Richard David Precht hat seinen 88-jährigen Vater zur Corona-Spritze gedrängt, mit der Drohung, ihn sonst nicht mehr zu besuchen. Nach der zweiten Dosis folgten laut Precht Zusammenbruch, Herzfehler und Kurzzeitdemenz. Derselbe Mann predigte 2021 die freie Entscheidung ohne Druck und verhöhnte 2024 die Kritiker als Bastler im Hobbykeller. Heute traut er den offiziellen Statistiken nicht mehr. Willkommen im Keller, Herr Precht, die Werkbank ist noch warm.

Heuchler Precht: Kritiker verhöhnt, Vater gespritzt, jetzt selbst im Hobbykeller

Besuchsrecht gegen Spritze

Im Podcast von Paul Ronzheimer erzählt Precht, sein Vater habe die Impfung abgelehnt, weil er seit 35 Jahren keinen Schnupfen gehabt habe. Der Sohn antwortete: «mach das trotzdem, sonst kann ich dich nicht mehr besuchen». Der Mann, zuvor zweimal für einen Tag im Spital, brach laut Precht nach der zweiten Dosis zusammen. Früher hatte Precht dieselbe Geschichte noch anonymisiert erzählt, als «erschreckendes Beispiel» aus dem engsten Familienkreis mit zehn Tagen Intensivstation. Im Oktober 2026 starb der Vater mit 93 Jahren.

Die Klinik habe sich geweigert, den Fall dem Paul-Ehrlich-Institut zu melden, Herzprobleme mit 88 seien normal. Bewusste Manipulation unterstelle er niemandem, beeilt sich Precht zu versichern. Der Mann, der Kritiker in den Hobbykeller schickte, hält zum eigenen Verdacht brav Abstand. Dabei darf jeder Patient und jeder Angehörige selbst melden, über nebenwirkungen.bund.de. Ein Philosoph mit Millionenpublikum hätte das Formular wohl bewältigt. Wie es jenen ergeht, die solche Fälle öffentlich machen, steht unter Wehe dem, der über Impfschäden spricht.

Heuchler Precht: Kritiker verhöhnt, Vater gespritzt, jetzt selbst im Hobbykeller

Vom Solidarprediger zum Statistikzweifler

Im Herbst 2021 klang Precht wie ein Kanzelredner der Impfkampagne. Impfen ab 40 oder 50 sei richtig, selbst mit 30 leiste man damit einen «Solidarbeitrag zur Gemeinschaft». Im selben Podcast mit Markus Lanz verkündete er laut Tichys Einblick, diese Entscheidung müsse jeder frei treffen, ohne gesellschaftlichen Druck und der Staat sei nicht zuständig, Ungeimpfte zu schützen. Freiheit für alle also, ausser für den eigenen Vater, dem man das Besuchsrecht entzieht. Dass ihn die zweite Dosis selbst «komplett umgehauen» habe, erzählte er gleich dazu. Ob diese Nacht vor oder nach der Überredung des Vaters lag, verrät er nicht.

2024 folgte der Hohn. Wer an eine geplante Pandemie geglaubt habe, suche sich «irgendeinen Trick, um den gleichen Blödsinn weiter zu glauben», jeder bastle sich im Hobbykeller seines Bewusstseins eine eigene Wahrheitswelt. Später erklärte er bei Tilo Jung, die Impfung schütze überhaupt nicht vor Ansteckung, Kinder zu impfen sei von Anfang an Riesenquatsch gewesen und er warte noch auf Entschuldigungsanrufe. Sein Solidarbeitrag von 2021 beruhte genau auf jenem Ansteckungsschutz, den er nun beerdigt. Und der Verdacht gegen die Statistik, den er heute selbst hegt, galt ihm vor zwei Jahren als Bastelarbeit im Keller.

