Es gibt Momente, in denen man der Menschheit tief in die Augen schaut und versteht, warum die Dinosaurier einfach aufgehört haben. Dieser Moment ist jetzt. Deutschland steht 2026 bei über 2,9 Billionen Euro Staatsschulden. Pro Kopf: rund 34’000 €. Für jedes Kind. Jeden Rentner. Jeden Arbeitslosen. Jeden, der gerade ahnungslos seinen Morgenkaffee trinkt und dabei über den nächsten Urlaub nachdenkt. Die Vereinigten Staaten – das strahlende Vorbild westlicher Wirtschaftskompetenz – überbieten das natürlich mühelos: 38,5 Billionen Dollar. Pro Kopf rund 450’000 Dollar. Ein historischer Höchststand, verkündet mit der Selbstverständlichkeit einer Wettervorhersage. Aber keine Panik. Die Verantwortlichen haben alles im Griff.
Jene Politmarionetten nämlich, deren Fäden so diskret von den Schaltzentralen des globalen Kapitals gehalten werden, dass man sie nur sieht, wenn man nicht hinschaut. BlackRock – der weltweit grösste Vermögensverwalter, diskret allgegenwärtig, demokratisch nirgends gewählt – hat offenbar ein Faible dafür, dass seine ehemaligen Mitarbeiter und Berater in Schlüsselpositionen der westlichen Finanz- und Wirtschaftspolitik auftauchen. Reiner Zufall, selbstverständlich. So wie es Zufall ist, dass Rüstungsbudgets explodieren, Sozialleistungen wachsen und die Rechnung am Ende immer beim Steuerzahler landet – nie bei jenen, die das Spiel entworfen haben.
Die offizielle Erklärung für die Schuldenberge lautet: Hohe Ausgaben für Rüstung und Sozialleistungen. Als hätte jemand gefragt. Als würde irgendjemand fragen. Die Masse nickt, scrollt weiter, bestellt beim nächsten Prime Day und findet das alles irgendwie kompliziert. Und das ist der eigentliche Triumph des Systems: Nicht Unterdrückung durch Gewalt, sondern Verwaltung durch Bequemlichkeit. Wer satt und beschäftigt ist, stellt keine unbequemen Fragen. Wer Fragen stellt, wird mit Komplexität betäubt, bis er aufgibt.
Dabei wäre die Frage einfach: Wer profitiert von Staatsschulden? Nicht der Bürger, der sie trägt. Sondern jene, die sie finanzieren – Anleihehalter, Fonds, Vermögensverwalter. Je höher die Schulden, desto länger der Hebel. Je länger der Hebel, desto grösser die Abhängigkeit. Je grösser die Abhängigkeit, desto fügsamer die Politik. Das Modell funktioniert seit Jahrzehnten tadellos. Warum auch ändern, was sich so bewährt hat?
Die Bibel spricht von der Erbsünde – einer Last, die von Generation zu Generation weitergegeben wird, ohne dass die Betroffenen je gefragt wurden, ob sie das wollen. Die Väter essen saure Trauben, und den Kindern werden die Zähne stumpf. In diesem Fall sind die sauren Trauben Billionenschulden, die Väter sitzen in Aufsichtsräten und Parlamenten, und die Kinder werden irgendwann begreifen, was ihnen eingebrockt wurde. Erbsünde 2.0: BlackRocks Politmarionetten betreiben die grösste Plünderung der Geschichte.
Wohl bekomm’s – an alle, die es noch immer für eine Verschwörungstheorie halten, dass das nicht zufällig passiert ist…
(via Tom)


«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








