2026, das Jahr der unendlichen Möglichkeiten: Während draußen Windräder „grünen Strom“ produzieren, erklärt dir drinnen ein Chemiker, dass wir nebenbei vielleicht noch ein paar Tonnen Kunststoff, Monomere und Mikrofasern in Landschaft, Wasser und Lunge streuen. Aber hey: Hauptsache das Logo ist in Pastellgrün und irgendwo steht «nachhaltig».

Dipl. Ing. Michael Stegemann, Ingenieur für chemischen Anlagenbau und ehemaliger Mitarbeiter bei Bayer, spricht über den Abrieb von Windkraftanlagen und chemische Belastungen auf Natur und Umwelt. Aus fachlicher Perspektive ordnet er ein, was dabei entstehen kann und warum diese Fragen aus seiner Sicht mehr Aufmerksamkeit verdienen.

Und dann geht’s los: Epoxidharze, Glasfaser, Bisphenol A, PFAS, Phenol. Klingt wie die Zutatenliste einer miserablen Zukunft.

Die Kernthese: Windrad-Rotorblätter bestehen aus glasfaserverstärkten Kunststoffen, die mit Harzen gebunden werden. Diese Harze polymerisieren nicht zu 100 Prozent. Das heisst: Im ausgehärteten Material bleiben Monomere zurück. Und wenn die Rotorblätter an der Vorderkante durch Regen, Hagel, Sand und alles, was die Atmosphäre so an «Liebe» liefert, erodieren, dann wird Material abgetragen und in die Umwelt verteilt.

Jetzt kommt das Bild, das jeder versteht: Rotorspitzen mit bis zu 3400 km/h. Keine Formel 1 kommt hinterher, aber das interessiert Wassertropfen herzlich wenig. Die schlagen ein, reissen Oberfläche ab und die Erosion fräst sich Jahr für Jahr in die Kante. Laut den zitierten Untersuchungen reden wir von 40 bis 90 kg Abrieb pro Anlage und Jahr. Pro Anlage. Und wir haben, so wird behauptet, rund 30’000 Anlagen. Rechne dir den Rest aus, falls du heute noch Lust auf Mathematik und leise Panik hast.

Natürlich kommt sofort die Relativierungs-Industrie um die Ecke, diese magische Rhetorik, die alles kleinmacht, indem sie irgendwo anders etwas Grösseres findet. Reifenabrieb! Schuhsohlen! Hauskatzen, die Vögel fressen! Alles richtig. Und trotzdem ist es der klassische Trick: «Da drüben brennt ein grösseres Haus, also ist dein brennender Dachstuhl eigentlich kein Problem.»

Hier wird ein entscheidender Punkt gemacht: Reifenabrieb passiert auf Strassen. Strassen haben Entwässerung, Kanalisation, Kläranlagen, Abscheider. Das ist nicht perfekt, aber es ist wenigstens ein System. Windrad-Abrieb passiert in der Landschaft: Auf Feldern, Wiesen, Weiden. Da, wo Kühe stehen, Schafe grasen, Kartoffeln wachsen und du dir später einbildest, du würdest «regional» essen.

Und dann wird’s «gifitig».

Bisphenol A: Der Mann nennt es «wassergängig» und spricht von Leberbelastung bis hin zu Zirrhose. Dazu fällt das Wort «mutagen», DNA, Zellgift. Im Tonfall: «Ist halt so». Als ob das die neue Wetterlage wäre. Und dazu kommt Phenol als Erinnerung aus der Industrie-Vergangenheit: Früher hat man mit Phenol Kliniken desinfiziert, bis man gemerkt hat, dass es hochgiftig ist. In den 70ern, bei Bayer, Forschung, dann plötzlich: Masken, Handschuhe, Schutz. Die Pointe schreibt sich leider selbst: Sobald es die eigenen Leute betrifft, wird’s sofort ernst. Sobald es draussen in der Umwelt landet, nennt man es «gebunden» und schreibt ein PDF mit Fussnoten.

