Ein Material, das als medizinisches Wunder gefeiert und als ferngesteuerter Gehirnchip gefürchtet wird, hat einen verlässlichen Feind: Den Leser, der die Primärquelle aufschlägt. Denn beide Lager – die Konzerne mit ihrer Heilprosa und die Aufklärer mit ihrer Endzeitprosa – leben davon, dass du genau das nicht tust.

Die These, die gerade wieder durch die Kanäle wandert, klingt nach Science-Fiction mit Faktenanstrich: Graphenoxid in den Spritzen verhalte sich wie eine lebende Antenne, reorganisiere sich auf Befehl, warte im Körper auf das richtige Signal. Hardware statt Heilmittel. Das ist eine starke Behauptung. Starke Behauptungen verdienen den Blick unter die Motorhaube, nicht den reflexhaften Stempel «Verschwörungstheorie» und auch nicht das gläubige Nicken.

Was der Stoff wirklich kann
Graphenoxid ist kein Fantasieprodukt, sondern ein atomdünnes Kohlenstoffgitter mit Sauerstoffgruppen und tatsächlich ein echter Tausendsassa. Die Fachliteratur beschreibt eine Oberfläche von bis zu 2630 Quadratmetern pro Gramm und eine enorme Beladungskapazität für Wirkstoffe, Eigenschaften, die das Material für Energiespeicher, Sensoren, Elektronik und zielgerichteten Wirkstofftransport interessant machen. Dazu kommen Biosensorik mit extrem niedrigen Nachweisgrenzen, photothermische Krebstherapie, Wundheilung, antibakterielle Beschichtungen und Wasseraufbereitung. Und hier liegt der Kern, aus dem das Antennen-Märchen gewachsen ist: Graphenoxid wird als Träger erforscht, der seine Fracht auf äusseren Reiz freigibt, auf Temperatur, Licht, Ultraschall sowie magnetische und elektrische Felder. Wer schon gelesen hat, wie Graphenoxid auf Felder reagieren soll, erkennt das Muster sofort. Wozu ein im Labor gebautes Trägersystem in Zukunft genutzt werden kann, vermag man aktuell noch nicht zu deuten, klar ist aber, dass Graphenoxid durch Frequenzen beeinflusst werden kann, wie du im folgenden Video sehen kannst.

Graphenoxid: Wie Pharma und Aufklärer dieselbe Angst verkaufen
Graphenoxid: Wie Pharma und Aufklärer dieselbe Angst verkaufen

Ob dies über einen Mobilfunkmast um die Ecke ähnlich ausgelöst werden kann, hat noch niemand bewiesen. Auch können solche Partikel je nach Dosis giftig wirken, doch das ist keine Sensation, sondern Lehrbuch.

Der Befund, den selbst sein Autor entschärft
Die ganze Impf-Spur hängt an einem einzigen Bericht von Pablo Campra, der Impfproben mit Mikro-Raman-Spektroskopie untersuchte und Signale fand, die er als «kompatibel mit» Graphenderivaten einstuft. Das klingt nach Beweis, ist aber keiner und das schreibt nicht etwa der Hersteller, das schreibt Campra selbst: Seine Arbeit sei offen, zur Replikation freigegeben und er hafte ausdrücklich nicht für die Schlüsse, die andere in Medien und Netz daraus ziehen. «Kompatibel mit» ist in der Raman-Welt kein Fingerabdruck, weil banaler Kohlenstoff dieselben Banden liefert. Die berühmte Zahl, jede Dosis bestehe zu mehr als 99 Prozent aus Graphenoxid, stammt obendrein nicht von Campra, sondern aus der Gerüchteküche und sie zerlegt sich selbst: Aus 747 Nanogramm in einer Mikrogramm-Dosis werden keine 99 Prozent, da scheitert die Prozentrechnung am eigenen Aufklärer, nicht am bösen Staat. Wer die Beweislage selbst sichten will, findet also genau das: Eine offene Frage, kein Endurteil.

Modernas Betriebssystem
Auf Modernas eigener Plattform-Seite von 2021 stand, man habe eine mRNA-Technologie geschaffen, die «sehr wie ein Betriebssystem auf einem Computer» funktioniere und «Plug and Play» mit verschiedenen Programmen laufe. Schon 2018 nannte die Firma ihre mRNA in einem Nature-Profil «die Software des Lebens». Was Moderna damit gemeint hat, steht nicht dabei. Die einen lesen es als das Naheliegende, eine Metapher für austauschbaren Code bei gleichbleibender Verpackung. Die anderen lesen es wörtlich, als Eingeständnis programmierbarer Technik im Wirt. Der Text selbst entscheidet diese Sichtweisen nicht. Wer aber sein eigenes Produkt «Betriebssystem» tauft, das im Körper Programme ausführt, der hat das Recht verwirkt, entsetzt zu tun, wenn jemand ihn beim Wort nimmt.

