He is back! «Terminator: Genisys» ist der fünfte Teil der Saga, in den Hauptrollen sind Schauspiel-Legende Arnold Schwarzenegger als Terminator T-800 und «Game of Thrones»-Star Emilia Clarke als Sarah Connor zu sehen. Was dürfen wir in diesem fünften Teil der Terminator-Reihe erwarten? Ist er besser als die Teile 3 und 4? Oder geht es gleich belanglos weiter mit den Fortsetzungen? Fragen über Fragen, welche wir euch nachfolgend versuchen zu beantworten.
Endlich ist Arnold Schwarzenegger wieder in seiner Paraderolle als Terminator zu sehen – er sollte das jedoch nicht wiederholen, denn die Art, wie er hier noch einmal die Augen zusammenkneift, weil er das an seinem Schauspieler-Idol Eastwood so liebt, ist derart nah am versöhnlichen Zwinkern, dass man darin nur ein schönes Abschiedsgeschenk der Rolle an den Darsteller sehen kann, das Schwarzenegger dankbar annehmen sollte: So gut, so liebenswert wie hier, als standhaft treuer Schrotthaufen, wird er wohl nie mehr aussehen. Im fünften Teil der Saga begibt sich Arnie alias T-800 erneut auf Zeitreise, um die Welt vor dem gefährlichen Maschinen-Imperium Skynet zu beschützen. Begleitet wird er dabei von der aus den ersten beiden Teilen bekannten Sarah Connor – dieses Mal gespielt von Emilia Clarke, die vielen wahrscheinlich als Daenerys Targaryen aus der HBO-Erfolgsserie «Game of Thrones» bekannt sein dürfte. An der Seite von «Arnie» sind auch Jason Clarke (John Connor) und Jay Courtney (Kyle Reese) unterwegs in abenteuerlicher Mission.
Für alle Fans von actionreichen und bildgewaltigen Kampfszenen und atemberaubenden Spezialeffekten ist dieser Film also sicherlich eine wahre Freude. Anders sieht es aber leider bei der Story des Films aus, denn über die fehlende Logik kann auch die schönste Action und der trockenste Arnie-Spruch nicht hinwegtäuschen. Ja, natürlich ist es schön, immer wieder kleine Easter Eggs und versteckte Hinweise auf die zurückliegenden Terminator-Filme zu entdecken, doch wenn einem am Ende des Filmes gefühlt hunderttausend Fragezeichen im Kopf herumschwirren, dann lief da irgendwas wohl falsch. Regisseur Alan Taylor selbst hatte unlängst in einem Interview zugegeben, dass das Skript zu «Terminator: Genisys» nur Durchschnitt sei und dass dem Film schlicht und ergreifend die Logik fehle – doch sei ihm das, auf Gutdeutsch, offenbar ziemlich «wurscht», wie er gegenüber «The Daily Beast» zugab. So gebe es auf die zahlreichen Fragezeichen im Kopf der Zuschauer zwar in der Tat Antworten. Doch seien die nicht im Film enthalten, da sie – so der Meister – zum Genuss dieses Action-Blockbusters nicht relevant seien. Euhm ja,… Schade! Tröstlich ist hingegen, dass trotz der diversen Fragezeichen einer auf ganzer Linie überzeugt: Hauptdarsteller Arnold Schwarzenegger, dessen Revival mit immerhin 67 Jahren doch zu gefallen weiss. Man merkt, er hat immer noch riesig Spass an seiner Paraderolle, was sich vor allem in der unterhaltsamen Vater-Tochter-gleichen Beziehung mit Emilia Clarkes Sarah Connor zeigt.
«Terminator: Genisys» ist kein Muss-man-gesehen-haben-Werk, aber wer schon die ersten vier Terminator-Filme mochte, dürfte hier zwei schöne Stunden verbringen. Dabei kommt der Film nicht an die ersten beiden Teil ran, die werden wahrscheinlich für immer unerreicht bleiben. Aber gegenüber Teil 3 und 4 hat T5 doch wieder zugelegt. Einige Dinge finde ich absolut unpassend, so zum Beispiel den Terminator als Paps zu bezeichnen, der Bösewicht gleicht in seinen Eigenschaften prinzipiell dem Terminator aus Teil 2, wenn auch dessen Genialität nicht erreicht wird. Die Geschichte um John Connor ist harter Tobak, das war so nicht zu erwarten.






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