Fünf Jahre Funkstille, dann fällt der Hammer. «Name In Blood» eröffnet «Engines Of Demolition», das erste Black-Label-Society-Album seit fünf Jahren, veröffentlicht am 14. Januar 2026 an Zakk Wyldes 59. Geburtstag. Vom ersten Riff an meisselt die Doom Crew ihren Namen in Stahl – und schuldet dabei niemandem eine Entschuldigung.
Der Einstieg täuscht kurz Ruhe vor, fast AC/DC-knapp, ehe das dropgetunte Gechugge alles unter sich begräbt. Pinch-Harmonics zischen wie Funken vom Amboss, das Tempo wuchtet im mittellangsamen Trauermarsch voran, den Wylde seit «Stillborn» zur Doktrin erhoben hat. Schwer, langsam, unerbittlich – Schwermetall im Wortsinn.
Wylde erklärt seinen Schaffensprozess so, dass alles mit dem Riff beginne und der Riff dann den Gesang diktiere. Drei Jahrzehnte derselbe Schweiss, dieselbe Tonart der Gewalt – und der Schlag sitzt jedes Mal mitten ins Brustbein.
Inhaltlich schwört der Track Treue bis in den Tod, beschwört Bande, die kein Preis sprengt. Auf demselben Album steht mit «Ozzy’s Song» der Nachruf auf den alten Meister. Der Schwur in Blut ist hier kein Pathos-Zierrat, sondern Fundament.
Black Label Society liefert 2026, was in den Stahl gebrannt ist: Kein Kompromiss, keine Mode, kein Gnadenakkord. Nur Wyldes Gibson, ein Verstärker am Limit und ein Riff, das schwerer wiegt als so manche ganze Karriere…






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