London rät seinen Bürgern, Konservendosen und Wasserflaschen zu bunkern. Schuld sind der Klimawandel und Moskau, versteht sich. Was in der ... Ich will mehr! Gib mir alles ➔
Sechs Jahre lang genügten zwei Worte, um jede unbequeme Frage zu erledigen: Verschwörungstheorie, Fall geschlossen. Seit dem 18. August 2026 ... Ich will mehr! Gib mir alles ➔
Es gibt ein Licht, das nichts erhellt. Es glitzert in jeder Zeitleiste, lächelt aus jedem Werbeclip, verspricht dir Ganzheit im ... Ich will mehr! Gib mir alles ➔
Während in den Redaktionsstuben, Gender-Lehrstühlen und Empörungs-Kollektiven dieses Landes unermüdlich das Patriarchat beschworen, die toxische Männlichkeit skandiert und das männliche ... Ich will mehr! Gib mir alles ➔
Es gibt Mantras, die man versteht. "Weniger ist mehr." Klar. "Carpe Diem." Gut. "Früher war alles besser." Diskutierbar, aber nachvollziehbar ... Ich will mehr! Gib mir alles ➔
Der Zürcher Neuropathologe Adriano Aguzzi prophezeite der Schweiz im März 2020 runde 60'000 Corona-Tote bis Juli. Es wurden 1735. Der ... Ich will mehr! Gib mir alles ➔
Viele Jahrzehnte lang liess sich der Westen erzählen, seine Demokratie sei ein Fels: Gewachsen, geprüft, unerschütterlich. Dann kam ein Virus ... Ich will mehr! Gib mir alles ➔
Dover meldet seit rund drei Jahrzehnten Temperaturen auf zwei Kommastellen genau. Kleiner Schönheitsfehler: Die vom Wetteramt selbst angegebenen Koordinaten liegen ... Ich will mehr! Gib mir alles ➔
Victor Frankenstein benötigte noch Blitze, Leichenteile und ein Gewissen, das ihn nachts heimsuchte. Seine Erben sitzen in klimatisierten Büros in ... Ich will mehr! Gib mir alles ➔
Kein Sportwagen, kein Motorrad, kein gestohlener Streifenwagen. Der Held dieses Spiels reitet auf einem Waran. Ein Lieferant, eine Box mit ... Ich will mehr! Gib mir alles ➔
Anthony Fauci, oberster Corona-Berater der USA, notierte am 8. Februar 2020 in sein privates Tagebuch, die Sterblichkeit des neuen Virus ... Ich will mehr! Gib mir alles ➔
Rob Zombie stemmt den Sargdeckel hoch: Zu "Black Rat Coffin" gibt es jetzt das Video – Ratten, Särge und Grindhouse-Dreck ... Ich will mehr! Gib mir alles ➔
Die Politik hat die Ernährung entdeckt. Nicht als Lebensgrundlage, nicht als Sicherheitsfrage, sondern als Melkkuh und Moralbühne. In Berlin wird ... Ich will mehr! Gib mir alles ➔
Es gibt Wahlwerbung und es gibt Offenbarungen. Ein neues Liedgut besingt Ulrich Siegmund als Allzweckwaffe, gegen die jeder Superheld wie ... Ich will mehr! Gib mir alles ➔
Nach der Völlerei der letzten Tage zur Einstimmung in den heutigen etwas besinnliches…
[youtube id=»UuvZ6isBwv4″ align=»center»]
Glaubt mir, ich hab den Weihnachtsmann
mit eigenen Augen gesehen.
Er ist zur Zeit bei uns im Haus
und hält sich dort versteckt.
Er riecht nach Äpfeln und nach Schnee,
er kommt wohl gerade aus seinem Wald.
Seine Augen sehen so traurig aus,
ihm ist bestimmt ganz kalt.
Hört mir irgendjemand zu?
Der Weihnachtsmann ist hier bei uns!
Er hängt auf dem Dachboden rum,
ich glaube er braucht Hilfe und ist in Not.
Plätzchen, Nüsse und Geschenkpapier
sind wild auf dem Boden zerstreut.
Zwischen zwei Wunschzetteln und ’ner Flasche Schnaps
liegt sein Studentenausweis.
Der rote Mantel und sein weißer Bart,
ja selbst die Stiefel liegen neben seinem Sack.
