Eine Frage, die auf dem Papier nach Zukunft klingt und im Mund nach Haftungsausschluss. Beim WEF erklärt der italienische Kaffeemagnat Andrea Illy, die Menschen hätten nun mal «kulturelle Widerstände» gegen Tech-Lebensmittel. Übersetzt aus Elitärisch heisst das: Das Volk ist zu doof für unsere Petrischalen. Denn wenn etwas nicht gegessen wird, liegt das selbstverständlich nie am Produkt, sondern immer an der psychologischen Unreife der Konsumenten. Alte Regel.
«Tech Foods» nennt man das dann. Klingt wie ein Software-Update, nicht wie Essen. Tierische Zellen aus Biopsien, Stammzellen, Bioreaktoren, exponentielle Vermehrung, 3D-Druck von Gewebe. Wer da noch Hunger hat, hat entweder den Beipackzettel nicht gelesen oder die Bedeutung von «Appetit» neu definiert. Früher hiess Fleisch: Tier, Wiese, Messer, Pfanne. Heute heisst es: Probe, Nährlösung, Algorithmus, Investorendeck.
Natürlich wird uns versichert, das sei alles sicher, sauber, nachhaltig und moralisch überlegen. Interessanterweise immer von Menschen, die privat sehr gerne wissen, aus welchem Tal ihr Rind stammt, welchen Namen der Winzer trägt und warum der Käse mindestens drei Jahre im Berg gelegen hat. Ich wette jeden Betrag, jeden, dass keiner dieser Herren sich nach einem WEF-Panel heimlich ein Stück Bioreaktor-Filet in der Hotelsuite brät. Das Zeug ist für uns gedacht. Für die breite Masse. Für den kulturell Rückständigen. Den Pöbel.
Der eigentliche Widerstand ist nämlich kein kultureller, sondern ein zutiefst biologischer. Der Mensch misstraut Nahrung, die klingt wie ein Laborbericht. Essen ist kein Whitepaper. Es ist Beziehung, Ritual, Herkunft, Risiko. Wer Fleisch durch Prozesskette ersetzt, ersetzt auch Verantwortung durch Marketing. Und wundert sich dann, warum niemand «Ja bitte» ruft.
Das Misstrauen wächst nicht trotz, sondern wegen der Hochglanzrhetorik. Je öfter erklärt wird, dass wir das «lernen müssen», desto klarer wird: Hier geht es nicht um Geschmack, sondern um Kontrolle. Um Skalierung. Um Patente. Um Nahrung als Plattform.
Niemand lehnt Laborfleisch ab, weil er die Zukunft hasst. Sondern weil er spürt, dass diese Zukunft ihn nicht fragt, sondern belehrt. Und Essen lässt sich nicht per Paneldiskussion verordnen. Auch nicht mit noch so viel Schaum auf dem Cappuccino.
Warum will niemand unser im Labor gezüchtetes "Fleisch" essen?
Mir geht diese Intoleranz mit ihrem selbstgerechten Dauergrinsen inzwischen nicht mehr nur auf die Nerven, sie macht mich müde. Diese Sorte Mensch, die sich selbst für «bewusst», «erwacht» und moralisch über den Dingen schwebend hält, während sie mit erstaunlicher Präzision auf alle einschlägt, die nicht exakt im gleichen Rhythmus atmen.
Es sind jene, die permanent von Liebe, Achtsamkeit und Respekt sprechen. Aber eben nur so lange, bis du eine andere Meinung hast. Dann endet die Liebe schlagartig, die Achtsamkeit verflüchtigt sich und der Respekt wird gegen ein moralisches Skalpell getauscht.
Die Intoleranz folgt einem erstaunlich einfachen Baukasten:
«Ich bin erwacht» heisst übersetzt: Ich habe die Wahrheit gepachtet.
«Du bist noch nicht so weit» bedeutet: Du bist moralisch unterentwickelt.
«Ich handle aus Liebe» meint: Ich darf dich bevormunden.
«Du bist nicht empathisch» heisst nichts anderes als: Du gehorchst nicht meinen Regeln.
Das Ganze kommt mit sanfter Stimme, viel Herzchen-Emoji und einem Tonfall, der suggeriert, man wolle dich eigentlich nur retten. Vor dir selbst, versteht sich.
Besonders faszinierend wird es bei der Doppelmoral. Fleisch essen ist Mord, aber Menschen öffentlich abwerten geht klar. Tiere schützen ist heilig, Menschen mit abweichenden Meinungen beschimpfen ein Akt höherer Ethik. Für Vielfalt sein ist wichtig, solange diese Vielfalt nicht im Denken stattfindet. Gegen Gewalt sein ist Pflicht, ausser es handelt sich um psychische Gewalt durch Schuld, Scham und moralische Erpressung. Dann ist das plötzlich «notwendig».
Das ist der moderne Ablasshandel. Wer die richtigen moralischen Abzeichen trägt – vegan, klimaneutral, Anti-Böller, Anti-alles, was irgendwie nach Spass riecht – bekommt einen Freifahrtschein für soziale Rücksichtslosigkeit. Man darf intolerant sein, solange man dabei die korrekten Schlagwörter benutzt. Ein moralisch zertifiziertes Arschloch bleibt schliesslich ein Arschloch, nur mit besserem Gewissen.
Und jetzt kommt der perfide Teil: Social Media verstärkt diesen Wahnsinn bis zur Unkenntlichkeit. Wenn du durch deine Feeds scrollst, bekommst du den Eindruck, als würde die Mehrheit genau so denken. Überall dieselben Meinungen, dieselben Formulierungen, derselbe erhobene Zeigefinger, dieselbe scheinheilige Empörung. Das fühlt sich an wie gesellschaftlicher Konsens. Ist es aber nicht.
Es ist der verdammte Algorithmus. Er füttert dich mit dem, was er für kompatibel mit deiner vermuteten Bubble hält. Er zeigt dir nicht die Gesellschaft, er zeigt dir eine verzerrte Simulation davon. Eine moralisch optimierte Echokammer, in der Abweichung als Fehler behandelt wird.
