Die Schauspieler verdeutlichen mit der Kampagne #allesdichtmachen den gegenwärtigen Irrsinn und die gefährlichen weltweiten faschistischen Bestrebungen der Herrschenden und erleben einen (angeblichen) Shitstorm. Es ist doch etwas befremdlich, dass medial von einem Shit-Storm die Rede ist, wenn 95% der Menschen die Videos Liken. Bei der Bevölkerung scheint es doch eher ein Cheer-Storm zu sein.
Gleich zu Anfang sei zu erwähnen, die Videos der Schauspieler-Initiative #allesdichtmachen sind nach 10 Millionen Aufrufen bei Youtube aus den Suchergebnissen verschwunden. Auch bei Google sind sie versteckt. Ein dreister, manipulativen Eingriff des Monopolisten in die Meinungsfreiheit – und aus diesem Grund haben wir hier die Video für euch reingestellt:
Bei diesem bösartige Shitstorm ist vom Volksverhetzer bis hin zu «Kollegen» alles dabei, sogar nach dauerhaften Berufsverboten gegen sie wird gebrüllt. Offenbar sind somit medial erneut die Stimmen weniger Menschen wichtiger als die der Bevölkerung. Wiederum wird eine «politisch korrekte» Position formuliert, aus deren unterstellter Richtigkeit heraus, die «Aufarbeitung» dieser Videos geschieht. Dabei handelt es sich um ein Dogma, eine Hypothese, die als absolute Wahrheit verbreitet wird. Fakt ist, wir wissen nach 15 Monaten Pandemie noch immer nicht, wo und wie sich Menschen infizieren und es gibt keine stabile wissenschaftliche Grundlage für den Nutzen von Ausgangssperren, Lockdowns, Masken etc. Wohl aber gibt es sehr belastbare Daten zu den negativen Auswirkungen der Massnahmen. Das führt dazu, dass immer mehr Menschen den Eindruck bekommen, die Massnahmen seien schlimmer als das Virus. Das Offensichtliche ist nun, dass leider einige von denen, die an unbelegte Dogmen glauben in Deutschland Gesetze ändern, die sie zweifelsfrei legitimieren müssen. Tun sie dies nicht, sind Kritik und öffentlicher Druck in freien Gesellschaften hoffentlich nicht nur 2021 sondern für alle Zeiten die Folge.
Glaube reicht nicht, wenn es um Grundgesetzänderungen geht, ansonsten handelt es sich nicht um Wissenschaft, sondern um Religion, und nicht um Menschenrechte, sondern um Privilegien. Und es reicht auch nicht die immer gleiche handvoll «Experten» zu fragen.
#allesdichtmachen deutet vollkommem legitim darauf hin. Und nachdem wir die letzten 15 Monate damit verbracht haben, auf Kritikern rumzukloppen, wäre es nun an der Zeit, das zu realisieren. Nicht das Volk muss das realisieren, sondern die Religionsanhänger. Denn sie sind diejenigen, die glauben, dass die Massnahmen helfen. Sie sind diejenigen, die die Verschärfung der Massnahmen fordern, wenn die Massnahmen nicht zu helfen scheinen. Sie sind diejenigen, die offenbar sämtliche Beiträge ignorieren, die ihr Handeln und ihren Glauben infrage stellen. Sie sind diejenigen, die Änderungen der Grundrechte befürworten. Sie sind diejenigen, die in das Leben aller anderen eingreifen möchten. Sie sind diejenigen, die sich selbst die Kompetenz zu sprechen, entscheiden zu können, was wahr ist. Korrelationen sind keine Kausalitäten, auch nicht wenn sie logisch erscheinen. Und zurzeit werden uns nicht einmal mehr logische Korrelationen präsentiert