Mittendrin ein umgekippter Stuhl,
auf einer Karte steht von ihm ein Gruß:
«Frohe Weihnacht, ich hoffe es geht Euch gut, seid nicht böse über meine Flucht.»
Langsam schwingt er hin und her
als wehte ein leichter Wind,
im Rhythmus mit dem Kerzenlicht,
das in der Ecke brennt.
Er hat sich direkt unterm Fenster
an einem Balken aufgehängt,
man kann die Kirchenglocken von hier hören,
wenn man ganz leise ist.
Ein Tagebuch liegt auf dem Tisch,
der letzte Eintrag ist noch frisch.
Nur einen Satz schrieb er groß und breit:
«Ich bin hier und Bethlehem ist weit.
Frohe Weihnacht, ich hoffe es geht Euch gut,
seid nicht böse über meine Flucht.
Ich schau‘ Euch trotzdem von hier oben beim Feiern zu
Frohe Weihnacht, ich hoffe es geht Euch allen gut,
seid nicht böse über meine kleine Flucht…»
Bei Check your Bauballs konnte man(n) diese wunderschönen Weihnachtskugeln bestellen. Das ist witzig und wichtig zugleich, denn mit dieser Aktion wollte die Organisation Orchid das Thema Hodenkrebs in den Fokus rücken. Denn man(n) sollte einmal im Monat die Nuggets nach Unregelmässigkeiten abtasten und dass reicht in der Regel aus…
Sedhr passender Song zur heutigen Weihnacht. Enjoy!
[youtube id=»eGukj0g5gqY» align=»center»]
I was lying in my bed on Christmas eve
Then something happened that I couldn’t believe
The sound of chains dragging down the street
It was a Zombie Christmas
It all went wrong when the day became night
Everyone in town had to run for their lives
Couldn’t even check if my gift had arrived
It was a Zombie Christmas
Chorus –
All the angels singing:
Christmas time has come,
Oh man you’d better run, run run!
All the bells are ringing:
Christmas time is here,
I hate this time of year!
Winter wonderland and a silent night
It’s only gonna happen if you put up a fight
Just be careful, because they bite
It’s a Zombie Christmas
They don’t feel the cold when it’s 50 below
See them sucking brains out in the snow
Don’t get caught beneath the mistletoe
It’s a Zombie Christmas
All the angels singing:
Christmas time has come,
Oh man you’d better run, run run!
All the bells are ringing:
Christmas time is here,
I hate this time of year!
They came in through the chimney when the people in the house were sleeping
They didn’t fill our stockings and there wasn’t anywhere to hide
Well I don’t want to have my last Noel
We’d better kick those zombies back to Hell
If we want to live to tell the Zombie Christmas;
All the angels singing:
Christmas time has come,
Oh man you’d better run, run run!
All the bells are ringing:
Christmas time is here,
I hate this time of year!
All the angels singing:
Christmas time is here
I hate this time of year!
Mit dieser Parodie hat die NASA einen absoluten Hit gelandet! Hier tanzt ein asiatischer Mitarbeiter mit Sonnenbrille durch die Räume des NASA-Zentrums und erklärt währenddessen die Arbeit der Wissenschaftler. Auch Raumtransporter, Astronauten und Bilder der ISS sind zu sehen. Viel Spass!
Ok, ok, der nachfolgende Clip ist schon etwas älter, aber trotzdem äusserst spassig und passt wunderbar zu Heiligabend in die Gruft! Hasta la vista… baby Jesus!
Freunde, zur heiligen Zeit haben Slayer einen teuflischen Pullover kreiert, der doch bestens zur weihnachtliche Stimmung passt und sicherlich den besten Eindruck hinterlässt, wenn man unter dem Tannenbaum «Reign in Blood» trällert. Zu haben ist dieser im Slayer Merchandise Store für schlappe €59.99…
Freunde, falls euch das ewig Jingle Bells und Konsorten auf den Sack geht, hier nochmals der Hinweis zu unserem kleinen Weihnachtsspecial aus der Gruft: DRC – Dravens Radio from the Crypt bringt euch viel Punk, Rock und selbstverständlich jede Menge Metal mit Bands wie Twisted Sister, AC/DC, Barbed Wire, Guns and Roses, Eisenpimmel, DIO, L.A. Guns, Lynyrd Skynyrd, Billy Idol, Monster Magnet, Müllstation, The Ramones, Children of Bodom, Pretty Maids, Kuschelweich, Venom, King Diamond, Spinal Tap, Halford, Slade, Die Roten Rosen, Johnny Cash und vielen anderen mehr!
