsorge steht im Kleingedruckten und er heisst Altersverifikation. Wer beweisen soll, dass er über sechzehn ist, muss sich identifizieren und damit wird aus dem Jugendschutz eine Kontrollarchitektur für alle. Die Electronic Frontier Foundation, alles andere als eine Randstimme der digitalen Bürgerrechte, warnt seit Jahren, dass solche Alterskontrollen privatsphärefeindliche Überwachungssysteme sind, getarnt als Kinderschutz. Was als Schutzschild beginnt, endet als Personalausweis fürs Internet. Wie elegant sich der Jugendschutz zum digitalen Identitätszwang mausert, lässt sich an der Schweizer E-ID studieren und dass Überwachung nie der Preis der Freiheit ist, sondern ihr Grab, hat dieser Blog schon ausbuchstabiert.

Warum Väter wichtiger sind als jedes Jugendschutzgesetz

Die einzige Instanz ohne Geschäftsmodell
Bleibt die Frage, wer zwischen dem Kind und diesem Zangenangriff aus Konzern und Kontrollstaat eigentlich noch steht. Die Antwort ist unbequem schlicht: Die Eltern und im Kräftespiel der modernen Familie auffällig oft der Vater. Nicht Ofcom, nicht eine Altersabfrage, nicht ein Gesetz, das 2027 vielleicht in Kraft tritt. Der Einzige in diesem ganzen Theater, der nichts an der Aufmerksamkeit des Kindes verdient, ist der Mann, der ihm abends den Apparat aus der Hand nimmt.

Schon 1996 schrieb Internet-Mitbegründer John Perry Barlow seine Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace und beschied den Regierungen, sie hätten im digitalen Raum nichts zu suchen und keine Befugnis erbeten. Dreissig Jahre später bauen genau diese Regierungen den Raum zum Käfig um und nennen den Schlüssel Kinderschutz. Das Kind merkt von alledem nichts. Es wird von einer Billionenindustrie ins Visier genommen, die es ein Leben lang melken will. Der einzige Türsteher ohne Provision ist der eigene Vater.

Ein Vater, der den Bildschirm wegnimmt, erzieht keinen verklemmten Eigenbrötler. Er kauft seinem Kind die wenigen Jahre, in denen Unschuld noch keine Marktlücke ist. Der Staat bietet grosszügig an, diesen Job zu übernehmen. Der Konzern bietet einen Chatbot als Ersatzvater. Beide sollten sich ihre Almosen sparen. Denn wer die Kindheit verteidigt, tut das nicht per Gesetz, sondern am Küchentisch. Wer sie an Ofcom delegiert, hat sie schon verloren. Und wer einen Algorithmus zum besten Freund seines Kindes macht, darf sich nicht wundern, wenn es eines Tages keinen echten mehr kennt!

Warum Väter wichtiger sind als jedes Jugendschutzgesetz

Der schwarze Stein der Alchemie

Nuklearer Horror ist die Keule, die den Menschen in die Obhut eines Staates zurücktreibt. Die Suche beginnt mit einem schwarzen Stein. Dieser führt in eine wundersame Welt, die ganz anders aussieht als die Medien und Bücher meinen. Die Radioaktivität ist eine Form der freien Energie und das Energieproblem scheint schon vor 75 Jahren gelöst. Wie man es geschafft hat, sie vor den Menschen zurückzuhalten, zeigt dieses Video. Es wäre möglich, jeden lokal und dort wo er sie benötigt, mit mehr als genügend Energie zu versorgen. Und kosten würde das ein paar Euro im Jahr. Mit Quellen, die für Jahrzehnte Energie liefern.

Der schwarze Stein der Alchemie - Chnopfloch
Der schwarze Stein der Alchemie - Chnopfloch

Der Schleier der Vielen und die Stimme des Einen

Es gibt eine Versuchung, die älter ist als jede Zivilisation. Sie flüstert nicht laut, sie schreit nicht. Sie wirkt wie ein sanfter Nebel, der sich über das Bewusstsein legt und die klare Sicht trübt. Es ist die Versuchung, die Mehrheit mit Wahrheit zu verwechseln. Doch die Wahrheit kennt keine Mehrheit. Die Wahrheit steht allein.

