Dir wurde nur beigebracht, überall anders zu suchen, nur nicht in deinem Inneren. Wir wurden darauf konditioniert, in Büchern, Menschen, Systemen, Zeichen nach Antworten zu suchen… obwohl die Wahrheit immer in uns vergraben war.
Die Stimme, die dich anstösst, das Gefühl, das es weiss; das bist du. Das ist deine Kraft, deine Wahrheit!
Dir wird immer wieder gesagt, du sollst dich selbst finden, aber du warst nie verloren.
Du wurdest nur unter Meinungen, Ängsten und Erwartungen verborgen, die von Anfang an nie deine waren.
In dem Moment, in dem du aufhörst, dem nachzujagen, was bereits in dir ist, erkennst du, dass du die Ruhe im Chaos bist, die Antwort auf deine eigenen Gebete, der Heiler, der Führer, die Lichtquelle, nach der du gesucht hast.
Alles, was du jemals gebraucht hast, wartete darauf, dass du dich daran erinnerst, wer du bist.
148 zu 9 Stimmen, 38 Enthaltungen — so klingt es, wenn der Schweizer Nationalrat beschliesst, eine halbe Milliarde Steuerfranken in ein Land zu schicken, das soeben seinen grössten Korruptionsskandal seit Kriegsbeginn ausgegraben hat. Nicht-rückzahlbar, versteht sich. Geschenkt, im wahrsten Sinne. Und damit das Geld auch garantiert nicht versickert, hat man sich eine Konstruktion ausgedacht, bei der vorwiegend eine Klientel profitiert: Nicht die Ukraine, sondern die richtigen Schweizer Firmen.
Am Montag hat die grosse Kammer das Wiederaufbau-Abkommen mit der Ukraine durchgewinkt, am Dienstag zog der Ständerat mit 24 zu 1 nach — bei sage und schreibe 17 Enthaltungen. Wenn ein Parlament einem Vertrag zustimmt und sich gleichzeitig in Scharen der Stimme enthält, ist das kein Votum, sondern eine kollektive Schutzbehauptung. Man will dafür sein, ohne dafür geradezustehen. Der Klassiker im Bundeshaus, wo Verantwortung ungefähr so beliebt ist wie ein Misstrauensvotum gegen die eigene Pensionskasse.
Geschenke, die keiner zurückzahlen muss
Der Mechanismus ist von einer Dreistigkeit, die man fast bewundern müsste, käme sie nicht aus der eigenen Staatskasse. Das Abkommen sieht nicht-rückzahlbare Finanzhilfen an die Ukraine in Form von Gütern und Dienstleistungen vor. Kiew darf festlegen, was beschafft wird — aber die Schweiz beschafft bei Schweizer Unternehmen nach Schweizer Beschaffungsrecht, unter Ausschluss ausländischer Anbieter. Übersetzt: Der Steuerzahler finanziert ein Geschenk, das er nie wiedersieht und das Geschenk wird zufällig bei jenen eingekauft, die man ohnehin gerne beschenkt. Ein Kreislauf, in dem das öffentliche Geld nur kurz die Ukraine streift, bevor es bei der heimischen Industrie landet.
Die erste Tranche: 500 Millionen Franken. Das ist die Vorspeise. Insgesamt will der Bund bis 2036 fünf Milliarden Franken lockermachen, und die Seco-Chefin liess sich bereits zu der Auskunft hinreissen, dass davon möglichst eine Milliarde an Schweizer Unternehmen fliessen soll. «Switzerland first» beim Wiederaufbau eines fremden Landes — man verkauft den Steuerzahler-Selbstbedienungsladen also offen als Wirtschaftsförderung und nennt es Solidarität.
Wer den Topf verwaltet
Damit niemand auf dumme Gedanken kommt, hat man die Verwaltung dieses Geldsegens schön zentralisiert. Das gesamte Ukraine-Budget verwaltet Jacques Gerber, jurassischer FDP-Staatsrat, der als Ukraine-Delegierter direkt den Bundesräten Cassis und Parmelin unterstellt ist. Bemerkenswert dabei: Die Mittel werden fast vollständig von der Entwicklungszusammenarbeit der DEZA zum Wirtschaftssekretariat Seco verschoben. Aus Armutsbekämpfung wird Industriepolitik — ein Etikettenwechsel, der schon fast künstlerisch ist. Wer wissen will, wie das Bundeshaus generell mit fremdem Geld umgeht – teuer, selbstverständlich und folgenlos — findet das Muster bereits im Fall der Eidgenössischen Finanzkontrolle ausführlich beschrieben.
Und jetzt der Teil, den die 148 Begeisterten im Nationalrat geflissentlich übersahen. Das Empfängerland steckt im grössten Bestechungsskandal seiner Kriegsgeschichte. Eine Gruppe aktueller und ehemaliger Minister sowie ein Geschäftsmann sollen rund 86 Millionen Euro aus dem Energiesektor zweckentfremdet haben, indem sie Verträge des Staatskonzerns Energoatom manipulierten und Schmiergelder von 10 bis 15 Prozent kassierten. Das Geld wurde über ein geheimes Büro in Kiew gewaschen. Im Zentrum: Timur Mindich, Miteigentümer von Selenskyjs eigener Produktionsfirma Kvartal 95. Mittendrin: Andrij Jermak, langjähriger Präsidialamtschef und engster Vertrauter Selenskyjs, mittlerweile in Untersuchungshaft wegen Geldwäsche.
Geld in ein Fass ohne Boden
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen. Die Schweiz beschliesst Hunderte Millionen für ein Land, in dem das Schmiergeld-Skelett aus genau jenem Sektor purzelt, in den der Westen seit Jahren Milliarden schaufelt — und Geld soll laut Antikorruptionsbüro ins Ausland abgeflossen sein, darunter sogar nach Russland. Der Wiederaufbau ist also bereits ein Geschäftsmodell, bevor der erste Schweizer Zementsack verbaut ist. Dass die Ukraine trotz Reformen weiterhin als einer der korruptionsanfälligsten Staaten Europas gilt, ist im Parlament offenbar als Detail durchgegangen.
Die Linke störte sich derweil nicht etwa an der Korruption, sondern daran, dass die Schweizer Privatwirtschaft mitverdient. SP-Vertreter enthielten sich fast geschlossen, weil ihnen der Einbezug einheimischer Firmen missfiel. Die Bürgerlichen wiederum wehrten erfolgreich ab, dass man wenigstens die OECD-Empfehlungen gegen gebundene Hilfe berücksichtigt — eine Minderheit aus SVP, FDP und EDU sah darin eine zu grosse Einschränkung für Schweizer Unternehmen in der Ukraine. Übersetzt: Bloss keine internationalen Standards, wenn sie das heimische Geschäft stören könnten. Einzig die SVP-Fraktion sagte konsequent Nein — der Rest übte sich in der hohen Kunst des Wegduckens.
Es bleibt das vertraute Bild eines Politbetriebs, der mit fremdem Geld grosszügig ist und mit Verantwortung knausrig. Dieselbe Klasse, die Volksentscheide so lange umarbeitet, bis vom Auftrag nichts mehr übrig bleibt, verschenkt nun eine halbe Milliarde an ein Regime im Korruptionsstrudel — und tarnt das Ganze als Wirtschaftsförderung für die heimische Klientel. Es ist dieselbe Logik, mit der man sich auch der Brüsseler Linie andient: Hauptsache, die Kasse stimmt für die Richtigen. Wer hier am Ende die Taschen voll hat, steht schon fest und es ist garantiert nicht der ukrainische Bürger, dessen Namen man als Vorwand benutzt.
