Ein Aufschrei des Entsetzens und kotzende Emoji’s allerorten: Aktuell werden inflationär Artikel über die Freigabe von Insekten als Lebensmittelbeigabe in der EU geteilt. Dabei wird nur in Richtung der ab jetzt geltenden EU-Verordnungen (VO) geschaut. Doch so eine VO ist nicht einfach über Nacht da, sowas braucht lange Vorbereitungszeit. Aber wer achtet da schon vorher drauf? Wir haben ja ständig immer schon mit anderen Dingen zu tun, gell… und so ist es auch jetzt wieder, dass die breite Masse erst davon liest, resp darüber spricht, wenn es längst schon gemacht wird. Ja, es wird schon gemacht. Also liebe Gutmenschen, ihr dürft da mal alle ganz zackig den Stock aus euren Zuckerpopöchen ziehen.
Wenn wir jetzt also von besagter VO «plötzlich & unerwartet» überrascht worden sind, dann weil wir einfach bisher zu unaufmerksam waren. In der Schweiz dürfen Insekten bereits seit dem 1. Mai 2017 selbst oder als Zusatz in den Lebensmittelverzehr eingebunden werden. Das ganze nennt sich «Novel Food». Auch gibt es bereits seit 2017 Insektenfarmen und ehrlich gesagt hat mich das bisher wenig interessiert, weil ich in Asien bereits mehrfach Insekten in den verschiedensten Formen gegessen habe und diese, je nach Zubereitungsart auch sehr schmackhaft sind. Aber ich würde mir hier nie die industriell gefertigten Burger, Riegel oder was weiss ich kaufen. Wer die Hände von Fertigfrass und vor allem von Nahrungsprodukten aus Fabriken wie Nestlé, Unilever & Co. nicht lassen kann und immer noch meint, dass es sich dabei um echte Lebensmittel handelt, der hat noch viele Hausaufgaben vor sich.
Da bin ich jetzt wirklich direkt, denn ich habe mich sehr viel mit Ernährung auseinandergesetzt und dafür ging echt viel Lebenszeit drauf, u.a. die kleingedruckten Nahrungsmitteletiketten zu studieren. Noch mehr Zeit ging dafür drauf, herauszufinden, wo ich stattdessen wirkliche Lebensmittel (idealerweise regional, saisonal, ungespritzt, gentechnikfrei) herbekomme, um den Einkauf in Supermärkten so klein wie möglich zu halten. Leider gelingt mir das noch nicht komplett, doch industrieller Fertigfrass, der noch nicht mal «Bio» oder «Gentechnikfrei» ist, geht für mich einfach nicht. Jetzt kommen halt noch mehr Begriffe auf den Etiketten hinzu – doch die Verantwortung, diese zu lesen und dementsprechend den Einkauf zu steuern, liegt ganz alleine bei euch UND was ihr euren Kindern damit vorlebt. Und auch da wiederhole ich mich: Ich ziehe den Hut vor allen Löweneltern, die sich auf allen Ebenen für das Wohlergehen ihrer Kinder einsetzen, denn das ist echt eine Herausforderung!







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