Creatures of the Night: The KISS 40th Anniversary World Tour in Zürich

Ein Grundschullehrer namens Demon und ein Taxifahrer namens Starchild machen zusammen mit Spaceman und Catman seit 40 Jahren die Bühnen dieser Welt unsicher. Demon, Starchild, Spaceman und Catman sind nicht etwa Marvels neuste Superhelden, sondern Rockstars – und zwar die mit dem wohl bekanntesten Make-Up der Musikgeschichte. Feuerfontänen, Donnerschläge, Laser, Stroboskopblitze, Kunstblut und Konfetti: Wenn Kiss auftreten, wird alles aufgefahren, was der Entertainment-Fundus hergibt. So war es auch auf der Jubiläums-Show vom letzten Mittwoch, den 10. Juni und die maskierte Band führte ihre herrlich anachronistische Show im Zürcher Hallenstadion auf.

Creatures of the Night: The KISS 40th Anniversary World Tour in Zürich

Das ich nochmals Kiss sehe, hätte ich mir bis vor kurzem nicht mal träumen lassen. Einmal im Leben sollte man Kiss gesehen haben, schon nur wegen der grossartigen Show und das war 2010 der Grund, dass ich damals einer Veranstaltung der Herren beiwohnte. Kiss, die kannte ich noch aus frühester Jugend, aber eigentlich waren das doch immer nur die Poster und Patches von den anderen, ich selbst hielt ich es mit Black Sabbath, Jimy Hendrix, AC/DC und Punkrock. Das waren damals noch Zeiten, in denen man sich entscheiden musste zwischen Bands, zwischen Musikrichtungen, zwischen Lebenseinstellungen und Image. Kiss, das waren die geschminkten Herren in Leggings, das waren die Poser und wenn ich ehrlich bin, war ich nie viel weiter in diese Band vorgedrungen als bis zu „Detroit Rock City“, „I was made for loving you“ und „Lick it up“. Nun aber hat man mich wieder ins Hallenstadion gebracht und vorne stehen wirklich und wahrhaftig Kiss, eine Stimme kündigt die Best Ager in ihren Comic-Kostümierungen als die heissteste Band der Welt an. Schon vor dem Konzert konnte man zahllose Kiss-T-Shirts und diverse kissig angemalte Menschen zwischen fünf und achtzig ausmachen.

Creatures of the Night: The KISS 40th Anniversary World Tour in Zürich

Ein Konzert von Kiss ist immer auch ein Defilée der Fans. Manche vor dem Hallenstadion hatten am Mittwoch die Buchstaben K, I, S und S auf die nackten Oberkörper gemalt. Andere, der jüngste davon war geschätzte fünf Jahre alt, trugen die gleichen Gesichter wie ihre Idole. Dutzende Spacemans und Catmans standen da rum und bei verliebten Paaren konnte es gar geschehen, dass Starchild Demon innig küsste. Es gab aber auch eine Zeit in der über vierzigjährigen Karriere von Kiss, in der die vier Charaktere dieser Band keine fantastischen Rock’n’Roll-Wesen mehr sein wollten. Es war die Zeit der Neunzigerjahre, als sie sich ihrer Schminkmasken entledigten, ein „MTV Unplugged“-Konzert spielten und mit dieser Demaskierung kurzzeitig alles verrieten, was ihre Band zur Weltmarke machte. Eine Weltmarke, die im Herbst 2014 in die Rock’n’Roll Hall of Fame aufgenommen wurde und zu der neben zahllosen Merchandise-Artikeln mittlerweile auch das Indoor-Profifootballteam LA Kiss gehört. Zwanzig Studioalben haben sie in ihrer Karriere veröffentlicht und mehr als 100 Millionen Platten verkauft. In den US&A sind sie die Band mit den meisten goldenen Schallplatten. Weltweit stehen sie auf Platz drei, hinter den Beatles und den Rolling Stones.

