Die gute Nachricht zuerst: Du musst dir keine Sorgen mehr um dein Bargeld machen. Es wird bald keines mehr geben. Die schlechte Nachricht: Was danach kommt, nennt sich CBDC – programmierbares Zentralbankgeld mit Ablaufdatum, eingebautem Verhaltenskodex und Iris-Scanner als Zugangskontrolle. Ernst Wolff, einer der wenigen Ökonomen, die nicht auf der Gehaltsliste der Institutionen stehen, die er kritisiert, zeichnet das Bild einer Finanzkontrolle, gegen die Orwells «1984» wie ein Kinderbuch wirkt.
Während Gold neue Allzeithöchststände erreicht, Zentralbanken US-Staatsanleihen abstossen und Schwergewichte wie Ray Dalio das Ende der Anleihen-Ära ausrufen, laufen im Hintergrund Vorbereitungen, von denen rund 98% der Bevölkerung noch keine Ahnung haben. Die Weichen für eine Zukunft ohne Bargeld, ohne Privatsphäre und mit lückenloser Überwachung werden jetzt gestellt – leise, planmässig und mit freundlichem Lächeln.
Das Auslöser-Ereignis
Der Weg in die digitale Währungskontrolle läuft nicht über demokratische Abstimmungen oder Parlamentsdebatten, sondern über einen nützlichen Schock. Wolff skizziert das Szenario präzise: Ein massiver Cyberangriff legt das Bankensystem lahm, Konten sind «zerstört» und der Staat bietet die rettende Hand – natürlich in Form einer CBDC. Das Bargeld wäre dann in vier bis sechs Monaten vollständig ausgelöscht. Kein Theater, kein Widerstand, keine Alternative. Man muss den Leuten nur Angst genug machen, dann nehmen sie das Käfigschloss als Schutzschild.
Unterdessen geht der Ausbau der Infrastruktur weiter: Am 15. Juli wurde in Frankfurt die AMLA errichtet, eine EU-Behörde mit rund 400 Stellen, die sämtliche Geldströme überwachen soll. Die EZB bereitet die Einführungsphase des digitalen Euro vor. Ab 2026 soll die digitale ID in Deutschland verpflichtend werden. Drei Puzzleteile, ein Bild – und dieses Bild zeigt keinen freien Bürger.
BlackRock hat das Wort
Wer meint, Regierungen würden das noch selbst entscheiden, darf weiterträumen. Wolff ist in diesem Punkt unmissverständlich: Der digitalfinanzielle Komplex – die Kombination aus grossen Vermögensverwaltern wie BlackRock, Vanguard und State Street sowie den grossen Digitalkonzernen – ist heute mächtiger als alle Staaten der Welt zusammen. BlackRock ist nicht nur weltgrösster Vermögensverwalter, sondern gleichzeitig Hauptaktionär praktisch aller grossen Digitalkonzerne und Rüstungsunternehmen.
Friedrich Merz, der sich als CDU-Kanzler inszeniert, war Aufsichtsratsvorsitzender von BlackRock Deutschland. Donald Trump lud die Chefs von Microsoft, Apple, Meta und Co. zum Essen ins Weisse Haus – Bill Gates war anwesend, Mark Zuckerberg auch. Das sind die wahren Mächtigen unserer Zeit und die Politiker, die für sie die Agenda durchsetzen, nennen das dann «demokratische Entscheidung» oder «alternativlos».
Die digitale ID: Eintritt in den digitalen Terror
Das harmloseste Framing klingt so: «Dein Ausweis wird eben digital, ist doch praktisch.» Die Realität sieht anders aus. Die digitale ID ist das Schlüsselelement, das CBDC-Wallet, Gesundheitsdaten, Führerschein, Rentenansprüche, Steuerdaten und Sozialkredit-Geschichte zu einem einzigen Profil zusammenführt. Wer auf sein Geld zugreifen will, muss sich per Iris-Scan oder Gesichtserkennung als derjenige identifizieren, dem die Wallet zugeordnet ist.
Wolff nennt es beim Namen: Nur der wohlgefällige Bürger, der keine Schulden hat, seine Steuern zahlt und das Sozialkreditsystem nicht verletzt hat, kommt an sein Geld heran. Der Rest? Steht vor einem leeren Bildschirm. Eine grössere Versklavung über das Geld hat es in der gesamten Geschichte noch nicht gegeben – das ist keine Polemik, das ist die technische Beschreibung des Systems.
Merz und der Datenschutz-Rabatt
Um zu verstehen, wie weit die Demontage des Datenschutzes bereits fortgeschritten ist, genügt ein Statement von Merz: Er schlug öffentlich vor, Bürgern einen Rabatt auf die Krankenversicherung zu gewähren, wenn sie alle Gesundheitsdaten auf einer einzigen Karte speichern lassen. In Deutschland werde zu viel über Datenschutz und zu wenig über Datennutzung geredet. Das ist kein Versprecher – das ist Programm.
Dass ausgerechnet die Ukraine und Israel als Vorzeigemodelle der Digitalisierung gelten – beide im Krieg, beide mit faktisch abgeschaffetem Datenschutz – sollte auch dem letzten Optimisten zu denken geben. Krieg, so Wolff, ist der effizienteste Motor der Digitalisierung: Niemand widersetzt sich dem Überwachungsstaat, wenn er gerade ums Überleben kämpft.
Silber als stiller Widerstand
Wer nicht in die CBDC-Falle tappen will, benötigt Alternativen. Wolff setzt auf physisches Silber als Alltagswährung einer möglichen Parallelgesellschaft. Die Saudi-Arabische Nationalbank ist in einen grossen Silber-ETF eingestiegen, Russland baut physische Reserven aus und seit 2011 besteht ein strukturelles Silberdefizit – neue Minen benötigen bis zu 15 Jahre, bis sie nennenswerte Mengen liefern. Der Markt ist enger als er aussieht.
Beim Gold sieht Wolff wesentlich höhere Preise, nicht weil Gold wertvoller wird, sondern weil alle Währungen weiter an Wert verlieren. Die Monetarisierung von US-Goldreserven – mit Zielpreisen zwischen 8000 und 20’000 Dollar die Unze im Gespräch – ist vom Gedankenexperiment zum diskutierten Szenario geworden. Und wenn die Masse merkt, dass das Papiergold im System zwischen 220 und 500 Mal häufiger verkauft als physisch vorhanden ist, werden die Preise nicht langsam steigen, sondern über Nacht explodieren.
Die Infrastruktur steht, die Gesetze sind vorbereitet und die «Architekten des Systems» haben bereits begonnen, ihr eigenes Geld in Gold umzuschichten – weil sie wissen, was kommt! Man nennt das «Modernisierung des Zahlungssystems» und meint damit, dass du nie wieder anonym einen Kaffee bezahlen kannst! Die digitale ID ist kein Ausweis, sie ist die Leine und das CBDC ist das Halsband! Wer heute noch glaubt, ein Sozialkreditsystem sei eine chinesische Spezialität, wird in wenigen Jahren erklären müssen, warum er dachte, Brüssel sei anders!






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