Gunnar Kaiser spricht mit dem freischaffenden Philosoph Bertrand Stern über die Ideologie der Schule – ein System, welches mit Angst, Abrichtung, Abwertung und Entwürdigung arbeitet und somit gebrochene, traumatisierte Menschen hervorbringt.
Herr Stern erklärt welch perfiden Annahmen dem Begriff «Kind» zugrunde liegen. So ist die Kindheit eine künstliche, unnatürliche Vorstellung junger Menschen, die mangelhaft sind und deswegen segregiert und einer Massnahme unterzogen werden müssen, die sich staatlich verordnete Erziehung nennt. Braucht es ein anderes, neues Schulsystem, ein besseres oder lediglich die Ablegung des Anwesenheitszwangs? Oder muss gar der Begriff «Schule» an sich hinter sich gelassen werden? Eines ist sicher, so Stern. Die Beschulungsideologie ist bankrott. Die Schule wiederum ist lediglich ein Symptom eines grösseren, sich im Zusammenbruch befindenden Systems. Ein Zusammenbruch, der nötig ist, um den Wandel zu freier Bildung geschehen zu lassen.
Bertrand Stern ist freischaffender Philosoph und Autor, der sich mit den grundlegenden Fragen von Bildung und Schulkritik, also mit kinderrechtlichen und pädagogikkritischen Positionen, befasst. Geleitet vom Glauben an die Würde des selbstbestimmten Subjektes, möchte er mit seinem Schaffen zur Selbstbefreiung des Menschen von zivilisatorischen Institutionen und Ideologien beitragen. Geführt und aufgezeichnet wurde dieses Gespräch am 09. September 2021 in Köln.

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