Damanns Impfpflicht oder wie ein Gesundheitsdirektor Verantwortung delegiert

Nicht leise, nicht elegant, sondern mit dem Geräusch, das entsteht, wenn politische Verantwortung endlich den Boden berührt. Wer ist Bruno Damann, der St. Galler Regierungsrat? Offiziell ein Allgemeinmediziner. Inoffiziell das seltene Beispiel dafür, wie man mitten in einer Gesundheitskrise Betten abbaut, Spitäler schliesst und das Ganze dann «Strukturreform» nennt. Chirurgische Präzision, nur leider am offenen System.

Damann begann irgendwo in der politischen Mitte, jenem wohltemperierten Raum, in dem man nie ganz schuld ist, aber immer dabei. Heute ist er Parteivorstand und Regierungsrat, geführt wie alle kantonalen Gesundheitsdirektoren vom ständigen Sekretariat der GDK. Dieses Sekretariat ist so etwas wie der unsichtbare Dirigent im Orchestergraben, der den Takt vorgibt, während die gewählten Politiker brav mitspielen. Demokratische Aufsicht? Nett gedacht.

Bei der GDK findet das Lobbying der Krankenkassen statt, elegant entkoppelt von direkter Demokratie. Und an der Spitze sitzt ausgerechnet Lukas Engelberger, Basler Regierungsrat, bekennender Pharmalobbyist, Mitte-Politiker, Jurist, ehemaliger Roche-Mitarbeiter und PCR-Patentversteher. Als Bonusposten auch noch im Institutsrat von Swissmedic. Man könnte meinen, das sei Satire. Ist es aber nicht. Es ist die Schweiz.

Damann ist Parteikollege Engelbergers und steht politisch exakt dort, wo die Interessen des Interpharma-Kartells bequem durchgereicht werden. Das Resultat kennen wir: Fünf Jahre Gängelung, moralischer Druck, sozialer Ausschluss und eine Impfkampagne, die weniger auf Aufklärung als auf Gehorsam setzte. Nötigung als Public Health-Strategie. Neu und kreativ.

Der gesundheitliche Preis? Der höchste Krankenstand der Schweizer Geschichte. Rund 500’000 Menschen leiden heute an Folgen der mRNA-Injektionen. Während Politiker, Mediengesichter und Impfkampagnen-Influencer offenbar auf der Sonnenseite des Chargenplans standen, durfte die Bevölkerung am grossen biomedizinischen Roulette teilnehmen. Einsatz: Körper. Gewinnchance: unbekannt.

Die Ärztegesellschaften, die sich zuvor mit pathosgetränkten Appellen an der Kampagne beteiligten, zeigen heute bemerkenswerte Gedächtnislücken. Gemeinsam mit den Krankenkassen wird die PostVac-Diagnose bis heute systematisch negiert. In der Schweiz ist sie nicht einmal abrechenbar. Wer krank wird, existiert buchhalterisch einfach nicht. Elegant gelöst. Die Betroffenen bleiben auf zehntausenden Franken sitzen und lernen dabei eine neue Form der Solidarität kennen: Nämlich die Abwesenheit davon.

International sprechen Geschädigtenvertreter von alarmierenden Zahlen. Ein signifikanter Teil der Injektionen soll toxisch gewesen sein, ein weiterer zu schweren Körperverletzungen geführt haben, ein kleinerer, aber realer Anteil endete tödlich. Über Inhaltsstoffe wie Lipidnanopartikel, DNA-Verunreinigungen und das steigende Risiko für Spikeopathien, Thrombosen, Myokarditis oder Krebs wurde früh gesprochen – nur nicht dort, wo Entscheidungen getroffen wurden.

Und Bruno Damann? Er steht für all das. Für eine Politik, die sich hinter Gremien versteckt, Verantwortung verdünnt und Schaden verwaltet, statt ihn aufzuarbeiten. Ein Arzt, der das System schont und die Patienten verkauft.

Damann, treten Sie zurück. Nicht als Schuldgeständnis, sondern als erster Schritt zur Ehrlichkeit. Denn Gesundheit beginnt dort, wo Macht endet…

Damanns Impfpflicht oder wie ein Gesundheitsdirektor Verantwortung delegiert

Abrieb der Windräder: Ein Ingenieur für chemischen Anlagenbau spricht Klartext

2026, das Jahr der unendlichen Möglichkeiten: Während draußen Windräder „grünen Strom“ produzieren, erklärt dir drinnen ein Chemiker, dass wir nebenbei vielleicht noch ein paar Tonnen Kunststoff, Monomere und Mikrofasern in Landschaft, Wasser und Lunge streuen. Aber hey: Hauptsache das Logo ist in Pastellgrün und irgendwo steht «nachhaltig».

Dipl. Ing. Michael Stegemann, Ingenieur für chemischen Anlagenbau und ehemaliger Mitarbeiter bei Bayer, spricht über den Abrieb von Windkraftanlagen und chemische Belastungen auf Natur und Umwelt. Aus fachlicher Perspektive ordnet er ein, was dabei entstehen kann und warum diese Fragen aus seiner Sicht mehr Aufmerksamkeit verdienen.

Und dann geht’s los: Epoxidharze, Glasfaser, Bisphenol A, PFAS, Phenol. Klingt wie die Zutatenliste einer miserablen Zukunft.

Die Kernthese: Windrad-Rotorblätter bestehen aus glasfaserverstärkten Kunststoffen, die mit Harzen gebunden werden. Diese Harze polymerisieren nicht zu 100 Prozent. Das heisst: Im ausgehärteten Material bleiben Monomere zurück. Und wenn die Rotorblätter an der Vorderkante durch Regen, Hagel, Sand und alles, was die Atmosphäre so an «Liebe» liefert, erodieren, dann wird Material abgetragen und in die Umwelt verteilt.

Jetzt kommt das Bild, das jeder versteht: Rotorspitzen mit bis zu 3400 km/h. Keine Formel 1 kommt hinterher, aber das interessiert Wassertropfen herzlich wenig. Die schlagen ein, reissen Oberfläche ab und die Erosion fräst sich Jahr für Jahr in die Kante. Laut den zitierten Untersuchungen reden wir von 40 bis 90 kg Abrieb pro Anlage und Jahr. Pro Anlage. Und wir haben, so wird behauptet, rund 30’000 Anlagen. Rechne dir den Rest aus, falls du heute noch Lust auf Mathematik und leise Panik hast.