Und ich bin nicht allein. Bei weitem nicht. Da ist eine stille Mehrheit, die diese Dauerbelehrung satt hat, diese moralische Erpressung, dieses «Entweder du bist einer von uns oder du bist schlecht». Doch diese Mehrheit schweigt.
Warum? Weil der Preis fürs Reden hoch ist. Shitstorm, Ausgrenzung, Etikettierung. Wer widerspricht, wird nicht diskutiert, sondern aussortiert. Also halten viele den Mund. Nicht, weil sie nichts zu sagen hätten, sondern weil sie keine Lust haben, sich von selbsternannten Lichtwesen moralisch zerlegen zu lassen.
Ich mache da nicht mit. Ich akzeptiere keine Liebe, die an Bedingungen geknüpft ist, keine Achtsamkeit, die nur für Gleichgesinnte gilt, und keine Spiritualität, die andere Menschen abwertet. Wenn das «bewusst» sein soll, dann bin ich lieber unbequem…
Es gibt ja diesen herrlich simplen Mechanismus im öffentlichen Diskurs: Wer nicht genau das sagt, was der Chor gerade singt, wird nicht etwa widerlegt, sondern etikettiert. Früher war das «Ketzer». Heute ist es «Klimaleugner». Und nein, das ist keine Selbstbeschreibung. Niemand steht morgens auf, putzt sich die Zähne und sagt: «Heute leugne ich mal das Klima.» Klimaleugner wird man, wie ein Blitzerfoto: Von aussen, automatisch, ohne Anhörung.
Prof. Ganteför macht das, was in einer halbwegs erwachsenen Gesellschaft normal wäre: Er spricht über Physik. Treibhauseffekt, CO₂, Wolken, Solarzyklen, Klimaschwankungen. Also langweilige Dinge, die keine Likes bringen und keine Klebekunst auf Asphalt rechtfertigen. Und plötzlich merkt er: Im Netz gibt es Kampagnen, Getöse, Empörung. Er ist überrascht, was süss ist, wie wenn ein Biologe zum ersten Mal merkt, dass Mücken stechen.
Er fragt: Was ist eigentlich ein «Klimaleugner»? Und ja, der Begriff wird nicht zufällig so gewählt. «Leugner» ist ein moralischer Baseballschläger, der nicht argumentiert, sondern assoziiert. Du sollst nicht diskutieren, du sollst dich schämen. Das ist der Trick: Wenn ein Wort die Person schon vernichtet, braucht man den Inhalt nicht mehr anzuschauen. Effizient, billig, demokratiekompatibel auf dem Papier.
Dann macht er etwas Unverschämtes: Er unterscheidet. Er zählt verschiedene Positionen auf, die alle unter «Klimaleugnung» subsumiert werden können, obwohl sie komplett unterschiedlich sind.
Leute, die sagen: «Es wird gar nicht wärmer.»
Okay. Dann schaut man auf Gletscher, Messreihen, die Welt draussen. Das ist ungefähr wie zu behaupten, Wasser sei trocken. Kann man machen, muss aber nicht.
Leute, die sagen: «Es wird wärmer, aber nicht wegen des Menschen.»
Das ist wenigstens eine Hypothese, über die man sprechen könnte: Sonne, Wolken, Zyklen, Modelle, Unsicherheiten. Aber an dem Punkt ist Diskussion schon beendet, weil «Diskussion» im moralischen Zeitalter als Verdachtsmoment gilt.
Leute, die sagen: «Treibhauseffekt gibt es nicht.»
Das ist wieder flache-Erde-Niveau. Trotzdem: Interessant ist nicht, dass es diese Leute gibt. Interessant ist, dass man sie rhetorisch so gern mit allen anderen in denselben Sack steckt. Praktisch: Wer Zweifel an Massnahme X äussert, wird mit den wissenschaftlich Abseitigen zusammengeschoben. Spart Zeit.
Leute, die sagen: «Klimaschwankungen sind normal.»
Was ja stimmt, historisch betrachtet. Das ist kein Freifahrtschein, aber eine wichtige Einordnung. Doch Einordnung ist gefährlich, weil sie Panik reduziert. Und ohne Panik wird’s schwierig mit dem Durchregieren.
Und jetzt kommt der zweite Block, der eigentlich der Kern ist: Nicht Physik, sondern Politik.
Da sind Menschen, die befürchten Freiheits- und Wohlstandsverlust. Und zwar nicht als Hobby, sondern weil «Transformation» in der Praxis oft heisst: Teurer, weniger flexibel, mehr Verbote, mehr Bürokratie. Wer fragt, ob man wirklich den Ast absägen sollte, auf dem man sitzt, bekommt sofort das Etikett «Leugner». Nicht weil er das Klima leugnet, sondern weil er den politischen Preis diskutiert. Das ist der Punkt: Das Wort «Klimaleugner» wird benutzt, um Massnahmenkritik als Realitätsverweigerung zu framen.
Und dann die schöne globale Absurdität: Klimapolitik wird national als Erlösungsprojekt verkauft, obwohl das Klima ein globales System ist. Deutschland, Österreich, Schweiz als moralische Leuchttürme, während grosse Emittenten weiter bauen, wachsen, verbrennen. Wer darauf hinweist, dass man das Weltklima nicht im eigenen Wohnzimmer retten kann, gilt wieder als «Leugner». Dabei sagt er nichts über Physik. Er sagt etwas über Mathematik und Wirkung.
Der Professor beschreibt sich als jemanden, der sich auskennt: Mastervorlesungen, IPCC-Berichte, kritische Studierende, die einen zerlegen, wenn man Unsinn erzählt. Und das ist tatsächlich ein Punkt: Wissenschaft ist nicht «Glauben», Wissenschaft ist «Zeig mir deine Belege». Nur ist das Problem: Die Klimadebatte ist längst nicht mehr primär wissenschaftlich. Sie ist moralisch. Und Moral mag keine Zwischenstufen. Moral mag keine «Ja, aber…». Moral will Bekenntnisse.