500 Millionen Franken Steuergeld, nicht-rückzahlbar, in ein Land mit dokumentiertem 86-Millionen-Schmiergeldnetz — und der Nationalrat klatscht mit 148 zu 9 Beifall und nennt das Solidarität. 17 enthaltene Ständeräte, die für etwas stimmen, zu dem sie nicht stehen wollen, sind keine Volksvertreter, sondern Mitwisser mit Alibi. Aus Entwicklungshilfe wird Industriesubvention, aus Wiederaufbau ein Selbstbedienungsladen für die richtigen Firmen und die Korruption im Empfängerland gilt als Betriebskosten! Am Ende fliesst das Geld der Schweizer Steuerzahler durch ein Land, in dem es nachweislich versickert, zurück in die Taschen jener, die es nie gebraucht hätten — und genau das nennen sie dann allen Ernstes «Verantwortung gegenüber Europa»!
Felix Straumann hat den Dokumentarfilm «Der Hype» gesehen – und prompt setzt die Schnappatmung ein. Der stellvertretende Ressortleiter Wissenschaft und Medizin bei der TX Group liefert keine Filmkritik, sondern ein klinisch reines Anschauungsstück dafür, wie Presse und Politik auf das eine Wort reagieren, das sie mehr fürchten als jede neue Corona-Variante – Aufarbeitung.
Das ist die eigentliche Pointe seines Textes. Wer derart gereizt, dünnhäutig und hyperventilierend auf einen kritischen Dokumentarfilm reagiert, beweist nicht, dass der Film schlecht ist. Er beweist, dass der Film einen wunden Punkt getroffen hat. Und der wunde Punkt heisst nicht Faktenlage. Er heisst Verantwortung.
Die üblichen Verdächtigen genügen nie
Straumann listet brav die bekannten Kritiker auf – Beda Stadler, Pietro Vernazza, Konstantin Beck, Wolfgang Wodarg, John Ioannidis – und schiebt sie mit einer einzigen Handbewegung in die Ecke des Unseriösen. Widersprüchliche Maskenempfehlungen, systematisch falsch-positive PCR-Tests, dramatisch danebenliegende Prognosen, peinliche Falschaussagen einzelner Akteure: Alles angeblich tendenziös und verkürzt. Dass es exakt dieselben Punkte sind, die kritische Stimmen während der ganzen Pandemie vorbrachten – nur um damals als Verschwörungsdenken abgestempelt zu werden – fällt ihm nicht auf. Oder soll nicht auffallen. Für Straumann existiert nur eine korrekte Aufarbeitung der Pandemie – nämlich gar keine. Aufarbeitung erkennt er nur an, wenn sie zum selben Ergebnis kommt wie das Dogma, das aufgearbeitet werden soll. Wie eine Auseinandersetzung mit dem Film aussieht, die seinen Inhalt ernst nimmt, habe ich im Beitrag zum Film bereits beschrieben.
Der heilige akademische Segen
Besonders genüsslich zieht er über die Journalistinnen Catherine Riva und Serena Tinari her. Skurril findet er es, dass eine Sprachwissenschaftlerin und eine Frau ohne abgeschlossenes Studium es wagen, Modellrechnungen und Epidemiologen zu kritisieren. Als wäre ein Medizindiplom die einzige Eintrittskarte für kritisches Denken. Ob jemand recht hat, hängt nicht vom Studienabschluss ab, sondern vom Argument – das begreift jeder Erstsemestrige, nur ein Wissenschaftsjournalist offenbar nicht. Offenbar zählt ein Titel mehr als ein Argument, jedenfalls für jene, denen die Argumente ausgegangen sind. Die Bigotterie ist atemberaubend: Derselbe Autor, der seit Jahren mit der Moralkeule über andere richtet, echauffiert sich nun darüber, dass jemand ohne heiligen akademischen Segen eine fundierte Haltung einnimmt. Wer hier skurril argumentiert, klärt sich von selbst.
Eine Kritik ohne einen einzigen Beleg
Das eigentlich Bemerkenswerte ist, was in Straumanns Verdikt fehlt. Er erklärt den Film für nicht faktenbasiert – und führt dafür praktisch keinen einzigen Fakt an. Er zeigt nicht, welche Aussage im Film nachweislich falsch ist. Er nennt keine Quelle, die ihr widerspricht. Er benennt keine unterschlagene Information. Stattdessen kritisiert er die Auswahl der Protagonisten und die Perspektive – also exakt das, was der Regisseur erklärtermassen wollte: Jenen Stimmen Raum geben, die während der Pandemie zu wenig Gehör fanden. Den schweren Vorwurf, die Epidemiologen Christian Althaus und Richard Neher würden «regelrecht diffamiert», lässt er gänzlich unbelegt im Raum stehen. Ein konkretes Beispiel dafür? Fehlanzeige.
Und die Kernfrage, um die es eigentlich geht, rührt er mit keinem Wort an: War die gesellschaftliche, mediale und politische Reaktion auf Covid-19 übersteigert? Übersterblichkeit, Hospitalisierungen, Risikogruppen, Kollateralschäden der Massnahmen, das Kosten-Nutzen-Verhältnis einzelner Eingriffe, internationale Vergleiche – nichts davon kommt vor. Wer die Bilanz der Modell-Propheten noch einmal nachrechnen will, findet sie an anderer Stelle. Bei Straumann findet er nichts davon. Er belegt, dass er den Film für einseitig hält. Dass dessen zentrale Thesen falsch wären, belegt er nirgends. Das ist keine Filmkritik. Das ist eine Beweisaufnahme – gegen den Kritiker.
Die Aufarbeitung, die niemand will
Genau hier liegt der Kern, den Straumanns Schnappatmung so schön freilegt. Eine echte Aufarbeitung würde nicht bei ein paar fehlgeleiteten Modellrechnungen haltmachen. Sie würde fragen, warum Kritiker pauschal als Spinner abgestempelt wurden, warum abweichende Studien verschwanden, warum Maskenpflicht, Schulschliessungen und Impfdruck nie ergebnisoffen evaluiert wurden. Sie würde die Redaktionen treffen, die jeden Zweifel als Gefahr für die öffentliche Gesundheit brandmarkten. Und sie würde jene Politiker treffen, die Grundrechte mit dem Federstrich kassierten und sich heute lieber an gar nichts erinnern. Kein Wunder also, dass ausgerechnet ein Wissenschaftsredaktor in Schnappatmung verfällt, sobald jemand die Kamera auf diese Jahre richtet. Wer mitgespielt hat, will kein Endspiel. Er will Vergessen.
Warum die Schnappatmung
Der ganze Text folgt dem altbekannten Muster: Statt sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen, soll süffisante Herabsetzung den Film und seine Protagonisten lächerlich machen. Keine Gegenargumente, keine neue Erkenntnis, keine Tiefe – nur die abgedroschenen Phrasen von damals, dieses Mal als mediale Panikmache von jemandem, der eben diese Panikmache anderen vorwirft. Der Grund dafür ist banal. Eine ehrliche Aufarbeitung wäre das Einzige, was Presse und Politik nicht überleben, denn sie sassen nicht daneben, sie sassen mittendrin. Wer das Narrativ jahrelang mitgetragen hat, kann unmöglich eine Untersuchung wollen, die fragt, wer wann was wusste und warum niemand widersprach. Also wird nicht der Film widerlegt, sondern der Bote entsorgt.
Was bleibt, ist ein aufrichtiger Dank an Felix Straumann für die beste Gratis-Werbung, die «Der Hype» bekommen konnte – sein dünnhäutiger Bericht macht mehr Menschen neugierig auf den Film als jedes Plakat. Was wir daraus lernen? Dass eine Filmkritik ohne einen einzigen widerlegten Fakt mehr über die Angst ihres Autors verrät als über den Film. Dass die Aufarbeitung der Pandemie für Presse und Politik kein offenes Kapitel ist, sondern ein zugenagelter Sarg. Dass man unbequeme Stimmen nicht mehr widerlegt, sondern entsorgt – und dies «seriösen Journalismus» nennt! Wer einen Dokumentarfilm derart fürchtet, hat das Urteil über sich selbst längst gesprochen!