Natürlich kommt sofort die Relativierungs-Industrie um die Ecke, diese magische Rhetorik, die alles kleinmacht, indem sie irgendwo anders etwas Grösseres findet. Reifenabrieb! Schuhsohlen! Hauskatzen, die Vögel fressen! Alles richtig. Und trotzdem ist es der klassische Trick: «Da drüben brennt ein grösseres Haus, also ist dein brennender Dachstuhl eigentlich kein Problem.»

Hier wird ein entscheidender Punkt gemacht: Reifenabrieb passiert auf Strassen. Strassen haben Entwässerung, Kanalisation, Kläranlagen, Abscheider. Das ist nicht perfekt, aber es ist wenigstens ein System. Windrad-Abrieb passiert in der Landschaft: Auf Feldern, Wiesen, Weiden. Da, wo Kühe stehen, Schafe grasen, Kartoffeln wachsen und du dir später einbildest, du würdest «regional» essen.

Und dann wird’s «gifitig».

Bisphenol A: Der Mann nennt es «wassergängig» und spricht von Leberbelastung bis hin zu Zirrhose. Dazu fällt das Wort «mutagen», DNA, Zellgift. Im Tonfall: «Ist halt so». Als ob das die neue Wetterlage wäre. Und dazu kommt Phenol als Erinnerung aus der Industrie-Vergangenheit: Früher hat man mit Phenol Kliniken desinfiziert, bis man gemerkt hat, dass es hochgiftig ist. In den 70ern, bei Bayer, Forschung, dann plötzlich: Masken, Handschuhe, Schutz. Die Pointe schreibt sich leider selbst: Sobald es die eigenen Leute betrifft, wird’s sofort ernst. Sobald es draussen in der Umwelt landet, nennt man es «gebunden» und schreibt ein PDF mit Fussnoten.

Denn genau so argumentiert die Windindustrie: Alles gebunden, alles sicher, keine Auswirkungen. Der Schaden trifft nur die Windindustrie. Die Armen. Fast rührend.

Nur: Gebunden ist nicht dasselbe wie für immer immobil. Nicht, wenn Material abgetragen wird. Nicht, wenn Partikel entstehen. Nicht, wenn Mikrofasern durch Wind verfrachtet werden. Nicht, wenn Dinge klein genug sind, um «lungengängig» zu werden. Dann wird aus «gebunden» ganz schnell «in deinen Lungenbläschen festgesetzt». Und da darfst du dann selbst «nachhaltig» durchatmen.

Der Ingenieur bleibt dabei immerhin anständig: Er sagt offen, dass er kein Biologe ist und keine Aussagen trifft, die er nicht belegen kann. Das ist selten geworden, weil viele heute lieber sofort 17 Gewissheiten raushauen, solange sie dabei überzeugt wirken. Er sagt: Aufbau, Stofftransfer, Weg ins Wasser, Weg in Pflanzen, plausibel. Auswirkungen auf Zellen? Da hält er die Klappe. Respekt.

Was er dafür noch reinlegt: Neben Abrieb gibt’s andere Stoffthemen an Windanlagen. Schmieröle, Hydrauliköle, Leckagen an grossen Gondeln, die durch Wind und Wetter nach aussen gelangen können. Und SF6 (Schwefelhexafluorid) als Löschgas in Schaltanlagen: An sich inert, «könnte man drin duschen» (bitte nicht ausprobieren, Menschen sind zu kreativ), aber mit brutalem Treibhauspotenzial, tausendfach über CO₂. Dann aber wieder die Differenzierung: Die Anlagen seien dicht, Leckraten gering, Recycling möglich. Das Problem sei real, aber nicht das Hauptproblem. Hauptproblem: Abrieb, Öle, Materialtransfer in Umwelt.

Und dann kommt der Teil, den man in Deutschland grundsätzlich erst versteht, wenn es zu spät ist: Rückbaukosten. Betonfundamente, Stahlbetonmassen, Tiefbau-Rechnung. Da sitzt ein Bürgermeister auf einer Terrasse, bekommt vorgerechnet, was 4000 Tonnen Stahlbeton ausbuddeln kosten, schaut auf die versprochenen Pachteinnahmen und merkt: Der «Reibach» ist hinüber, bevor der Wind überhaupt weht. Und plötzlich heisst es: «Dann bauen wir sie nicht.» Weil Mathematik, dieser unbestechliche Spielverderber, kurz vorbeigeschaut hat.

Der schönste Satz dazu: «Das hat mir keiner gesagt.» Natürlich nicht. Wieso sollte man dir das sagen, wenn man dich auch einfach unterschreiben lassen kann? Knebelverträge, aus denen man nicht mehr rauskommt, wenn man erst drin ist. Überraschung: Verträge sind meistens dann fair, wenn beide Seiten jederzeit gehen können. Alles andere ist Zucht.

Am Ende bleibt eine bitter-lustige Erkenntnis: Viele sind heute dort, wo er in den 90ern war. «Jung, dynamisch, Wind ist doch super.» Und dann kommen die Jahre, die Zahlen, die Materialien, die Erosion, der Abrieb, der Rückbau. Und plötzlich wirkt das grüne Heilsversprechen wie ein Bastelprojekt, bei dem man die Nebenwirkungen als «Fake News» beschimpft, bis die Nebenwirkungen in der eigenen Gegend liegen.

Vielleicht ist das die eigentliche Moral: Nicht «Windkraft ist böse» oder «Windkraft ist gut», sondern: Wenn ein System nur funktioniert, solange man nicht zu genau hinschaut, dann ist es kein System. Es ist PR…

Abrieb der Windräder – Ein Ingenieur für chemischen Anlagenbau spricht Klartext!
Abrieb der Windräder – Ein Ingenieur für chemischen Anlagenbau spricht Klartext!

DBD: Human – Cremate

1993 war die Welt langsamer, analoger. Man musste sich noch richtig anstrengen, um den Abgrund der menschlichen Seele zu finden. Drei Jahrzehnte später erledigt das ein Algorithmus in Millisekunden. Cremate aus Athen haben das Memo bekommen – und treten es mit Stahlkappen in den Boden. Mit dem neuen Lyric-Video zu «Human» graben die griechischen Death/Thrash-Veteranen ein Stück Vergangenheit aus und halten es direkt ins grelle LED-Licht der Gegenwart.

