Während Berlins Leitartikler noch darüber brüten, wie man einem Kanzler den Rücktritt nahelegt, ohne das Wort Rücktritt zu benutzen, hat Willy von Snickers für Linkshänder die Gretchenfrage längst beantwortet. Mit Nietenjacke, Anarchie-A und einer Minute Bildgewalt, die mehr Ehrlichkeit trägt als ein ganzer Jahrgang Hauptstadtpresse.
Friedrich Merz brüllt im Punk-Leder vom Rednerpult, der Bundesadler hängt dahinter wie ein gerupftes Huhn. Dann das Fliessband, auf dem kein einziges Auto mehr gebaut wird, dafür stehen Xi, Trump und Putin als Punk-Trio in der leeren Werkhalle und schauen zu, wie der Standort ausblutet. Adenauer schläft, Helmut Schmidt raucht verächtlich, die Zapfsäule zeigt 3,49 Euro für den Liter, die Kurve der Wirtschaftsleistung stürzt so senkrecht ab wie die Umfragewerte auf der Titelseite. Am Ende rennt ein ganzes Land mit Einkaufstüten davon, die Gitarre liegt zertrümmert auf dem Asphalt und der Kanzler pennt auf der Bank einer versifften Bushaltestelle. Wer den Wortbruch-Kanzler kennt, weiss: Das ist keine Satire, das ist ein Lagebericht.
Willys KI-Clip leistet, was die Opposition seit Monaten nicht hinbekommt. Er legt dem Kollaps nach Bauplan endlich den passenden Soundtrack unter. The Clash stellten die Frage 1982. Merz hat sie bis heute nicht beantwortet. Die Ratten sind längst ausgestiegen – nur der Frontmann liegt noch an der Haltestelle und wartet auf einen Bus, der nie mehr kommt!
Und falls das Video bei Youtube wieder mal zensiert werden sollte, hier das Backup auf Rumble:






«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.