«Back To Me» von Black Label Society – eine Ballade, kein Brett. Zakk Wylde, der sonst Verstärker zum Glühen bringt, nimmt hier die Hand vom Verzerrer und lässt die Stimme allein im Raum stehen. Was bleibt, ist nackt: Eine Melodie, die nicht laut sein muss, um wehzutun. Denn es geht nicht bloss um Distanz. Es geht um das Gewicht von allem Ungesagten – um die Sätze, die nie gefallen sind, die Dinge, die unfertig liegenblieben, den ganzen stummen Ballast, den man weiterträgt, auch wenn sich die Wege längst getrennt haben. Das ist das eigentliche Thema. Die Entfernung ist nur die Bühne, auf der das Ungesagte sein Gewicht entfaltet.
Für alle, die an einem Versprechen festhalten, das vor Ewigkeiten leise gegeben wurde. Für jene, die noch glauben, dass manche Herzen durch etwas Tieferes verknüpft sind als durch Zeit. Es liegt eine stille Schönheit im Warten. Eine Stärke in der Hoffnung, die sich weigert, zu sterben. Und eine Wahrheit darin, zu wissen: Falls sie je zurückfinden, steht die Tür in deiner Brust noch immer offen. Wo immer sie auch sind. Irgendein Teil von dir ruft sie noch nach Hause…
Black Label Society - Back To Me (Lyric Video)
Ein letzter Blick, was gesagt ist, ist gesagt, was getan ist, ist getan
One last look, what’s said is said, what’s done is done
Ein letzter Blick auf diesen Tag, von dem ich wusste, dass er kommen würde
One last look upon this day I knew would come
Wo auch immer du umherziehst
Wherever you may roam
Wo auch immer du bist
Wherever you may be
Versprich, dass du finden wirst
Promise that you’ll find
Dass du deinen Weg zurück zu mir finden wirst
You’ll find your way back to me
Zurück zu mir
Back to me
Diese leere Leere, die über diese öden Felder wandert
This empty void which walks these barren fields
Ein dankbares Lächeln zwischen den Spuren meiner Tränen
A grateful smile amongst the tracks of my tears
Wo auch immer du umherziehst
Wherever you may roam
Wo auch immer du bist
Wherever you may be
Versprich, dass du finden wirst
Promise that you’ll find
Dass du deinen Weg zurück zu mir finden wirst
You’ll find your way back to me
Zurück zu mir
Back to me
Wo auch immer du umherziehst
Wherever you may roam
Wo auch immer du bist
Wherever you may be
Versprich, dass du finden wirst
Promise that you’ll find
Dass du deinen Weg zurück zu mir finden wirst
You’ll find your way back to me
Wenn ein Psychiater im Jahr 2026 öffentlich erklären muss, dass zwei biologische Geschlechter existieren, dann ist nicht der Psychiater verrückt geworden. Verrückt geworden ist der Apparat, der die Gegenthese zur Pflichtmeinung erhoben hat – und jeden, der die Augen offenhält, ins Register «rechtsradikal» einsortiert.
Raphael Bonelli hat ein Buch geschrieben. «Kopflos. Warum wir den Verstand verloren haben.» Fünf Denkstörungen diagnostiziert der Wiener Psychiater. Eine davon trägt den Titel «kollektive Denkstörung» und beschreibt jene Konstellation, in der das Denken nicht mehr erlernt, sondern dekretiert wird. Bonelli formuliert das im sanften Diagnoseton der Ordination. Dieser Blog formuliert das anders.
Wenn der Patient der Staat ist
Bonelli weist auf etwas hin, das vor zwanzig Jahren noch als Geschichtsunterricht galt und mittlerweile als Bestandsaufnahme durchgeht. Verordnetes Denken sei eine Spezialität totalitärer Staaten gewesen. Gewesen. Das Imperfekt darf gestrichen werden. Wer heute öffentlich behauptet, ein Mann, der eine Frau ins Krankenhaus boxt, sei ein Mann, der eine Frau ins Krankenhaus boxt, riskiert in der EUdSSR eine Anzeige wegen Hassrede. Wer dagegen behauptet, derselbe Mann sei eine Frau und seine Faust ein Empowerment-Statement, wird mit Forschungsförderung überschüttet. Das nennt sich Fortschritt. Tatsächlich ist es Indoktrination.
Fünf Denkstörungen, fünf staatlich subventionierte Branchen
Die individuelle Denkstörung ist der Selbstbetrug – seit Jahrzehnten gepflegt durch jene Wellness-Industrie, in der «Selbstverwirklichung» das Lossagen vom Realitätsabgleich bedeutet. Die kollektive Denkstörung ist das Wokedenken – ausschliesslich erkennbar daran, dass sich Behörden, Konzerne und Universitäten in seltener Einmütigkeit auf dieselben Phrasen einigen, die noch vor wenigen Jahren als Witz durchgegangen wären. Die digitale Denkstörung ist die Auslagerung – Navi statt Stadtplan, ChatGPT statt Aufsatz, Algorithmus statt Auswahl.
Am Ende ist das Hirn entlastet wie eine Festplatte mit gelöschtem Inhalt. Die pädagogische Denkstörung ist die Indoktrination – an Schulen wird Kindern keine Methode beigebracht, mit der sie Wahrheit von Behauptung trennen könnten, sondern eine Sammlung von Behauptungen, die als Wahrheit gehandelt werden müssen. Die generative Denkstörung schliesslich ist das Aussterben mit Anstand – die «Letzte Generation» hat ihren Namen mit verstörender Ehrlichkeit gewählt, bevor sie sich auflöste, und der demografische Pflichtsuizid wird mittlerweile als Klimabeitrag etikettiert.
Der Mann am Pranger heisst Vernunft
Wer es wagt, Bonellis Diagnose im Klartext zu wiederholen, bekommt vorgeführt, wie kollektive Denkstörungen funktionieren. Cancel Culture ist nicht das Symptom einer überhitzten Debatte, sondern das Werkzeug der Verordnung. Sie sortiert nicht Aussagen nach Falschheit, sondern Personen nach Abweichung. Bonelli erinnert an das Märchen vom Kaiser und seinen Kleidern. Damals war das Kind die Pointe. Heute wäre das Kind das Problem. Es würde fotografiert, abgeführt und in einem Re-Education-Workshop befragt, warum es die Vielfalt textiler Identitäten nicht respektiere. Der Kaiser bliebe nackt. Die Wirklichkeit bliebe Wirklichkeit. Aber das Kind hätte gelernt, dass Sehen eine Straftat sein kann.
Aristoteles gegen den Massenwahn
Bonellis Therapieansatz ist keine Erfindung. Er greift auf die dianoetischen Tugenden des Aristoteles zurück, also auf jene Geistesdisziplinen, die das Denken an die Wirklichkeit binden. Wahrheit ist die Übereinstimmung der Vernunft mit dem Realen. Wer diesen Satz heute formuliert, klingt wie ein Ketzer im siebzehnten Jahrhundert. Genau das ist die Bestandsaufnahme. Eine Zivilisation, die zweitausend Jahre Philosophiegeschichte gegen ein Pronomenverzeichnis eingetauscht hat, benötigt keinen Therapeuten mehr, sondern einen Trauerredner. Bonellis Verdienst besteht darin, das Faktische als Faktum zu benennen, ohne zu zittern. Sein Buch wird im Mainstream genau jene Reaktion auslösen, die seine Diagnose belegt – das Schweigen der gekauften Schreiber und das Hohngebrüll der woken Influencer-Innung. Die kollektive Denkstörung wehrt sich gegen ihre Diagnose, indem sie den Diagnostiker für gestört erklärt.
