Die Welt erlebt zurzeit den möglicherweise grössten Umbruch ihrer jüngeren Geschichte. Dabei spielt eine Organisation eine besondere Rolle: Das World Economic Forum, kurz WEF, das 1971 als European Management Forum von dem deutschen Ingenieur und Volkswirtschaftler Klaus Schwab gegründet wurde. Die Bedeutung des WEF hat in den etwas über 50 Jahren seines Bestehens gewaltig zugenommen. Es gibt wohl keine andere Organisation auf der Welt, die mit den mächtigsten Wirtschaftsführern, Politikern, Adeligen, Medienvertretern und dazu mit den reichsten Menschen derartig gut vernetzt ist.

Vor allem gibt es keine Organisation, die diesen Einfluss in der aktuellen Krise so gezielt und auch so unverhüllt einsetzt. Während ein grosser Teil der Menschheit im vergangenen Jahr angesichts der ihr als tödliche Gefahr präsentierten Pandemie vor Angst erstarrt ist, hat WEF-Gründer Schwab ein Buch mit dem Titel «The Great Reset» veröffentlicht, in dem er den Reichen und Mächtigen klar sagt, wie sie die Pandemie nutzen können, um ihre Position in der Welt zu stärken und zu festigen. In Schwabs eigenen Worten stellt die Pandemie «eine seltene, aber zeitlich begrenzte Gelegenheit dar, über unsere Welt nachzudenken, sie neu zu denken und neu zu gestalten.» Wer diese Neugestaltung vornehmen soll, ist für Klaus Schwab auch klar: Es sind vor allem die Global Leaders und die Global Shapers, die seit 1992 bzw. seit 2012 im Rahmen des WEF ausgebildet und in seinem Sinne konditioniert werden. Diese Kaderschmiede, der unter anderen Angela Merkel, Jeff Bezos, Bill Gates, Tony Blair, Nikolas Sarkozy, Emmanuel Macron, aber auch Jens Spahn und Annalena Baerbock entstammen, umfasst mittlerweile 1300 Global Leaders und etwa 10’000 unter 30-jährige Global Shapers. Sie alle sitzen weltweit in wichtigen Führungspositionen und ziehen, teils im Hintergrund, teils ganz offen, die Fäden, wenn es darum geht, die Welt, in der wir bisher gelebt haben, in Schwabs Worten «kreativ zu zerstören» und eine neue Welt zu schaffen – und zwar zugunsten der winzigen Elite, die hinter Schwab steht, die ihn finanziert und die ihn zu dem gemacht hat, was er heute ist. Ohne die Hilfe dieser Elite, deren Interessen er sich mit Leib und Seele verschrieben hat, gäbe es heute nämlich weder das World Economic Forum, noch hätte Klaus Schwab auch nur einen Bruchteil des Einflusses gewinnen können, den er heute weltweit ausübt.

Ein Blick auf seine Herkunft gibt einen Einblick in das Milieu, aus dem Schwab stammt: Als er 1938 in Ravensburg am Bodensee geboren wurde, arbeitete sein Vater in führender Position für die deutsche Niederlassung des Schweizer Turbinen- und Maschinenherstellers Escher-Wyss. Das Werk setzte mehr als zweihundert Zwangsarbeiter ein, um Maschinen für Kraftwerke und Teile für Kampfflugzeuge der Wehrmacht herzustellen und wurde dafür vom Hitler-Regime als «nationalsozialistischer Musterbetrieb» ausgezeichnet. Nach der Übersiedlung der Familie in die Schweiz studierte Klaus Schwab an der Zürcher ETH Ingenieurswissenschaften und an der Universität von Fribourg Volkswirtschaft. Von 1963 bis 1966 arbeitete er für den Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau in Frankfurt. Anschliessend erwarb er an der Harvard Business School einen Master of Public Administration. 1967 wurde er Assistent des Verwaltungsratspräsidenten in der Firma seines Vaters, Escher-Wyss, und half in leitender Position mit, die Fusion mit der Firma Sulzer zu organisieren und den entstehenden Konzern zu einem Technologieunternehmen umzubauen. Dank eines Berichts der Schweizer Behörden wissen wir heute, dass Sulzer Escher-Wyss in den 1960er Jahren heimlich begonnen hatte, Schlüsselteile für Atomwaffen zu beschaffen und zu bauen. Während Schwab im Vorstand saß, spielte die Firma eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung des von den USA im Zuge des Wettrüstens mit der Sowjetunion geförderten südafrikanischen Atomwaffenprogramms.

