Mit neun Jahren musste eine Schülerin aus Schleswig-Holstein jeden Morgen eine Plexiglaswand ins Klassenzimmer schleppen, damit man sie dahinter in die Ecke setzen konnte. Mit zehn las sie in Chatgruppen, die nach ihr benannt waren, sie solle sich umbringen, weil sie keine Maske trug. Mit fünfzehn erzählt sie es dem Bundestag. Das Covid-19-Unrechtsregime hat eine ganze Generation drangsaliert, dressiert und traumatisiert – und die Verantwortlichen bitten heute ergriffen um Verzeihung, als hätten sie bloss einen Termin verpasst.
Die Enquete-Kommission zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie hörte am 12. Oktober 2026 Sachverständige zum Thema «Bildungssysteme und die junge Generation» an. Am Tisch sassen Professoren, eine Gewerkschafterin, der Lehrerverband, die Bundesschülerkonferenz und diese Schülerin, die erzählte, wie sich Infektionsschutz von innen anfühlt.
Die Wand trägt das Kind selbst
Was sie vortrug, steht Wort für Wort in ihrer schriftlichen Stellungnahme. Maskenattest aus gesundheitlichen Gründen, Tests zu Hause, keine Impfung – ab da war sie Sondermüll mit Schulpflicht. Ecke, Plexiglas, offenes Fenster im Winter, die Jacke verboten, alles «für den Schutz der anderen». Beim Lauftag im Wald lief sie allein, mit Abstand zur Gruppe. Lehrer stellten sie vor der Klasse als «Gefährdung» dar und verspotteten sie. Es folgten Albträume, Angst vor dem Schulweg, über 500 Fehlstunden, Konzentrationsstörungen, der Verlust aller Freundschaften und Mitschüler, die ihr in Gruppen nachstellten. Mehrere Freunde aus dieser Zeit hätten Suizidversuche unternommen, andere seien in der Psychiatrie gelandet, «soweit dort überhaupt ein Platz frei war». Für sie fühlte sich das über Monate an wie eine «Undercover-Diktatur», ein Alltag, in dem ständig kontrolliert wurde, wer sich anpasst und wer nicht. «Dies war mein normaler Alltag», sagt sie. Ihr Befund: «Wir Kinder wurden als Objekt behandelt, als Inzidenz, nicht wie Menschen.» Dabei hat sie den Erwachsenen eine Fairness voraus, die diese damals nicht aufbrachten: Nicht alle Lehrer, sagt sie, viele seien selbst überfordert gewesen. Eine Fünfzehnjährige differenziert sauberer als jede Ministerpräsidentenkonferenz von 2021.
Reue in bequemen Raten
Die Verantwortlichen stottern ihr Gewissen längst in Raten ab. Jens Spahn bat am 22. April 2020 im Bundestag vorsorglich um Absolution, man werde «miteinander wahrscheinlich viel werden verzeihen müssen». Zwei Jahre später nannte er es in seinem Buch ein «besonderes Versäumnis», die Kinder nicht geschützt zu haben. Die pauschale Schulschliessung im März 2020 sei nicht nötig gewesen. Angela Merkel hätte Schulen und Kitas im Februar 2021 am liebsten noch strenger «entlang der Inzidenz» behandelt, ihre Ehrlichkeit hatte ohnehin ein Ablaufdatum. Karl Lauterbach forderte im März 2021, alle Schulen bis Ostern zu schliessen, «auch die Grundschulen». Im Januar 2023 räumte er ein, man sei «bei den Schulen und bei den Kindern sehr hart eingestiegen», angeraten hätten es leider die Wissenschaftler. Die widersprechenden Wissenschaftler hatte man vorher sauber aussortiert. Olaf Scholz verkündete im Dezember 2021: «Es darf keine roten Linien geben.» Und Alena Buyx gestand für den Ethikrat, man habe auf die Lage der Jüngeren hingewiesen, «aber das war zu wenig», dann erneut: «Aber das war zu spät». Zu wenig, zu spät, zu verzeihen. Ludger Wössmann bilanzierte vor der Kommission, die Lernzeit habe sich bei der ersten Schliessung halbiert. Der Lehrerverband fand, es hätten «nicht alle brutal darunter gelitten». Sabine Walper hielt dagegen: «Wir haben den Kindern nicht zugehört» (hib).