Ein Staat, der seinen Bürgern dekretiert, was sie zu denken haben, ist kein Rechtsstaat mehr, sondern ein Erziehungsbetrieb mit Stimmzettel-Folklore! Wer kollektive Wahrheiten verordnet und Abweichler ins Register «Hass & Hetze» einsortiert, hat das Etikett «frei» längst nur noch aus Werbegründen am Hals. Wer ein Buch benötigt, um zu erfahren, dass zwei biologische Geschlechter existieren, hat sein Denken bereits an der Garderobe abgegeben – und nennt diese Garderobe «Demokratie»! Am Ende wird der Psychiater zur seltensten Berufsgruppe der EUdSSR werden, denn die letzten Geistesgesunden gelten dann selbst als Symptom!
5 Denkstörungen, eine Diagnose: Der Staat ist krank
Die Ruhe war kurz. Wer zwischen 2020 und 2025 gehofft hatte, das Schlimmste sei vorbei, darf sich jetzt entspannt zurücklehnen und zusehen, wie die Rechnung präsentiert wird. James Corbett hat die vergangenen fünf Jahre treffend «die Ruhe vor dem Sturm» genannt. Ab 2026, so seine Einschätzung, ist der Sturm. Und wer gerade aus dem Fenster schaut, der sieht: Es zieht auf.
Die Mechanik ist vertraut, nur die Kulisse wechselt. Einmal ist es das Virus, einmal der Migrant, einmal der böse Iraner. Das Narrativ spielt keine Rolle, solange es funktioniert. Und es funktioniert, weil die Bevölkerung längst damit beschäftigt ist, überhaupt noch mitzukommen, was gerade die aktuelle Sau ist, die durchs Dorf getrieben wird. Morgens Krieg gewonnen, mittags noch nicht genug gewonnen, abends mehr Bomben. Dreimal täglich wechselt das Narrativ, dreimal täglich wechselt der Newsfeed, und irgendwo dazwischen verliert der menschliche Geist die Fähigkeit, irgendetwas davon noch einzuordnen. Genau das ist Programm.
Kognitive Kriegsführung nennt das die NATO auf ihrer hauseigenen Innovation-Hub-Seite, ganz offen, ganz unverhüllt. Der dritte Weltkrieg findet im Kopf statt. Die Waffe ist nicht der Inhalt der Information, sondern die schiere Masse und Geschwindigkeit davon. Dafür ist der menschliche Geist nicht gemacht. Das Ergebnis: Apathie, Agonie, Rückzug ins Private und der tägliche Betäubungsfeldzug via Netflix. Genau da, wo das System die Menschen haben möchte.
Phase 2 läuft – und niemand schaut hin
Der Irankonflikt ist nicht das, was er vorgibt zu sein. Wer glaubt, es gehe um Sicherheit, Demokratie oder den Schutz irgendwelcher westlicher Werte, der hat die letzten zwanzig Jahre konsequent nicht aufgepasst. Was gerade passiert, ist ein wirtschaftlicher Krieg mit klar definierten Zielen: Energieengpässe, Lieferkettenkrisen, Nahrungsmittelknappheit. Nicht als Kollateralschaden, sondern als Ergebnis. Die IAEA hat bereits einen Zehn-Punkte-Plan in der Schublade, der sich liest wie COVID-Massnahmen mit Energieetikett. Rationierung, Mangelwirtschaft, Einschränkung der Individualmobilität. Überraschung: Die Massnahmen sind dieselben wie beim Klima-Apokalypse-Narrativ, dieselben wie bei Corona. Nur die Begründung variiert. Das Ziel bleibt konstant.
Die Ernteausfälle kommen nicht unerwartet. Bereits 2025 wurde systematisch eine künstliche Knappheit bei Düngemitteln herbeigeführt. Es ist Frühling, die Felder warten, der Dünger fehlt. Afrika wird Hungersnöte erleben, Europa wird staunend vor leeren Supermarktregalen stehen und fragen, wie das möglich ist. Der Benzinpreis kratzt in Teilen Süddeutschlands bereits an der Drei-Euro-Marke. Interne Kommunikation von Airlines wie American Airlines rechnet langfristig mit einem Barrel-Preis von 180 Dollar bis Ende 2027. Wer das durch die Zapfsäule dividiert, kommt auf Zahlen, die das bisherige Jammern über hohe Energiekosten wie nostalgische Reminiszenz wirken lassen.
Handlanger und Darsteller
Wer in diesem Theater nach Verantwortlichen sucht, schaut an der falschen Stelle. Die Leute, die wirklich entscheiden, kommen nicht ins Fernsehen. Nie. Merz entscheidet nichts. Trump entscheidet nichts. Die sind Darsteller in einer Produktion, deren Drehbuch längst geschrieben wurde. Frank Zappa hatte es auf den Punkt gebracht: Politik ist die Unterhaltungsabteilung des militärisch-industriellen Komplexes. Was im Weissen Haus residiert, ist kein Regierungsbüro, sondern ein Trading Desk. Insider-Handel rund um den Irankonflikt, Millionen auf Polymarkets gewettet kurz vor der Pressekonferenz, Kabinettsmitglieder mit Council-on-Foreign-Relations-Vergangenheit, Peter Thiel als Hintergrunddramaturg. Alter Wein in neuen Schläuchen, diesmal mit Akzelerationisten-Label und dem intellektuellen Segen von Curtis Yarvin, der in der New York Times dazu aufgerufen hat, Amerika möge endlich seine «Diktatorenphobie» ablegen. Dass es dafür immer noch ergebene Anhänger gibt, ist das eigentliche Rätsel dieser Epoche.
Das Fundament des digitalen Käfigs
Parallel zur Krisendramaturgie läuft der Aufbau der Infrastruktur. Die eID kommt, das Bürgerwallet kommt, der digitale Führerschein kommt, die digitale Patientenakte kommt. Nicht durch Zwang, zumindest nicht sofort. Erst muss der Bedarf hergestellt werden. Und der wird hergestellt, indem die Wirtschaft so weit an die Wand gefahren wird, bis der Staat mit der helfenden Hand erscheinen kann: Universelles Grundeinkommen, 2000 digitale Euro auf das Bürgerwallet, gültig für sechs Monate beim zugelassenen Händler. Der Honigtopf öffnet sich. Wer hungert, fragt nicht nach den Bedingungen. Das ist keine Verschwörungstheorie, das ist Logik.
Das Social-Media-Verbot für Jugendliche? Natürlich direkt mit der digitalen Identitätspflicht verknüpft. Wie soll man das Alter verifizieren, ohne alle zu verifizieren? Griechenland hat es bereits vorgemacht: Steuernummer gekoppelt an Social-Media-Account. In Grossbritannien macht Apple ein Update und plötzlich muss man sich ausweisen, bevor das Telefon seine volle Funktionalität freigibt. Niemand wurde gefragt. Niemand hat abgestimmt. Es passiert einfach.
Vorbereitung ist keine Paranoia
Was bleibt? Nüchterne Vorbereitung, ohne in Agonie zu verfallen. Bargeld von der Bank, Vorräte anlegen, Sozialkapital aufbauen, digitale Souveränität zurückgewinnen. Nicht weil Panik angebracht ist, sondern weil die Zeichen lesbar sind für jeden, der noch liest statt scrollt. Die Macht liegt, wie immer, bei den vielen. Nicht bei den wenigen Tausend, die sich die Welt eingeteilt haben. Aber diese Vielen müssen aufhören, sich betäuben zu lassen und anfangen, Prinzipien über Parolen zu stellen.