Seine Hauptthese ist dann unerquicklich und deshalb interessant: Ein Teil der Klimabewegung brauche das Weltuntergangsnarrativ, weil ohne maximale Angst keine maximalen Eingriffe durchsetzbar sind. Und hier wird es bitter: Er zitiert sinngemäss den Typ «Du hast zwar recht, aber sag das nicht, sonst nehmen wir die Panik aus dem System.» Das ist der Moment, in dem die Maske fällt. Dann geht es nicht mehr um Erkenntnis, sondern um Steuerung.
Er trennt IPCC-Basis von medialer und aktivistischer Übertreibung. Kipppunkte, apokalyptische Countdown-Rhetorik, «noch X Jahre». Er kritisiert, dass junge Menschen dadurch in Lähmung kippen: Studium lohnt nicht, Zukunft ist tot. Und ja: Wer Kindern und Jugendlichen permanent erzählt, alles sei ohnehin verloren, hat nicht «Bewusstsein geschaffen», sondern psychischen Müll abgeladen.
Und am Ende steht seine Position, die eigentlich langweilig vernünftig ist: Ja, es wird wärmer. Ja, CO₂ spielt eine Rolle. Nein, wir sterben nicht alle morgen. Ja, wir brauchen Lösungen. Nein, nicht durch Ökodiktatur, sondern durch demokratische Legitimation, Technologie, internationale Kooperation und Massnahmen, die tragfähig sind.
Aber Vernunft ist halt schlecht fürs Geschäft. Panik verkauft sich besser. Panik bringt Klicks. Panik bringt Macht. Panik bringt Fördergelder, Posten, Narrative, moralische Überlegenheit. Und wer Panik stört, ist der Feind.
Er ist kein Klimaleugner. Er ist nur der Typ, der fragt, ob man bitte erst denken könnte, bevor man alles verbietet. Und dafür wird man heute zuverlässig beschimpft. Fortschritt, nennt man das…
Warum ich zum Klimaleugner gemacht werde | Grenzen des Wissens
Viele Menschen glauben der Propaganda, dass Blut spenden etwas Positives sei und man gutes tun würde. Doch die Wahrheit sieht wie immer ganz anders aus. In dieser Doku, die inzwischen aus der ARD Mediathek gelöscht wurde, wird gezeigt, was fremdes Blut in einem Körper auf Dauer anrichtet, was schon erschreckend genug ist. Was in der Doku jedoch nicht erwähnt wird, ist die Tatsache, dass Spender und Empfänger auf einer feinstofflichen Ebene miteinander verbunden werden, sobald sie dasselbe Blut teilen. Dies führt zu Wesensveränderungen, plötzlichen Gemütsänderungen usw.
Bluttransfusionen können Leben retten, keine Frage. Nach Unfällen und grossen Operationen gleichen sie bedrohliche Blutverluste aus. Immer mehr Analysen aber bestätigen: Bluttransfusionen können gefährlich sein. Lebensgefährlich. Die Patienten ahnen davon nichts – und weder die Ärzte noch die Betreiber des Blutspende-Systems haben grosses Interesse an Aufklärung. Die einen wollen mangels Alternativen nicht unnötig Panik schüren, die anderen sorgen sich um ihr Geschäftsmodell. Blutspenden werden auch in Zukunft für Notfälle gebraucht. Die SWR-Dokumentation von Ulrike Gehring zeigt, dass dennoch ein Umdenken in der Intensivmedizin unausweichlich ist. Sie zeigt bisher unbekannte Risiken von Transfusionen auf und stellt eine Gruppe mutiger Ärzte vor, die gemeinsam an Alternativen arbeiten. Und dabei auf viele Widerstände stossen.
Während grosse Worte von Innovation, Fortschritt und Zukunftsfähigkeit durch Talkshows wabern, sitzen die zuständigen Entscheidungsträger noch immer vor Excel-Tabellen und feiern es, wenn eine Formel beim ersten Versuch funktioniert. Politik und Verwaltung, jene Orte also, an denen Regeln für eine digitalisierte Welt entstehen sollen, haben ungefähr so viel technisches Verständnis wie ein Faxgerät mit Burn-out.
Künstliche Intelligenz? «Habe ich mal ausprobiert, meinen Namen eingegeben, kam Unsinn raus.» Fall abgeschlossen. Akte zu. Zukunft widerlegt. Dass sich diese Technologien exponentiell entwickeln, interessiert nicht. Man urteilt über eine Rakete, während man noch am Feuerzeug dreht.
Parallel dazu wird die Bühne aufgebaut. Digitale Identitäten, Human Verification, permanente Zugriffskontrollen. Nicht aus bösem Willen, versteht sich, sondern aus Effizienz, Sicherheit und natürlich Verantwortung. Alles sehr vernünftig klingende Begriffe, die sich hervorragend eignen, um Freiheitsabbau wie ein Software-Update zu verkaufen. Zutritt gibt es nur noch mit Zustimmung. Wer nicht zustimmt, ist raus. Das kennen wir schon. Man nannte es damals temporäre Massnahme.
Der Arbeitsmarkt liefert währenddessen die passenden Geräusche zum Abriss. In den USA wurden 2025 über eine Million Menschen entlassen. Rekordniveau. Deutschland folgt verzögert, aber zuverlässig. Nicht, weil Roboter plötzlich alles besser können, sondern weil ein System kollabiert, das sich selbst die Energiezufuhr gekappt hat. Teurer Strom, ideologische Wirtschaftspolitik, absurde Standortnachteile. Wer so produziert, produziert nicht mehr.
Und während Fabriken schliessen, steigen Gold- und Silberpreise. Nicht, weil Edelmetalle magisch wertvoller geworden wären, sondern weil Geld entwertet wird. Ein historisch zuverlässiges Zeichen. Immer wenn Währungen sterben, glänzt plötzlich das Metall. Man kann das ignorieren. Man kann aber auch Geschichte lesen.