Der Schleier der Vielen und die Stimme des Einen

Sie benötigt keine Zustimmung, keine Abstimmung, keine Applauslinie. Sie existiert unabhängig von Augen, die sie sehen und von Zungen, die sie aussprechen. Sie ist wie ein Stern, der auch dann brennt, wenn kein Wesen zu ihm aufblickt. In den verborgenen Schulen der alten Welt, lange bevor Kathedralen aus Stein errichtet wurden, lehrten die Hüter des Wissens eine einfache, aber unbequeme Erkenntnis: Wahrheit ist kein Produkt des Menschen. Sie ist eine Eigenschaft des Seins selbst.

Und dennoch ist der Mensch ein Meister der Illusion. Er erschafft Meinungen und beginnt, sie zu verehren. Er formt Gedanken und bindet seine Identität an sie, als wären sie Teil seines Fleisches. Wenn diese Gedanken infrage gestellt werden, fühlt es sich an, als würde nicht eine Idee sterben, sondern ein Teil seines Selbst.

Doch Meinungen sind keine Wahrheit. Sie sind Schatten an der Wand der Höhle. Die Wahrheit hingegen ist das Feuer, das diese Schatten überhaupt erst ermöglicht.

Es gibt jene, die behaupten, es gäbe keine absolute Wahrheit. Diese Aussage wirkt auf den ersten Blick wie Weisheit, wie eine Befreiung von starren Formen. Doch in ihrem Kern trägt sie ein Paradoxon, das wie ein Siegel auf einer verbotenen Tür liegt. Denn wer sagt, es gäbe keine allgemeingültige Wahrheit, spricht diese Aussage selbst als allgemeingültige Wahrheit aus.

Es ist ein Kreis ohne Anfang und ohne Ende. Eine Schlange, die ihren eigenen Schwanz verschlingt.

Die alten Alchemisten nannten dieses Symbol Ouroboros. Es steht für Zyklen, für Wiederkehr, aber auch für die Illusion des geschlossenen Systems. Wer in diesem Kreis gefangen ist, erkennt nicht, dass Wahrheit ausserhalb des Kreises existiert. Wahrheit ist nicht formbar. Sie verändert sich nicht, um akzeptiert zu werden. Sie wartet nicht auf Zustimmung. Sie ist.

So wie die Bewegung der Sterne festen Bahnen folgt. So wie Wasser stets seinen Weg nach unten findet. So wie Ursache und Wirkung im unsichtbaren Geflecht der Existenz miteinander verwoben sind. Diese Ordnung ist kein Zufall. Sie ist Ausdruck eines tieferen Prinzips. Die Hermetiker nannten es Logos. Andere nannten es das Gesetz. Manche nannten es Gott. Es ist die Struktur hinter allen Strukturen.

Der Mensch jedoch lebt zunehmend in einer Welt aus Stimmen. Stimmen, die sich überlagern, widersprechen, vervielfältigen. Informationen strömen unaufhörlich wie ein endloser Regen. Doch Information ist nicht Wahrheit. Information ist Rohmaterial. Wahrheit ist das Muster, das daraus hervorgeht. Wer die Wahrheit sucht, muss lernen zu unterscheiden.

Er muss bereit sein, die Stimmen der Vielen zu verlassen und in die Stille einzutreten. Denn Wahrheit offenbart sich nicht im Lärm. Sie spricht leise. Sie offenbart sich jenen, die bereit sind, ihre eigenen Überzeugungen zu opfern wie alte Häute, die abgestreift werden müssen. Dieser Prozess ist unbequem. Denn er verlangt den Tod der Illusion.

Die meisten fürchten diesen Tod. Sie klammern sich an die Sicherheit der Mehrheit, als wäre sie ein Schutzschild gegen das Unbekannte. Doch die Mehrheit war nie ein Kompass. Sie ist nur eine Ansammlung von Wanderern, die sich gegenseitig versichern, auf dem richtigen Weg zu sein. Der Suchende jedoch folgt nicht der Menge. Er folgt der Resonanz.

Denn Wahrheit besitzt eine Qualität, die nicht imitierbar ist. Sie ist konsistent über Zeit und Raum. Sie widerspricht sich nicht. Sie bleibt unverändert, während Imperien entstehen und zerfallen, während Sprachen geboren werden und sterben. Sie ist der stille Kern inmitten des Chaos.