Der Sturm hat begonnen. Wer noch schläft, wird nass…
Am Sonntag kniete der Präsident eines Landes, das angeblich für «Freiheit und Demokratie» kämpft, vor dem Sarg eines SS-Helfers nieder – Flagge, Nationalhymne, Militärehren und ukrainische Kinder als Kulisse. Andrij Melnyk, OUN-Führer und Wegbereiter der Waffen-SS-Division «Galizien», wurde aus seinem Luxemburger Grab exhumiert, heimgeholt und bei Kiew mit allem staatlichen Tamtam neu beigesetzt, das ein Regime aufbieten kann, das gleichzeitig die Hand für Brüsseler Milliarden aufhält.
Es ist die Art Bild, bei der jeder deutsche «Kampf gegen Rechts» eigentlich in den roten Bereich drehen müsste. Stattdessen geschieht das Gegenteil: Aussenminister Whatafool – euhm, tschuldigung, Wadephul fordert nicht etwa einen Stopp der Zahlungen, sondern noch einmal zusätzlich rund 90 Milliarden Euro für genau diese Regierung. Wer wissen will, wie viel die ganze Brandmauer-Rhetorik unter dem Strich wert ist, bekommt hier die Antwort frei Haus geliefert.
Wer Melnyk war – und warum das niemand «missverstehen» kann
Andrij Melnyk, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Botschafter, der in Berlin jahrelang Bandera verteidigen durfte und trotzdem zum gefragten Talkshow-Gast avancierte, führte ab 1938 die Organisation Ukrainischer Nationalisten. 1940 spaltete sich der Verein in die «Melnykisten» und die «Banderisten». Während Banderas Leute in den Bataillonen «Nachtigall» und «Roland» an der Seite der Wehrmacht gegen die Sowjetunion zogen, lieferten Melnyks Anhänger Freiwillige für die Waffen-SS-Division «Galizien». Eingesetzt zur Partisanenbekämpfung und bei der Vernichtung jüdischer Gemeinden. Das ist kein Randdetail einer komplizierten Biografie, das ist die Biografie.
Die ukrainische Historikerin Marta Havryshko, die zum Holocaust forscht und selbst jüdische Wurzeln hat, beschreibt nüchtern, was Melnyks Männer taten: Juden aus Dachböden und Kellern jagen, Ghettos bewachen, an Erschiessungen teilnehmen. Ihr Fazit zur Umbettung ist knapp und brutal – eine grössere Demütigung für Juden sei kaum vorstellbar. Sie erinnert daran, dass dies im Land von Babyn Jar geschieht, dem Symbol des Holocaust in der Sowjetunion. Auch die israelische Regierung hat die Ehrung kritisiert. Aus Brüssel und Berlin hört man dazu vorwiegend das satte Schweigen der Anständigen.
Kein Ausrutscher, sondern Programm
Wer jetzt von einem bedauerlichen Einzelfall faselt, hat die vergangenen Jahre verschlafen. Der rechtsradikale Einschlag in Teilen des ukrainischen Staatsapparats hat Tradition: Er kündigte sich in den Maidan-Protesten an, zeigte sich im offen rechtsextremen Asow-Regiment, das mittlerweile als reguläre Brigade durchgewinkt wird – und eben in jenem Botschafter, der Bandera zum Helden umlügen durfte, ohne dass Berlin auch nur mit der Wimper zuckte. Die Umbettung Melnyks ist nicht der Bruch mit dieser Linie, sondern ihre logische Krönung. Die bittere Pointe liefert Havryshko gleich mit: Ausgerechnet ein Präsident, dessen eigene Verwandte von den Nazis ermordet wurden, kniet nun vor dem Sarg des Kollaborateurs. Und es bleibt nicht bei einem Sarg: Der Kollaborateur soll in einen frisch geschaffenen «Pantheon bedeutender Ukrainer» einrücken, während die diplomatischen Vertretungen bereits knapp hundert weitere Begräbnisstätten «bedeutender Ukrainer» in 21 Ländern ausfindig gemacht haben, die für weitere Heimholungen infrage kommen. Man industrialisiert den Heldenkult gewissermassen im Akkord.
Die Doppelmoral hat ein Preisschild
Hier liegt der eigentliche Skandal – und er ist hausgemacht. Wer daheim jede Kleingärtnerei nach rechtem Gedankengut durchleuchtet, überweist anderswo bedenkenlos Steuermilliarden an einen Staatsapparat, der seine SS-Vergangenheit zum Nationalheiligtum erklärt. Sevim Dagdelen hat den Mechanismus auf den Punkt gebracht: Während Berlin Milliarden in die korrupte Ukraine schaufelt und militärischen Beistand in Aussicht stellt, jubiliert das Präsidialamt über den heimgeholten SS-Helfer, empfangen von Flagge, Hymne und Militär. Dass die Bundesregierung sich 2023 in der Bundespressekonferenz «ausdrücklich» weigerte, die OUN-B und Bandera als antisemitisch zu bezeichnen, war da nur das passende Vorspiel. Wer den Antisemitismus schon nicht beim Namen nennen will, muss sich über das Staatsbegräbnis hinterher nicht mehr wundern.
Wofür die EUdSSR ihr Geld lockermacht
Und genau diese Linie wird nun mit europäischem Geld zementiert. Während Berlin und Brüssel zu Hause die Demokratie gegen jede unbotmässige Meinung verteidigen, hält Kanzler Merz für die Ukraine eine indirekte Beistandspflicht durch die Hintertür bereit und denkt laut über einen EU-Sonderstatus nach. Whatafools Zusatz-Milliarden kommen obendrauf – und das für eine Regierung, gegen die zugleich der Verdacht des Staatsterrorismus gegen Deutschland im Raum steht. Man darf das ruhig zweimal lesen: Berlin will einen mutmasslichen Täter mit dem Geld der mutmasslichen Opfer alimentieren. Übersetzt: Der europäische Steuerzahler finanziert mit seinem Geld nicht bloss einen Krieg, sondern gleich die staatlich orchestrierte Rehabilitierung der SS-Vergangenheit.
Niemand muss dafür behaupten, jede russische Bombe sei dadurch gerechtfertigt oder jeder Westukrainer ein Nazi-Sympathisant – das wäre derselbe billige Trick, mit dem hierzulande jede unbequeme Kritik abgewürgt wird. Es genügt die schlichte Feststellung: Eine Regierung, die SS-Helfer zu Nationalheiligen erklärt, hat keinen Anspruch auf den Blankoscheck einer Union, die sich permanent als letztes Bollwerk gegen den Faschismus inszeniert. Doch ein Blankoscheck ist genau das, was Brüssel und Berlin gerade unterschreiben – und sie tun es mit der Miene des moralisch Überlegenen.
Man stelle sich kurz vor, irgendein anderes Land liesse einen Waffen-SS-Wegbereiter mit Hymne und Kinderspalier neu bestatten – die Empörungsmaschine liefe heiss, bevor der Sarg überhaupt im Boden läge. Bei der Ukraine läuft sie nicht einmal an, weil die Brandmauer dort endet, wo die Geopolitik beginnt. Brüssel verteidigt die Demokratie gegen Rentner mit falschen Memes und überweist gleichzeitig Milliarden an ein Regime, das SS-Helfer zu Nationalheiligen krönt. Und am Ende stickt dieselbe Union «Nie wieder» auf jede Fahne, schreibt es heimlich in eine Förderrichtlinie um und nennt das Ergebnis allen Ernstes «europäische Werte»!
90 Milliarden für ein Regime, das den Nazi-Kult zum Nationalheiligtum kürt
Deine Trigger sind keine Fehler – sie sind Alarmglocken, ein Indikator, der sagt: «Etwas in mir verlangt noch immer nach Heilung.»