Was stattdessen aufgebaut wird, ist ein digitales Gesamtsystem. Satelliten decken jeden Quadratmeter Erde ab. Netzverfügbarkeit überall, jederzeit. Nicht aus Romantik, sondern weil autonome Systeme ohne permanente Verbindung schlicht nicht funktionieren. Selbstfahrende Autos, Drohnen, Robotik. Das alles benötigt Kontrolle, Koordination und Durchgriff. Freiheit ist da eher ein Kollateralschaden.
Besonders hübsch wird es bei der Haftung. Denn hier liegt das eigentliche Machtzentrum der Zukunft. Roboter kennen keine Schuld. Sie empfinden nichts, verstehen keine Moral, handeln nach Wahrscheinlichkeiten. Wenn ein humanoider Roboter jemanden verletzt, haftet er nicht. Also haftet jemand anderes. Hersteller oder Nutzer. Und genau hier entscheidet sich, wer den Markt beherrscht. Kleine Anbieter können sich das Risiko nicht leisten. Übrig bleiben wenige Konzerne mit tiefen Taschen. Wettbewerb erledigt sich von selbst.
Die Lösung liegt auf der Hand: Zustimmung. Wer zustimmt, haftet. Wer nicht zustimmt, bleibt draussen. Das Prinzip ist bekannt. Man nennt es Verantwortung delegieren. In Wahrheit ist es Machtauslagerung. Freiheit wird zur Lizenz, die jederzeit entzogen werden kann.
Politik könnte regulieren. Theoretisch. Praktisch scheitert sie bereits daran, das Problem zu verstehen. Gesetzgebung ist linear, Technologie exponentiell. Das nennt man «Liability Lag». Während Parlamente debattieren, hat die nächste Generation Software bereits den Markt übernommen. Juristen arbeiten mit Word und Excel, während sie versuchen, Systeme zu regeln, die sich selbst weiterentwickeln. Das Ergebnis ist vorhersehbar: Nichts.
Also bleibt nur ein Ausweg: Kontrolle durch Technik selbst. Ironischerweise. Eine offene, transparente, überprüfbare KI, die staatliches Handeln überwacht, statt umgekehrt. Eine Idee, die sofort als utopisch abgetan wird, weil sie Macht verschieben würde. Und Macht gibt man bekanntlich nur unter Zwang ab. Oder nach einem Krieg.
Denn Kriege waren historisch immer Systemtrenner. Kaiserreiche, Währungen, Gesellschaftsordnungen. Dazwischen Blut, Angst, Ausnahmezustand. Danach Neuordnung. Wer glaubt, dass es dieses Mal anders läuft, hat entweder ein sehr kurzes Gedächtnis oder ein sehr langes Vertrauen. Angst macht Menschen zustimmungsfähig. Das hat man gelernt. Und man wird es wieder nutzen.
Die digitale ID wird nicht eingeführt, weil Menschen sie wollen, sondern weil sie in einem Ausnahmezustand als Lösung erscheint. Sicherheit gegen Chaos. Ordnung gegen Angst. Kontrolle gegen Freiheit. Ein fairer Deal, wenn man panisch genug ist.
Natürlich gibt es Widerstand. Bewegungen, die Technologie pauschal verteufeln, Tech-Unternehmer als Feindbilder markieren und jeden, der über KI spricht, zum Verräter erklären. Verständlich, aber wirkungslos. Die Technologie verschwindet nicht. Sie wird höchstens anderen überlassen.
Die eigentliche Frage ist nicht, ob das neue System kommt. Es kommt. Die Frage ist, ob analoge Freiheit ein Grundrecht bleibt oder zur nostalgischen Erinnerung wird. Ob man aussteigen darf, ohne bestraft zu werden. Ob Zustimmung freiwillig bleibt oder zur Eintrittskarte ins Leben wird.
Bis dahin gilt: Geniessen, was noch analog ist. Spazieren gehen. Denken ohne Update. Mensch sein ohne Verifikation. Denn das System wird vorbereitet. Die Menschen werden es nicht wollen. Aber das hat noch nie gereicht, um etwas aufzuhalten.
Der Abriss läuft. Und wie immer steht das Gerüst schon, bevor jemand gefragt hat, ob er renovieren wollte…
Tom Lausen packt aus: „Das alte System ist ERLEDIGT!“ - Das kommt JETZT! (KI, Roboter & Haftung)
Eine Kultur zerstört man, indem man ihre Sprache zerstört. Sprache steuert das Denken und so wird allerorts versucht, Dinge zu vereinfachen, um Menschen daran zu hindern, komplexe Zusammenhänge zu erkennen, zu formulieren und sich auszudrücken. Wer von Frequenzen redet und dieses Wort verwendet, um die Seins- oder Gefühlszustände von sich selber oder von anderen Menschen zu definieren, macht einen grossen Fehler. Die deutsche Sprache bietet einen reichhaltigen Schatz an Wörtern, die einem helfen, sich und seine Mitmenschen besser zu verstehen.
Zwölf Minuten Krieg. Mehr braucht es offenbar nicht, um die Welt in Schutt, Asche und Talkshows zu verwandeln. Zumindest theoretisch. Praktisch reicht es heute schon, wenn der Akku unter fünf Prozent fällt. Panik. Existenzkrise. Zivilisationsbruch. Aber keine Sorge. Die Apokalypse kommt ohnehin leiser. Und sie braucht keine Bombe.
Das Handy muss gar nicht explodieren. Es reicht völlig, dass es existiert. Bestes Beispiel: Der Brand in einer Bar in der Schweiz. Feuer, Rauch, Gefahr. Und was machen die Menschen? Sie filmen. Nicht fliehen, nicht helfen, nicht nachdenken. Dokumentieren. Hochkant. Für später. Für Likes. Für den Moment, in dem man sagen kann: «Ich war dabei», auch wenn man fast dabei draufgegangen wäre.
Noch hübscher wird es im Strassenverkehr. Kürzlich läuft mir eine junge Frau vors Auto. Blick fest im Handy verankert, Realität auf Flugmodus. Das wirklich Verstörende: Sie schiebt einen Kinderwagen vor sich her. Als Stossdämpfer. Kein Horrorfilm, kein Satireentwurf, kein dystopischer Roman. Alltag. Blackout. Komplett.
