Vorläufiger Tiefpunkt in Deutschland: Die Tafeln haben auf 2G umgestellt und der Berliner Senat hat die Bahnhöfe für Obdachlose gesperrt, die kein Covid-Zertifikat haben. Ja, mitten im Dezember. Ja, bei Minusgraden. Nein, einen Platz zum Aufwärmen oder Lebensmittel bekommen die Ärmsten der Armen in diesem Land nicht mehr. Alles reserviert für Covidalisten. Und jetzt alle: «2G ist doch besser als gar nichts…» Du weisst schon, dass deine gottverdammte Kriecherei, deine Befehlshörigkeit und dein hirnloses Mitläufertum diese Entwicklung überhaupt erst ermöglichen, ja?
Aber es gibt keinen Ausweg. Letzten Endes demokratisch geduldet durch eine überwältigende Mehrheit. Das ganze Gerede von individueller Freiheit, letztlich der Fetisch eine kleinen, perversen Minderheit. Die grosse Mehrheit will geführt und verwaltet werden, weil sie zu nichts anderem in der Lage sind. Freiheit ist für sie beängstigend, ein unendlicher Raum ohne Geländer und Leitplanken. Ich verstehe immer mehr, warum so viele grosse, kluge Denker der letzten Jahrhunderte das Untertanenwesen zutiefst verabscheuten.
In die Tagesstätten und Suppenküchen können sie nur mit Schnelltest rein und dort haben die keine mehr. Ausserdem haben die Ehrenamtlichen Angst vor Ansteckung und daher kommen viele nicht mehr – und der einzige Weg ist natürlich, die Bedürftigen auszusperren. Statt ein paar Tausend Tests zu organisieren und das Essen so zu verabreichen, dass man sich nicht anstecken kann. Aber hey, vielleicht spekuliert man auch auf die «biologische Lösung»? Wenn die Betreffenden verzweifelt genug sind, springen bestimmt ein paar vor die Züge oder erfrieren angenehm unauffällig an irgendeiner zugigen Strassenecke. Zack, Thema durch. Warum mit alten Traditionen brechen….?
Diesmal werdet ihr nicht behaupten können «Wir haben vom #Genozid nichts gewusst». «Man erkennt den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit den Schwächsten ihrer Glieder verfährt.» soll Gustav Heinemann einmal gesagt haben…

(via Tom Kaczmarczyk)






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