Programm:
Montag
00 Uhr Wild at Heart
03 Uhr Rotation
09 Uhr Folk Metal
12 Uhr Punk Rock
15 Uhr Thrash till Death
18 Uhr Xmas Special
21 Uhr Kill’em all – Metallica Special
Dienstag
00 Uhr Thrash till Death
03 Uhr Rotation
09 Uhr Wild at Heart
12 Uhr Kill’em all – Metallica Special
15 Uhr Xmas Special
18 Uhr Folk Metal
21 Uhr Thrash till Death
Mittwoch
00 Uhr Punk Rock
03 Uhr Xmas Special
06 Uhr Rotation
09 Uhr Folk Metal
12 Uhr Punk Rock
15 Uhr Thrash till Death
18 Uhr Kill’em all – Metallica Special
21 Uhr Xmas Special
Der britische Designer Kyle Bean hat diese grossartigen Munition Kerzen erstellt, welche doch hervorragend in die besinnliche Zeit um Weihnachten passen… ;)
Mit zwei Heavy-Metal-Versionen von Weihnachtssongs beglückt uns diese Weihnachten Christopher Lee. E singt dabei «The Little Drummer Boy» und «Silent Night». Nun ja, die Zusammenarbeit mit Rhapsody war etwas gelungener, würden wir meinen. Aber trotzdem: Alles Gute zum Fest!
Diese Wampa Eiskratzer sind absolut genial und passen bestens zur aktuellen Jahreszeit, denn bei diesem Wetter kann man dieses Teil täglich verwenden. Zu haben ist dieses bei Think Geek für $24.99…
Dieser Film von Chris Malone aus dem Jahre 2006 zeigt, dass die Kelten die mächtigsten Herrscher der europäischen Eisenzeit waren. Das Leben ihrer Anführer lieferte den Stoff für grossartige Legenden von King Arthur über den Krieger Queen Boudicca bis hin zu dem Gallier Vercingetorix. Sie galten als exzellente Krieger, blutrünstig und brutal. Dennoch wurde ihre Kultur in Europa ausgelöscht. Der Anthropologe Richard Rudgley unternimmt eine über 4000 Kilometer lange Reise durch Mitteleuropa auf den Spuren der Kelten…
Freunde, ihr erinnert euch sicherlich an den Alien Hund aus Alien3. Heute gibts einige weitere unglückliche Alien Hypriden, wie Robocop, Scrat, John McClane, Tyler Durden, Frank The Bunny, Peter Griffin, Na’Vi, Professor Xavier, Brundle Fly und andere mehr, zu bestaunen…
Freunde, heute gibts für euch Christopher Lee, der die Instruktionen zum «Time Warp» aus der Rocky Horror Picture Show rezitiert. Das Video stammt aus einem MetaFilter-Post über die interaktive Game Version der Horror Show…
Nachdem wir die Apokalypse überlebt haben, gibt es heute etwas zum Spielen. Das Entwicklerstudio Madfinger Games hat mit ShadowGun eine neue Ära des mobilen Gamings eingeläutet: Grandiose Grafik, Multiplayer-Feuergefechte – ein Spiel das deutlich machte, dass der Gaming-Sektor in Zukunft nicht länger nur unter den Sonys, Microsofts und Nintendos dieser Welt aufgeteilt sein wird. Mit Dead Trigger gehen die tschechischen Entwickler nun in die zweite Runde. Eine postapokalyptische Welt, blutrünstige Zombies und ein bis an die Zähne bewaffneter Überlebender – fertig ist ein Zombie-Shooter. Wer jetzt denkt das Spiele mit brillianter Grafik auch immer eine Menge Geld kosten irrt. Dead Trigger ist kostenlos im Google Play Store sowie im iTunes Store erhältlich, sprich kann per Android oder iPhone gezockt werden und ist alleine deshalb schon einen Blick wert.