Und dann die grosse Angstdebatte: Das Handy als Bombe. Als gezielte Waffe. Als ferngesteuerter Sprengsatz. Technisch betrachtet kein Problem. Ein Akku kann durchbrennen, ja, explodieren. Dass dies problemlos möglich ist, hat Israel mit seinen Pager-Attentaten bewiesen. Und wie sprach des letztens «Bibi» Netanyahu? «In jedem Handy steckt ein Stück Israel.»
Zerberstende Displays, lassen die Menschen erblinden. Massenerblindung weltweit. Klingt spektakulär, doch die Wahrheit ist banaler und zynischer: Das Handy muss keine Bombe sein, um Schaden anzurichten. Es lenkt ab. Es lähmt. Es macht Menschen blind für Feuer, Autos, Kinder und Realität. Ganz ohne Explosion. Ganz ohne Verschwörung. Völlig legal.
Vielleicht ist das die eigentliche Innovation. Keine Waffen, keine Technik, keine zwölf Minuten Krieg. Nur ein Display. Und wir erledigen den Rest selbst…
Zwölf Minuten Krieg: Warum die eigentliche Gefahr längst in unserer Hand liegt
Nicht leise, nicht elegant, sondern mit dem Geräusch, das entsteht, wenn politische Verantwortung endlich den Boden berührt. Wer ist Bruno Damann, der St. Galler Regierungsrat? Offiziell ein Allgemeinmediziner. Inoffiziell das seltene Beispiel dafür, wie man mitten in einer Gesundheitskrise Betten abbaut, Spitäler schliesst und das Ganze dann «Strukturreform» nennt. Chirurgische Präzision, nur leider am offenen System.
Damann begann irgendwo in der politischen Mitte, jenem wohltemperierten Raum, in dem man nie ganz schuld ist, aber immer dabei. Heute ist er Parteivorstand und Regierungsrat, geführt wie alle kantonalen Gesundheitsdirektoren vom ständigen Sekretariat der GDK. Dieses Sekretariat ist so etwas wie der unsichtbare Dirigent im Orchestergraben, der den Takt vorgibt, während die gewählten Politiker brav mitspielen. Demokratische Aufsicht? Nett gedacht.
Bei der GDK findet das Lobbying der Krankenkassen statt, elegant entkoppelt von direkter Demokratie. Und an der Spitze sitzt ausgerechnet Lukas Engelberger, Basler Regierungsrat, bekennender Pharmalobbyist, Mitte-Politiker, Jurist, ehemaliger Roche-Mitarbeiter und PCR-Patentversteher. Als Bonusposten auch noch im Institutsrat von Swissmedic. Man könnte meinen, das sei Satire. Ist es aber nicht. Es ist die Schweiz.
Damann ist Parteikollege Engelbergers und steht politisch exakt dort, wo die Interessen des Interpharma-Kartells bequem durchgereicht werden. Das Resultat kennen wir: Fünf Jahre Gängelung, moralischer Druck, sozialer Ausschluss und eine Impfkampagne, die weniger auf Aufklärung als auf Gehorsam setzte. Nötigung als Public Health-Strategie. Neu und kreativ.
Der gesundheitliche Preis? Der höchste Krankenstand der Schweizer Geschichte. Rund 500’000 Menschen leiden heute an Folgen der mRNA-Injektionen. Während Politiker, Mediengesichter und Impfkampagnen-Influencer offenbar auf der Sonnenseite des Chargenplans standen, durfte die Bevölkerung am grossen biomedizinischen Roulette teilnehmen. Einsatz: Körper. Gewinnchance: unbekannt.
Die Ärztegesellschaften, die sich zuvor mit pathosgetränkten Appellen an der Kampagne beteiligten, zeigen heute bemerkenswerte Gedächtnislücken. Gemeinsam mit den Krankenkassen wird die PostVac-Diagnose bis heute systematisch negiert. In der Schweiz ist sie nicht einmal abrechenbar. Wer krank wird, existiert buchhalterisch einfach nicht. Elegant gelöst. Die Betroffenen bleiben auf zehntausenden Franken sitzen und lernen dabei eine neue Form der Solidarität kennen: Nämlich die Abwesenheit davon.
International sprechen Geschädigtenvertreter von alarmierenden Zahlen. Ein signifikanter Teil der Injektionen soll toxisch gewesen sein, ein weiterer zu schweren Körperverletzungen geführt haben, ein kleinerer, aber realer Anteil endete tödlich. Über Inhaltsstoffe wie Lipidnanopartikel, DNA-Verunreinigungen und das steigende Risiko für Spikeopathien, Thrombosen, Myokarditis oder Krebs wurde früh gesprochen – nur nicht dort, wo Entscheidungen getroffen wurden.
Und Bruno Damann? Er steht für all das. Für eine Politik, die sich hinter Gremien versteckt, Verantwortung verdünnt und Schaden verwaltet, statt ihn aufzuarbeiten. Ein Arzt, der das System schont und die Patienten verkauft.
Damann, treten Sie zurück. Nicht als Schuldgeständnis, sondern als erster Schritt zur Ehrlichkeit. Denn Gesundheit beginnt dort, wo Macht endet…
2026, das Jahr der unendlichen Möglichkeiten: Während draußen Windräder „grünen Strom“ produzieren, erklärt dir drinnen ein Chemiker, dass wir nebenbei vielleicht noch ein paar Tonnen Kunststoff, Monomere und Mikrofasern in Landschaft, Wasser und Lunge streuen. Aber hey: Hauptsache das Logo ist in Pastellgrün und irgendwo steht «nachhaltig».
Dipl. Ing. Michael Stegemann, Ingenieur für chemischen Anlagenbau und ehemaliger Mitarbeiter bei Bayer, spricht über den Abrieb von Windkraftanlagen und chemische Belastungen auf Natur und Umwelt. Aus fachlicher Perspektive ordnet er ein, was dabei entstehen kann und warum diese Fragen aus seiner Sicht mehr Aufmerksamkeit verdienen.
Und dann geht’s los: Epoxidharze, Glasfaser, Bisphenol A, PFAS, Phenol. Klingt wie die Zutatenliste einer miserablen Zukunft.