Mit Ironie, Witz und Sarkasmus hinterfragen die Schauspieler die Corona-Politik der Regierung und kritisieren vor allem das hiesige Diskussionsklima. Wie kaputt diese zum Teil ist, bekommen die über 50 Künstler jetzt am eigenen Leib zu spüren. In sozialen Netzwerken werden sie seit Donnerstagabend als rechtsradikal beschimpft, als Verschwörungstheoretiker verunglimpft und sogar mit Hitlers Propagandaminister Joseph Goebbels verglichen! Würden sie an Corona erkranken, solle man ihnen die Behandlung verweigern. Der nordrhein-westfälische SPD-Politiker und WDR-Rundfunkrat Garrelt Duin (53) forderte sogar, dass z.B. die «Tatort»-Schauspieler nicht mehr in ihren Rollen eingesetzt werden sollen und damit wegen der kritischen Videos ihre Arbeit verlieren! Es hat genau 24h gedauert, in denen man alle greifbaren Ratten, nützlichen Idioten und opportunistischen Feiglinge Marke Böhmermann, Joko, Klaas und Ulmen aus den Löchern zerrte, um über ihre Kollegen herzufallen, die es öffentlich wagen, Diskurs zu fordern. Jan Josef Liefers sah sich am Donnerstagabend zu einer Klarstellung genötigt, in der er sich ausdrücklich von Querdenkern und Reichsbürgern distanzierte. Dabei geht keines der Videos auch nur ansatzweise in diese Richtung. Heike Makatsch und Richy Müller löschten ihre Beiträge! Nazi ist 2021 wer sich für unveräusserliche Grund- und Menschenrechte einsetzt oder schlicht nur für ein Grundgesetz, dessen Mütter und Väter dieses explizit für Zeiten wie diese ersonnen haben. Nun sollen alle Mitwirkenden gecancelt werden. Seit Tagen klingelt 1933 an der Tür, als Stargast der eigenen Comeback-Fete.
Doch es gibt glücklicherweise auch differenzierte Stimmen: «Die zum Teil wohlfeile Kritik an #allesdichtmachen ist mir zu plump. Nicht jeder, der einen neuen Untertanengeist aufs Korn nimmt, ist ein ‚Querdenker‘ oder ’nimmt Tausende Tote in Kauf‘. Wir sollten aufhören, uns gegenseitig in Ecken zu treiben, aus denen keiner mehr rauskommt.», schreibt zum Beispiel der öffentlich-rechtliche Moderator Georg Restle. «Die offene Gesellschaft braucht kritische Künstlerinnen und Künstler. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Mittel offenkundiger Ironie gehört zur Demokratie. Das muss man aushalten – egal welcher Meinung man in der Sache ist», meint FDP-Politiker Marco Buschmann, Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion im Deutschen Bundestag.
Regisseur und Mitinitiator der Initiative #allesdichtmachen Dietrich Brüggemann hat sich mit einer bemerkenswerten Erklärung auf Twitter an die Öffentlichkeit gewandt. «Warum muss unsere ganze Gesellschaft in einer Art Kriegszustand sein?» Damit hat Brüggemann die entscheidende Frage der ganzen Situation gestellt. Viele merken nicht (mehr), wie sie immer mehr dem totalitären Denken verfallen, welches uns immer wieder in den Abgrund gestürzt hat:
Es hat eingeschlagen. An alle, die jetzt von ‚Verhöhnung‘ schwurbeln: Ich schwurble jetzt auch mal. Ihr verhöhnt die Opfer. Ihr trampelt auf denen herum, die jetzt selbstmordgefährdet sind. Ihr spuckt auf all die, die ihre Existenz verloren haben. Ihr macht euch lustig über das Leid derer, die in ärmeren Schichten und ärmeren Ländern über die Klinge springen, die ihr ihnen hinhaltet. Ihr seid zynisch und menschenverachtend.
Es macht Spaß, so herumzupöbeln, stimmt’s? Wollen wir trotzdem mal damit aufhören? Ja? Gut.
Oder nein, wir können auch noch ein bißchen weitermachen. Euch ist ja immer ‚übel’ und ihr ‚kotzt’ auch gern. Wißt ihr was? Mir ist auch übel. Und zwar wegen euch. Ihr seid ein Teil des Schlimmsten, was die Menschheit hervorgebracht hat: Ihr seid ein Lynchmob. Ganz einfach. So, genug gepöbelt.