«Human» wurde Anfang der 90er geschrieben, in einer Zeit, als Wut noch aus Verstärkern kam und nicht aus Kommentarspalten. Heute klingt der Song weniger nach Nostalgie und mehr nach unangenehmer Diagnose. Fear, Pride, Hypocrisy – die alten Klassiker der menschlichen Selbstzerstörung. Nur dass sie inzwischen nicht mehr bloss im Herzen wohnen, sondern auch in unseren Geräten. Willkommen im digitalen Schlachthaus.

Cremate stellen die Frage, die keiner hören will: Was passiert, wenn wir Angst, Schmerz und Hass in Maschinen auslagern? Wenn wir Gefühle in Code pressen und hoffen, dass künstliche Intelligenz versteht, was wir selbst nicht mehr fühlen wollen? «Human» ist Thrash Metal als Faustschlag gegen die Illusion, Technik könne das Menschsein reparieren. Spoiler: Tut sie nicht.

Die Band selbst ist der Beweis, dass man Tote auferwecken kann – zumindest im Metal. Gegründet 1991 in Alimos, Athen, ballerten sich Cremate mit roher Gewalt und Einflüssen à la Kreator und Sodom durch die Underground-Szene. Mitte der 90er war Schluss, das gefeierte End of Time-Demo blieb wie eine offene Wunde zurück.

2021 zündet Gründer Christos die Lunte neu. Gemeinsam mit Drummer George und Gitarrist/Producer Akis Pastras wird die alte Wut entstaubt und neu geschärft. Das Ergebnis heisst «Ready To Fight» – eine EP, die keine Gefangenen macht. Drei neu interpretierte Klassiker, ein brandneuer Titeltrack mit Gastsolo von Marios Iliopoulos (Nightrage) und düstere Violinen von Lusty Apricot auf «Die as You Lived». Das Ganze klingt so, wie sich Wahrheit anfühlen sollte: Laut, unbequem und unmenschlich menschlich…

CREMATE – HUMAN (Lyric Video) | Thrash-Death Metal
CREMATE – HUMAN (Lyric Video) | Thrash-Death Metal

Epidemiengesetz: Normalisierung des Ausnahmezustands, Zwang, sauber formuliert

Der Bundesrat hat offenbar beschlossen, dass man aus der Pandemie doch noch etwas Nachhaltiges machen sollte. Nicht etwa Vertrauen, Transparenz oder Demut. Nein. Zwangsmittel. Sauber verpackt, juristisch geschniegelt, ordentlich im neuen Epidemiengesetz verankert. Man hat doch gelernt. Beim letzten Mal war das Problem nicht der Inhalt, sondern die fehlende gesetzliche Grundlage. Anfängerfehler. Jetzt macht man es «richtig».

Zertifikate? 2G? Zugangsbeschränkungen? Alles wieder im Werkzeugkasten. Nicht, weil es sich bewährt hätte, sondern weil man es beim nächsten Mal problemlos wieder einsetzen können möchte. Vorsorge nennt man das heute. Andere würden es Gedächtnisverlust nennen. Oder schlicht: Machtabsicherung mit Copy-Paste-Funktion.

Besonders beruhigend wirkt dabei die personelle Kontinuität. Wenn Bundesräte wie Cassis und Parmelin früher in parlamentarischen Funktionen bei industrienahen Lobbyorganisationen mitgewirkt haben, dann ist das natürlich reiner Zufall. Dass ausgerechnet in einer gesundheitspolitischen Ausnahmelage wieder genau jene Instrumente bereitstehen, von denen bestimmte Akteure massiv profitiert haben, ist ebenfalls Zufall. In der Schweiz passieren solche Dinge bekanntlich nie systemisch. Immer nur einzeln. Und immer ohne Absicht.

Kritiker sprechen von einer schleichenden Normalisierung des Ausnahmezustands. Von einer juristischen Nachrüstung dessen, was politisch und gesellschaftlich hoch umstritten war. Von einer Bevölkerung, die man erst unter Druck setzt und später darüber belehrt, dass alles alternativlos gewesen sei. Und von medizinischen Massnahmen, deren Nebenwirkungen bis heute lieber umetikettiert als aufgearbeitet werden. «Long Covid» ist dabei ein erstaunlich dehnbarer Begriff geworden. Praktisch, wenn man nicht mehr so genau hinschauen möchte.

Die NZZ berichtet nüchtern, wie sie das immer tut. Neue Rechtsgrundlagen, neue Möglichkeiten, neue Sicherheit. Kein Drama, bitte weitergehen. Dass Vertrauen nicht per Gesetz verordnet werden kann, steht leider in keinem Absatz:

Beim Bund ist man leiser unterwegs. Doch auch dort gilt es, genau hinzusehen. So will der Bundesrat das Epidemiengesetz revidieren und «die Lehren aus der Corona-Zeit ziehen»; das Geschäft liegt derzeit beim Parlament. Vorgesehen ist etwa, dass das Bundesamt für Gesundheit ein nationales Contact-Tracing-Informationssystem führen darf, mit dem «krankheits- oder ansteckungsverdächtige» Personen aufgespürt werden können. Das System soll Aufschluss geben über Aufenthaltsorte und Kontakte und zudem allerlei Gesundheitsdaten umfassen.
Auch der Impf-, Test- und Genesungsnachweis, mit dem die Bevölkerung in der Corona-Zeit in «zertifizierte» und «nicht zertifizierte» Bürger unterteilt wurde, soll nun dauerhaft im Epidemiengesetz verankert werden. Das Zertifikat ist nicht nur als Reiseausweis bei Gesundheitskrisen gedacht, sondern soll auch landesintern zum Einsatz kommen können – die 2-G-Regel vom Winter 2021/22 soll also neu zum normalen Instrumentarium der Behörden zählen. Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Lehren aus der Corona-Zeit, die man angeblich ziehen will, bis jetzt vor allem darin bestehen, dem Staat definitiv neue Zwangsmittel in die Hand zu geben.

Am Ende bleibt die Erkenntnis: Der Bundesrat bereitet sich nicht auf eine nächste Krise vor, sondern auf den nächsten Durchgriff. Dieses Mal sauber legitimiert. Demokratisch abgesegnet. Und selbstverständlich nur zu unserem Besten. Wer da noch skeptisch ist, hat vermutlich einfach noch nicht verstanden, wie fürsorgliche Macht im Jahr 2026 aussieht.

