Eine halbe Billion Euro hat Deutschland seit dem Jahr 2000 allein in den Stromsektor der Energiewende gekippt, rund 520 Milliarden, fein säuberlich aus deiner Tasche in fremde Konten umgeleitet. Versprochen war ein Klimawunder mit Jobmaschine und Hightech-Export. Geliefert wurde ein Netz, das an sonnigen Tagen in die Knie geht, eine hingerichtete heimische Industrie und eine Schar Anlagenbesitzer, die selbst dann abkassieren, wenn ihr Strom an der Börse minus 480 Euro kostet.

Die Energiewende war nie für das Klima, sie diente Exponenten aus Politik und Wirtschaft, um ihre Taschen zu füllen

Willkommen beim grössten Umverteilungsprogramm der jüngeren Geschichte, verkauft als Rettung des Planeten. Die Natur durfte für Vorrangtrassen weichen, der Mittelstand für die Stromrechnung bluten und das Klima diente als Bühnenbild. Profitiert hat eine sehr überschaubare Gruppe und die hatte mit Eisbären herzlich wenig am Hut.

Der Strom-Trick, der aus 55 Prozent flink 80 Prozent fossil zaubert
Wenn dir jemand erzählt, Deutschland hänge nach einem Vierteljahrhundert Energiewende noch immer zu rund 80 Prozent an Kohle, Öl und Gas, dann jongliert er mit zwei Zahlen, die nichts miteinander zu tun haben. Im Stromsektor deckten die Erneuerbaren 2024 gut 55 Prozent des Verbrauchs, 2025 stieg der Wert auf 55,1 Prozent. Nur macht Strom eben bloss rund ein Viertel des gesamten Energiehungers aus, der grosse Rest steckt in Heizung und Verkehr und dort regieren weiter Gas und Diesel. Am gesamten Endenergieverbrauch kommen die Erneuerbaren auf knapp 24 Prozent. Übersetzt heisst das: Der Strom wurde tatsächlich umgebaut, das Geld floss, die Tankstelle und der Heizkeller blieben fossil. Wer beides vermengt, lügt gleich in zwei Richtungen.

Geld für die Erzeugung, kein Cent für das Netz
Der eigentliche Konstruktionsfehler steckt im Förderdesign. Subventioniert wurde, was Rendite abwirft, also jede eingespeiste Kilowattstunde, zwanzig Jahre garantiert. Nicht subventioniert wurde, was kein privates Konto füllt, also Leitungen und Speicher. Das Resultat besichtigst du an jedem sonnigen Wochenende. 2024 fiel der Börsenstrompreis an 457 Stunden unter null, 2025 noch häufiger. Am 11. Mai 2025 rutschte er auf minus 250 Euro je Megawattstunde.

Die Energiewende war nie für das Klima, sie diente Exponenten aus Politik und Wirtschaft, um ihre Taschen zu füllen

Der überschüssige Strom wird nicht gespeichert, weil die Speicher fehlen, sondern mit Aufpreis ins Ausland verschenkt. Österreich und die Schweiz pumpen mit deinem bezahlten Überschuss Wasser in ihre Bergseen und verkaufen es dir abends teuer zurück. Parallel werden ganze Wind- und Solarparks abgeregelt, weil keine Leitung den Strom dorthin bringt, wo er gebraucht würde. Die entgangene Erzeugung darfst du als Stromkunde ebenfalls bezahlen. Zwei Jahrzehnte lang ist Geld in die Erzeugung geflossen, als gäbe es kein Netz. Und genau das gibt es nun praktisch auch nicht.