Wer ihr begegnet, erkennt sie nicht durch Argumente, sondern durch Erinnerung. Es ist kein Lernen, sondern ein Wiedererkennen. Als hätte die Seele sie immer gekannt. Die Wahrheit verlangt keinen Glauben. Sie verlangt Klarheit. Und Klarheit verlangt Mut.

Mut, allein zu stehen.
Mut, die Stimmen zu hinterfragen.
Mut, den Schleier zu durchdringen.

Denn jenseits der Stimmen der Vielen existiert das Eine – und es wartet…

Der Schleier der Vielen und die Stimme des Einen

Das Dinner der Milliardäre: Wie Epstein sich die klügsten Köpfe der Welt kaufte

Niemand erklärt einem Milliardär die Mehrwertsteuer, wenn er beim Dinner sitzt. Man reicht ihm den Wein und einen Nobelpreisträger zum Anfassen. Dieser Tauschhandel hielt einen verurteilten Sexualstraftäter ein Jahrzehnt lang im Zentrum der schlauesten Köpfe des Planeten und niemand fand das seltsam, solange die Spesen stimmten.

Der Mann verkaufte Zugang zur Intelligenz, ohne selbst welche nachweisen zu müssen. Er kaufte sich Dinner mit Physikern, finanzierte ihre Lieblingsprojekte und sass am Kopfende, während die hellsten Hirne um seine Aufmerksamkeit buhlten. Sein Eintrittsticket war ein Scheckbuch.

Das Dinner der Milliardäre: Wie Epstein sich die klügsten Köpfe der Welt kaufte

Der Salon, den ein Sittenstrolch bezahlte
Die Bühne hiess Edge Foundation, betrieben vom Literaturagenten John Brockman als digitaler Salon der grossen Denker. Was die Gästeliste lange verschwieg: Nach Prüfung der Steuerunterlagen durch BuzzFeed News war Jeffrey Epstein über Jahre mit Abstand der grösste Geldgeber dieses Salons (BuzzFeed News). Eine Analyse der Bilanzen zwischen 2001 und 2015 ergab rund 638’000 Dollar aus Epsteins Stiftungsgeflecht und in mehreren Jahren war er der einzige Spender überhaupt (The New Republic). Sein letztes verbuchtes Geld floss 2015. Im selben Jahr endete das legendäre Milliardärs-Dinner. Wer das für Zufall hält, glaubt vermutlich auch, dass Stiftungen aus Nächstenliebe existieren.

Was Epstein dafür bekam, war ein Schlüssel. Er sass neben Nobelpreisträgern und nutzte Brockmans Adressbuch als Türöffner in eine Welt, in die ein vorbestrafter Sexualstraftäter sonst nicht spaziert wäre (Scientific American). Selbst nach seiner Verurteilung von 2008 blieb er eingeladen. Bei einem Edge-Abendessen 2011 in Long Beach stand er offen auf der Gästeliste, höflich betitelt als Money Manager und Science Philanthropist (Byline Times). Die anwesenden Tech-Titanen wurden vorab informiert, wer da mitass. Empörung gab es keine, es gab Kaviar.

Der Deal, den jeder kennt und niemand erklärt
Zurück zu jener Verurteilung, die bis heute nach Fäulnis riecht. Statt einer 53-seitigen Bundesanklage unterschrieb Epstein 2008 ein Nichtverfolgungsabkommen, kassierte 13 Monate Bezirksgefängnis mit Freigang zum Arbeiten und die Vereinbarung schützte sämtliche Mitverschwörer gleich mit (The Daily Beast). Die Opfer wurden bewusst aussen vor gelassen, weshalb ein Bundesrichter später feststellte, der Deal habe ihre gesetzlich verbrieften Rechte verletzt. Justiz nach Mass, zugeschnitten auf einen einzigen Kunden.

Das Dinner der Milliardäre: Wie Epstein sich die klügsten Köpfe der Welt kaufte

Dann gibt es jenes Zitat, an dem sich die ganze Geheimdienst-Erzählung entzündet: Der zuständige Staatsanwalt Acosta soll erklärt haben, ihm sei gesagt worden, Epstein gehöre den Geheimdiensten, Finger weg. Ehrlich bleibt nur, wer die Quellenlage nennt: Die Aussage stammt aus einer einzigen Reporterin-Schilderung mit anonymer Quelle, Acosta bestritt sie unter Eid und der Bericht des Justizministeriums von 2020 fand keinen Beleg für eine Geheimdienst-Anbindung (Skeptic). Heisst das, der Deal war sauber? Selbstverständlich nicht. Es heisst nur, dass die spektakulärste Erklärung die am schwächsten belegte ist, während die langweilige Wahrheit, dass mächtige Freunde mächtige Türen öffnen, vollkommen ausreicht.