Ein Zeitfenster für Davos, eine Ecke für das Kind
Während das Kind hinter Plexiglas fror, erkannte Klaus Schwab am 3. Juni 2020 in der Pandemie ein «seltenes, aber schmales Zeitfenster», die Welt umzubauen, ausdrücklich «von der Bildung» bis zum Gesellschaftsvertrag (WEF). Was der Great Reset sonst noch vorsieht, liegt bereits seziert auf dem Tisch. Die Stiftung von Bill Gates ist hinter den USA der zweitgrösste Geldgeber der WHO und trug 2010 bis 2023 rund 9,5 Prozent ihrer Einnahmen – der Philanthrop zahlt, die Agenda folgt. Tedros Adhanom Ghebreyesus feierte am 20. Mai 2025 den Pandemievertrag mit dem Satz «Die Welt ist heute sicherer» (WHO). Darin steht, die WHO dürfe keine Lockdowns verordnen. Verordnet haben sie 2020 ja auch die Regierungen selbst. Dafür sollen beteiligte Hersteller der WHO im nächsten Notfall rund 20 Prozent ihrer laufenden Produktion an Impfstoffen und Medikamenten bereitstellen – der Absatzkanal ist also gleich mitverhandelt. Und Albert Bourla meldete für Pfizer 2022 einen Umsatz von 100,3 Milliarden Dollar, ein «rekordbrechendes Jahr», in dem der Konzern ohne Covid-Impfstoff und Paxlovid bloss um zwei Prozent gewachsen wäre (Pfizer). Der Reingewinn stieg um 43 Prozent auf 31,4 Milliarden Dollar.
Schulpflicht mit Jugendamt-Garantie
Eltern, die sich gegen dieses Unrechtssystem wehrten, bekamen die ganze Härte des Staates zu spüren. Einem Vater, der seinen achtjährigen Sohn aus Angst vor Tests und Masken zu Hause unterrichtete, bestätigte das Amtsgericht Tettnang ein Bussgeld von 180 Euro. In Leipzig leitete das Familiengericht gegen eine Mutter, die maskenlosen Unterricht verlangte, ein Verfahren wegen Kindeswohlgefährdung ein und liess das Jugendamt ihre Erziehungseignung prüfen. Das Oberlandesgericht Karlsruhe entzog den Eltern eines Erstklässlers, der seit der Einschulung 2021 keinen Schultag besucht hatte, zuerst mit Verweis auf Test- und Maskenpflicht, das Sorgerecht in Schulfragen und übertrug es dem Jugendamt. Es ist ein Unterschied, ob es um Geld oder um Menschenleben geht – für den Staat offenbar auch, nur in umgekehrter Rangfolge. Schon in der ersten Welle fühlten sich laut COPSY-Studie 71 Prozent der Kinder belastet, der Anteil psychischer Auffälligkeiten hatte sich fast verdoppelt. Der Ethikrat sprach vom «stummen Leid» der Jüngsten, denen schlicht die Sprache fehlte, um ihre Not mitzuteilen. Der Staat hat ihnen stattdessen die Angst geplant.
Der Staat, der Kinder hinter Plexiglas setzte, schützt heute vor allem seine eigene Erinnerung. Pfizer verbuchte 100 Milliarden, ein Kind 500 Fehlstunden. Die Wand trug ein zehnjähriges Mädchen, die Verzeihung verlangt ein Minister a. D. Verzeihen? Erst trägt Spahn die Plexiglaswand – jeden Morgen, bis Ostern, auch in die Grundschule!










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