Die Heilige Inquisition unserer Tage heisst zum Beispiel Digital Services Act, ein «digitales Grundgesetz», welches die EU soeben einführt. Damit bricht ein neues Zeitalter der Zensur an. Freie Rede ist das Fundament der Res Publica. Doch viele demokratische Regierungen sind dabei, dieses Prinzip zu entsorgen und über das Volk hinweg auf totalitäre Zensur zu setzen. Der Digital Services Act soll z.B. in Deutschland das seit 2017 geltende «Netzwerkdurchsetzungsgesetz» ablösen. Wer bestimmt, was Wahrheit und Lüge ist, wer legt fest, was Desinformation und was Information ist? Wehret den Anfängen!
Der Infosperber hat dazu einen gute recherchierten Artikel veröffentlicht, den ich hier gern zitiere:
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EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen versprach, das neue Gesetz werde unter anderem «die freie Meinungsäusserung gewährleisten». Wenn das so ist, muss man sich fragen, warum die Kontrolle der Social Media flächendeckend forciert und die Internet-Überwachung mit künstlicher Intelligenz in einem Ausmass perfektioniert wird, welches man noch vor wenigen Jahren für unvorstellbar hielt.Niemand widersetzt sich der Idee von Zensur, wo sie strafrechtlich begründbar ist. Wir sind aber in eine Situation geraten, wo einzelne Netzwerk-Giganten in Kalifornien in völliger Intransparenz entscheiden, was die Zivilgesellschaft sehen, hören und lesen darf. Grosse Online-Plattformen wie die Google-Tochter Youtube löschen 40 bis 50 Millionen Einträge pro Jahr. Sie haben Zehntausende von Moderatorinnen und Moderatoren für die Zensur ausgebildet. Ziel sei unter anderem die Abwehr von Hassrede und Lüge, so wird argumentiert.
Das Problem bei dieser «algorithmischen Überwachung» lässt sich mit einer einzigen Frage auf den Begriff bringen:
Wer bestimmt, was Wahrheit und Lüge ist, wer legt fest, was Desinformation und was Information ist?
Was heute falsch ist, kann sich morgen als richtig erweisen. Das sagen nicht nur Historikerinnen und Historiker, das weiss jeder von uns aus eigener Lebenserfahrung.
Und genau dies hat sich die letzten drei Jahre bewiesen. Was gestern von Politik und Presse als Fake News oder gar Verschwörungstheorie abgetan wurde, ist heute unwiderlegbare Realität. Auch wurde in genau dieser Zeit viel von sogenannten «Feinden der Demokratie» gesprochen, doch genau dies, welche in Politik und Presse lautstark davor warnen, sind dieselben, welche die Menschen nach dem Prinzip «Divide et impera» (Teile und herrsche) spalten und kritische Teile der Bevölkerung diffamieren, ausgrenzen und dem hassdurchtränkten Mob zum Frass vorwerfen. Vor 2019 gab es noch soetwas wie Pluralismus und Diskurs – den nur so funktioniert eine gesunde Demokratie. Heute sind Menschen, die nicht stramm und konform auf der Regierungslinie mitmarschieren Menschen 2. Klasse.
Öffentlichkeitsprinzip und Garantie der Meinungsvielfalt werden bei jeder Festrede als politische Goldwährung der westlichen Demokratien gepriesen. Politische Zensur oder Täuschung der Öffentlichkeit? Um Gottes willen! Das gibt es nur in Russland. Oder in China. Oder in anderen autoritären Systemen.
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Das Recht der freien Rede und der Meinungsfreiheit ist eine Errungenschaft, die über Jahrhunderte in leidvollen Erfahrungen erkämpft werden musste. Mächtige Konzerne der Internet-Kommunikation sind dabei, dieses Grundrecht demokratischer Politik zu beseitigen. Die politische Zensur ist zum Normalbetrieb geworden. Mit durchschlagendem Erfolg. Dieser ist abzulesen an der Tatsache, dass die erschreckende neue Normalität von der breiten Öffentlichkeit als «ganz normal» betrachtet wird.
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2019 schickte der Software-Ingenieur Zachary Vorhiess, der acht Jahre bei Google gearbeitet hatte, 950 Seiten interner Google-Dokumente an das US-Justizministerium. Vorhiess sagte, die Dokumente würden beweisen, dass Google keine unabhängige, objektive Plattform mehr sei, sondern eine politische Agenda verfolge: Google sei «eine höchst parteiische politische Maschine», welche zum Beispiel seit 2016 beschlossen habe, nicht zuzulassen, dass jemand wie Trump noch einmal an die Macht käme. Der Whistleblower: «Sie versuchen, die Informations-Landschaft so zu beschneiden, dass sie ihre eigene Version von objektiver Wahrheit verbreiten können.»
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Am Ende dieser Entwicklung verwandeln wir uns in eine ideologisch homogene Gesellschaft, grob gesagt: in eine Herde von ferngesteuerten Zombies, die ihre Freiheit und Selbstverantwortung an ein «Wahrheitsministerium» abgegeben haben, wie es George Orwell schildert.
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Was wurde im Westen über die «Listen verbotener Wörter», gelacht, die in der untergegangenen DDR für die Staatsmedien galten! Damals konnte sich niemand vorstellen, dass drei Jahrzehnte später ein neues Zeitalter der Zensur anbrechen würde.
Es handelt sich hier nur um einen Auszug aus dem Artikel des Infosperbers, ich empfehle jedem diesen vollständig zu lesen. Die ganze Zensur und der damit verbundene Abbau der Demokratie ist ganz im Sinne der tatsächlichen Ziele der Agenda 2030, heute auch unter dem Namen Global Goals bekannt.




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