Wer auch bei minus 480 Euro noch grinst
Hier wird es zynisch schön. Sackt der Preis ins Bodenlose, müsste ein normaler Erzeuger draufzahlen. Der EEG-Anlagenbetreiber nicht. Bestandsanlagen mit rund 100 Gigawatt installierter Leistung kassieren ihre garantierte Einspeisevergütung unabhängig vom Marktwert weiter, auch bei minus 480 Euro je Megawattstunde. Die Differenz gleicht der Staat aus, also du. 2024 waren das 18,5 Milliarden Euro, 2020 sogar 28. Das nennt man dann Erfolg der Energiewende. Der grösste Solarpionier des Landes, Frank Asbeck von Solarworld, leistete sich derweil zwei Rheinschlösser und wollte zwischendurch mal eben Opel kaufen. Und damit das Geld auch schön ungleich verteilt wird, kassiert die Solarenergie fast die doppelte Förderung wie die Windkraft, für gerade einmal die halbe Strommenge. Direktvermarkter, Fondszeichner und Grundbesitzer mit der richtigen Wiese unter dem Windrad griffen ebenso zu. Subventionsmillionäre mit Löwengehege-Fantasien, finanziert vom Rentner mit Nachtspeicherofen, das war die soziale Bilanz. Wie sich diese Rechnung anfühlt, hast du längst auf deiner Stromrechnung gelesen.

Die Energiewende war nie für das Klima, sie diente Exponenten aus Politik und Wirtschaft, um ihre Taschen zu füllen

Erst hochgepäppelt, dann erwürgt, am Ende chinesisch
Und die versprochene Hightech-Nation? 2010 arbeiteten in der deutschen Solarbranche rund 133’000 Menschen, das Land hielt zeitweise 20 Prozent Weltmarktanteil. Dann kappte ausgerechnet die Politik, die das Ganze angeschoben hatte, mit der EEG-Fallbeilnovelle 2012 unter Röttgen und Rösler die Förderung praktisch über Nacht und verspielte das Vertrauen der Kapitalmärkte. Q-Cells, Solon, Conergy, Bosch Solar, Solarworld, reihenweise tot. Übrig sind heute noch rund 33’000 Stellen, der Weltmarktanteil schrumpfte auf 6,6 Prozent. Den Rest kassierte China, das inzwischen 80 Prozent der globalen Solarproduktion kontrolliert. Die bittere Pointe: Deine Subventionsmilliarden kauften am Ende chinesische Module. Made in Germany wurde zu bezahlt in Germany, gefertigt in Fernost.

Das Klima als Feigenblatt über dem Geldkoffer
Bleibt das heilige Klima. Im Stromsektor wurden 2025 tatsächlich rund 207 Millionen Tonnen CO2 vermieden, das ist real und das gehört gesagt. Nur war Klimaschutz erkennbar nie das Steuerungsziel, sonst hätte man Netze und Speicher gebaut, statt Renditen zu garantieren und die Mittagssonne ins Minus zu verschenken. Selbst die ausgewiesene Erneuerbaren-Agentur REN21, weiss Gott keine Klimaleugner-Bude, bescheinigt der Branche, dass die Netze der Flaschenhals sind und die globalen Netzinvestitionen nur die Hälfte des Nötigen erreichen. Im Klartext: Gebaut wurde das lukrative Ende, weggelassen das Entscheidende, weil sich Leitungen schlecht als Privatrendite verbuchen lassen. Wer CO2 ernsthaft senken will, plant ein System. Wer Taschen füllen will, baut Anlagen mit Einspeisegarantie und nennt das Klimaschutz. Und wer das CO2 künftig auch noch in handelbare Tokens giessen will, hat die nächste Goldader längst angebohrt.

Die Energiewende war nie ein Rettungsplan für den Planeten, sie war ein Geschäftsmodell mit grünem Anstrich. Sie planierte die Natur für Trassen, molk den Mittelstand für die Umlage und hängte das Klima als Plakat über den Geldkoffer. Sie päppelte eine ganze Industrie hoch, erwürgte sie und verschiffte die Beute nach China. Und am Ende kassiert der Anlagenbesitzer selbst dann, wenn sein Strom keinen Cent mehr wert ist – und nennt das allen Ernstes «Klimaschutz»!

Die Energiewende war nie für das Klima, sie diente Exponenten aus Politik und Wirtschaft, um ihre Taschen zu füllen

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«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.

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