Epidemiengesetz: Normalisierung des Ausnahmezustands, Zwang, sauber formuliert

MTV ist tot. Lang lebe MTV!

Seit Januar läuft auf MTV offiziell kein Musikprogramm mehr. Was ungefähr so schockierend ist, wie wenn ein Metzger plötzlich vegan wird. Der Sender, der einst den Radiostar gekillt hat, hat sich über Jahre selbst in eine Endlosschleife aus Reality-TV, Fremdscham und «bitte schalt um»-Momenten verwandelt. Und jetzt ist er eben konsequent: Letzter 24/7-Musikkanal aus. Mic drop. Nur ohne Musik.

Dabei war MTV mal ein Tempel. Ein Schrein aus Neon, Haarspray und Gitarrengewitter. 1985 brüllten Mark Knopfler und Sting «I want my MTV!» in die Welt, als wäre das ein Schwur in Blut und Verstärkerrauschen. Damals war es völlig normal, dass Ozzy Osbourne 1988 mal eben im Studio vorbeischlurfte, als hätte er nur kurz Zigaretten holen wollen. Vier Jahrzehnte später klingt «I want my MTV» eher nach einem traurigen Kneipenruf um 03:17 Uhr, wenn der DJ zum dritten Mal Ed Sheeran spielt.

Aber dann passiert das, was in dieser Welt selten geworden ist: Ein Einzelner macht’s einfach. Ein Entwickler mit dem herrlich unvernünftigen Namen FlexasaurusRex hat sich nicht damit abgefunden, dass MTV sein eigenes Erbe in den Müllcontainer «Content» kippt. Stattdessen hat er in einer 48-Stunden-Coding-Session eine Browser-Zeitmaschine zusammen geklöppelt: «MTV Rewind«. Kostenlos. Werbefrei. Ohne Algorithmus, der dich nach zwei Songs in eine «Chill Vibes For Tax Evasion»-Playlist zwingt.

Das Ding streamt über 33’000 Musikvideos und Sendungen aus sechs Dekaden. Sechs. Dekaden. Das ist nicht Nostalgie, das ist Archäologie mit Lautstärke. Es gibt Kanäle nach Ära sortiert, von den 70ern bis heute, und natürlich die heiligen Reliquien: «Yo! MTV Raps», «120 Minutes» und für alle, die noch wissen, wozu Nackenmuskeln da sind: «Headbangers Ball». Metal-Fans können sich dort weiter durch die Klassiker prügeln oder das Ganze als Radio laufen lassen, bis die Nachbarn wieder «zufällig» die Polizei anrufen.

Und jetzt kommt der beste Part: Einfach nur Musik. So wie der Fernseh-Gott es einst gewollt hat, bevor er irgendwann die Fernbedienung verlegt hat. Null Werbung. Null Unterbrechungen.

FlexasaurusRex nennt das Projekt einen Mittelfinger gegen algorithmische Manipulation und Corporate Streaming-Monopole. Die Videos kommen von YouTube und werden über die Internet Music Video Database katalogisiert. Finanziert wird das Ganze über freiwillige Spenden, und die Seite soll dauerhaft gratis bleiben.

Und ja, natürlich ist das auch traurig: Ein Konzern mit Milliarden-Budget schafft es nicht, seine eigene DNA zu bewahren. Dafür braucht es einen Nerd mit Schlafmangel und Prinzipien. Das sagt mehr über die Medienlandschaft aus als tausend kluge Kommentare, die am Ende doch wieder nur Werbung für sich selbst sind.

Aber hey: Die Musik ist zurück.
Und dieses Mal ohne Vorwarnung, ohne Gatekeeper, ohne «We’ve updated our terms». Nur du, der Sound, und ein bisschen digitaler Trotz. Genauso muss das…

Geheimplan Venezuela – Was die USA wirklich wollen

Innerhalb weniger Tage passiert Folgendes: Berlin erlebt den längsten Blackout seit 1945, ausgelöst durch Brandstiftung an Hochspannungskabeln, zehntausende Haushalte frieren, die Debatte kippt zuverlässig in Schuldzuweisungen und Lagerkampf. Fast zeitgleich wird in Venezuela Präsident Nicolás Maduro von US-Kräften festgenommen und in die USA gebracht, inklusive öffentlicher Inszenierung als «Drogenboss»-Narrativ. Und als Bonus friert die Schweiz per Bundesratsentscheid Vermögenswerte ein, um einen «Abfluss» zu verhindern.

Wenn dir das wie ein Drehbuch vorkommt: Willkommen im Jahr 2026, wo Politik nicht mehr erklärt, sondern gerahmt wird. Und wo «Sicherheit» und «Drogenbekämpfung» die universellen Etiketten sind, die man auf jede Geopolitik klebt, damit sie im Wohnzimmer nicht stinkt.

Das Märchen vom «Drogeneinsatz»
Natürlich kann man einen Präsidenten verhaften, in New York vorführen und behaupten, das sei alles Teil eines heldenhaften Anti-Drogen-Kreuzzugs. Reuters beschreibt genau diese Linie: Maduro plädiert auf «nicht schuldig» und nennt es Entführung, die USA verkaufen es als Schlag gegen Kartelle. Nur: Wenn «Drogen» wirklich das Zentrum der Prioritäten wären, sähe die Landkarte der Interventionen traditionell anders aus. Aber Drogen sind als Begründung perfekt, weil sie zwei Vorteile haben:

Niemand muss sich mit Völkerrecht beschäftigen.
Wer widerspricht, wirkt wie jemand, der «Drogen schützt». Praktisch.

Der Rohstoff-Reflex: Öl ist nie nur Öl
Dass Venezuela im Fokus steht, ist auch deshalb kein Schock, weil das Land gigantische Ölreserven hat und geopolitisch zwischen China, Russland und USA zerrieben wird. Neu ist eher, wie offen das Ganze inzwischen gespielt wird: Festnahme, Schlagzeilen, dann das Versprechen, US-Ölfirmen würden helfen «wiederaufzubauen». «Wiederaufbauen» ist in dieser Sprache ein flexibler Begriff. Er kann Schulen meinen. Oder Förderrechte.

