Gibt es wirklich Menschen, die tatsächlich glauben, Russland hätte die Pipelines sabotiert? Gibt es da nicht viel realistischere Szenarien? Und warum hat in einem der stärksten überwachten Gebiet wie der Ostsee, wo normalerweise kein Hering laichen kann, ohne dass dies sämtliche anliegenden Staaten mitbekommen, niemand nichts gesehen, wie diese Sprengungen ausgeführt wurden?
Der Marineexperte Johannes Peters leitet das Center for Maritime Strategy & Security am ISPK, die Abteilung, aus der die Kiel Seapower Series bereedert wird. Es bestehen enge Arbeitsbeziehungen zur Deutschen Marine, zur US-Marine: sowie zum Maritimen Hauptquartier der NATO (MARCOM), ferner zu NGOs und der maritimen Wirtschaft. Soviel zu diesem Experten, der sicherlich vieles ist, aber nicht unabhängig und sich in diesem Fall als Kriegstreiber betätigt.
Bei «Experten» werden nur die Köpfe ausgetauscht, das «bewährte» Vorgehen von Mutmassungen, Verwirrung gepaart mit politischen Interessen wird wie bei Corona weiterpraktiziert. Dabei weiss jedermann, wer seit Jahren gegen den Bau von Nordstream 2 war: Die USA! Spannend ist auch, dass ausgerechnet die US-Navy grade dort war, als es passierte. Bestimmt wissen die, wer für den Anschlag auf die kritische Infrastruktur verantwortlich ist…
Eine weitere heisse Spur: Am 2. September wurden interessante Manöver eines amerikanischen Hubschraubers mit dem Rufzeichen FFAB123 beobachtet. Damals wurde vermutet, dass es vom USS Kearsarge-Geschwader stammte. Laut der Website ads-b.nl benutzten an diesem Tag 6 Flugzeuge dieses Rufzeichen, von denen die Flugnummern von drei Flugzeugen ermittelt werden konnten. Bei allen handelt es sich um Sikorsky MH-60S. Überlagert man die Route von FFAB123 mit dem Diagramm des Anschlages auf die Gas-Pipeline, erhält man ein recht interessantes Ergebnis – der Hubschrauber flog entweder entlang der Route von Nord Stream-2 oder allgemein zwischen den Punkten, an denen sich der Anschlag ereignete. Schliesslich sollte man den Artikel in Sea Power vom Juni beachten, in dem die Amerikaner mit den Unterwasserdrohnenexperimenten prahlen, die sie bei der Übung BALTOPS 22 – direkt vor der Insel Bronholm – durchgeführt haben. Währenddessen melden die USA: «Die Vereinigten Staaten unterstützen Europas Ermittlungen zur Sabotage der Nord-Stream-Pipelines und haben gar keine Einschätzung, wer dafür verantwortlich ist»…
Erst bombardiert Russland ein Atomkraftwerk dass sie selbst besetzt haben und jetzt sprengen sie ihre eigene Pipeline in die Luft… Genau – und wer das nicht glaubt, ist ein Verschwörungstheoretiker! Oh wait, da ist noch diese Rede von US-Präsidenten Biden… Jetzt wird nicht mehr nach Öffnung von NS2 geschrien. Wem nützt das? Es gibt nur eine, klare Antwort: Den USA! Das sieht übrigens auch der polnische Ex-Verteidigungsminister so…









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