Grafisch ist das Spiel zweifelsohne eines der Besten im ganzen App Store. Während des Spielens hat man fast schon das Gefühl vor einer kleinen Next-Generation-Konsole zu sitzen und nicht vor einen Handy-Game. Die Unity Grafik-Engine zeigt beeindruckende Partikel- und Wasser-Effekte, auch die Kantenglättung scheint vergleichsweise gut zu funktionieren, was gerade bei mobilen Games keine Selbstverständlichkeit ist. Das Level-Design in Dead Trigger ist an sich relativ gut gelungen: Blutverschmierte Wände und Lachen auf dem Boden sorgen in Kombination mit zerstörten Objekten, die überall in den Levels verteilt sind, für das Extra-Quäntchen Endzeitstimmung. Man hat sich Mühe gegeben, durch verschiedene Schauplätze etwas Abwechslung in die Gestaltung der Level zu bringen, trotzdem wirken sie alle sehr ähnlich im Aufbau. Das kann aber unter anderem daran liegen, dass die meisten Level per Zufall generiert werden. Da macht sich ein bisschen Resident-Evil-Flair im Spiel breit: Ob man durch ein verlassenes Kaufhaus irrt, um Ausrüstung zu extrahieren oder in Hintergassen Zivilisten vor herannahenden Zombie-Horden beschützen muss – immer sind Schauplatz und Atmosphäre stimmig. Unterstützt wird dieses Gefühl durch die überzeugenden Bewegungs-Animationen der Zombies, wenn sie stöhnend und ächzend aus sämtlichen Ecken des Levels gekrochen und geschlurft kommen. Grundsätzlich ist das Spiel ein klassischer First-Person Shooter ohne grosse Überraschungen. Die Zombies kommen brav auf den Spieler zugewankt nur um dann mit einer Bleisalve niedergestreckt zu werden.
Die Steuerung ist gerade am Anfang etwas hackelig, mit etwas Übung geht das Laufen, Zielen und Schiessen aber recht flott von der Hand. Sobald man die erste Zombie-Horde in einem Einführungs-Level endgültig von ihrem ständig hungrigen Dasein befreit hat, findet man sich in einer Übersichtskarte wieder. Die hier dargestellte fiktive Stadt bietet mehrere Missionen, die sich nach und nach freischalten lassen. Dabei gibt es neben dem Mainquest, der die Story vorantreibt, auch Sidequests zu erfüllen. In diesen muss man zum Beispiel eine bestimmte Anzahl von Zombies erledigen und Objekte oder Menschen bergen oder beschützen. Dafür gibt es während und nach den Missionen Geld und gelegentlich auch Ausrüstungsgegenstände, wie zum Beispiel Granaten, als Belohnung. Mit dem Geld kann man sich im Shop dann Waffen und zusätzliche Ausrüstungsgegenstände oder passive Fähigkeiten (Perks) kaufen, die es einem zum Beispiel ermöglichen, zu rennen (eine nützliche Fähigkeit, wenn einem ein Haufen Zombies an den Fersen klebt), oder seine Waffen upgraden und sich so für die besser nächsten Missionen wappnen.
Sollte das Geld nicht reichen oder man «Gold Fingers», die alternative Währung zum „Cash“ in Dead Trigger brauchen, kann man sich für 99 Cent zweihundert «Gold Fingers» im Store kaufen. Das ist zwar ein durchaus fairer Preis – allerdings wird man regelrecht zu dieser Ausgabe gezwungen, da die Steuerung von Dead Trigger nicht gerade überzeugend ist und man mit schwächeren Waffen kaum eine Chance hat, der Zombie-Horden Herr zu werden. Diese Einschränkung führt gerade in Dead Trigger zu leichter Frustration, denn das gute Sturmgewehr Colt M4, das dem Spieler in den ersten drei Missionen von Dead Trigger zur Verfügung steht, wird danach (aus welchem Grund auch immer) wieder eingezogen und man steht waffentechnisch plötzlich wieder relativ «nackig» da.
Die Story von Dead Trigger ist nicht wirklich neu: Wir befinden uns auch im Spiel im Jahre 2012, die Führungsspitzen der Welt sind korrupt, die Wirtschaft ist zusammengebrochen und inmitten dieses Chaos bricht ein aggressiver Virus aus, der Menschen zu Zombies macht. Die letzten Überlebenden tun natürlich alles, um überlebend zu bleiben und führen einen erbitterten Kampf gegen die blutrünstigen Hirn-Gourmets, mit denen sie unter Umständen vor ein paar Wochen noch zum Kaffee oder Squash verabredet waren. Zu eurem Charakter im Spiel wird nicht viel gesagt, aber im Grunde ist es ein Typ mit einer Knarre, der verständlicherweise einfach keine Lust hat, als Zombie-Hors d’oeuvre zu enden.
Habt ihr Dead Trigger bereits installiert und gespielt? Was sagt ihr dazu?
