Im September 2018, wenige Wochen vor seiner Verhaftung, tippte Jeffrey Epstein aus dem Gmail-Konto «jeeitunes» eine iMessage an einen Empfänger, der mit «Bin dran» antwortete. Inhalt: Soros‘ NGO-Architektur lasse sich elegant am Foreign Agents Registration Act vorbei dirigieren, indem man eine US-Medienfirma als Dachausnahme nutze. Sechs Jahre später las sich die DOJ-Anklage gegen Tenet Media wie das Protokoll der Umsetzung.
Russland überwies knapp 10 Millionen US-Dollar über Briefkastenfirmen in Türkei, Emiraten und Mauritius an ein Tennessee-Medienhaus, das rechte Influencer mit Millionenreichweite anstellte. Niemand musste sich unter FARA registrieren. Vollkommen legal – exakt wie es Epstein in drei Nachrichten zwischen 7:32 Uhr und 8:47 Uhr durchdekliniert hatte.
Soros, das FARA-Schlupfloch und das Medien-Cape
Was der Mann mit der Insel und dem Privatjet im Memo erkannte, war banal und brillant zugleich. FARA verpflichtet jeden, der für eine ausländische Regierung politische Arbeit in den Vereinigten Staaten leistet, zur Registrierung beim Justizministerium. Eine Medienausnahme schützt Journalisten vor Verfolgung unter First Amendment-Druck. Epstein notierte, Soros habe «darauf geachtet, sich nicht unter FARA registrieren zu müssen», die NGOs seien «sorgfältig strukturiert» worden. Die nächste Stufe lag offen: Medienfirma gründen, Dachausnahme nutzen, Demokratie als Abonnement-Modell mit Speditionsadresse in Mauritius.
Tenet Media – aus dem Memo wird die Liefergarantie
Im November 2023 ging Tenet Media öffentlich an den Start, gegründet von Lauren Chen und Liam Donovan, kurz darauf bestückt mit sechs prominenten Stimmen der amerikanischen Rechten: Tim Pool, Dave Rubin, Benny Johnson, Lauren Southern, Tayler Hansen und Matt Christiansen. Zwischen Oktober 2023 und August 2024 schickte RT 9,7 Millionen US-Dollar durch das System – rund 90 Prozent aller Einzahlungen. Eine einzelne Überweisung lief als Kauf eines iPhone 15 Pro Max mit 512 Gigabyte zum Stückpreis von 318’800 US-Dollar. Selbst Tim Cooks Preispolitik kennt Grenzen.
Der erfundene Investor «Eduard Grigoriann» lieferte die Herkunftsgeschichte, die russischen Mitarbeiter Kostiantyn Kalashnikov und Elena Afanasyeva – letztere unter den Decknamen «Helena Shudra» und «Victoria Pesti» – steuerten die Inhalte. Ein Influencer kassierte 400’000 US-Dollar pro Monat plus 100’000 Signing-Bonus, ein anderer 100’000 pro Video. Wer 4,8 Millionen jährlich von einem nicht existierenden Armenier via Mauritius bezieht und keine Fragen stellt, hat das Recht auf Ahnungslosigkeit zur Geschäftsbedingung erklärt.
Trump Media und derselbe Bauplan
Während die Tinte auf den Tenet-Akten noch trocknete, lief ein zweiter Fall mit identischer Architektur. Im Winter 2021/22 drohte Trump Media and Technology Group am SPAC-Stau zu verenden. Zwei Millionen Liquiditätsspritze kamen von der Paxum Bank in Dominica – einem Geldhaus, das auf Klientel spezialisiert ist, vor dem selbst westliche Banken zurückschrecken. Mitinhaber Anton Postolnikov ist verwandt mit Aleksandr Smirnov, einst erster stellvertretender Justizminister Russlands, heute Chef der staatlichen Rosmorport. Weitere sechs Millionen kamen vom ES Family Trust, dessen Treuhänder zugleich Direktor bei Paxum war – beide angeblich getrennten Strukturen führten zur selben Schreibtischschublade.