Chaos als Infrastrukturpolitik
Der Berlin-Blackout zeigt, was passiert, wenn ein modernes Gemeinwesen an einem relativ konkreten Angriff auf Infrastruktur hängt: Kälte, Ausfälle, Funklöcher, improvisierte Notunterkünfte, Frust, Spaltung. Und sobald genug Menschen genug genervt sind, taucht die nächste «Lösung» am Horizont auf: Mehr Überwachung, mehr Kontrolle, mehr Zentralisierung, mehr «digitale Resilienz». Alles mit dem freundlich grinsenden Hinweis, das sei «für eure Sicherheit».

Der Trick ist nicht, dass «die da oben» nachts bei Kerzenlicht die Welt steuern. Der Trick ist banal: Krise erzeugt Bedarf. Bedarf erzeugt Akzeptanz. Akzeptanz erzeugt Macht.

Geheimdienste, Tech, Finanz: Das Dreieck, das keiner wählen kann
Zu behaupten, «die Geheimdienste steuern alles», ist als absolute Aussage bequem, aber zu grob. Was man nüchterner sagen kann: In einer Welt, in der Information die Währung ist, wachsen Sicherheitsapparate, Plattformen und Kapitalverwaltung zu einem Machtblock zusammen, der schneller handelt als Parlamente und leiser wirkt als Panzer. Und wenn dann an beliebiger Stelle ein Präsident abgeholt wird und anderswo eine Metropole friert, sind das nicht zwingend «inszenierte» Ereignisse. Aber sie sind Ereignisse, die perfekt in ein System passen, das mit Druck besser regiert als mit Vertrauen.

Willkommen 2026: Wo die Schlagzeile das Nebengeräusch ist und die eigentliche Politik im Schatten der «Notwendigkeit» passiert. Was als Sicherheits- oder Drogenoperation verkauft wird, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Kampf um Öl, Rohstoffe und Kontrolle.

Geheimplan Venezuela - Was die USA wirklich wollen | Ernst Wolff im Gespräch mit Dominik Kettner
Geheimplan Venezuela - Was die USA wirklich wollen | Ernst Wolff im Gespräch mit Dominik Kettner

Keine Teilrevision ohne Aufarbeitung: Warum Erinnerung die letzte Verteidigung der Demokratie ist

Es gibt Sätze, die klingen so harmlos vernünftig, dass man sie am liebsten auf ein Schild drucken und vor das Bundeshaus stellen würde. «Keine Teilrevision des Epidemiengesetzes ohne Aufarbeitung» ist solch ein Satz. Er riecht nach Rechtsstaat, nach Lernfähigkeit, nach dem seltenen Luxus, Entscheidungen nicht nur zu treffen, sondern sie später auch zu überprüfen. Aktionsbündnis freie Schweiz (ABF) sammelt dafür Unterschriften, online oder auf Papier, Einsendeschluss 16. Februar 2026.

Und jetzt kommt der unangenehme Teil: Genau weil dieser Satz so vernünftig klingt, eignet er sich perfekt als Träger für alles, was man sonst noch in denselben Lastwagen packen will. Aufarbeitung? Ja, bitte. Aber bitte nicht als Trockenübung, bei der am Ende wieder nur «wir haben unser Bestes getan» herausfällt. Sondern als echte Inventur: Was hat gewirkt, was hat geschadet, was war verhältnismässig, was war schlicht reflexhaft?

Die Teilrevision des Epidemiengesetzes selbst ist jedenfalls real und nicht nur ein Gerücht: Der Bundesrat hat die Vorlage am 29. November 2023 in die Vernehmlassung geschickt, sie lief bis 22. März 2024. Offiziell geht es darum, Bund und Kantonen mehr Werkzeuge für künftige Bedrohungen (auch Antibiotikaresistenzen) zu geben. Soweit der Werbetext. Praktisch geht es natürlich um die Frage: Was aus der Pandemiezeit wird zur Norm? Und wer bekommt wann welche Macht?

ABF argumentiert: Ohne umfassende Aufarbeitung würden zentrale Massnahmen der Pandemiezeit «unhinterfragt» ins Gesetz wandern: Masken, Lockdowns, Demo-Verbote, Distanzregeln, Contact Tracing, Schnellzulassungen, bis hin zu Impfobligatorien für bestimmte Gruppen. Das ist die klassische Demokratieregel: Wenn du einmal gesehen hast, wie schnell Notrecht Normalität werden kann, wirst du bei jeder neuen «Optimierung» nervös. Verständlich.

Nur ist «Aufarbeitung» ein Wort, das in der Schweiz ungefähr so benutzt wird wie «nachhaltig» auf Shampoo-Flaschen: Alle finden es super, aber jeder meint etwas anderes.

Aufarbeitung, die wirklich hilft, wäre brutal simpel

  • Ziele klären: Wollten Massnahmen Infektionen senken, schwere Verläufe senken, das Gesundheitssystem schützen oder politisch Zeit kaufen?
  • Kennzahlen festnageln: Was gilt als Erfolg? Was als Kollateralschaden?
  • Nebenfolgen zählen: Bildung, Psyche, Pflege, Wirtschaft, Grundrechte.
  • Fehlerkultur erzwingen: Welche Annahmen waren falsch, welche Daten wurden überbewertet, welche Unsicherheiten wurden verschwiegen?
  • Machtbegrenzung definieren: Welche Eingriffe brauchen zwingend Parlament/Referendum, welche dürfen nie per Verordnung durchregiert werden?

ABF beruft sich prominent auf den Cochrane-Review zu «physical interventions», der 2023 aktualisiert wurde. Dort steht (vereinfacht): Masken in der Community machen «wahrscheinlich wenig oder keinen Unterschied» bei grippeähnlichen Erkrankungen bzw. COVID-19-ähnlichen Erkrankungen.

Beispiel «Pfizer hat zugegeben…»
ABF zitiert (indirekt) die EU-Parlamentsdebatte und die populäre Schlussfolgerung: «Pfizer hat eingeräumt, nicht auf Transmission getestet zu haben.» Politik und Öffentlichkeit haben aus «Schutz vor schwerer Erkrankung» oft «du bist immun und ungefährlich» gemacht. Und dieser kommunikative Kurzschluss gehört in eine Aufarbeitung, egal in welche Richtung man politisch kippt.