Die kalte Fusion und die heisse Legende
Im Umlauf ist auch die Behauptung, Epstein habe persönlich die Forschung zur kalten Fusion abgewürgt. Eine hübsche Geschichte, nur falsch herum erzählt. Die Experimente von Martin Fleischmann und Stanley Pons kollabierten 1989 ganz ohne finsteren Financier, schlicht weil Labore weltweit ihre Ergebnisse nicht reproduzieren konnten und die Physiker-Zunft das Ganze als pathologische Wissenschaft abräumte (Cold Fusion, Wikipedia). Selbst Google verbrannte drei Jahrzehnte später rund 10 Millionen Dollar und fand keinerlei Beleg dafür (ITER). Man benötigt keinen Epstein, um eine Idee zu beerdigen, die sich im Reagenzglas selbst erledigt. Die Legende zeigt das Muster: Wo eine echte Verschwörung zu fad scheint, wird eine grössere erfunden und am Ende glaubt man dem Drehbuch lieber als dem Laborprotokoll.

Vom Salon zum Serverraum
Das Netzwerk löste sich nicht auf, es wechselte nur den Ort. Am 18. September 2023 sass Elon Musk in der Tesla-Fabrik in Fremont mit Benjamin Netanyahu, dem Physiker Max Tegmark und Greg Brockman von OpenAI vor laufender Kamera und besprach die segensreiche KI-Revolution (JTA). Dass ausgerechnet ein Brockman in der Runde sass, ist purer Nachname-Zufall, denn der OpenAI-Mann ist mit dem Edge-Agenten nicht verwandt. Die Pointe braucht die Verwandtschaft auch gar nicht: Dieselbe Sorte Salon, nur der Wein wurde durch Rechenzentren ersetzt und die Botschaft lautet, das alles sei zu unserem Besten.

Das Dinner der Milliardäre: Wie Epstein sich die klügsten Köpfe der Welt kaufte

Und dann ist da Peter Thiel, den manche zur Marionette erklären wollen, was ihm zu viel Ehre antut. Belegbar ist Handfesteres: Die Justizakten zeigen eine jahrelange Korrespondenz zwischen Thiel und Epstein von 2014 bis 2019, Epstein nannte ihn in Mails seinen grossen Freund und steckte rund 40 Millionen Dollar in einen von Thiel mitgegründeten Wagniskapital-Fonds (The Stanford Daily). Kriminelles wirft ihm keine dieser Quellen vor und einen Besuch auf Epsteins Insel bestreitet er (Hoodline). Das macht die Sache nicht harmloser, nur präziser: Nähe ist keine Schuld, aber auch kein Versehen, wenn sie Jahre nach der Verurteilung gepflegt wird.

Was vom Dinner übrig bleibt
Wer eine Gruselgeschichte über einen einzelnen Schurken sucht, hat das Prinzip nicht verstanden, denn der wahre Skandal ist nicht Epstein, sondern die Selbstverständlichkeit, mit der sich Wissenschaft, Tech und Politik kaufen liessen. Wie tief der Filz reicht, ist auf diesem Blog mehrfach seziert worden, von Rockefeller über Epstein bis Gates bis zur Frage, wie ein Sexualstraftäter zum stillen Architekten des grössten Impfstoffgeschäfts der Geschichte werden konnte (der stille Architekt).

Diese Netzwerke sind keine Folklore von gestern, sie tagen weiter, nur mit besserer Beleuchtung. Sie verkaufen uns die Zukunft im selben Tonfall, in dem sie uns einst die Gesundheit verkauften.

Man kann eine ganze Wissenschaftselite mit Dinnereinladungen und Lieblingsprojekten kaufen und nennt es dann Förderung. Man kann einen Sexualstraftäter ein Jahrzehnt an den Kopf der Tafel setzen und nennt es dann intellektueller Austausch. Man kann jede unbequeme Frage zur Verschwörungstheorie erklären und jede bequeme Lüge zur Wissenschaft – und nennt dies «die Dritte Kultur»!

Das Dinner der Milliardäre: Wie Epstein sich die klügsten Köpfe der Welt kaufte

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