Im Grunde hat ja jeder Mensch das Bedürfnis, ein guter Mensch zu sein. Freilich weiss jeder Rechte, jeder Konservative, jeder Christ, dass Gutsein ziemlich anstrengend ist und ständigen Kampf, ständiges Übersichhinauswachsen, ständige Selbstprüfung erfordert. Ein Konservativer kann und wird nie etwas anderes behaupten, als dass der Mensch unvollkommen ist, dass die Sünde ihn herunterzieht, dass er sich anstrengen muss, um seiner Unvollkommenheit etwas abzuringen, was in den Augen Gottes wenigstens halbwegs vorzeigbar ist.
Das alles kann man sich ersparen, wenn man links ist. Linke Moral ist der Glaube, man sei ein guter Mensch, wenn man diese oder jene politische Ansicht hat, das heisst, wenn man eine linke Ideologie vertritt, weil diese Ideologie mit dem Anspruch daherkommt, das schlechthin Gute zu wollen.
Wer daran glaubt, muss jeden Andersdenkenden, jeden Nichtlinken, jeden, der das Eigene verteidigt, und jeden, der nicht glaubt, dass der Regen von unten nach oben fällt, als «böse» abstempeln. Mehr noch: Die Verteufelung des Andersdenkenden ist geradezu der Beweis für die eigene Rechtgläubigkeit! Dass jemand für das vermeintlich «Gute» kämpft, kann er letztlich nur dadurch beweisen, dass er das vermeintlich «Böse» bekämpft.
Gutmenschentum ist ein schmutziges Geschäft, weil es auf Betrug beruht: Die Ware, die die Linken anbieten, ist das Gefühl, ein guter Mensch zu sein. Und sie bringen sie dadurch an den Mann, dass sie einen scheinbar, aber eben nur scheinbar, ganz geringen Preis fordern, einen scheinbar viel geringeren Preis, als die Kirche jemals verlangen könnte. Der Handel lautet:
DU GLAUBST, WAS WIR DICH LEHREN, UND VERTEUFELST ALLE ANDEREN ALS «BÖSE»; UND IM GEGENZUG ERKENNEN WIR DICH ALS GUTEN MENSCHEN AN. ES KOSTET EIGENTLICH GAR NICHTS, ALSO JEDENFALLS NICHT DICH, HÖCHSTENS DEINE MITBÜRGER.
Wer sich darauf einlässt, glaubt, ein gutes Geschäft zu machen, und merkt nicht, dass er in Wirklichkeit seine Seele verkauft und sich zum Sklaven einer Ideologie gemacht hat. Dass er manipulierbar geworden ist. Dass er sich zur Marionette gemacht hat, an deren Strippen andere ziehen.
Die linke Ideologie ist eine Heilslehre mit dem Anspruch, zu definieren, was Gut und Böse ist, das heisst, sie ist eine säkularisierte Form von Religion, eine missbrauchte und pervertierte Form von Religiosität. Pervertiert deshalb, weil diese Religion nicht dazu stehen kann, dass sie eine ist. Sie versteht sich ja selber als geradezu antireligiös. Die Sehnsucht nach der Utopie, also die säkularisierte Form der Sehnsucht nach dem Reich Gottes, ist in dieser pervertierten Form die Grundlage gemeingefährlichen Wahnsinns.
– aus: «Manfred Kleine-Hartlage. Warum ich kein Linker mehr bin.»
Manfred Kleine Hartlage nimmt in seinem exzellenten Vortrag die linke Ideologie hervorragend auseinander. Es werden die Details der «Linken» Denkweise erklärt und daraus abgeleitet, zu welchen Problemen dies führen kann und wieso es sich lohnt über den Tellerrand zu schauen und sich seines eigenen Verstandes zu bedienen.

«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