Dieser Teil seiner Biografie zeigt: Schwab hat bei seinen beruflichen Aktivitäten ebenso wenig moralische und ethische Hemmungen wie sein Vater, passt sich politischen Strömungen ohne Probleme in opportunistischer Weise an und verschweigt auch gern dunkle Flecken in seiner Biografie. Wer weiss schon, dass der Mann, der sich seit etwa fünfzig Jahren im Rahmen des WEF für eine atomwaffenfreie Welt einsetzt, vor seiner Zeit als dessen Chef offenbar nicht davor zurückschreckte, eine rassistische Regierung bei der Schaffung von Massenvernichtungswaffen zu unterstützen? Auf jeden Fall scheint Schwab bereits Ende der 1960er Jahre hervorragende Kontakte zur Polit-Elite der USA gehabt zu haben, die hinter dem Atomprogramm des südafrikanischen Apartheid-Regimes stand und mit der er bei dessen Förderung eng zusammengearbeitet haben muss. Es ist ohnehin ausgeschlossen, dass Schwab die Gründung des WEF-Vorläufers European Management Forum ohne fremde Hilfe vorgenommen hat. Er war 1971 gerade einmal 33 Jahre alt und hatte nicht einmal ein halbes Dutzend Jahre Berufserfahrung vorzuweisen. Trotzdem erschienen zu der von ihm anberaumten Konferenz 444 Manager aus 31 Ländern, darunter Schwergewichte wie Hermann Josef Abs von der Deutschen Bank. Einen entscheidenden Schub dürfte Schwabs Aufstieg in die Welt der Reichen und Mächtigen während seiner Zeit an der Harvard Business School erhalten haben. Zu seinen Lehrern zählten damals Henry Kissinger und John F. Kennedys Ex-Wirtschaftsberater John Kenneth Galbraith, beides Männer, die damals zu den einflussreichsten Persönlichkeiten der USA gehörten und die sich bereits vor Schwabs Initiative für die Idee eines Management-Symposiums stark gemacht hatten.

Auch in Europa fand Schwab mächtige Unterstützer. Die Europäische Kommission, das höchste Gremium des EU-Vorläufers EWG, das Schwab um Hilfe bei der Gründung einer «nicht-kommerziellen Denkfabrik für europäische Wirtschaftsführer», bat, sagte umgehend zu, die Schirmherrschaft zu übernehmen und entsandte den späteren Französischen Premierminister Raymond Barre als «intellektuellen Mentor». Weitere Unterstützung erhielt Schwab vom einflussreichen Club of Rome, der 1968 von dem italienischen Industriellen Aurelio Peccei, Autor des weltweit 33 Millionen Mal verkauften Buches «Die Grenzen des Wachstums», im Rahmen eines privaten Treffens in einer Residenz der Familie Rockefeller in Italien gegründet worden war. 1973 hielt Peccei auf der Tagung des WEF eine Rede, in der er vor allem die globale Überbevölkerung als größtes Menschheitsproblem thematisierte. Betrachtet man seinen Lebenslauf, so kommt man zu dem Ergebnis, dass Klaus Schwab über drei herausragende Eigenschaften verfügt: Zum einen hat er einen untrüglichen Instinkt für Menschen und Organisationen, die auf Grund ihres Geldes und ihrer Macht in der Lage sind, Einfluss auf die Zukunft der Menschheit auszuüben. Zum anderen ist er ein glänzender Netzwerker. Er versteht es wie kein zweiter, Persönlichkeiten aus allen Branchen und Lebensbereichen zusammenzubringen, im Hintergrund die Fäden zu ziehen und auf diese Weise politische und wirtschaftliche Synergieeffekte zu erzielen. Vor allem aber ist er ein Mann, der zwar ständig über moralische und ethische Prinzipien spricht und schreibt, der sein Leben aber ungeachtet aller moralischen und ethischen Prinzipien in den Dienst einer einzigen Sache gestellt hat: Die Förderung der in seinen Augen unverzichtbaren Führungselite der Menschheit. Welche Vision von der Zukunft er dabei in seinem Kopf hat, offenbart seine Einschätzung der Vierten Industriellen Revolution. Sie wird seiner Meinung nach zu einer «Verschmelzung unserer physischen, digitalen und biologischen Identität führen, bei der die heutigen externen Geräte – von tragbaren Computern bis hin zu Virtual-Reality-Headsets – sich mit ziemlicher Sicherheit in unseren Körper und unser Gehirn implantieren lassen werden».

Es wirft ein grelles Licht auf den Zustand unserer Welt, dass ein Mensch vom Zuschnitt eines Klaus Schwab zu einer der wichtigsten grauen Eminenzen der Gegenwart aufsteigen und im Rahmen der aktuellen Krise mit seinem World Economic Forum noch mehr Macht und Einfluss über uns alle gewinnen konnte.

Wer ist eigentlich Klaus Schwab?
Wer ist eigentlich Klaus Schwab?

(via Apolut)


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