Dieses Brennen in deiner Brust, dieser Schlag in deinen Bauch, diese Welle, die aus dem Nichts kommt – es ist nicht zufällig, es ist dein System, das versucht, das Vergrabene zu beseitigen.
Die meisten unterdrücken es, betäuben es oder werfen es jemand anderem vor.
Aber diejenigen, die aufhören zu rennen, die sich hineinlehnen und es umwandeln – sie gehen nicht als dieselben hinaus.
Beachte das Wort. Früher: Lebensmittel. Mittel zum Leben. Heute: Nahrungsmittel. Mittel zur Nahrungsaufnahme. Eine semantische Verschiebung, so klein, dass sie kaum auffällt – und so präzise, dass sie alles sagt. Denn die Industrie verkauft kein Leben mehr. Sie verkauft Einheiten kalorischer Substanz, optimiert für maximalen Konsum, minimale Sättigung und maximale Wiederkehr. Das ist kein Zynismus. Das ist das Geschäftsmodell.
Überall Essen. Im Fernseher, im Feed, auf der Strasse, im Wartezimmer, an der Tankstelle. Ein permanentes Reizfeuer auf das Belohnungszentrum, das der menschliche Organismus in 200’000 Jahren Evolution schlicht nicht vorgesehen hat. Der Körper war auf Knappheit programmiert. Die Industrie hat Überfluss als Normalzustand installiert – und kassiert an jedem Schritt dieser Überreizung mit. Essen als Ersatzbefriedigung. Hunger als Marketingkategorie.
Das Ergebnis: Millionen Menschen, die ständig mampfen, nie wirklich satt werden und nicht verstehen warum. Die Antwort steht auf keinem Etikett, obwohl sie auf jedem Etikett stehen müsste: Dieses Produkt wurde nicht entwickelt, um dich zu sättigen. Es wurde entwickelt, damit du das nächste kaufst.
Der Ausweg ist so radikal, dass er inzwischen subversiv wirkt: Selbst kochen. Brot backen. Marmelade einkochen. Sossen anrühren. Nicht weil es edel ist oder instagrammable – sondern weil man dabei genau weiss, was drin ist. Und weil es tatsächlich schmeckt. Nicht nach Labor. Nach Essen. Lebensmittel eben. Das Wort hatte von Anfang an recht…
Früher Lebensmittel, heute Nahrungsmittel, morgen Pille – all das gehört zum Plan
Zwei Ikonen. Zwei Systeme. Ein Ring. Vorhang auf, das 16-Bit-Blut spritzt, der Announcer brüllt «Fight!»: Links Che Guevara, Baskenmütze tief in die Stirn, Zigarre zwischen den Zähnen, Spezial-Move «Revolución Eterna» – Maschinenpistole plus marxistisches Manifest, schreddert Lifebars schneller als die Realität seine Plakate. Rechts John F. Kennedy, Anzug aus Brooks Brothers, Frisur gelfest, Ultimate «Bay of Pigs Backfire» – 1400 Exilkubaner als Cannon Fodder, Ziel verfehlt um eine Coastline.
Schweinebucht. Kubakrise, beide Lifebars auf einem Pixel, der Globus blinkt rot, der Atompilz wartet im Hintergrund. Round Three: Ein Heckenschütze in Dallas, während die CIA das Ergebnis dieses Mal nicht kommentiert. Game Over, Insert History to Continue – und nennt dies «Demokratie»!
Die Polykrise ist kein Betriebsunfall des globalen Kapitalismus. Sie ist das Werkzeug. Und wer das immer noch für eine Verschwörungstheorie hält, darf sich gerne fragen, warum die Vereinten Nationen (UNO) und das Weltwirtschaftsforum (WEF) schon im Juni 2019 eine formelle Partnerschaft unterzeichnet haben – exakt in dem Moment, als die Welt in die grösste Krisenserie seit dem Zweiten Weltkrieg zu schlittern begann.
Der schwedische Forscher, Autor und Musiker Jacob Nordangård hat sein Buch «The Digital World Brain» gerade in einer aktualisierten deutschen und englischen Ausgabe veröffentlicht. Im Interview mit Transition News legt er dar, wie sich Krise, Kontrolle und Weltregierung zu einem einzigen Projekt zusammenfügen – und warum das alles offen dokumentiert ist, wenn man nur bereit ist, die Originaldokumente der UNO zu lesen.
Von der Notfallplattform zum Dauerkrisenzustand
Die offizielle Formel lautet: «Leave No One Behind.» Klingt herzerwärmend. Bedeutet laut Nordangård: Niemand entkommt der Digitalisierung. Jeder muss Teil des Systems sein, also wird jeder überwacht. «Our Common Agenda» und der «Pakt für die Zukunft» seien keine Sozialpolitik, sondern Verhaltenssteuerung im industriellen Massstab – Behaviorismus, der Menschen als programmierbare Objekte behandelt, nicht als Subjekte. Die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele, die Pandemieprotokolle, die Klimarahmenverträge: Alles Instrumente, um Zustimmung für Massnahmen zu erzeugen, die man demokratisch niemals durchsetzen könnte.
Das Prinzip ist simpel. Eine Krise zeigt der Welt, dass sie unvorbereitet ist. Das erzeugt Zustimmung für neue Strukturen. 2024 scheiterte beim Pakt für die Zukunft die formelle Verankerung einer UN-Notfallplattform. Seither steckt die Welt in einem Dauerkrisenzustand, der genau diese Zustimmung erst erzeugt. Zufälle? Nordangård beruft sich ausschliesslich auf Originaldokumente der UNO und ihrer Partnerorganisationen.
Pseudowissenschaft als Staatsreligion
Das intellektuelle Fundament dieses Projekts ist ein wissenschaftsähnlicher Dogmatismus, der echte Wissenschaft verdrängt. Echte Wissenschaft, sagt Nordangård, bedeute, alles zu hinterfragen. Was die UN-Agenda betreibe, sei das Gegenteil: Computermodelle und Simulationen als unantastbare Wahrheit verkaufen, Abweichung als Ketzerei behandeln. Wer mitmacht, kommt ins Paradies. Wer nicht, ist ein Leugner.
Johan Rockström vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung gehört zu den Architekten dieser «planetaren Grenzen» – ein Erklärungsmodell, das definiert, was die Menschheit auf ihrem eigenen Planeten noch darf. Rockström sitzt regelmässig beim WEF auf dem Podium, berät Regierungen weltweit und gehört der Climate Governance Commission an, die empfohlen hat, die UN-Vollversammlung solle einen Klimanotstand ausrufen. Dann käme die Notfallplattform. Dann käme das Durchregieren ohne parlamentarische Umwege.
Nordangård kennt dieses Milieu aus eigener Anschauung. Er kam aus der Grünen Bewegung und erlebte den Schock, als seine Doktorarbeit enthüllte, dass Ölbarone wie die Rockefellers massgeblich die Finanzierung der Umweltbewegung gesteuert hatten. Dieselben, die Petroleum aus dem Boden pumpen, haben die politische Agenda ihrer vermeintlichen Kritiker gesponsert. Die einzige logische Schlussfolgerung: Es ging nie um Umweltschutz.
Wreck-It Trump und die saubere Abrissbirne
Trump? Kein Gegner des Systems. Dessen Abrisswerkzeug. Nordangård nennt ihn «Wreck-It Trump» – jemand, der die alten Strukturen so lange einreisst, bis das Neue nahtlos übernehmen kann. Wenn er fertig ist, wenn die UNO dysfunktional genug wirkt und die alte Weltordnung als gescheitert gilt, kommt der grosse Auftritt: Eine modernisierte, effiziente, regional organisierte UN 2.0 – begrüsst mit dem Applaus derer, die nach Ordnung lechzen.
