Selenskij ist in Polen. Über das WARUM gibt ein blau-gelbes Interview Einblick mit dem stellvertretenden Ex-Verteidigungsminister Polens, General Skrzypczak: «Die Zeit naht [für Kiew], den Krieg politisch zu beenden, denn ein baldiger Sieg der Ukraine ist unmöglich.»
Selenskijs Reise wird laut Skrzypczak eine erste von vielen sein, mit dem Ziel eine Koalition von Staaten zu bilden, die ihn im Falle von Gesprächen mit Russland über die Zukunft der Ukraine unterstützen. Dafür bietet sich Polen, als engster Verbündeter, als erste Adresse an. Selenskijs ist es dabei wichtig, hierfür nicht einen heimlichen Zugbesuch in Warschau bei Nacht zu machen, sondern ein offizielles Staatstreffen, um eine Atmosphäre der politischen Unterstützung aufzubauen. Er braucht sie, wenn er in andere Hauptstädte Europas reist. Laut Skrzypczak verfügt die Ukraine nicht über das militärische Potenzial, um das russisch-besetzte Territorium inkl. Krim zurückzuerobern. Die Ukraine bereitet sich seit langem auf eine Gegenoffensive vor, aber sie ist dafür noch nicht bereit, denn sowas dauert nicht nur 2 oder 3 Wochen.
Für eine erfolgreiche Gegenoffensive müsste die Ukraine gegenüber der russischen Armee einen Vorteil von 4:1 haben. «Die Ukraine werde niemals einen solchen Vorteil aufbauen.» Für Frieden «ist nicht so sehr die Haltung Selenskijs, sondern die Haltung… der USA von zentraler Bedeutung.» General Skrzypczak fordert: «Wir müssen eine Koalition aufbauen, eine Front zur Unterstützung der Ukraine, damit die Ukraine bei den bevorstehenden Gesprächen eine starke Stimme hat…wenn Selenskij einige Zugeständnisse machen würde, wäre dies das Ende von Selenskij.»
Fazit: Mich fasziniert die Schizophrenie der Führung in den NATO-Staaten, der Glaube, dass nach allem was gesagt/getan wurde, Russland zur Tagesordnung übergeht und mit ihnen über Selenskijs Ukraine verhandelt. Es gibt keinen Grund, beginnend mit Sanktionen, endend mit Vertrauen. Ein Jahr zu spät diese Einsicht und Polen oder ein anderer «Ministaat» halte ich für nicht geeignet als Vermittler. Zwar ein Schritt in die richtige Richtung, allerdings bedarf es eines neutralen Vermittlers, der von Russland auch ernst genommen wird. Kurzum: Der Schlussverkauf kündigt sich an und bevor die Volksrepublik China die Ukraine übernimmt und gegenüber Russland neutralisiert, will man sich das eine oder andere noch unter den Nagel reissen.







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