Der Kernkonflikt: Wissenschaft vs. Politik ist keine saubere Trennung
ABF schreibt: Wissenschaft soll frei forschen, Politik soll daraus Entscheidungen ableiten. Klingt toll, funktioniert aber nur in PowerPoint. In einer echten Krise entscheidet Politik unter Zeitdruck mit unsauberen Daten und Wissenschaft produziert in Echtzeit widersprüchliche Befunde, die sich erst später sortieren. Das Problem ist nicht, dass Politik «Wissenschaft hörte». Das Problem ist, dass die Politik so tat, als gäbe es einen wissenschaftlichen Konsens, und Abweichung moralisiert wurde.

Genau deswegen ist «Aufarbeitung» dringend nötig. Nicht um nachträglich Helden und Schurken zu casten, sondern um Regeln zu bauen, die beim nächsten Mal verhindern, dass:

  • Modelle wie Naturgesetze behandelt werden,
  • Unsicherheit als gefährlich gilt,
  • Grundrechte als Schalter missverstanden werden,
  • Kritik automatisch als Illoyalität gilt

Und die Revision des EpG?
Offiziell läuft das Verfahren, Unterlagen sind dokumentiert, Stakeholder liefern Stellungnahmen, das BAG erklärt die Revision und will Lehren ziehen. Klingt geschniegelt. Aber die entscheidende Frage bleibt politisch: Welche Massnahmen werden als Standardinstrumente normalisiert und welche Hürden werden eingebaut, damit diese Instrumente nicht reflexartig wieder gezückt werden?

Wenn man wirklich lernen will, dann gilt:

  • Vorkrisen-Checks: Wer ordnet was an, auf Basis welcher Datenqualität?
  • Parlamentarische Stoppschilder: Notrecht benötigt harte Sunset-Klauseln.
  • Transparenzpflicht: Protokolle, Modelle, Daten, Annahmen: veröffentlichen, nicht «später mal».
  • Föderalismus ernst nehmen: Nicht als Störung, sondern als Sicherheitsmechanismus.

Und jetzt die Pointe, weil wir in der Schweiz leben: Am Ende wird man vermutlich eine «umfassende Aufarbeitung» fordern, dann eine «umfassende Aufarbeitung» ankündigen, dann eine «umfassende Aufarbeitung» in Auftrag geben, und schliesslich erklären, man habe «umfassend aufgearbeitet», während jeder, der das anders sieht, als unbequem gilt. Das System ist effizient, nur nicht unbedingt in Wahrheit.

Die Petition hat also recht mit dem Grundsatz: Kein neues Gesetz ohne ehrliche Bilanz. Wirklich ehrlich und dazu muss all dies transparant erfolgen. Nicht nur die Debatte. Nicht das diese «Aufarbeitung» am Ende nur dazu dient, die nächste Teilrevision moralisch wasserdicht zu verpacken.

Impfpflicht, Geldstrafe, Gefängnis – was sagt das Recht?
Impfpflicht, Geldstrafe, Gefängnis – was sagt das Recht?

Syrischer Staatsempfang in Deutschland

Wenn sich zwei Halsabschneider treffen wird so einiges diskutiert. So soll Merz fragen: «Herr… äh… Präsident, wir haben 5% ihrer Gesamtbevölkerung in unserem Land. Möchten sie diese vielleicht wieder zurückhaben?» Und dann wird zu Mustafa Berlin gegangen, Mehringdamm Schlange stehen. Schliesslich kennt man sich aus. Staatsminister Getränke-Salim. Dies, das, Ananas… 🙌

Syrischer Staatsempfang
Syrischer Staatsempfang

Warum du auf dein Herz hören solltest

Das menschliche Herz ist nicht das, was man dir weismachen will. Das menschliche Herz hat die Form eines Tetraeders, der stabilsten und grundlegendsten Form aller geometrischen Formen. Das Herz enthält 40’000 Neuronen (Nervenzellen, die Nachrichten senden und empfangen) und kommuniziert mithilfe von Peptiden emotionale Zustände mit dem Gehirn. Der natürliche Blutfluss in den vier Herzkammern erzeugt einen Wirbel oder «Wirbelringe», der dem natürlichen Energiefluss in der Natur und im gesamten Universum, das uns umgibt, ähnelt. Das Herz erzeugt seine eigenen elektrischen Impulse und erzeugt ein toroidales Feld. Das bedeutet, dass das menschliche Herz ein Zentrum für spirituelle und energetische Aktivitäten ist. Der Fluss des Blutes durch den Wirbel des Herzens ist eine physische Manifestation der energetischen Muster der Natur. Das Herz ist nicht nur dazu da, Blut zu pumpen. Das Herz ist der Schlüssel zum Ausgleich der spirituellen und energetischen Dimensionen. Alles, was dich gegen dein Herz führt, zieht dich von der Harmonie weg.

Warum du auf dein Herz hören solltest

Warum dürfen Linksextreme in Deutschland alles?

Wie gewohnt schont das frisch angebrochene Jahr 2026 niemanden. Berlin startet nicht mit Konfetti, sondern mit dystopischen Bildern aus dem Südwesten: Minusgrade, kein Strom, keine Heizung, Funklöcher, geschlossene Läden. Und irgendwo dazwischen Menschen, die ziemlich schnell merken, dass «kritische Infrastruktur» ein schickes Wort ist für «wenn’s brennt, wird’s unerquicklich». Auslöser war ein mutmasslich linksextremistisch motivierter Brandanschlag auf eine Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Die nackten Zahlen sind weniger sexy als jedes Narrativ, aber dafür real: rund 45’000 Haushalte, etwa 2200 Unternehmen, insgesamt über 100’000 Menschen ohne Strom. Tageweise. Bei Wintertemperaturen.

Und jetzt kommt der Teil, den man in der Hauptstadt eigentlich als Tradition führen könnte: Das Krisenmanagement. Es war da. Irgendwo. In Fragmenten. Aber eben nicht so, dass die Betroffenen das Gefühl hatten: «Ah, hier funktioniert ein System.» Eher: «Ah, hier funktioniert ein Pressetext.» Das moralische Märchen vom «reichen Zehlendorf, denen ist’s egal» hält übrigens genau so lange, bis man begreift, wer dort überdurchschnittlich häufig lebt: Ältere Menschen, viele pflegebedürftig, teils abhängig von Geräten, Wärme, Struktur. Und dann passieren Bilder, die sich ein Land, das gern «Würde» in Sonntagsreden trägt, eigentlich nicht leisten dürfte: Pflegebedürftige in einer Turnhalle auf Feldbetten. Der Tagesspiegel dokumentierte den Fall einer 97-Jährigen, die nach dem Stromausfall in einer Notunterkunft übernachten musste und bei einem Besuch des Regierenden Bürgermeisters die Emotionen hochkochten.