Die Kernthese: Windrad-Rotorblätter bestehen aus glasfaserverstärkten Kunststoffen, die mit Harzen gebunden werden. Diese Harze polymerisieren nicht zu 100 Prozent. Das heisst: Im ausgehärteten Material bleiben Monomere zurück. Und wenn die Rotorblätter an der Vorderkante durch Regen, Hagel, Sand und alles, was die Atmosphäre so an «Liebe» liefert, erodieren, dann wird Material abgetragen und in die Umwelt verteilt.
Jetzt kommt das Bild, das jeder versteht: Rotorspitzen mit bis zu 3400 km/h. Keine Formel 1 kommt hinterher, aber das interessiert Wassertropfen herzlich wenig. Die schlagen ein, reissen Oberfläche ab und die Erosion fräst sich Jahr für Jahr in die Kante. Laut den zitierten Untersuchungen reden wir von 40 bis 90 kg Abrieb pro Anlage und Jahr. Pro Anlage. Und wir haben, so wird behauptet, rund 30’000 Anlagen. Rechne dir den Rest aus, falls du heute noch Lust auf Mathematik und leise Panik hast.
Natürlich kommt sofort die Relativierungs-Industrie um die Ecke, diese magische Rhetorik, die alles kleinmacht, indem sie irgendwo anders etwas Grösseres findet. Reifenabrieb! Schuhsohlen! Hauskatzen, die Vögel fressen! Alles richtig. Und trotzdem ist es der klassische Trick: «Da drüben brennt ein grösseres Haus, also ist dein brennender Dachstuhl eigentlich kein Problem.»
Hier wird ein entscheidender Punkt gemacht: Reifenabrieb passiert auf Strassen. Strassen haben Entwässerung, Kanalisation, Kläranlagen, Abscheider. Das ist nicht perfekt, aber es ist wenigstens ein System. Windrad-Abrieb passiert in der Landschaft: Auf Feldern, Wiesen, Weiden. Da, wo Kühe stehen, Schafe grasen, Kartoffeln wachsen und du dir später einbildest, du würdest «regional» essen.
Und dann wird’s «gifitig».
Bisphenol A: Der Mann nennt es «wassergängig» und spricht von Leberbelastung bis hin zu Zirrhose. Dazu fällt das Wort «mutagen», DNA, Zellgift. Im Tonfall: «Ist halt so». Als ob das die neue Wetterlage wäre. Und dazu kommt Phenol als Erinnerung aus der Industrie-Vergangenheit: Früher hat man mit Phenol Kliniken desinfiziert, bis man gemerkt hat, dass es hochgiftig ist. In den 70ern, bei Bayer, Forschung, dann plötzlich: Masken, Handschuhe, Schutz. Die Pointe schreibt sich leider selbst: Sobald es die eigenen Leute betrifft, wird’s sofort ernst. Sobald es draussen in der Umwelt landet, nennt man es «gebunden» und schreibt ein PDF mit Fussnoten.
Denn genau so argumentiert die Windindustrie: Alles gebunden, alles sicher, keine Auswirkungen. Der Schaden trifft nur die Windindustrie. Die Armen. Fast rührend.
Nur: Gebunden ist nicht dasselbe wie für immer immobil. Nicht, wenn Material abgetragen wird. Nicht, wenn Partikel entstehen. Nicht, wenn Mikrofasern durch Wind verfrachtet werden. Nicht, wenn Dinge klein genug sind, um «lungengängig» zu werden. Dann wird aus «gebunden» ganz schnell «in deinen Lungenbläschen festgesetzt». Und da darfst du dann selbst «nachhaltig» durchatmen.
Der Ingenieur bleibt dabei immerhin anständig: Er sagt offen, dass er kein Biologe ist und keine Aussagen trifft, die er nicht belegen kann. Das ist selten geworden, weil viele heute lieber sofort 17 Gewissheiten raushauen, solange sie dabei überzeugt wirken. Er sagt: Aufbau, Stofftransfer, Weg ins Wasser, Weg in Pflanzen, plausibel. Auswirkungen auf Zellen? Da hält er die Klappe. Respekt.
Was er dafür noch reinlegt: Neben Abrieb gibt’s andere Stoffthemen an Windanlagen. Schmieröle, Hydrauliköle, Leckagen an grossen Gondeln, die durch Wind und Wetter nach aussen gelangen können. Und SF6 (Schwefelhexafluorid) als Löschgas in Schaltanlagen: An sich inert, «könnte man drin duschen» (bitte nicht ausprobieren, Menschen sind zu kreativ), aber mit brutalem Treibhauspotenzial, tausendfach über CO₂. Dann aber wieder die Differenzierung: Die Anlagen seien dicht, Leckraten gering, Recycling möglich. Das Problem sei real, aber nicht das Hauptproblem. Hauptproblem: Abrieb, Öle, Materialtransfer in Umwelt.
Und dann kommt der Teil, den man in Deutschland grundsätzlich erst versteht, wenn es zu spät ist: Rückbaukosten. Betonfundamente, Stahlbetonmassen, Tiefbau-Rechnung. Da sitzt ein Bürgermeister auf einer Terrasse, bekommt vorgerechnet, was 4000 Tonnen Stahlbeton ausbuddeln kosten, schaut auf die versprochenen Pachteinnahmen und merkt: Der «Reibach» ist hinüber, bevor der Wind überhaupt weht. Und plötzlich heisst es: «Dann bauen wir sie nicht.» Weil Mathematik, dieser unbestechliche Spielverderber, kurz vorbeigeschaut hat.
Der schönste Satz dazu: «Das hat mir keiner gesagt.» Natürlich nicht. Wieso sollte man dir das sagen, wenn man dich auch einfach unterschreiben lassen kann? Knebelverträge, aus denen man nicht mehr rauskommt, wenn man erst drin ist. Überraschung: Verträge sind meistens dann fair, wenn beide Seiten jederzeit gehen können. Alles andere ist Zucht.
