Die Ruhe war kurz. Wer zwischen 2020 und 2025 gehofft hatte, das Schlimmste sei vorbei, darf sich jetzt entspannt zurücklehnen und zusehen, wie die Rechnung präsentiert wird. James Corbett hat die vergangenen fünf Jahre treffend «die Ruhe vor dem Sturm» genannt. Ab 2026, so seine Einschätzung, ist der Sturm. Und wer gerade aus dem Fenster schaut, der sieht: Es zieht auf.

Great Reset, Phase 2: Willkommen im Sturm

Die Mechanik ist vertraut, nur die Kulisse wechselt. Einmal ist es das Virus, einmal der Migrant, einmal der böse Iraner. Das Narrativ spielt keine Rolle, solange es funktioniert. Und es funktioniert, weil die Bevölkerung längst damit beschäftigt ist, überhaupt noch mitzukommen, was gerade die aktuelle Sau ist, die durchs Dorf getrieben wird. Morgens Krieg gewonnen, mittags noch nicht genug gewonnen, abends mehr Bomben. Dreimal täglich wechselt das Narrativ, dreimal täglich wechselt der Newsfeed, und irgendwo dazwischen verliert der menschliche Geist die Fähigkeit, irgendetwas davon noch einzuordnen. Genau das ist Programm.

Kognitive Kriegsführung nennt das die NATO auf ihrer hauseigenen Innovation-Hub-Seite, ganz offen, ganz unverhüllt. Der dritte Weltkrieg findet im Kopf statt. Die Waffe ist nicht der Inhalt der Information, sondern die schiere Masse und Geschwindigkeit davon. Dafür ist der menschliche Geist nicht gemacht. Das Ergebnis: Apathie, Agonie, Rückzug ins Private und der tägliche Betäubungsfeldzug via Netflix. Genau da, wo das System die Menschen haben möchte.

Phase 2 läuft – und niemand schaut hin
Der Irankonflikt ist nicht das, was er vorgibt zu sein. Wer glaubt, es gehe um Sicherheit, Demokratie oder den Schutz irgendwelcher westlicher Werte, der hat die letzten zwanzig Jahre konsequent nicht aufgepasst. Was gerade passiert, ist ein wirtschaftlicher Krieg mit klar definierten Zielen: Energieengpässe, Lieferkettenkrisen, Nahrungsmittelknappheit. Nicht als Kollateralschaden, sondern als Ergebnis. Die IAEA hat bereits einen Zehn-Punkte-Plan in der Schublade, der sich liest wie COVID-Massnahmen mit Energieetikett. Rationierung, Mangelwirtschaft, Einschränkung der Individualmobilität. Überraschung: Die Massnahmen sind dieselben wie beim Klima-Apokalypse-Narrativ, dieselben wie bei Corona. Nur die Begründung variiert. Das Ziel bleibt konstant.

Die Ernteausfälle kommen nicht unerwartet. Bereits 2025 wurde systematisch eine künstliche Knappheit bei Düngemitteln herbeigeführt. Es ist Frühling, die Felder warten, der Dünger fehlt. Afrika wird Hungersnöte erleben, Europa wird staunend vor leeren Supermarktregalen stehen und fragen, wie das möglich ist. Der Benzinpreis kratzt in Teilen Süddeutschlands bereits an der Drei-Euro-Marke. Interne Kommunikation von Airlines wie American Airlines rechnet langfristig mit einem Barrel-Preis von 180 Dollar bis Ende 2027. Wer das durch die Zapfsäule dividiert, kommt auf Zahlen, die das bisherige Jammern über hohe Energiekosten wie nostalgische Reminiszenz wirken lassen.

Great Reset, Phase 2: Willkommen im Sturm

Handlanger und Darsteller
Wer in diesem Theater nach Verantwortlichen sucht, schaut an der falschen Stelle. Die Leute, die wirklich entscheiden, kommen nicht ins Fernsehen. Nie. Merz entscheidet nichts. Trump entscheidet nichts. Die sind Darsteller in einer Produktion, deren Drehbuch längst geschrieben wurde. Frank Zappa hatte es auf den Punkt gebracht: Politik ist die Unterhaltungsabteilung des militärisch-industriellen Komplexes. Was im Weissen Haus residiert, ist kein Regierungsbüro, sondern ein Trading Desk. Insider-Handel rund um den Irankonflikt, Millionen auf Polymarkets gewettet kurz vor der Pressekonferenz, Kabinettsmitglieder mit Council-on-Foreign-Relations-Vergangenheit, Peter Thiel als Hintergrunddramaturg. Alter Wein in neuen Schläuchen, diesmal mit Akzelerationisten-Label und dem intellektuellen Segen von Curtis Yarvin, der in der New York Times dazu aufgerufen hat, Amerika möge endlich seine «Diktatorenphobie» ablegen. Dass es dafür immer noch ergebene Anhänger gibt, ist das eigentliche Rätsel dieser Epoche.

Das Fundament des digitalen Käfigs
Parallel zur Krisendramaturgie läuft der Aufbau der Infrastruktur. Die eID kommt, das Bürgerwallet kommt, der digitale Führerschein kommt, die digitale Patientenakte kommt. Nicht durch Zwang, zumindest nicht sofort. Erst muss der Bedarf hergestellt werden. Und der wird hergestellt, indem die Wirtschaft so weit an die Wand gefahren wird, bis der Staat mit der helfenden Hand erscheinen kann: Universelles Grundeinkommen, 2000 digitale Euro auf das Bürgerwallet, gültig für sechs Monate beim zugelassenen Händler. Der Honigtopf öffnet sich. Wer hungert, fragt nicht nach den Bedingungen. Das ist keine Verschwörungstheorie, das ist Logik.

Das Social-Media-Verbot für Jugendliche? Natürlich direkt mit der digitalen Identitätspflicht verknüpft. Wie soll man das Alter verifizieren, ohne alle zu verifizieren? Griechenland hat es bereits vorgemacht: Steuernummer gekoppelt an Social-Media-Account. In Grossbritannien macht Apple ein Update und plötzlich muss man sich ausweisen, bevor das Telefon seine volle Funktionalität freigibt. Niemand wurde gefragt. Niemand hat abgestimmt. Es passiert einfach.

Vorbereitung ist keine Paranoia
Was bleibt? Nüchterne Vorbereitung, ohne in Agonie zu verfallen. Bargeld von der Bank, Vorräte anlegen, Sozialkapital aufbauen, digitale Souveränität zurückgewinnen. Nicht weil Panik angebracht ist, sondern weil die Zeichen lesbar sind für jeden, der noch liest statt scrollt. Die Macht liegt, wie immer, bei den vielen. Nicht bei den wenigen Tausend, die sich die Welt eingeteilt haben. Aber diese Vielen müssen aufhören, sich betäuben zu lassen und anfangen, Prinzipien über Parolen zu stellen.

Der Sturm hat begonnen. Wer noch schläft, wird nass…

Great Reset, Phase 2: Willkommen im Sturm
Great Reset, Phase 2: Willkommen im Sturm

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Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen ;) Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.

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