Eine Turnhalle ist keine akzeptable Option für Hochbetagte. Nicht «unglücklich», nicht «suboptimal», nicht «im Rahmen der Möglichkeiten». Einfach: Nein. Und wenn das im Januar 2026 noch diskutiert werden muss, dann ist nicht die Diskussion das Problem, sondern das System dahinter. Währenddessen wurde die Bevölkerung mit praktischen High-End-Tipps versorgt, die man sonst auf der Rückseite von Müslipackungen findet: Taschenlampen nutzen, Batterien prüfen, irgendwie durchhalten. Danke, Berlin. Der Gedankenspagat war wirklich anspruchsvoll.

Dann der nächste Treppenwitz: Als «Hilfe» wurden Hotelzimmer ab 70 € angeboten, inklusive Frühstück. «Ab 70 €» klingt wie ein Sonderangebot, ist aber für viele schlicht nicht machbar, erst recht über mehrere Nächte. Die Idee dahinter wirkt wie ein Missverständnis darüber, wie Durchschnittshaushalte funktionieren: Renten, Alleinerziehende, Familien, Menschen ohne Rücklagen, kleine Betriebe. Die rechnen nicht in «ab 70», die rechnen in «geht gerade noch».

Und natürlich durfte das übliche Gerücht nicht fehlen: «Wir haben keine Notstromaggregate mehr, weil alles in die Ukraine ging.» Klingt schön empörungsfähig, ist aber so nicht korrekt. Es stimmt, dass rund 1700 Notstromaggregate für die Ukraine bereitgestellt wurden, aber laut Faktenchecks wurden sie extra beschafft und nicht aus dem THW-Bestand abgezogen. Heisst: Das Problem war nicht «alles weg», sondern «Resilienz in der Praxis ist komplizierter als Empörung im Kommentarbereich».

Was die Sache zusätzlich bitter macht: Das Ganze kam nicht aus dem Nichts. Bereits im August 2025 berichtete die Berliner Zeitung über ein Pamphlet aus der Szene («Villenviertel lahmlegen»), inklusive Bezug auf Angriffe auf Stromversorgung. Wenn solche Signale existieren und man trotzdem überrascht wirkt, dann ist das keine «unerwartete Verkettung», sondern eine Prioritätenfrage.

Und genau hier wird es unpolitisch: Wie schnell und laut bestimmte Gefahren benannt werden und wie zäh andere. Wenn ein Anschlag nicht ins gewohnte Bedrohungsregal passt, dauert es offenbar länger, bis man ihn beim Namen nennt, ihn einordnet, und daraus Konsequenzen zieht. In diesem Fall werden inzwischen Konsequenzen angekündigt: Auswertung, bessere Krisenstrukturen, mehr Schutz sensibler Infrastruktur. Schön. Nur leider kommt «besser werden» immer erst nach dem Kälteschock.

Das eigentlich Verstörende bleibt: Mit relativ einfachen Mitteln liess sich ein grosser Teil einer Metropole tagelang ausknipsen, inklusive Wärme, Kommunikation und Alltag. Und wenn schon der «kleine Ernstfall» so aussieht, möchte man den grossen lieber nicht erleben.

Warum dürfen Linksextreme in Deutschland alles?
Warum dürfen Linksextreme in Deutschland alles?

Der Körper als Staatseigentum: Medizinischer Zwang im Namen der Freiheit

Heute mal wieder so eine dieser herzerwärmenden Geschichten aus dem Maschinenraum des modernen Pflichtbewusstseins. Ein 18-jähriger Soldat, volljährig genug, um eine Waffe zu tragen, Befehle auszuführen und im Zweifel zu sterben – aber offenbar noch nicht reif genug, um über seinen eigenen Körper zu entscheiden. Willkommen im Erwachsenenleben, Version Staatsräson.

Der junge Mann verweigerte die experimentelle mRNA-Impfung. Nicht aus Trotz, nicht aus Dummheit, sondern aus dem naheliegenden Impuls heraus, dass «experimentell» und «Zwang» eine Kombination sind, die man sonst eher aus dunkleren Kapiteln der Geschichte kennt. Die Reaktion? Pädagogisch wertvoll, versteht sich. Disziplinarmassnahmen, sozialer Druck, subtile wie offene Demütigung. Man wollte ja nur sein Bestes. Sein gesundheitliches, moralisches und institutionelles Bestes.

Plötzlich galt nicht mehr der soldatische Leitspruch von Verantwortung, Gewissen und individueller Urteilsfähigkeit. Plötzlich war Gehorsam nicht mehr Mittel, sondern Zweck. Der Körper wurde zur staatlichen Ressource erklärt, die Abweichung zur Charakterschwäche umetikettiert. Wer nicht mitmacht, gefährdet die Truppe. Oder gleich die Nation. Dramaturgie muss sein.

Besonders elegant ist dabei die moralische Akrobatik: Man zwingt jemanden zu einer medizinischen Massnahme «zu seinem Schutz» und bestraft ihn, wenn er diesen Schutz nicht möchte. Fürsorge mit Strafandrohung – das ist keine Ironie, das ist Systemdesign.

Und nein, es geht hier nicht um Impfdebatten im Internet-Niveau. Es geht um etwas Grundsätzlicheres: Wenn ein Staat entscheidet, dass dein Körper nicht mehr dir gehört, sondern der Funktion, die du erfüllst, dann ist die Grenze längst überschritten. Dann ist der Soldat nicht mehr Bürger in Uniform, sondern Material.

Man kann das patriotisch nennen. Oder effizient. Oder notwendig. Man kann es auch das nennen, was es ist: Ein Lehrstück darüber, wie schnell Prinzipien verdampfen, wenn sie unbequem werden.