Am Ende bleibt eine bitter-lustige Erkenntnis: Viele sind heute dort, wo er in den 90ern war. «Jung, dynamisch, Wind ist doch super.» Und dann kommen die Jahre, die Zahlen, die Materialien, die Erosion, der Abrieb, der Rückbau. Und plötzlich wirkt das grüne Heilsversprechen wie ein Bastelprojekt, bei dem man die Nebenwirkungen als «Fake News» beschimpft, bis die Nebenwirkungen in der eigenen Gegend liegen.
Vielleicht ist das die eigentliche Moral: Nicht «Windkraft ist böse» oder «Windkraft ist gut», sondern: Wenn ein System nur funktioniert, solange man nicht zu genau hinschaut, dann ist es kein System. Es ist PR…
Abrieb der Windräder – Ein Ingenieur für chemischen Anlagenbau spricht Klartext!
1993 war die Welt langsamer, analoger. Man musste sich noch richtig anstrengen, um den Abgrund der menschlichen Seele zu finden. Drei Jahrzehnte später erledigt das ein Algorithmus in Millisekunden. Cremate aus Athen haben das Memo bekommen – und treten es mit Stahlkappen in den Boden. Mit dem neuen Lyric-Video zu «Human» graben die griechischen Death/Thrash-Veteranen ein Stück Vergangenheit aus und halten es direkt ins grelle LED-Licht der Gegenwart.
«Human» wurde Anfang der 90er geschrieben, in einer Zeit, als Wut noch aus Verstärkern kam und nicht aus Kommentarspalten. Heute klingt der Song weniger nach Nostalgie und mehr nach unangenehmer Diagnose. Fear, Pride, Hypocrisy – die alten Klassiker der menschlichen Selbstzerstörung. Nur dass sie inzwischen nicht mehr bloss im Herzen wohnen, sondern auch in unseren Geräten. Willkommen im digitalen Schlachthaus.
Cremate stellen die Frage, die keiner hören will: Was passiert, wenn wir Angst, Schmerz und Hass in Maschinen auslagern? Wenn wir Gefühle in Code pressen und hoffen, dass künstliche Intelligenz versteht, was wir selbst nicht mehr fühlen wollen? «Human» ist Thrash Metal als Faustschlag gegen die Illusion, Technik könne das Menschsein reparieren. Spoiler: Tut sie nicht.
Die Band selbst ist der Beweis, dass man Tote auferwecken kann – zumindest im Metal. Gegründet 1991 in Alimos, Athen, ballerten sich Cremate mit roher Gewalt und Einflüssen à la Kreator und Sodom durch die Underground-Szene. Mitte der 90er war Schluss, das gefeierte End of Time-Demo blieb wie eine offene Wunde zurück.
2021 zündet Gründer Christos die Lunte neu. Gemeinsam mit Drummer George und Gitarrist/Producer Akis Pastras wird die alte Wut entstaubt und neu geschärft. Das Ergebnis heisst «Ready To Fight» – eine EP, die keine Gefangenen macht. Drei neu interpretierte Klassiker, ein brandneuer Titeltrack mit Gastsolo von Marios Iliopoulos (Nightrage) und düstere Violinen von Lusty Apricot auf «Die as You Lived». Das Ganze klingt so, wie sich Wahrheit anfühlen sollte: Laut, unbequem und unmenschlich menschlich…
CREMATE – HUMAN (Lyric Video) | Thrash-Death Metal
Der Bundesrat hat offenbar beschlossen, dass man aus der Pandemie doch noch etwas Nachhaltiges machen sollte. Nicht etwa Vertrauen, Transparenz oder Demut. Nein. Zwangsmittel. Sauber verpackt, juristisch geschniegelt, ordentlich im neuen Epidemiengesetz verankert. Man hat doch gelernt. Beim letzten Mal war das Problem nicht der Inhalt, sondern die fehlende gesetzliche Grundlage. Anfängerfehler. Jetzt macht man es «richtig».
Zertifikate? 2G? Zugangsbeschränkungen? Alles wieder im Werkzeugkasten. Nicht, weil es sich bewährt hätte, sondern weil man es beim nächsten Mal problemlos wieder einsetzen können möchte. Vorsorge nennt man das heute. Andere würden es Gedächtnisverlust nennen. Oder schlicht: Machtabsicherung mit Copy-Paste-Funktion.
Besonders beruhigend wirkt dabei die personelle Kontinuität. Wenn Bundesräte wie Cassis und Parmelin früher in parlamentarischen Funktionen bei industrienahen Lobbyorganisationen mitgewirkt haben, dann ist das natürlich reiner Zufall. Dass ausgerechnet in einer gesundheitspolitischen Ausnahmelage wieder genau jene Instrumente bereitstehen, von denen bestimmte Akteure massiv profitiert haben, ist ebenfalls Zufall. In der Schweiz passieren solche Dinge bekanntlich nie systemisch. Immer nur einzeln. Und immer ohne Absicht.
Kritiker sprechen von einer schleichenden Normalisierung des Ausnahmezustands. Von einer juristischen Nachrüstung dessen, was politisch und gesellschaftlich hoch umstritten war. Von einer Bevölkerung, die man erst unter Druck setzt und später darüber belehrt, dass alles alternativlos gewesen sei. Und von medizinischen Massnahmen, deren Nebenwirkungen bis heute lieber umetikettiert als aufgearbeitet werden. «Long Covid» ist dabei ein erstaunlich dehnbarer Begriff geworden. Praktisch, wenn man nicht mehr so genau hinschauen möchte.
Die NZZ berichtet nüchtern, wie sie das immer tut. Neue Rechtsgrundlagen, neue Möglichkeiten, neue Sicherheit. Kein Drama, bitte weitergehen. Dass Vertrauen nicht per Gesetz verordnet werden kann, steht leider in keinem Absatz:
Beim Bund ist man leiser unterwegs. Doch auch dort gilt es, genau hinzusehen. So will der Bundesrat das Epidemiengesetz revidieren und «die Lehren aus der Corona-Zeit ziehen»; das Geschäft liegt derzeit beim Parlament. Vorgesehen ist etwa, dass das Bundesamt für Gesundheit ein nationales Contact-Tracing-Informationssystem führen darf, mit dem «krankheits- oder ansteckungsverdächtige» Personen aufgespürt werden können. Das System soll Aufschluss geben über Aufenthaltsorte und Kontakte und zudem allerlei Gesundheitsdaten umfassen.