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Zuerst die Hochbetagten, dann die Fragen

Am 27. Dezember 2020 begann die EU zu impfen, in den Südtiroler Heimen ab Januar. Ausgerechnet diese Gruppe fehlte in den Zulassungsstudien. In der Pfizer-Studie waren zwar 42 Prozent der rund 37’700 Teilnehmer über 55, über 75 aber kaum jemand, Gebrechliche gar nicht. Altersmediziner nannten das eine inakzeptable Form von Altersdiskriminierung und rechneten vor, dass Heimbewohner 0,7 Prozent der Bevölkerung Italiens stellen, aber 30 bis 40 Prozent der Covid-Toten. Getestet wurde an ihnen nichts. Im Seniorenwohnheim von St. Martin in Thurn starben vom 4. bis 12. Februar 2021 acht Bewohner, im Schnitt über 90, Geimpfte wie Ungeimpfte. Norwegens Arzneimittelbehörde untersuchte im Januar 2021 23 Todesfälle Gebrechlicher kurz nach der Impfung und hielt Zufall für möglich, aber nicht gesichert. Wer damals fragte, galt als Störenfried.

Zensur nach Drehbuch

Der Umgang mit Fragern war geprobt. Am 18. Oktober 2019 spielten Johns Hopkins, das WEF und die Gates-Stiftung in New York eine weltweite Pandemie durch, am Tisch sassen die frühere CIA-Vizedirektorin Avril Haines, die US-Seuchenbehörde und Konzernmanager. Eine Empfehlung lautete, Regierungen und Wirtschaft sollten Methoden gegen Fehl- und Desinformation vorrangig entwickeln.

Heuchler Precht: Kritiker verhöhnt, Vater gespritzt, jetzt selbst im Hobbykeller

Facebook lieferte. Mark Zuckerberg schrieb am 26. August 2024 dem Republikaner Jim Jordan, die Biden-Regierung habe sein Team monatelang zur Zensur von Covid-Inhalten gedrängt, Humor und Satire inklusive. Wie viel diese Reue wert ist, steht auf einem anderen Blatt.

Gehorsam wird Weltpolitik

Was damals Druck war, ist heute Programm. Die UNO-Generalversammlung nahm am 12. Oktober 2026 ihre Pandemie-Deklaration mit 153 zu 3 Stimmen an, enthalten haben sich Neuseeland und Paraguay. Im Entwurf vom 5. Oktober verpflichtet Absatz 57 die Staaten, gesundheitsbezogene Fehl- und Desinformation zu bekämpfen, ausdrücklich auch die Impfzögerlichkeit. Wohin das führt, zeigt die WHO mit ihrem Terroristenvergleich. Italien, das sich im Mai 2025 beim WHO-Pandemieabkommen noch enthielt, fehlt diesmal unter den Abweichlern. Mehr zu diesem Geschäft mit der Weltgesundheit steht hier.

Heuchler Precht: Kritiker verhöhnt, Vater gespritzt, jetzt selbst im Hobbykeller

Die WHO Europa will in ihrer Impfagenda 2030 das Gesundheitspersonal mit leistungsabhängigen Anreizen motivieren, für Impfungen zu werben, über den ganzen Lebenslauf. Die EU-Arzneimittelrichtlinie 2001/83 verlangt in Erwägungsgrund 50, dass Verschreibende objektiv urteilen, unbeeinflusst von direkten oder indirekten finanziellen Anreizen. Ein Widerspruch? Der Europäische Gerichtshof entschied 2010 im Fall C-62/09, das Anreizverbot gelte nicht für Gesundheitsbehörden, weil diese keine Verkaufsziele verfolgten. Was dem Pharmavertreter verwehrt ist, lobt der Staat also legal als Leistungsziel aus. Er verkauft ja nicht, er bestellt nur.

Grabrede mit Fussnote

Precht predigte die Freiheit, übte den Druck aus und verspottete den Zweifel, bis er ihn am eigenen Vater erlebte. Ein Entschuldigungsanruf wäre tatsächlich fällig, nur nicht an ihn. Der Vater hatte gegen die Kampagne ein einziges Argument: 35 Jahre ohne Schnupfen. Der Sohn erledigte es mit einer Besuchssperre. Wer 2021 im Keller sass, wurde gebrandmarkt, wer 2026 dazustösst, bekommt Sendezeit. Willkommen im Hobbykeller, Herr Precht: Dort warten seit 2021 jene, denen Ihre Entschuldigung zusteht!

Richard David Precht und die Corona-Impfung
Richard David Precht und die Corona-Impfung

Transparenzhinweis: Illustrationen wurden digital erstellt und dienen der Veranschaulichung. Der Beitrag wurde redaktionell geprüft und verantwortet.

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