Nichts bleibt für die Ewigkeit: Campino & Co. sind längst nicht mehr die anarchischen Punks, die sie früher einmal waren. Die einst zügellose Band hat sich selbst immer mehr Regeln verpasst. Begann ein Konzert früher selten nüchtern, ist Alkohol vor dem Auftritt längst verpönt. Was den Erfolg gefährden könnte, wird verbannt und obwohl ihre aktuelle Tour etwas von Rückschau auf gute alte Zeiten hat und die Punk-Attitüde schon ein bisschen zweifelhaft wirkt, bleiben die Toten Hosen lebende Legenden. Nun sind die Toten Hosen auf Jubiläums-Tour mit Titeln aus drei Jahrzehnten Bandgeschichte wird das zahlreich erschienene Publikum in der St. Jakobshalle in Basel in den Bann gezogen. Nach dreissig Jahren Punk-Karriere spielten die Toten Hosen am Dienstag im Rahmen der «Der Krach der Republik – Tour» erstmals in Basel. Frontmann Campino trat zwei Stunden lang nicht auf die Bremse und fand sofort den Draht zum Publikum.
Als Support war die schwedische Alternative Rock-Band Royal Republic mit am Start. Sänger Adam Grahn, Gitarrist Hannes Irengard, Bassist Jonas Almén und Schlagzeuger Per Andreasson verfügen seit ihrem ersten Album «We Are The Royal» über eine beachtliche Fangemeinde und sind eine absolute Live-Band, zumindest schafften sie es mit ihrer punkigen Rockmusik die Hosen-Fans auf Betriebsemperatur zu bringen. Der Gig an sich war etwas kurz, aber so ist das halt, wenn man als Vorband auf de Bühne steht. Nachdem Royal Republic die Bühne geräumt hatten, folgte eine recht kurze Umbaupause, deren Verstreichen grafisch dargestellt wurde, indem das Reichsadlerskelett, welches an die Leinwand projiziert wurde, langsam nach unten verlief und nach gut 30 Minuten gingen dann endlich die Lichter aus und die Toten Hosen betraten die Bühne. Mit dem Intro «Drei Kreuze (dass wir hier sind)» und dem obligaten Aufzug der «Bis zum bittern Ende» Logos bis unter die Hallendecke, begann die Show der Düsseldorfer Helden.
[youtube id=»s02CXUk7kdU» align=»center»]
Die St. Jakobshalle war restlos ausverkauft, als um neun Uhr die Ikonen des Deutschpunk die Bühne stürmten. Dreissig Jahre im Geschäft und k(l)ein bisschen müde, das bewiesen sie vom ersten Ton des Openers «Ballast der Republik», dem Titelstück ihrer aktuellen CD. Das Logo dazu ist eine Mischung von Bundesadler und Hammer und Zirkel, dem Wappen des untergegangenen Arbeiter und Bauernstaates DDR. Treffender lässt sich die Rolle der Hosen in der Deutschen Musikgeschichte kaum versinnbildlichen. Bereits fünf Minuten nachdem die fünf Musiker die Bühne betraten, sangen rund 9000 in der ausverkauften Halle mit. Viele auf den vollen Sitzplatz Rängen nahmen ihre Plätze gar nie ein: Man sang, man gröhlte, man reckte die Arme, man stampfte. Nicht nur musikalisch war die Band in Topform, auch die gigantische Multimedia-Show auf den riesigen LED Screens im Rücken der Band sorgte für Hühnerhaut.
[youtube id=»W2Hh6KFZ6nE» align=»center»]
Es war eine knappe halbe Stunde nach Konzertbeginn, als Sänger Campino auch jene begrüsste, die zum ersten Mal ein Konzert der Toten Hosen besuchten. Viele können es nicht gewesen sein, denen diese Grussworte galten: Die Show der Düsseldorfer Punkrockband, die dieses Jahr ihr dreissigjähriges Bestehen feiert, war ein Heimspiel, ein Triumphzug. Campino und seine Kapelle schmissen für 9000 Fans, ach was, für 9000 Kumpels in der ausverkauften St. Jakobshalle die steilste Punk-Party des Jahres. Campino ist auch mit 50 noch ein begnadeter Entertainer. Ein energiegeladener Punk-Dirigent, der seine Menschenchöre mit dem kleinen Finger im Griff hat, der die ausgezehrte Meute in der ersten Reihe väterlich mit Getränken versorgt und sich selber das Wasser über den nackten Oberkörper kippt. So erlebte ich wie Campino in den Neunzigern auf dem Gurten die Querstrebe des Bühnenaufbaus erklomm und dabei noch sang. Ein anderes Mal verabschiedete sich die Band von der Bühne um etwa 10 Minuten später im Scheinwerferkegel eines ganz anderen Ortes der Halle wiederloszurocken, inmitten von Fanreihen. Und genau dies ist den Toten Hosen wichtig – Fannähe.