Beim Zahnarzt und auf dem Teller
Bleibt die Erweiterung auf Betäubung und Esstisch und hier wird es für jede «bewiesen»-Schlagzeile unbequem. Die IAOMT, eine zahnmedizinische Toxikologie-Vereinigung, alles andere als pharmahörig, hält nüchtern fest: Einige private Ermittler hätten in manchen Betäubungslösungen «vermutlich» Graphenoxid identifiziert, andere Labore mit denselben Techniken könnten das in keiner einzigen Probe bestätigen und die Finder seien bisher nicht bereit, ihre Ergebnisse zu veröffentlichen. Behauptet, nicht bestätigt, nicht publiziert. Graphen in der Zahnmedizin existiert, aber als beforschtes Material für Füllungen und antibakterielle Beschichtungen. Bei industriell verarbeiteter Nahrung sieht es noch dünner aus: Erforscht wird Graphen für Verpackung und Sensorik, ein Nachweis im Teller selbst fehlt. Wer auf Produkte ohne den Stoff achten möchte, soll das tun, nur ruht diese Vorsicht derzeit auf einem Verdacht und nicht auf einem Nachweis.

Graphenoxid: Wie Pharma und Aufklärer dieselbe Angst verkaufen

Was die kritische Seite auf den Tisch legt
Damit nicht der Eindruck entsteht, hier werde nur ein Lager seziert: Die kritische Szene und Dravens eigenes Archiv führen eine ganze Akte ins Feld. Seit Jahren ist dort dokumentiert, dass Graphenoxid in den Spritzen vermutet werde, negativ geladen, fähig rote Blutkörperchen aufzustapeln und Gerinnsel zu begünstigen, dazu der Verdacht des sogenannten Sheddings, also der Übertragung auf Ungeimpfte. Unabhängig bestätigt ist dieser Mechanismus bis heute nicht, im strengen Sinn widerlegt aber ebenso wenig, weil die nötigen kontrollierten Gegenproben fehlen.

Hart belegbar ist dagegen der Teil, der den Konzernen am meisten wehtut: Die FDA wollte die Sicherheitsdaten zu Pfizers Impfstoff erst nach Jahrzehnten herausrücken, bis Bundesrichter Mark Pittman Anfang 2022 anordnete, rund 55’000 Seiten pro Monat freizugeben, die seither beim PHMPT öffentlich liegen. Wer Daten über ein Dreivierteljahrhundert wegsperren möchte, darf sich über keinen Verdacht wundern.

Die wörtliche Lesart der programmierbaren Technik stützt sich derweil auf mehr als nur Modernas Wortwahl. Die Szene verweist auf eine Pfizer-Patentanmeldung, die sie als Beleg für eine Fernverfolgung Geimpfter über das «Internet der Dinge» liest, samt der Behauptung, bei Geimpften lasse sich per Bluetooth eine Kennung auslesen. Auch das ist als Patent und als Beobachtung der Szene dokumentiert, nicht als unabhängig reproduzierter Befund. Und das Entgiftungslager, das weiter unten als Geschäft auftaucht, hat seine eigene innere Logik: Glutathion als körpereigener Gegenspieler, Nahrungsergänzung und das Meiden elektromagnetischer Felder als Protokoll. Ob dieses Protokoll einen realen Stoff bekämpft oder eine Angst beruhigt, hängt exakt an jener Frage, die bis heute niemand abschliessend beantwortet.

Zwei Hirten, eine Herde
Der eigentliche Skandal ist also nicht der Chip im Blut. Er ist das Beweisvakuum, das Hersteller und Behörden mit Schwärzungen, Geheimhaltung und einem herablassenden «vertraut uns» über Jahre selbst herangezüchtet haben, bis jeder Bürger mit einem Mikroskop die moralische Oberhand hatte, ganz gleich, wie wackelig sein Spektrum auch war. Und die Gegenseite verkauft die Angst, die sie selbst druckt: Entgiftungskuren, Abonnements, Wundermittel gegen den Nanorouter, den nie jemand gemessen hat. Die einzige belegte Frage ist dabei die nach der Giftigkeit dieser Nanopartikel – Membranschäden, oxidativer Stress, Ablagerung in Organen. Genau die wischen Industrie und Hype gemeinsam vom Tisch, der eine als Wundermaterial, der andere als Gehirnwaffe. Beide Lager brauchen dich ahnungslos, der eine, damit du kaufst, der andere, damit du fürchtest…

Graphenoxid: Wie Pharma und Aufklärer dieselbe Angst verkaufen

Psst, folge uns unauffällig!

Mehr für dich:

Unterstütze Dravens Tales from the Crypt

«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.

Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen ;) Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.

Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.

Um den Betrieb der Seite zu gewährleisten könnt ihr gerne eine Spende per Kreditkarte, Paypal, Google Pay, Apple Pay oder Lastschriftverfahren/Bankkonto zukommen lassen. Vielen Dank an alle Leser und Unterstützer dieses Blogs!


Wir werden zensiert!

Unsere Inhalte werden inzwischen vollumfänglich zensiert. Die grössten Suchmaschinen wurden aufgefordert, unsere Artikel aus den Ergebnissen zu löschen. Bleib mit uns über Telegram in Verbindung, spende, um unsere Unabhängigkeit zu unterstützen oder abonniere unseren Newsletter.

Newsletter

Nein danke!