Another legend lost – nach George A. Romero ist ein weiterer Wegbereiter des Horror-Genres gestorben: Tobe Hooper, bekannt für „The Texas Chainsaw Massacre“ und „Poltergeist“. Mit seinem texanischen Kettensägen-Massaker und der Erschaffung von Leatherface ebnete Tobe Hooper den Weg für moderne Horror-Ikonen wie Jason oder Freddy. Jetzt ist der amerikanische Filmemacher im Alter von 74 Jahren verstorben.

Der Horrorfilm-Regisseur Tobe Hooper ist am Samstag im kalifornische Sherman Oaks gestorben. Wie das amerikanische Magazin „Variety“ berichtet, habe dies die Gerichtsmedizin von Los Angeles bestätigt. Die Ursache sei noch unbekannt. Der in Texas geborene Hooper wurde 74 Jahre alt. Hooper, der seine Karriere mit Dokumentarfilmen und einem Spielfilm über Hippies begann, gilt als Meister des Horrorfilms. Vor allem sein erster Versuch in diesem Genre, „The Texas Chainsaw Massacre“ (1974), bei uns auch als „Blutgericht in Texas“ bekannt – gilt als stilbildend. Selten zuvor wurden Gewalt und Grauen so lebensecht und fesselnd auf Film gebannt. In Deutschland rief der für 300’000 Dollar gedrehte Horrorfilm kurz nach der Veröffentlichung eine Indizierung und sogar Beschlagnahmung auf den Plan. Ein Urteil, das bis Ende 2011 Bestand haben sollte. Inzwischen ist der Klassiker wieder frei im Handel erhältlich. Zwischenzeitlich wuchs die Horrorreihe um den Kettensägen-Killer auf bald acht Teile an – mit „Leatherface“ erscheint demnächst ein Prequel zu Tobe Hoopers Originalfilm.

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1982 folgte mit Poltergeist ein weiterer grosser Klassiker, der Hooper auch im Mainstream bekannt machen sollte und – wie schon beim Chainsaw Massacre – unzählige Nachahmer und Fortsetzungen zur Folge hatte. Eine davon, das Sequel „The Texas Chainsaw Massacre 2“, inszenierte Hooper 1986 sogar selbst. Titel wie „The Mangler“, „Lifeforce“, „Body Bags“, „Toolbox Murders“ oder das Remake „Invasion vom Mars“ konnten danach nur noch bedingt an seine grossen Erfolge anknüpfen. Dennoch bleibt der Einfluss, den Hoopers Schaffen auf Regisseure wie Hideo Nakata, Wes Craven, Rob Zombie oder Alexandre Aja hatte, unbestritten. Mit „Brennen muss Salem“ („Salem’s Lot“), einer Stephen-King-Adaption als CBS-Zweiteiler, hinterliess Tobe Hooper 1979 im Fernsehen Eindruck. Sein letzter Film ist der Horror-Thriller „Djinn – Des Teufels Brut“ aus dem Jahr 2013.

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Sad day! Tobe Hoopers Werk wurde noch nie richtig gewürdigt, mal abgesehen von Texas Chainsaw. Sein Lifeforce ist einer der aussergewöhnlichsten SciFi-Filme, ein völlig verkanntes Meisterwerk. Danke für das ganze Blut, Tobe! Deine Filme sind Ikonen des Horrorkinos. The chainsaw is now quiet, but it will forever be heard. R.I.P. Tobe Hooper.

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