«Es gibt in Deutschland ein Recht darauf, so ziemlich jede Meinung zu äussern, ohne staatliche Repression zu befürchten.» Saskia Esken, im Brustton der Überzeugung. Wenige Sätze später: «Ich sag mal, Blacklisting hilft.»
Anlass für die spontane Konvertierung der Sozialdemokratin zur Werbeagentur-Strategin: Der Podcast «ungeskriptet» hat die Fünf-Millionen-Marke geknackt – mit Björn Höcke als Gast. Esken ruft Unternehmen offen dazu auf, ihre Werbung dort abzuziehen. Im selben Atemzug erklärt sie, Parteien hätten die Aufgabe, Willensbildung auch in kontroversen Debatten zu befördern. Aushalten müsse man, dass Menschen ihre Meinung sagen.
Aushalten heisst bei Esken offensichtlich: Vermarktungswege kappen, Reichweite vergiften, Boykott organisieren. Eine erklärte Antifaschistin – im Werkzeugkasten allerdings auffällig viel aus dem Repertoire, das man eigentlich zu bekämpfen vorgibt.
Wer öffentlich für Meinungsfreiheit wirbt und im selben Atemzug die Marketingabteilungen abtelefoniert, hat Demokratie nicht verstanden – sondern outgesourct.
Wer schwarze Listen führt, sollte sich nicht über schwarze Hemden wundern! Die Antifa von einst kämpfte gegen Berufsverbote – die Antifa von heute organisiert sie! Meinungsfreiheit für alle, ausser für die Falschen – und nennt dies «Demokratie»!






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