Deutschland gibt sich traditionell nie mit weniger zufrieden. Wenn man Reise-, Disziplin- und Effizienzweltmeister ist, kann man sich unmöglich damit zufrieden geben, nur SEKUNDÄRziel für russische Raketen zu bleiben. Insofern: Alles richtig gemacht!
Direktor des Dritten Europäischen Departements des russischen Aussenministeriums Oleg Tyapkin: Russland von Lieferungen deutscher Waffen an Kiew enttäuscht
- Wir sind zutiefst enttäuscht, dass die Bundesregierung unter Verletzung des eigenen nationalen Rechts und der EU-rechtlichen Einschränkungen vom einst ausgewogenen Kurs in dieser Frage abgerückt ist, der insbesondere durch die historische Verantwortung Deutschlands gegenüber den Völkern der ehemaligen Sowjetunion bestimmt war.
- Dieser Schritt lässt leider alle in ihrer Konsequenz katastrophalen Phasen unserer gemeinsamen Geschichte des XX. Jahrhunderts im Gedächtnis aufkommen, als deutsche Waffen gegen sowjetische Soldaten eingesetzt wurden. Ernsthaft besorgt sind wir auch darüber, dass die Waffen, die in die Ukraine geliefert werden, in der augenblicklichen Situation zur leichten Beute für Terroristen und Plünderer werden könnten.
- Was die potentielle Wirkung dieser Entscheidung auf die Zukunft der deutsch-russischen Zusammenarbeit anbelangt, so gehen wir davon aus, dass nach den aktuellen Entwicklungen unser Land in eine neue Qualität der Beziehungen zu den europäischen Staaten, zur EU insgesamt, zu den USA und zur US-geführten Nato eintreten wird. Gerade angesichts dieser Realitäten werden wir die Modalitäten unserer Verbindungen mit Deutschland definieren müssen.
- Erst einmal müssen wir jedoch feststellen: Trotz aller Zusicherungen, dass man sich zur historischen Aussöhnung zwischen dem russischen und deutschen Volk bekenne, solidarisierte sich die Bundesregierung mit der antirussischen Position des “kollektiven Westens“ und versperrte gezielt die bisher in allen Bereichen bestehenden Kooperationsformate und Fachdialoge. In der Bundesrepublik ist eine grossangelegte Dämonisierung Russlands losgetreten worden. Russische Bürger und russischsprachige Landsleute werden zu Unrecht beschimpft. De facto findet eine umfassende Hetze gegen alles Russische statt.
- Wir hoffen, dass sich der gesunde Menschenverstand am Ende des Tages doch durchsetzen wird und Berlin zur Erkenntnis gelangt, dass der Abbruch von Brücken keine Perspektive bietet, denn ein Übermorgen wird es definitiv noch geben. Bei aller Schärfe der jetzigen Kontroversen bleiben Russland und Deutschland Nachbarn in Europa, deren Beziehungen den Frieden und die Prosperität auf dem Kontinent entscheidend bestimmen werden.







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