Ich könnte jetzt die üblichen Distanzierungsfloskeln von mir geben, aber vorher schlafe ich vor Langeweile ein. Nazis sind Nazis und Selbstverständlichkeiten sind selbstverständlich. Und was auch selbstverständlich sein sollte: Wenn Kritik an Corona-Politik ‚rechts’ ist, dann ist meine linke Hand auch rechts.
Ja klar habe ich Respekt vor allen Ärzten und Pflegern. Ich habe auch Respekt vor all denen im Lande, die im Eimer sind und nicht mehr weiterwissen. Und jetzt möge mir mal einer erklären, warum das eine zwingend das andere erfordert. Und warum unsere ganze Gesellschaft in einer Art Kriegszustand sein muss, in der die gesamte Zivilgesellschaft strammzustehen hat und nichts anderes mehr wichtig ist als der Kampf gegen den einen, maximalen Feind. Und wer fragt, ob dieser Feind wirklich so maximal ist und ob man den vielleicht auch mit anderen, zivilen Mitteln bekämpfen könnte, der ist ein Leugner und Volksfeind und muß an die Laterne gehängt werden.
Ihr merkt gar nicht, was für Reflexen ihr hier nachgebt, aber das ist Teil des Problems. An einer Medienelite, die den immer härteren Lockdown fordert und jeden Kritiker mit Verweis auf volle Intensivstationen zum Abschuss freigibt, gibt es jede Menge zu kritisieren. Und dieser Shitstorm kommentiert sich ohnehin selbst. Hat euch Tod und Sterben jemals interessiert? War es euch bisher egal, dass um euch herum jeden Tag Menschen aus vermeidbaren Gründen gestorben sind? Aber auf einmal gibt es für euch nur noch dieses Thema?
Keins von diesen Videos handelt von der Pandemie. Aber sie ziehen das hohle Pathos durch den Kakao, mit dem wir uns seit einem Jahr konfrontiert sehen. Sie kritisieren die Gnadenlosigkeit, mit der alles, das jetzt den Bach heruntergeht, als zweitrangig abgetan wird. Sie hinterfragen die Geschichten, die eine Gesellschaft sich selbst erzählt. Und wenn diese Gesellschaft (oder die 1%, die auf Twitter sind) dann derart überschäumend reagiert, dann war das Ganze offenbar notwendig. Ende.
Würde man die führenden Befürworter wie Drosten, Wieler, Cichutek in eine öffentlich geführte und jedem leicht zugängliche Diskussion mit den führenden Gegnern wie Wodarg, Bahkdi, Hockertz, Papier setzen, könnten wir doch alle als «haltlose Verschwörungstheorien» gehandelten Fake News aus dem Weg räumen, Evidenzen klären und die Bevölkerung mit guten Argumenten gegen angeblich «wirre» Theorien, die, wie wir ja heute «wissen», ausschliesslich nur von rechtsoffenen und naiven Menschen kommen können, wieder einfangen und von der Richtigkeit überzeugen?! Also wieso redet man ausschliesslich «über» führende Kritiker, lädt diese aber nicht in wirkliche Diskussionen ein? Wieso stellt man sich diesen Kritikern nicht mit evidenzbasierten Antworten um aufzuräumen? Nein, die Hofnarren und lauchigen Dirnen des Establishments. Joko, Klaas, Böhmermann & Konsorten gehören zu den «Kriegsgewinnlern». Da klingeln ordentlich die Kassen seit Beginn der «Pandemie»: Millionen Euro Steuergeld fliessen in Propagandawerke, mit denen die Helden unbedarfter Grünenwähler, Erstsemester mit Gratismut und total solidarischer Lifestyle-Linker beauftragt wurden, um den Pöbel dank ihrer Influencermacht in passive Sofahelden zu assimilieren. dazu gibts im Nebenerwerb passenderweise Netflix-taugliche Jokolade. Für alle anderen gilt brav: Fresse halten oder Nazi sein, denn: Verzweifeln sie ruhig, aber zweifeln sie nicht!


«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