Das Drehbuch ist nicht neu. Genauso endete das britische Empire: Die Ressourcen wurden teuer, die Kontrolle noch teurer, und am Ende übergab man das Feld an einen neuen Hegemon. Diesmal soll kein Nationalstaat das Erbe antreten. Zbigniew Brzezinski, Mitgründer der Trilateral Commission, hatte das in «The Grand Chessboard» bereits skizziert: Die Regionen der Welt kooperieren unter dem Dach der Vereinten Nationen – einer modernisierten, effektiven Organisation, die global durchregiert.
Der Agentenstaat steht in Berlin und Kiew
2024 eröffnete das WEF das Global Government Technology Center in Berlin. Dessen Ziel: Governance-Systeme, die nicht von Menschen kontrolliert werden, sondern von autonomen KI-Agenten. Ein Whitepaper des Zentrums trägt den Titel «The Agentic State» – in Anlehnung an Stanley Milgrams Begriff für den Zustand, in dem jemand blind Befehlen folgt. Ein weiteres Zentrum betreibt das WEF in Kiew. Der Vorteil eines Kriegsgebiets: Neue Kontrollsysteme lassen sich dort schneller und unkomplizierter testen.
Das Zieldatum, das Nordangård nennt: 2045, hundert Jahre nach Gründung der Vereinten Nationen. Bis dahin soll die «Grosse Transition» abgeschlossen sein. 2030 ist nur eine Etappe auf dem Weg. Die Superklasse – einige tausend Individuen, verbunden über Trilateral Commission, Bilderberg Group und Council on Foreign Relations – plant das seit Jahrzehnten. Jeffrey Epstein war dabei nicht nur Sexualstraftäter, sondern Netzwerkknoten. Er befreundete sich mit WEF-Präsident Børge Brende und diskutierte mit ihm, wie das WEF die Rolle der UNO übernehmen könnte. Das steht in den Akten.
Wer Nordangård für einen Spinner hält, muss erklären, warum all das in offiziellen UNO-Dokumenten, WEF-Whitepapers und Autobiografien der Beteiligten steht – lesbar für jeden, der aufhört, wegzusehen! Und wer glaubt, das alles sei ohne Plan entstanden, darf sich fragen, warum jede Krise exakt jene Lösungen gebiert, die mehr Zentralisierung, mehr Überwachung und weniger Souveränität bedeuten! Die Menschheit ist nicht der Nutzniesser dieser Agenda – sie ist ihr Rohmaterial! Und die UNO wird 2045 ihr hundertjähriges Bestehen feiern und das, was einst Freiheit hiess, «sustainable governance» nennen!
Es war einmal eine Welt, in der man für Hollywood arbeiten wollte, musste man zumindest die Bereitschaft mitbringen, seinen Arsch in ein Flugzeug zu setzen. Sonnenbrand, Koks und Selbstüberschätzung inklusive. Diese Zeiten sind vorbei. Heute reicht ein Arbeitszimmer in Hamburg-Altona, eine KI-Software und ein kreativer Wille – und schon bist du mittendrin im Traumfabrik-Betrieb. Willkommen in der Zukunft des Kinos. Oder dem, was davon übrig bleibt.
Eike Swoboda, Absolvent der Hamburger Hochschule für Bildende Künste, hat den Anruf bekommen. Den Anruf. Hollywood meldete sich, weil er bei einer Ausschreibung der Firma NeoCinema eine Arbeitsprobe einreichte – und man fand gut, was er gemacht hatte. Man könnte jetzt zynisch fragen, warum eine Hollywood-Produktionsfirma nicht einfach auf die Besten der Besten zurückgreift, die bekanntlich dort sitzen und auf Arbeit warten. Aber Swoboda hat diese Frage selbst gestellt – und die ehrliche Antwort lautet vermutlich: Weil die KI ohnehin den Grossteil der Arbeit übernimmt und ein kreativer Kopf aus Altona genauso gut funktioniert wie einer aus Beverly Hills. Günstiger wahrscheinlich auch.
Das Ergebnis: Blurred Horizon, eine KI-generierte Actionserie bringt mit Folge 1 «Ablauftag» 25 Minuten beste Unterhaltung. Kein Set. Keine Kamera. Keine Scheinwerfer. Kein Bühnenbau. Stattdessen: Prompts, Finetuning und jede Menge Entscheidungen darüber, wie Schlafsärge auszusehen haben und wo im Hintergrund etwas steht. Das ist, wie uns versichert wird, «ganz viel klassische Filmarbeit». Man möge den Regisseuren von einst verzeihen, dass sie das nicht wussten.
Die Hauptfigur Zara Vasquez – Mitte dreissig, dunkle Haare, selbstbewusst wirkend – wurde per KI-Prompt ins Leben gerufen. Ein Hin und Her mit der Software, bis das Bild stimmte. Immerhin: Ihre Stimme gehört einem echten Menschen. Rosa Salazar, bekannt aus «Alita: Battle Angel» und Amazons «Undone», spricht die Rolle. Weil, so Swoboda, KI-Stimmen zu kühl klingen. Da hat er recht. Es ist tatsächlich beruhigend zu wissen, dass die Maschine zumindest beim Sprechen noch Hilfe braucht. Vorerst.
BLURRED HORIZON Ep 1 - Expiration Day
Auch die Musik kommt vom Menschen – Synthesizer und Melotron, analog aufgenommen in Altona. Thirty Seconds to Mars und Jared Leto steuern ebenfalls Musik bei, was entweder ein Statement oder ein Zufall ist. Der Titelsong stammt von Photek. Das Ganze klingt nach einer Produktionsliste, die absichtlich darauf ausgelegt ist, Eindruck zu machen – ausführende Produzenten Trey Callaway (House of David), Jeff T. Thomas (Fubar), Produzent Kevin Tancharoen (Book of Boba Fett). Gut sortierte Namen für eine Serie, die im Grunde auf einem Laptop entstanden ist.
Folge zwei, Mindpods, wirft uns in eine düstere Zukunft, in der die Menschheit schlafwandelnd durch eine konzerngesteuerte Realität taumelt. Eine neue virtuelle Erfahrung namens MindPods bietet verlockende Flucht – und ihre intensivere Version, Neurorush, verspricht totale Immersion auf Kosten von psychischem Schaden, Gedächtnisverlust und dem vollständigen Verwischen der Grenze zwischen digital und real. Man fragt sich, ob das als Satire gemeint ist oder als Werbung. Dann schaut man sich an, wie die Serie entstanden ist und die Frage beantwortet sich von selbst.
Sei es wie es sei: Blurred Horizon existiert, sieht gut aus und ein Hamburger hat Hollywood davon überzeugt, dass sein Arbeitszimmer ein vollwertiges Studio ist. Das ist, bei allem Sarkasmus, nicht nichts. Die Traumfabrik hat sich neu erfunden – nur dass jetzt die Träume von Algorithmen gerendert werden…
BLURRED HORIZON Ep 2 - Mindpods. By Jeff Synthesized.
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat eine bahnbrechende medizinische Erkenntnis gewonnen und sie lautet: Du bist krank. Nicht erkältet, nicht überarbeitet, sondern grundlegend pathologisch – und das allein deshalb, weil du als Mann geboren wurdest.
Verpackt wird diese Diagnose in ein ZDF-Format namens «Unbubble», das offiziell die putzige Titelfrage «Sollten Männer Feministen sein?» trägt. Wer aber in die Videobeschreibung hinunterscrollt, findet dort die eigentliche These der Veranstaltung, schwarz auf weiss und mit Gebührengeldern finanziert: «Sind alle Männer scheisse?» So viel zur ausgewogenen Meinungsbildung, zu der dieser Sender per Gesetz eigentlich verpflichtet wäre.
