Vanessa, Pierre und Anne-Lise gehören zur kleinen Mittelschicht. Im Jahr 2018 schlossen sie sich der Bewegung der «gelben Westen» an und freundeten sich im Kreisverkehr an. Sie erzählen uns von ihren Hoffnungen, ihren Ängsten und ihrem Wunsch, die Gesellschaft zu verändern. Anne-Lise, Krankenschwester in einem südfranzösischen Krankenhaus, hat beschlossen, mit Romain, ihrem Mann, einem Luftfahrttechniker, zu kämpfen, um nicht mehr im «Überlebensmodus» zu sein. Sie träumt von «einem Kino, einem Restaurant» mit ihren beiden Töchtern und, warum nicht, «einem Dach über dem Kopf und einer Heizung im Winter» für alle. Vanessa, eine ehemalige dreisprachige Verkäuferin, ist alleinstehend, hat wieder die Schule besucht und ihre Heimat im Norden Frankreichs verlassen, um sich im sonnigen Süden niederzulassen. Heute ist sie Psychologin und untersucht die Leiden der Patienten, die sie in einem medizinisch-psychologischen Zentrum betreut. Mit einem Monatsgehalt von rund 1.600 Euro ist sie es leid, die gleichen quälenden Berechnungen anstellen zu müssen wie ihre Mutter, um Geld zu sparen und über die Runden zu kommen. Pierre, Metallarbeiter und Ausbilder für Erwachsene in Umschulung, der das Sorgerecht für seinen schulpflichtigen Sohn hat, lässt sich von «den Politikern, die nicht an das Wohl des Volkes denken», nicht beirren. Er widmet seine Freizeit den Demonstrationszügen, denen er sich an den Wochenenden in Paris anschließt, wann immer er kann, und will immer noch an «ein neues Modell» glauben. Im Jahr 2020 schlossen sich Anne-Lise, Vanessa und Pierre der Bewegung der «gelben Westen» an und schlossen sich auf den Kreisverkehr an. Alle drei gehören wie Millionen anderer Haushalte in Frankreich zur kleinen Mittelschicht. Lange Zeit waren sie davon überzeugt, dass sie dank ihrer Bemühungen in der Gesellschaft aufsteigen würden. Heute lässt die schmerzliche Enttäuschung sie daran zweifeln, dass für sie und ihre Kinder bessere Zeiten anbrechen werden. Mehrere Monate lang teilen sie mit der Kamera ihre Wut, ihre Hoffnungen, ihre Ängste und ihren Wunsch, die Gesellschaft in eine menschlichere Welt zu verwandeln. Anhand des Engagements dieser kämpferischen Bürger zeichnet Frédéric Brunnquell das eindrucksvolle Porträt einer Mittelschicht, die sich nicht mit der Abwertung abfindet.

Die Mittelschicht, die Rebellen
Die Mittelschicht, die Rebellen

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Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen ;) Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.

Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.

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