Manche Männer gehen in die Stille. Johnny Hagel ist einer davon – und er kommt nicht leer zurück. Jahrelang stand er als Bassist und Co-Songwriter bei Tiamat und Sundown im Schatten der grossen Namen, im Rumpeln der Verstärker, im kollektiven Riff. Jetzt hat er die Tür zugemacht, das Licht gelöscht – und Ashen Sun gebaut. Allein. Aus den Überresten von allem, was mal leuchtete.
Das Projekt entstand 2024 in absoluter Isolation, und man hört es: Diese Musik klingt nicht nach Studio – sie klingt nach verschlossenen Räumen, nach innerem Zerfall, nach einer Welt, die in Echtzeit abdimmt. Gothic Rock mit eiskaltem elektronischen Rückgrat. 90er-Melancholie trifft Cold-Wave-Synthies trifft Cinemascope-Apokalypse – ohne auch nur eine Sekunde lang «modern» wirken zu wollen. Hagel selbst nennt es ein Requiem für sterbende Imperien und verlöschende Sterne. Treffender lässt sich eine Mission nicht formulieren.
Nach dem Debüt-Single «Faith’s Funeral» im Dezember 2025 – der sofort in Playlists einschlug wie ein Vorschlaghammer in Marmor – folgt nun die sechs-Track-EP «Velarium», die am 27. März 2026 erscheint. Sechs Tracks. Sechs Todesurteile. Zynismus als Überlebensstrategie. Devotion, die zu Säure wird. Städte in Rauch. Ein Rad, das niemals stoppt. Und am Ende: Nebel, Schlaf und Tote, die einfach nicht gehen wollen. Willkommen zurück in der Dunkelheit, Johnny. Sie hat auf dich gewartet…






«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