Auch der Impf-, Test- und Genesungsnachweis, mit dem die Bevölkerung in der Corona-Zeit in «zertifizierte» und «nicht zertifizierte» Bürger unterteilt wurde, soll nun dauerhaft im Epidemiengesetz verankert werden. Das Zertifikat ist nicht nur als Reiseausweis bei Gesundheitskrisen gedacht, sondern soll auch landesintern zum Einsatz kommen können – die 2-G-Regel vom Winter 2021/22 soll also neu zum normalen Instrumentarium der Behörden zählen. Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Lehren aus der Corona-Zeit, die man angeblich ziehen will, bis jetzt vor allem darin bestehen, dem Staat definitiv neue Zwangsmittel in die Hand zu geben.
Am Ende bleibt die Erkenntnis: Der Bundesrat bereitet sich nicht auf eine nächste Krise vor, sondern auf den nächsten Durchgriff. Dieses Mal sauber legitimiert. Demokratisch abgesegnet. Und selbstverständlich nur zu unserem Besten. Wer da noch skeptisch ist, hat vermutlich einfach noch nicht verstanden, wie fürsorgliche Macht im Jahr 2026 aussieht.
Seit Januar läuft auf MTV offiziell kein Musikprogramm mehr. Was ungefähr so schockierend ist, wie wenn ein Metzger plötzlich vegan wird. Der Sender, der einst den Radiostar gekillt hat, hat sich über Jahre selbst in eine Endlosschleife aus Reality-TV, Fremdscham und «bitte schalt um»-Momenten verwandelt. Und jetzt ist er eben konsequent: Letzter 24/7-Musikkanal aus. Mic drop. Nur ohne Musik.
Dabei war MTV mal ein Tempel. Ein Schrein aus Neon, Haarspray und Gitarrengewitter. 1985 brüllten Mark Knopfler und Sting «I want my MTV!» in die Welt, als wäre das ein Schwur in Blut und Verstärkerrauschen. Damals war es völlig normal, dass Ozzy Osbourne 1988 mal eben im Studio vorbeischlurfte, als hätte er nur kurz Zigaretten holen wollen. Vier Jahrzehnte später klingt «I want my MTV» eher nach einem traurigen Kneipenruf um 03:17 Uhr, wenn der DJ zum dritten Mal Ed Sheeran spielt.
Aber dann passiert das, was in dieser Welt selten geworden ist: Ein Einzelner macht’s einfach. Ein Entwickler mit dem herrlich unvernünftigen Namen FlexasaurusRex hat sich nicht damit abgefunden, dass MTV sein eigenes Erbe in den Müllcontainer «Content» kippt. Stattdessen hat er in einer 48-Stunden-Coding-Session eine Browser-Zeitmaschine zusammen geklöppelt: «MTV Rewind«. Kostenlos. Werbefrei. Ohne Algorithmus, der dich nach zwei Songs in eine «Chill Vibes For Tax Evasion»-Playlist zwingt.
Das Ding streamt über 33’000 Musikvideos und Sendungen aus sechs Dekaden. Sechs. Dekaden. Das ist nicht Nostalgie, das ist Archäologie mit Lautstärke. Es gibt Kanäle nach Ära sortiert, von den 70ern bis heute, und natürlich die heiligen Reliquien: «Yo! MTV Raps», «120 Minutes» und für alle, die noch wissen, wozu Nackenmuskeln da sind: «Headbangers Ball». Metal-Fans können sich dort weiter durch die Klassiker prügeln oder das Ganze als Radio laufen lassen, bis die Nachbarn wieder «zufällig» die Polizei anrufen.
Und jetzt kommt der beste Part: Einfach nur Musik. So wie der Fernseh-Gott es einst gewollt hat, bevor er irgendwann die Fernbedienung verlegt hat. Null Werbung. Null Unterbrechungen.
FlexasaurusRex nennt das Projekt einen Mittelfinger gegen algorithmische Manipulation und Corporate Streaming-Monopole. Die Videos kommen von YouTube und werden über die Internet Music Video Database katalogisiert. Finanziert wird das Ganze über freiwillige Spenden, und die Seite soll dauerhaft gratis bleiben.
Und ja, natürlich ist das auch traurig: Ein Konzern mit Milliarden-Budget schafft es nicht, seine eigene DNA zu bewahren. Dafür braucht es einen Nerd mit Schlafmangel und Prinzipien. Das sagt mehr über die Medienlandschaft aus als tausend kluge Kommentare, die am Ende doch wieder nur Werbung für sich selbst sind.
Aber hey: Die Musik ist zurück.
Und dieses Mal ohne Vorwarnung, ohne Gatekeeper, ohne «We’ve updated our terms». Nur du, der Sound, und ein bisschen digitaler Trotz. Genauso muss das…
Es gehört zum Schwierigsten, was einem denkenden Menschen auferlegt werden kann, wissend unter Unwissenden den Ablauf eines historischen Prozesses miterleben zu müssen, dessen unausweichlichen Ausgang er längst mit Deutlichkeit kennt. Die Zeit des Irrtums der anderen, der falschen Hoffnungen, der blind begangenen Fehler wird dann sehr lang.
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When there’s no more room in hell, the dead will dance on earth! Freunde, die Gruft präsentiert: Dravens Radio from the Crypt! Hier wird Euch ein handverlesenes Musikprogramm geboten, welches von Draven speziell für die besten Leser des Internetz zusammengestellt wurde. Von Punk bis Rock, von Folk- bis Thrash-Metal, für jeden finsteren Musikgeschmack das Richtige. Natürlich immer noch ein Stückchen lauter und besser!
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Immunitätsleugner, Impfschädenverharmloser und diejenigen, die das unendliche Leid von Kindern und alten Menschen negieren, sicher nicht!
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