Coffeeshop.
Ich nehme meinen Ariana Grande Frappu Cappu Bio Hafu und will den Laden verlassen. Hinter mir zwei junge Frauen. Ich halte ihnen höflich die Tür auf und sage: «Die Damen…»
Sofort bricht die eine in Tränen aus. Die andere hält sie und faucht mich an: «Sie IST keine Dame!»
«Ah, ok, sorry… der Herr!»
Nun schluchzt sie noch lauter. Die anderen Gäste gucken.
«They WEISS halt noch nicht was they ist, sie Arschloch!»
«They, wie bitte?»
«Gender Assumer!»
Von irgendwo hinten ruft jemand: «Door-Opener!»
«Okay, wollt ihr jetzt raus oder nicht!?»
«Das geht sie überhaupt nichts an! Das können wir selber entscheiden! Mansplainer!»
«Hört mal, du und they… ihr wisst schon, dass das der direkte Pfad hin zu einer aufoktroyierten gesellschaftlichen Apokalypse ist, oder!?»
«WIR WERDEN NICHT MIT IHNEN SCHLAFEN!»
«Äh… okay, cool.»
Eine lila-haarige, amerikanische Touristin hält ihre Handykamera in meine Richtung und brüllt «Groomer!»
«Anyway… schönen Tag noch die Da– die Menschen!»
«Good-Day-Wishing! Gentlemanning!»
«Ich wünsche einen neutralen Tag. Ich geh mich dann jetzt mit Benzin übergiessen. Tschüssi.»
Fuck, mein Kaffee ist kalt.


«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