Die Acht-Millionen-Spritze war so konstruiert, dass sie sich nach Fusionsabschluss automatisch in Trump-Media-Eigenkapital verwandelte. Der SEC und den DWAC-Aktionären wurde die Umwandlung nicht offengelegt. Trump Media ist rechtlich ein Medienunternehmen, betreibt eine Social-Media-Plattform und könnte exakt jene FARA-Medienausnahme beanspruchen, die Epstein 2018 in seiner iMessage durchgespielt hatte. Erfrischender Zufall, dass die Bauanleitung sich auf beiden Seiten des politischen Spektrums gleichermassen anwenden liess.
Bessent, Barak und der Ergo-Loop
Zwischen 2014 und 2015 leitete Scott Bessent den Soros Fund. Im selben Zeitraum war Ehud Barak, ehemaliger israelischer Premier und Ex-Chef des Militärgeheimdienstes, bezahlter Soros-Berater via Ergo. Barak gründete drei israelische Firmen, deren Namen zusammen «Cogito, ergo sum» ergeben – Akademikerhumor für Strukturplaner. Im Januar 2016 trat Epsteins Southern Trust Company als Kommanditpartner in Sum (E.B.) 2015 LP ein und übernahm 50 Prozent. Die Struktur entwarf Darren K. Indyke, Epsteins Hausanwalt. Epstein-Geld floss durch Sum in Carbyne, dessen Vorsitzender Barak war.
Bessent ist heute US-Finanzminister. Senator Ron Wyden hat dreimal – am 11. März, 16. Juni und 2. September 2025 – die Herausgabe der Epstein-Bankunterlagen verlangt. Dreimal abgelehnt. Die rund 1000 bereits geprüften Seiten dokumentieren knapp 4700 Überweisungen im Gegenwert von 1,08 Milliarden US-Dollar aus einem einzigen JPMorgan-Konto. Bessent verschliesst die Türen vor jener Aktenmasse, die einen Fonds aufklären würde, den er einst leitete. Wyden nennt das einen «willigen Teilnehmer» an einer Vertuschung – die zurückhaltendste Formulierung der ganzen Affäre.
Bondi entschärft FARA – sieben Monate später
Am 5. Februar 2025 veröffentlichte Generalstaatsanwältin Pam Bondi eine interne Richtlinie, die FARA-Anklagen auf Fälle beschränkt, die «klassischer Spionage» ähneln. Politische Einflussoperationen ausländischer Regierungen über Medienfirmen fallen damit aus dem Strafrechtsraster. Ein zukünftiges Tenet wäre nicht mehr verfolgbar. Im September 2025 reservierte ein Präsidial-Memorandum FARA gleichzeitig für inländische Akteure mit ausländischen Verbindungen – also Aktivisten und US-Bürger, die der Regierung politisch nicht passen. Die Vorschrift wurde nicht abgeschafft, sondern umgewidmet: Schutzschild für ausländische Wahlmanipulation, Schwert gegen die heimische Opposition. Was Epstein 2018 als Schlupfloch beschrieb, hat Bondi 2025 zum Hauptkorridor ausgebaut – die FARA-Medienausnahme ist nicht mehr Bug, sondern Feature des Wahlmanipulations-Systems.
Epsteins iMessage war kein Geheimplan, sondern eine Bedienungsanleitung für ein System, das exakt so funktioniert, wie es konstruiert wurde! Russland nutzte das Schlupfloch, Russland-nahe Investoren möglicherweise auch, der frühere Soros-Fonds-Manager sitzt jetzt im Finanzministerium und hält die Akten unter Verschluss! Die Justizministerin hat just jenen Paragrafen abgeschliffen, der die Operation überhaupt strafbar machte – das Ganze nennt sich «Rechtsstaat»! Wer angesichts dieser Verkettung noch glaubt, die nächste Wahl werde von den Wählern entschieden, bekommt die Quittung als iPhone 15 Pro Max für 318’800 Dollar – Lieferung via Mauritius!









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