Ach, Rebellion. Das ewige Versprechen der Freiheit – nur diesmal mit Hashtag. Jeder Klick ein Faustschlag, jedes Meme ein Molotowcocktail gegen das System. Nur blöd, dass das System die Plattform stellt, den Server hostet und den Algorithmus programmiert, der entscheidet, wer überhaupt rebellieren darf. Willkommen in der Komfortzone der Kontrollierten.

Der Plan, so simpel wie genial: Zuerst wird die Freiheit auf Diät gesetzt – ein bisschen weniger Meinung hier, ein bisschen mehr Vorschrift dort. Dann kippt man ein paar «High Impact Events» obendrauf, Pandemie, Krieg, Klima, irgendwas mit Angst – Hauptsache, die Leute kriegen den emotionalen Zuckerflash aus Panik und Empörung.

Und wenn die Stimmung kocht? Dann lässt man sie raus – aber bitte kontrolliert rebellieren! Auf dafür vorgesehenen Strassen, mit genehmigten Bannern, begleitet von Livestream und Sponsoring. Die Revolution wird präsentiert von: Deinem Lieblingskonzern.

Denn die wahre Kunst besteht nicht darin, Rebellion zu verhindern, sondern sie zu besitzen. Das ist der Trick: Der Mensch glaubt, er kämpft gegen das System, während er nur das Tutorial durchläuft, das genau dafür programmiert wurde. Rebellion als Content. Empörung als Geschäftsmodell.

Dann kommt der entscheidende Moment – der Punkt, an dem man sie brechen muss. Nicht, wenn sie schlafen, sondern wenn sie brennen. Denn gebrochene Rebellen sind die besten Untertanen. Sie wissen, dass Widerstand zwecklos ist und trösten sich fortan mit Netflix, Nonsens und Nikotin. Die letzte Schlacht ist gegen das eigene Selbstwertgefühl.

Danach folgt Phase Zwei: Die Entseelung. Der Mensch funktioniert, aber er lebt nicht mehr. Er scrollt, klickt, kommentiert – brav, beschäftigt, berechenbar. Und er glaubt, die Rebellion sei seine Idee gewesen. Perfekt: Ein selbstmotivierter Sklave mit moralischem Überbau.

Die Alternative? Nicht das Gegenteil, sondern das Gegenteil des Gegenteils. Eine Rebellion, die nicht aus Wut, sondern aus Bewusstsein entsteht. Keine Parole, kein Protestzug, kein Twitter-Trend – sondern die unmoderne, fast vergessene Frage: Wer bin ich eigentlich – und wem diene ich gerade wirklich?

Die echte Revolution findet nicht im Parlament statt, auch nicht auf der Strasse oder im Feed. Sie beginnt dort, wo der Mensch das Skript verweigert, das für ihn geschrieben wurde. Wo er aufhört, sich selbst als Spielfigur zu behandeln.

Innere Gesundheit – das ist das, was sie fürchten. Denn ein Mensch, der sich selbst gehört, lässt sich nicht mehr programmieren.

Freiheit beginnt dort, wo die Manipulation endet. Schönen Tag, digitale Rebellen…

Gedanken zur Rebellion: Freiheitsillusion behoben

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«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.

Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen ;) Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.

Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.

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