[youtube id=»SrBvvHMFcTw» align=»center»]
Ein bisschen verwundert hatte mich, dass man mit einem der besten Songs des neuen Albums begonnen hat – «Altes Fieber» – ein ganz starkes Stück, welches mir einfach aus dem Herzen spricht. Aber so ist es bei vielen Songs von den Toten Hosen, man erkennt sich wieder… Die erste grosse Überraschung kam für mich dann, als beim Cover von «Schrei nach Liebe», welches im Original ja bekanntlicherweise von den ehemaligen Rivalen «Die Ärzte» stammt, aus der eigentlichen Textstelle «Zwischen Störkraft und den Onkelz steht ne Kuschelrock-LP» von Campino gesungen wurde «Zwischen Störkraft und Bushido». Soviel ich weiss, singen die Ärzte den Song mittlerweile auch in diesem oder ähnlichem Wortlaut, jedenfalls fand ich es gut, dass man mit dieser Textzeile dem Song etwas Aktualität einhauchte anstatt sich immer noch auf die Vergangenheit der Frankfurter Onkelz zu stürzen.
Meister Campino und seine treuen Gesellen Breiti, Andi, Kuddel und Vom warfen diesen Abend mit Hits nur so um sich, «Liebeslied», «Bonnie & Clyde» oder das von Hannes Wader gekaperte «Heute hier, morgen dort», von «Alex», «Alles aus Liebe» und «Tage wie diese» ganz zu schweigen. Mit «Hang on Sloopy», «The Little Drummer Boy» und «You’ll Never Walk Alone» spielten die Hosen an diesem Abend auch noch so einige weitere Coverversionen. Vor der Bühne wurden Fackeln abgebrannt und immer wieder schwenkten viele die Fahne mit dem Bundesadlerskelett. Die Revoluzzer der achtziger Jahre, die unermüdlich gegen gesellschaftliche Konventionen und die rechte Gewalt angesungen haben, die in den Neunzigern zum musikalischen Allgemeingut mutierten sind heute aktueller denn je. Mal reinrassiger Punkrock, mal beschleunigter Hardrock, mal schroffer Sixties Beat, den die Band in die Halle hinauspowerte. Frontmann Campino beschränkte sich auf kurze Überleitungen und stimmliche und körperliche Verausgabung, der Rest der Band auf herrliches Hinrotzen der Songs und das Publikum erwies sich als durch und durch textsicher.
[youtube id=»HOGRB8Dc8vw» align=»center»]
Campino tobt zwei Stunden über die Bühne als gäbe es kein morgen. Wo sich andere Bands mühsam drei Zugaben ableiern, hauten die Hosen drei satte Zugabenblöcke raus, die ein Drittel des Konzerts ausmachten. Selbst nachdem sie mit «Schönen Gruss, auf Wiederseh’n» eigentlich klar signalisiert hatten, dass es jetzt nichts mehr gibt, jubelt das Publikum unermüdlich weiter, bis sie für «Paradies» noch einmal wiederkommen. Dazu holt Campino einen zwölfjährigen Jungen auf die Bühne und lässt ihn mitsingen. Eben doch wie beim Familienkonzert. Wenn aber eine Band, die eine so klare Botschaft von Toleranz und Freiheit vertritt, zu einem Massenphänomen wird, kann man eigentlich nur dankbar sein, dass es läuft, wie es läuft. Glücklicherweise verzichten sie grösstenteils auf die Lieder, die mehr an Schlager als an Rockmusik erinnern, erst ganz am Ende, als schon fast die ganze Herrlichkeit vorbei ist, kommt dann doch noch das unsägliche «Zehn kleine Jägermeister» und wird frenetisch bejubelt.