Übrigens, ähnliche «Aktionen» fanden in Psychiatrien weltweit statt, auch in der Schweiz. Ebenfalls ein Thema, das nicht öffentlich bekannt ist…

Der Körper als Staatseigentum: Medizinischer Zwang im Namen der Freiheit
Der Körper als Staatseigentum: Medizinischer Zwang im Namen der Freiheit

Der Moment, in dem Gehorsam aufhörte, edel zu wirken

Was hat die Fassade bei dir zum Einsturz gebracht? War es dieser eine Artikel, der klang, als hätte ihn ein Praktikant mit Netflix-Abo und Parteibuch verfasst? Oder der Jobtitel, der zwar nett auf der Visitenkarte stand, aber langsam dein Rückgrad durch ein Excel-Sheet ersetzte? Vielleicht war es auch der Moment, in dem du Macht aus nächster Nähe gesehen hast. Nicht im Hollywood-Stil mit Zigarre und finsterem Lachen, sondern ganz banal: geschniegelt, geschniegelt leer, geschniegelt grausam.

Irgendwann kippt etwas. Meist leise. Keine Explosion, kein Gong. Eher ein inneres «Moment mal». Der Augenblick, in dem Gehorsam plötzlich nicht mehr wie eine Tugend klingt, sondern wie ein Rabattcode für Selbstverrat. Der Punkt, an dem man merkt, dass «Grundrechte» offenbar Leihgaben sind. Gewährt von Fremden, die man nicht kennt, gewählt von Fremden, die man auch nicht kennt, verwaltet von Apparaten, die niemand mehr kontrolliert, aber alle ehrfürchtig für alternativlos halten.

Wir kommen nicht alle durch dieselbe Tür. Manche werden mit der Brechstange hineingeworfen. Trauma, Krankheit, Verlust. Andere stolpern eher zufällig hinein. Aus Liebe. Aus Mitgefühl. Oder weil sie irgendwann bemerken, dass etwas in ihnen langsam erstickt. Etwas, das früher selbstverständlich war: Würde. Eigenverantwortung. Das leise, aber hartnäckige Gefühl, dass Freiheit kein Antrag ist, den man genehmigt bekommt.

Und dann beginnt diese seltsame Phase. Man liest plötzlich anders. Hört anders zu. Glaubt nicht mehr alles, nur weil es «alle sagen». Ein gefährlicher Zustand, wie man dir erklären wird. Kritisches Denken gilt inzwischen als Einstiegsdroge. Wer Fragen stellt, muss etwas kompensieren. Wer Zweifel äussert, ist radikalisiert. Ein wunderbares Wort übrigens. «Radikalisiert». Klingt nach Extremismus, meint aber oft nur: Jemand hat aufgehört, alles zu schlucken.

Die Ironie ist brutal. Radikal wird nicht der, der denkt. Radikal ist das System, das Denkverweigerung zur moralischen Pflicht erhebt. Radikal ist eine Ordnung, die Gehorsam feiert und Abweichung pathologisiert. Radikal ist die Erwartung, dass erwachsene Menschen ihre Urteilskraft an Experten delegieren sollen, die sich regelmässig widersprechen und nie haften.

Was also hat dich «radikalisiert»? War es wirklich ein einzelnes Ereignis? Oder eher diese Summe aus Widersprüchen, Heuchelei und offener Verachtung für den mündigen Menschen? Wahrscheinlich war es kein Knall. Wahrscheinlich war es ein langsames, nüchternes Erwachen.

Der Moment, in dem Gehorsam aufhörte, edel zu wirken

Subvention statt Souveränität: Der stille Ausverkauf der Bauernzunft

Ach, wo seid ihr eigentlich geblieben, ihr stolzen Helden der Bauernzunft? Wahrscheinlich gerade damit beschäftigt, das nächste Formular zur Subventionsbeantragung korrekt zu lochen. Widerstand braucht schliesslich Ordnung.

Man fragt sich ja ernsthaft: Warum ist es plötzlich so still, wenn es um Gentechnik geht? Wo bleibt der Aufschrei, wenn Saatgut zur Lizenzware wird und «Innovation» bedeutet, dass Konzerne bestimmen, was auf eurem Acker wachsen darf? Keine Traktoren, keine Blockaden, keine brennenden Reden. Dabei habt ihr doch bewiesen, dass ihr mobilisierungsfähig seid. Diesel? Zack, Trecker nach Berlin. PR-Bilder, mediale Aufmerksamkeit, Selfies vorm Reichstag. Ging doch auch.

Aber Genmist? Ach komm, das ist kompliziert. Da könnte man ja wirklich etwas Grundsätzliches infrage stellen. Da müsste man vielleicht sogar Nein sagen. Und zwar nicht nur mit einem Schild, sondern mit Konsequenzen. Unbequem, ich weiss.

Dabei wäre es lächerlich einfach. Regionale Vertriebssysteme, direkte Vermarktung, echte Nähe zu den Menschen, die euer Essen kaufen. Glaubt ihr ernsthaft, wir würden euch hängen lassen? Wir würden euch alles abkaufen. Alles. Lieber ein ehrlicher Apfel vom Hof nebenan als ein patentiertes Laborprodukt mit Marketingstory. Aber dafür müsste man halt Rückgrat zeigen und nicht nur dann laut werden, wenn der Tank teurer wird.

Das eigentliche Problem ist ja nicht die Gentechnik. Das eigentliche Problem ist, dass Widerstand bei vielen offenbar als Event verstanden wird. Ein bisschen Protesttourismus, ein bisschen Empörung, danach zurück in den Stall und hoffen, dass der Staat schon zahlt. Spoiler: Wer Subventionen braucht, ist nicht unabhängig. Und wer nicht unabhängig ist, ist erpressbar.

Und genau deshalb werdet ihr verlieren. Nicht wegen Wetter, nicht wegen Bürokratie, nicht wegen «der Politik». Sondern weil man euch beigebracht hat, dass Anpassung sicherer ist als Aufbegehren. Dass man lieber kuscht als gestaltet.

Widerstand ist nicht, mit dem Trecker im Kreis zu fahren. Widerstand ist, ein System abzulehnen, das euch überflüssig machen will. Aber klar, das passt schlecht auf ein Transparent…

Subvention statt Souveränität: Der stille Ausverkauf der Bauernzunft
Subvention statt Souveränität: Der stille Ausverkauf der Bauernzunft

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