Die Welt lässt Donald Trump im Iran-Krieg allein, also rekrutiert er den letzten Verbündeten, der noch nie Nein gesagt hat: John Rambo. Abgeholt direkt aus dem Knast, begnadigt auf Vorschuss, bestellt für einen Job, den keine einzige verbündete Fregatte anfassen will.
Die Mission klingt nach Wahlkampfbüro: Den Ajatollah fangen, auf dem Rasen des Weissen Hauses übers Knie legen und live im Fernsehen den nackten Hintern versohlen, während «God Bless the USA» läuft. Die Begründung liefert der Präsident gleich mit: Die Zwischenwahlen rücken an und das Wechselspiel aus Deal und kein Deal, Bombe und keine Bombe glaubt ihm keiner mehr. Pete Hegseth fällt als Kandidat aus. Zu viel Haargel, ein Streichholz genügt und der Verteidigungsminister geht hoch wie eine Feuerwerksfabrik.
Rechnung statt Waffenbrüder
Die Satire hinkt der Wirklichkeit bloss hinterher. Trump verspricht das Kriegsende unmittelbar nach der Wahl, während Vance und Rubio ihm hinter verschlossenen Türen einen Krieg bis über 2029 hinaus vorrechnen. Den Staaten, die ihm keinerlei Hilfe geleistet haben, schickt er schon mal die Rechnung und nennt das eigene Gemetzel dabei ernsthaft einen Betrug. Das Entweder-mit-uns-oder-gegen-uns hat also ein Preisschild bekommen. Eine Allianz, die im Ernstfall Überweisungen statt Soldaten liefern soll, war nie eine Allianz. Wer keine Verbündeten mehr findet, castet eben einen. Wer keine Siege vorweisen kann, verschickt Mahnungen. Und wer den eigenen Krieg einen Betrug nennt, hält ihn trotzdem bis zur Wahl am Laufen – und nennt dies «America First»!






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