Zwei Sprayer. Zwei Karrieren. Ein K.O. Player 1 trägt Skimaske und Schablonen, Player 2 hält Galerie-Einladung und Sneaker-Lizenz. Banksy spawnt aus dem Schatten von Bristol, Health-Bar voll. Shepard Fairey kontert mit «Obey»-Wallpaper und Obama-Hope-Print, Galerie-Boost auf 200 Prozent, Health-Bar leuchtet im Sponsoring-Grün. Beide haben gelernt, dass Dosen lauter sprechen als Manifeste.
Banksy: Illegal, anonym, Werke gehen bei Sotheby’s für Millionen weg und schreddern sich selbst zum Hohn der Sammler. Shepard: Legal, signiert, Logo auf Sneakers, Kapitalismuskritik direkt im Lizenzvertrag versteckt. Beide besprühen Wände. Nur einer sprüht noch gegen das System – der andere sprüht für das System und nennt dies «Street Art». Banksy bricht das System mit jeder Schablone, kein Sponsor, kein Manager, kein Vertrag. Shepard bricht die Pose vor der nächsten Galerie und nimmt den Combo-Bonus mit.
Game Over Screen. Banksy hat alle Continues verbraucht und steht trotzdem auf den Mauern. Shepard hat das Studio gekauft und die Cheat Codes mit lizenziert. Punk stirbt nicht im Match – Punk stirbt, wenn er beim Merchandising mitspielt!
(via Yurii Yeltsov)






«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.