Denn genau so argumentiert die Windindustrie: Alles gebunden, alles sicher, keine Auswirkungen. Der Schaden trifft nur die Windindustrie. Die Armen. Fast rührend.

Nur: Gebunden ist nicht dasselbe wie für immer immobil. Nicht, wenn Material abgetragen wird. Nicht, wenn Partikel entstehen. Nicht, wenn Mikrofasern durch Wind verfrachtet werden. Nicht, wenn Dinge klein genug sind, um «lungengängig» zu werden. Dann wird aus «gebunden» ganz schnell «in deinen Lungenbläschen festgesetzt». Und da darfst du dann selbst «nachhaltig» durchatmen.

Der Ingenieur bleibt dabei immerhin anständig: Er sagt offen, dass er kein Biologe ist und keine Aussagen trifft, die er nicht belegen kann. Das ist selten geworden, weil viele heute lieber sofort 17 Gewissheiten raushauen, solange sie dabei überzeugt wirken. Er sagt: Aufbau, Stofftransfer, Weg ins Wasser, Weg in Pflanzen, plausibel. Auswirkungen auf Zellen? Da hält er die Klappe. Respekt.

Was er dafür noch reinlegt: Neben Abrieb gibt’s andere Stoffthemen an Windanlagen. Schmieröle, Hydrauliköle, Leckagen an grossen Gondeln, die durch Wind und Wetter nach aussen gelangen können. Und SF6 (Schwefelhexafluorid) als Löschgas in Schaltanlagen: An sich inert, «könnte man drin duschen» (bitte nicht ausprobieren, Menschen sind zu kreativ), aber mit brutalem Treibhauspotenzial, tausendfach über CO₂. Dann aber wieder die Differenzierung: Die Anlagen seien dicht, Leckraten gering, Recycling möglich. Das Problem sei real, aber nicht das Hauptproblem. Hauptproblem: Abrieb, Öle, Materialtransfer in Umwelt.

Und dann kommt der Teil, den man in Deutschland grundsätzlich erst versteht, wenn es zu spät ist: Rückbaukosten. Betonfundamente, Stahlbetonmassen, Tiefbau-Rechnung. Da sitzt ein Bürgermeister auf einer Terrasse, bekommt vorgerechnet, was 4000 Tonnen Stahlbeton ausbuddeln kosten, schaut auf die versprochenen Pachteinnahmen und merkt: Der «Reibach» ist hinüber, bevor der Wind überhaupt weht. Und plötzlich heisst es: «Dann bauen wir sie nicht.» Weil Mathematik, dieser unbestechliche Spielverderber, kurz vorbeigeschaut hat.

Der schönste Satz dazu: «Das hat mir keiner gesagt.» Natürlich nicht. Wieso sollte man dir das sagen, wenn man dich auch einfach unterschreiben lassen kann? Knebelverträge, aus denen man nicht mehr rauskommt, wenn man erst drin ist. Überraschung: Verträge sind meistens dann fair, wenn beide Seiten jederzeit gehen können. Alles andere ist Zucht.

Am Ende bleibt eine bitter-lustige Erkenntnis: Viele sind heute dort, wo er in den 90ern war. «Jung, dynamisch, Wind ist doch super.» Und dann kommen die Jahre, die Zahlen, die Materialien, die Erosion, der Abrieb, der Rückbau. Und plötzlich wirkt das grüne Heilsversprechen wie ein Bastelprojekt, bei dem man die Nebenwirkungen als «Fake News» beschimpft, bis die Nebenwirkungen in der eigenen Gegend liegen.

Vielleicht ist das die eigentliche Moral: Nicht «Windkraft ist böse» oder «Windkraft ist gut», sondern: Wenn ein System nur funktioniert, solange man nicht zu genau hinschaut, dann ist es kein System. Es ist PR…

Abrieb der Windräder – Ein Ingenieur für chemischen Anlagenbau spricht Klartext!
Abrieb der Windräder – Ein Ingenieur für chemischen Anlagenbau spricht Klartext!

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