Wie im 2014 erschienenen deutschen Horrorfilm «First Person Shooter» sieht der Zuschauer Hardcore ausschliesslich aus der Perspektive von Cyborg Henry. So fühlt sich der Film wie ein Ego-Shooter an. Wem bei Cloverfield schon schlecht wurde, sollte einen grossen Bogen um «Harcore»-Henry hier machen. Man fliegt durch die Luft, sprintet durch Strassen, hüpft über Dächer wie ein Parkour-Weltmeister, wühlt sich durch Innereien, ballert mit sämtlichen Kalibern auf so ziemlich alles, was einem über den Weg läuft. Was wohl bisher kein anderer Film schaffen konnte, ist «Hardcore» gelungen, nämlich «Predator» nach fast 30 Jahren vom «Thron für die spärlichsten Dialoge in einem Actionfilm» zu stossen.

Hardcore

Wie erwähnt ist die Ego-Perspektive in der Filmbranche kein gänzlich neues Stilmittel, es bei einem rasanten Actionfilm derart konsequent durchzuziehen, ist allerdings Neuland – und verdammt cool. Der Film legt ein beeindruckendes Tempo vor und geht allenfalls mal für zwei, drei Minuten vom Gas. Ein brutales und adrenalingeladenes Spektakel, das technisch einwandfrei ungesetzt wurde. Dass die Kamera dabei herumwirbelt und extrem wackelt ist nur logisch. Auch der Soundtrack erweist sich als sehr passend. Wenn der Streifen jetzt noch eine gute Story präsentieren würde, wäre alles perfekt, aber wie so oft ist nichts auf dieser Welt vollkommen. Die Handlung ist derart dämlich, dass sie durch ihre unfreiwillige Komik fast schon wieder gerettet wird. Ein paar Witze werden auch absichtlich gerissen, allerdings wirken die mitunter ziemlich aufgesetzt.

Hardcore

Ein Grossteil der Szenen wurde mit GoPro-Kameras gedreht. Um die Post-Produktion von Hardcore finanzieren zu können, wurde ein Crowdfunding in die Wege geleitet. Der Film entfaltet sich im Zeitraum eines einziges Tages in Moskau. Bevor er Hardcore drehte, der in den USA unter dem Titel Hardcore Henry vermarktet wurde, schuf Regisseur Ilya Naishuller vor allem Musikvideos. Bereits diese Videos filmte er im selben Stil, also schnell, actionreich und aus der ersten Perspektive gesehen. Hardcore wurde sein erster inszenierter Spielfilm. Schauspieler Sharlto Copley (District 9) bezeichnete Hardcore im Nachhinein als den herausforderndsten Dreh seiner Karriere und zeigte sich von der Arbeit der Stuntmänner beindruckt, die das Set mit insgesamt nur fünf Stichen bei zu nähenden Verletzungen und einem abgebrochenen Zahn verliessen. Seine Premiere feierte Hardcore 2015 auf dem Toronto Film Festival, wo der Actionfilm sich zu einem der populärsten gezeigten Werke entwickelte. Die Verleih-Firmen Lionsgate, Universal und STX Entertainment lieferten sich daraufhin einen harten Kampf um die Rechte für den Vertrieb des Films, wobei STX schliesslich mit einem Gebot von 10 Millionen Dollar als Sieger aus dem Bieterkrieg hervorging.

Hardcore

Ich habe auch Sharlto Copley schon wesentlich besser erlebt. Und was es mit den telekinetischen Fähigkeiten des Widersachers auf sich hat, hält auch niemend für nötig zu beantworten. Die Beteiligten waren wohl derart elektrisiert von der Idee das wirklich durchzuziehen, dass keiner das Drehbuch mit Verstand gelesen hat. Trotz erheblicher inhaltlicher Schwächen, die in einem Spiel wahrscheinlich so hinnehmbar wäre, ist «Hardcore» ein Fest für jeden Actionfan. Wer sich gerne mal auf etwas Neues einlässt und dabei über die eine oder andere Unzulänglichkeit hinwegsehen kann, sollte ruhig mal einen Versuch wagen und dem Film eine Chance geben.


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