Die Debatte, die keine war
Das Konzept klingt im Ansatz nicht einmal verkehrt. Drei Leute auf der einen Seite, drei auf der anderen, dazwischen ein Schlagabtausch, an dessen Ende man aufeinander zu oder voneinander weg rückt. Brückenbau, sozusagen. In der Praxis standen sich jedoch sechs Menschen gegenüber, die einander allesamt dieselbe ideologische Klinke in die Hand drückten. Eine harmonische Bestätigungsrunde mit einem Differenzspektrum von ungefähr null Komma nichts. Die sogenannte Kontraseite, die laut Titel ja «Nein, Männer sollten keine Feministen sein» vertreten müsste, bediente am Ende exakt dieselben Denkmuster wie die Proseite. Das ist die viel gepriesene Pluralität des ÖRR: Man lädt sechs Personen aus demselben ideologischen Schlauchboot ein und verkauft das Ganze als gesellschaftlichen Diskurs.
Krank per Geburt
Den Vogel schoss ein Feuilletonist der Welt ab, der allen Ernstes von der «grundlegenden Pathologie des Mannes» sprach. Pathologie ist, für alle, die zuletzt vor langer Zeit ein Wörterbuch aufgeschlagen haben, der medizinische Fachbegriff für Krankheit. Nach dieser Logik ist also jeder Mann per se krank, und zwar unheilbar – denn selbst wer glaubt, das überwunden zu haben, irrt sich nach Auffassung des Herrn schlicht. Egal was du tust, du bleibst pathologisch. Erklärt man andernorts eine ganze Bevölkerungsgruppe aufgrund ihres Geschlechts zur Krankheit, nennt man das Diskriminierung. Beim ZDF nennt man es Dienstag.
Eine feministische Aktivistin assistierte und erhob das Konzept «all men» zur Naturkonstante: Jeder Mann sei frauenverachtend sozialisiert, basta, «Fakt, Punkt». Männer könnten zudem gar keine Feministen sein, weil sie ja die Macht innehätten – eine bemerkenswerte Volte, die die Titelfrage gleich selbst beantwortet. Wer strukturell als Täter gilt, darf sich logischerweise nicht zu den Guten zählen. Ein anderer Diskutant wiederum nahm junge Männer in Schutz mit dem Hinweis, sie hätten «noch» keine Gelegenheit gehabt, etwas Böses zu tun. Dieses kleine Wörtchen «noch» verrät die gesamte Weltanschauung: Der Mann wird nicht zum Täter, er ist es bereits, ihm fehlte bislang nur der passende Termin.
Wenn dieselbe Pauschale anderswo Rassismus heisst
Richtig erhellend wird es im Vergleich. Spricht in rechten Kreisen jemand pauschal über «die Migranten» und deren Gewalt, schreit der gesamte Apparat zu Recht auf: Pauschalisierend, menschenverachtend, man könne doch nicht Millionen für die Taten einzelner unter Generalverdacht stellen. Vollkommen korrekt. Tut aber jemand exakt dasselbe mit der Hälfte der Bevölkerung, feiert dieselbe Redaktion es als feministischen Akt der Befreiung. Der Generalverdacht bleibt identisch, getauscht wird bloss das Etikett. Erinnert sei an die kollektive Empörung, als ein Moderator Björn Höcke interviewte und angeblich zu wenig einordnete. Werden hingegen sämtliche Männer als grundlegend krank gebrandmarkt, kommt von der Moderation kein einziger Einwand, keine kritische Nachfrage, gar nichts. Zweierlei Mass, finanziert aus ein und demselben Topf.
Die Realität, die niemand sehen will
Das eigentlich Bittere: Es hätte Stoff für eine echte Debatte gegeben. Jungen verlassen die Schule deutlich häufiger ohne Abschluss, beim Abitur liegt der Frauenanteil bei über 54 Prozent, auf Förderschulen für emotionale und soziale Entwicklung stellen Jungen die Mehrheit und ADHS wird bei ihnen rund viermal so oft diagnostiziert wie bei Mädchen. Wenn ein Bildungssystem typisch männliches Verhalten fast nur noch als Störung brandmarkt, darf man zumindest die Frage stellen, ob nicht das System selbst Teil des Problems ist. Stattdessen erklärt man kurzerhand die Jungen zum Problem und reicht ihnen die geschlechtliche Erbsünde als Begrüssungsgeschenk. Und wundert sich anschliessend, warum junge Männer scharenweise nach rechts driften, während man ihnen von der Grundschule bis ins ZDF-Studio einredet, sie seien die Wurzel allen Übels.
Genau hier kippt das ganze Theater von der harmlosen Talkshow zur Ansage. Der Durchschnittsmann taucht im öffentlich finanzierten Kulturangebot kaum noch als Mensch mit eigenen Sehnsüchten und Problemen auf, sondern fast nur noch als Baustelle, als Täter, als das Pathologische, das man unbedingt überwinden müsse. Diese permanente Dämonisierung baut keine Brücken, sie zementiert Feindbilder.
Ein Feminismus, der die Hälfte der Bevölkerung wegignoriert und zur Krankheit erklärt, bekämpft das Patriarchat nicht, sondern kopiert es in seinen übelsten Zügen, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Dass eine Aktivistin Männerhass für Aufklärung hält, ist ihr gutes Recht und in erster Linie ihr Problem. Dass ein gebührenfinanzierter Sender diesen Hass als ausgewogenen Diskurs verkauft, ist Vertragsbruch am zahlenden Bürger. Und das Schönste daran: Du darfst die Diagnose «krank» nicht nur kommentarlos schlucken, du finanzierst per Zwangsgebühr auch noch die Klinik, die sie dir ausstellt!
Die Geschichte kennt diese Logik bereits: Man nehme eine Gruppe, erkläre sie qua Geburt für minderwertig oder krank und verkaufe das als wissenschaftliche Erkenntnis. Damals nannte man es Ideologie, heute nennt man es Aufklärung. Der einzige Fortschritt ist, dass wir die Diagnose inzwischen selbst bezahlen! Am Ende geht es gar nicht um Männer, Frauen oder Feminismus, sondern um einen Apparat, der seine gesetzliche Neutralitätspflicht aus dem Medienstaatsvertrag zur reinen Dekoration degradiert hat. Wer Pluralität schuldet und Monokultur liefert, betreibt keinen Rundfunk mehr, sondern Gesinnungspflege. Und die lassen wir uns Monat für Monat brav vom Konto abbuchen!
Draven präsentiert Geschichten aus der Gruft mit allerlei Geheimnisvollem aus den unheimlichen Tiefen des Netzes und aus jeder Ecke der Welt. Seit dem Jahre 2007 wird Dir hier ein cooler Weblog-Mix aus Musik, Movies, Comics, Horror, Games, Kunst, Radio, Trash, Punk und Heavy Metal geboten – genau so wie es sein soll! Denn glaube mir, nichts ist trivial.
When there’s no more room in hell, the dead will dance on earth! Freunde, die Gruft präsentiert: Dravens Radio from the Crypt! Hier wird Euch ein handverlesenes Musikprogramm geboten, welches von Draven speziell für die besten Leser des Internetz zusammengestellt wurde. Von Punk bis Rock, von Folk- bis Thrash-Metal, für jeden finsteren Musikgeschmack das Richtige. Natürlich immer noch ein Stückchen lauter und besser!
Duldest du Leugner auf deiner Seite?
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Immunitätsleugner, Impfschädenverharmloser und diejenigen, die das unendliche Leid von Kindern und alten Menschen negieren, sicher nicht!
Stubenhockers WICHTIGER Beitrag zu Politik, Kultur, Wissenschaft und Popeln
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