Setlist:
Ballast der Republik
Altes Fieber
Auswärtsspiel
Du lebst nur einmal (vorher)
Alles was war
Madelaine (aus Lüdenscheid)
Heute hier, morgen dort (Hannes Wader Cover)
Hang On Sloopy (The McCoys Cover)
Bonnie & Clyde
Call Of The Wild
Das ist der Moment
Niemals einer Meinung
Europa
Pushed Again
Schrei nach Liebe (Die Ärzte Cover)
Liebeslied
Steh auf, wenn du am Boden bist
Alles wird vorübergehen
Hier kommt Alex
Wünsch DIR was
Tage wie diese
Encore:
Draussen vor der Tür
Schade, wie kann das passieren?
Alles aus Liebe
Freunde
Encore 2:
The Little Drummer Boy (The Von Trapp Family Singers Cover)
Still, Still, Still
All die ganzen Jahre
Schönen Gruss, auf Wiederseh’n
Encore 3:
Paradies
Zehn kleine Jägermeister
You’ll Never Walk Alone (Gerry & The Pacemakers Cover)
[youtube id=»IendPDawq0s» align=»center»]
All das bei einem Repertoire, das 15 Alben umfasst. Der Mix aus alten und neuen Liedern kam beim Publikum sehr gut an, der Auftritt an und für sich war ganz grosses Kino vom Anfang bis zum Schluss und bis und mit dem andächtig gefeierten Liverpool-Heiligtum «You’ll Never Walk Alone». Die Setlist enthielt von echt alten zu ganz neuen sowie von wilden bis romantischen Songs einfach alles. Eine perfekte Mischung aus gutverdaulichem Stoff. Mögen die neuen Lieder etwas weicher, die Texte tiefgründiger und die Gitarrenriffs ein wenig vielfältiger geworden sein – auf der Bühne strahlen die Punkrocker pure Energie aus, spielen ihre Lieder wie üblich schneller als auf der Platte und Campino hetzt über die Bühne fast wie vor zehn, zwanzig Jahren, aber eben nur fast, denn mir sind Konzerte aus früheren Tagen in Erinnerung, bei denen Campino doch noch etwas mehr Power an den Tag legte. Ob dies am Alter liegt, oder daran, dass er durch den Tag bereits Wassertreten musste und an einem Knäckebrot-Test mitmachte, lass ich mal dahingestellt, schliesslich ist auch Campino keine Zwanzig mehr und dies tat dem Auftritt der Hosen keinerlei Abbruch. Nachfolgend ein kleiner Zusammenschnitt der gerade genannten Aktivitäten. An Tagen wie diesen… wenn sich eine der besten Livebands überhaupt zu einer intensiven und schweisstreibenden Party trifft… wünscht man sich Unendlichkeit.
Draven präsentiert Geschichten aus der Gruft mit allerlei Geheimnisvollem aus den unheimlichen Tiefen des Netzes und aus jeder Ecke der Welt. Seit dem Jahre 2007 wird Dir hier ein cooler Weblog-Mix aus Musik, Movies, Comics, Horror, Games, Kunst, Radio, Trash, Punk und Heavy Metal geboten – genau so wie es sein soll! Denn glaube mir, nichts ist trivial.
When there’s no more room in hell, the dead will dance on earth! Freunde, die Gruft präsentiert: Dravens Radio from the Crypt! Hier wird Euch ein handverlesenes Musikprogramm geboten, welches von Draven speziell für die besten Leser des Internetz zusammengestellt wurde. Von Punk bis Rock, von Folk- bis Thrash-Metal, für jeden finsteren Musikgeschmack das Richtige. Natürlich immer noch ein Stückchen lauter und besser!
Duldest du Leugner auf deiner Seite?
Nein.
Immunitätsleugner, Impfschädenverharmloser und diejenigen, die das unendliche Leid von Kindern und alten Menschen negieren, sicher nicht!
Blogosphere zu deutsch
Stubenhockers WICHTIGER Beitrag zu Politik, Kultur, Wissenschaft und Popeln
Support your local Draven!
Dass das Betreiben von dravenstales.ch mit erheblichem Zeitaufwand und auch einigen Kosten verbunden ist, dürfte klar sein. Damit Kosten und vielleicht noch ein, zwei Freigetränke gedeckt sind, könnte ich den ganzen Laden hier mit Werbung vollkleistern. Ich mag aber meine Leser, weshalb ich ihnen ein (weitgehend) werbefreies Leseerlebnis bieten möchte. Wenn dir das und/oder das Treiben auf dieser Webseite gefällt, dann wäre es nett, wenn du den Spass hier irgendwie unterstützen würdest. Danke!