Die Polykrise ist kein Betriebsunfall des globalen Kapitalismus. Sie ist das Werkzeug. Und wer das immer noch für eine Verschwörungstheorie hält, darf sich gerne fragen, warum die Vereinten Nationen (UNO) und das Weltwirtschaftsforum (WEF) schon im Juni 2019 eine formelle Partnerschaft unterzeichnet haben – exakt in dem Moment, als die Welt in die grösste Krisenserie seit dem Zweiten Weltkrieg zu schlittern begann.

Das ist der Plan der UNO: Von der Polykrise zur Weltregierung

Der schwedische Forscher, Autor und Musiker Jacob Nordangård hat sein Buch «The Digital World Brain» gerade in einer aktualisierten deutschen und englischen Ausgabe veröffentlicht. Im Interview mit Transition News legt er dar, wie sich Krise, Kontrolle und Weltregierung zu einem einzigen Projekt zusammenfügen – und warum das alles offen dokumentiert ist, wenn man nur bereit ist, die Originaldokumente der UNO zu lesen.

Von der Notfallplattform zum Dauerkrisenzustand
Die offizielle Formel lautet: «Leave No One Behind.» Klingt herzerwärmend. Bedeutet laut Nordangård: Niemand entkommt der Digitalisierung. Jeder muss Teil des Systems sein, also wird jeder überwacht. «Our Common Agenda» und der «Pakt für die Zukunft» seien keine Sozialpolitik, sondern Verhaltenssteuerung im industriellen Massstab – Behaviorismus, der Menschen als programmierbare Objekte behandelt, nicht als Subjekte. Die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele, die Pandemieprotokolle, die Klimarahmenverträge: Alles Instrumente, um Zustimmung für Massnahmen zu erzeugen, die man demokratisch niemals durchsetzen könnte.

Das Prinzip ist simpel. Eine Krise zeigt der Welt, dass sie unvorbereitet ist. Das erzeugt Zustimmung für neue Strukturen. 2024 scheiterte beim Pakt für die Zukunft die formelle Verankerung einer UN-Notfallplattform. Seither steckt die Welt in einem Dauerkrisenzustand, der genau diese Zustimmung erst erzeugt. Zufälle? Nordangård beruft sich ausschliesslich auf Originaldokumente der UNO und ihrer Partnerorganisationen.

Pseudowissenschaft als Staatsreligion
Das intellektuelle Fundament dieses Projekts ist ein wissenschaftsähnlicher Dogmatismus, der echte Wissenschaft verdrängt. Echte Wissenschaft, sagt Nordangård, bedeute, alles zu hinterfragen. Was die UN-Agenda betreibe, sei das Gegenteil: Computermodelle und Simulationen als unantastbare Wahrheit verkaufen, Abweichung als Ketzerei behandeln. Wer mitmacht, kommt ins Paradies. Wer nicht, ist ein Leugner.

Johan Rockström vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung gehört zu den Architekten dieser «planetaren Grenzen» – ein Erklärungsmodell, das definiert, was die Menschheit auf ihrem eigenen Planeten noch darf. Rockström sitzt regelmässig beim WEF auf dem Podium, berät Regierungen weltweit und gehört der Climate Governance Commission an, die empfohlen hat, die UN-Vollversammlung solle einen Klimanotstand ausrufen. Dann käme die Notfallplattform. Dann käme das Durchregieren ohne parlamentarische Umwege.

Das ist der Plan der UNO: Von der Polykrise zur Weltregierung

Nordangård kennt dieses Milieu aus eigener Anschauung. Er kam aus der Grünen Bewegung und erlebte den Schock, als seine Doktorarbeit enthüllte, dass Ölbarone wie die Rockefellers massgeblich die Finanzierung der Umweltbewegung gesteuert hatten. Dieselben, die Petroleum aus dem Boden pumpen, haben die politische Agenda ihrer vermeintlichen Kritiker gesponsert. Die einzige logische Schlussfolgerung: Es ging nie um Umweltschutz.

Wreck-It Trump und die saubere Abrissbirne
Trump? Kein Gegner des Systems. Dessen Abrisswerkzeug. Nordangård nennt ihn «Wreck-It Trump» – jemand, der die alten Strukturen so lange einreisst, bis das Neue nahtlos übernehmen kann. Wenn er fertig ist, wenn die UNO dysfunktional genug wirkt und die alte Weltordnung als gescheitert gilt, kommt der grosse Auftritt: Eine modernisierte, effiziente, regional organisierte UN 2.0 – begrüsst mit dem Applaus derer, die nach Ordnung lechzen.

Das Drehbuch ist nicht neu. Genauso endete das britische Empire: Die Ressourcen wurden teuer, die Kontrolle noch teurer, und am Ende übergab man das Feld an einen neuen Hegemon. Diesmal soll kein Nationalstaat das Erbe antreten. Zbigniew Brzezinski, Mitgründer der Trilateral Commission, hatte das in «The Grand Chessboard» bereits skizziert: Die Regionen der Welt kooperieren unter dem Dach der Vereinten Nationen – einer modernisierten, effektiven Organisation, die global durchregiert.

Der Agentenstaat steht in Berlin und Kiew
2024 eröffnete das WEF das Global Government Technology Center in Berlin. Dessen Ziel: Governance-Systeme, die nicht von Menschen kontrolliert werden, sondern von autonomen KI-Agenten. Ein Whitepaper des Zentrums trägt den Titel «The Agentic State» – in Anlehnung an Stanley Milgrams Begriff für den Zustand, in dem jemand blind Befehlen folgt. Ein weiteres Zentrum betreibt das WEF in Kiew. Der Vorteil eines Kriegsgebiets: Neue Kontrollsysteme lassen sich dort schneller und unkomplizierter testen.

Das Zieldatum, das Nordangård nennt: 2045, hundert Jahre nach Gründung der Vereinten Nationen. Bis dahin soll die «Grosse Transition» abgeschlossen sein. 2030 ist nur eine Etappe auf dem Weg. Die Superklasse – einige tausend Individuen, verbunden über Trilateral Commission, Bilderberg Group und Council on Foreign Relations – plant das seit Jahrzehnten. Jeffrey Epstein war dabei nicht nur Sexualstraftäter, sondern Netzwerkknoten. Er befreundete sich mit WEF-Präsident Børge Brende und diskutierte mit ihm, wie das WEF die Rolle der UNO übernehmen könnte. Das steht in den Akten.

Wer Nordangård für einen Spinner hält, muss erklären, warum all das in offiziellen UNO-Dokumenten, WEF-Whitepapers und Autobiografien der Beteiligten steht – lesbar für jeden, der aufhört, wegzusehen! Und wer glaubt, das alles sei ohne Plan entstanden, darf sich fragen, warum jede Krise exakt jene Lösungen gebiert, die mehr Zentralisierung, mehr Überwachung und weniger Souveränität bedeuten! Die Menschheit ist nicht der Nutzniesser dieser Agenda – sie ist ihr Rohmaterial! Und die UNO wird 2045 ihr hundertjähriges Bestehen feiern und das, was einst Freiheit hiess, «sustainable governance» nennen!

Zur deutschen Ausgabe des Buches bei Etica Media.

Das ist der Plan der UNO: Von der Polykrise zur Weltregierung
(via The Pharos Chronicles – Jacob Nordangård, PhD)

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