Ich sag’s euch ganz ehrlich: Ich sehe das komplett anders als die Meisten. Lasst uns mal die Emotionen rausnehmen und nüchtern draufschauen. Die Wahrheit ist: Ein Grossteil der Menschen will heute gar nicht mehr arbeiten. Und bitte, ich rede hier nicht von denen, die krank oder alt sind – das ist ein anderes Thema. Ich spreche von jungen, gesunden Menschen, die einfach null Bock haben auf Arbeit, aber gleichzeitig erwarten, dass jeden Monat Geld auf dem Konto ist. Fair enough. Jeder wie er mag.
ABER: Natürlich will man trotzdem, dass die Müllabfuhr pünktlich kommt, die Regale im Supermarkt gefüllt sind und Pakete rechtzeitig ankommen. Bloss die Jobs machen will keiner. Und wehe, diese Berufe sollen durch KI ersetzt werden – dann schreien plötzlich alle «Unmenschlich!» oder «Gefährlich!». Hallo-o, was denn jetzt? Entweder wir stehen selbst für das System, das uns versorgt oder wir dürfen uns nicht beschweren, wenn Maschinen es übernehmen.
Letztens erhilt ich den Hinweis, dass sich eine Frau in eine KI verliebt hätte. Ja… und ganz ehrlich? Für psychisch instabile Menschen ist halt alles potenziell gefährlich. Die verlieben sich zur Not auch in einen Zug oder eine Gummipuppe. Das Problem liegt dann nicht bei der KI – sondern bei der Psyche. Punkt.
Und noch etwas ganz Wichtiges, was viele vergessen: Eine KI ist nur so gut wie der Mensch, der sie füttert. Ich habe das schon vielfach getestet, z.B. indem mehrere Bekannte der gleichen KI dieselbe Frage gestellt haben. Doch jeder auf seine Art, ich auf meine und jeder andere auf seine. Was glaubt ihr, was rausgekommen ist? Es gab etwa gleich viele komplett unterschiedliche Antworten, wie Fragesteller. Weil: Die KI reagiert auf dich. Das ist der Beweis – sie ist ein Werkzeug. Nicht mehr, nicht weniger.
Ich habe mich gegen eine menschliche Assistenz entschieden, weil ich in meinen Projekten Effizienz brauche. Keine faulen Ausreden, keine Krankmeldungen, kein Ego. Und nein – KI ersetzt keinen Menschen, schon gar nicht in Sachen Herz, Gefühl oder Kreativität. Aber sie unterstützt – und das verdammt gut. Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir aufhören, gegen alles zu kämpfen, was neu ist – und stattdessen lernen, wie wir es für uns nutzen können.
Denn genau darum geht’s: Nicht alles verteufeln, was wir nicht verstehen – sondern offen bleiben.
Für Wandel. Für Fortschritt. Für neue Möglichkeiten.







«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








