Neptun ist der am weitesten von der Sonne entfernte Planet: 4,5 Milliarden Kilometer = 30-mal weiter von der Sonne entfernt als die Erde. Dort verschwanden durch gegenwärtige Änderungen der Sonnenaktivität die Wolken weitgehend.
Auf der Erde hingegen, die lediglich knapp 150 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt ist, wird das Klima angeblich grösstenteils von den Todsünden der Menschheit beeinflusst. Während die Sonne, laut den Propheten der Weltuntergangssekte, genau gar keine Wirkung auf den Klimawandel haben soll, der übrigens seinerseits massgeblich von der Wolkenbildung abhängt.
Glaubt ihr wirklich, dass die Sonne zwar auf ihrem fernsten Planeten dramatische Effekte verursacht, NICHT aber auf ihrem (nach Merkur und Venus) drittnächsten Planeten, der Erde? Schon vor Jahrzehnten wurde entdeckt, dass die klimatische Entwicklung von Erde, Neptun und Triton (ein Mond des Neptun) ähnlich verläuft.
Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass auch auf anderen Himmelskörpern unseres Sonnensystemes (u.a.: Mars, Pluto) vergleichbare Phänomene beobachtet wurden, die allerdings nicht so offenkundig parallel verlaufen wie diejenigen, die sich auf die Erde und auf den Neptun und seinen Mond Triton auswirken.
Quellen:
- Neptuns Wolken spurlos verschwunden – Rätselhaftes Phänomen hält Forscher in Atem, Focus 21.08.2023
- Sun Blamed for Warming of Earth and Other Worlds, LiveScience 12.03.2007
- Klimawandel auch auf dem Mars, Stern 05.04.2007


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