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KISS live in Zürich 2015 Hallenstadion - Detroit Rock City

Als der schwarze Vorhang mit dem vierbuchstabigen Band-Logo fällt, bricht am Mittwochabend die Hölle los. Laserblitze greifen zuckend durch die Halle. Flammenwerfer züngeln hitzig im Takt. Böller detonieren und gleissende Feuerwerkskörper zischen über die Bühne. Man sieht den Bandmitgliedern hinter all der Schminke ihr Alter nicht an. Gene Simmons ist 66 Jahre alt, Paul Stanley 63, die anderen beiden sind in den Fünfzigern. In gespieltem jugendlichem Übermut staksen die routinierten Musiker über die Bühne. Man hört freilich, wie sie sich bei manchen Stücken stimmlich etwas schwer tun, vorallem Paul Stanley. Ihm merkt man die Spuren des Alters nicht nur stimmlich an, auf der Bühne hilft ein Teleprompter bei möglichen Texthängern. Aber egal. Der Stimmung tut das keinen Abbruch und die ist von Anfang an bombastisch! In diesem überbordenden Feuerzauber stehen die vier Musiker mit ihren schwarz-weiss geschminkten Horror-Clownsfratzen, in schwarzledernen, nietenbesetzten Phantasiekostümen samt gefährlich hoher Plateausohlen und hämmern den rund 7000 Besuchern ihren Song „Detroit Rock City“ um die Ohren.

Creatures of the Night: The KISS 40th Anniversary World Tour in Zürich

Nichts ist nachvollziehbarer, als sich in durchgeknallte Kostüme zu kleiden, wenn man sich schon auf eine Bühne vor ein paar tausend Menschen hinstellen will, die Spass begehren. Kiss regieren die Halle, es ist, als ob ihre Superkostüme ihnen Superkräfte verleihen und mit grosser Hochachtung sieht man ihnen bei ihrer Arbeit zu. In regelmässigen Abständen, wenn er seine Projektion auf den Riesenscreens weiss, fährt Gene Simmons die berühmte Zunge aus, welche nichts an Länge und Elastizität eingebüsst zu haben scheint, rollt mit den Augen, schleckt unter beeindruckendem Speichelfluss die Saiten seiner Gitarre ab, lässt sich an einer Stelle auch das klassische, nie verstandene und nie erklärte Kunstblut martialisch aus den gut geblähten Backen fliessen und während er auf diese Weise wieder das unkaputtbare Schwarzweissmonster aus den siebziger Jahren ist, so ist er doch immer auch ein augenzwinkernder Herr in den besten Jahren, der der Welt gibt, was die Welt ganz offensichtlich verlangt: Rockmusik, die Partymusik sein will und daher vor allem Nonsens sein muss. Herrlich anachronistische Unterhaltung zu durchaus auch sehr dumpfem Hardrock. Aber es ist nun mal so: Kiss, das bedeutet auch im Jahr 2015 Entertainment, das dem heiligen Ernst und der heiligen Echtheit des landläufigen Rockhelden mit Schminke begegnet.

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KISS - Lick it up - Live Zürich 10.06.2015 - Hallenstadion FULL HD

Kiss ist Kult. Kiss ist Party. Kiss sorgen eineinhalb Stunden lang für ausgelassenes Staunen. „Deuce“ spielen sie und „Psycho Circus“. Der Sound ist bestens, die Lautstärke enorm, der pyrotechnische Einsatz von verschwenderischem Ausmass. Die imposante Bühne mit ihren gestochen scharfen LED-Bildwänden, Scheinwerferbatterien und hydraulischen Podesten nimmt die ganze Hallenbreite ein. Während des wunderbar selbstironischen Bandschlagers „Do You Love Me“ wird auf der Videowand die Geschichte dieser Rock’n’Roll-Institution im Bildschnelldurchlauf erzählt: Die Anfänge in New York, die goldenen Jahre mitsamt den bahnbrechenden Pyroshows, den Groupies und der Privatjet mit dem Kiss-Schriftzug und nach den ungeschminkten Jahren glücklicherweise der Weg zurück zum tollen Mummenschanz der klassischen Bandvergangenheit. Kiss machen aus der Rockbühne einen Rummelplatz samt Geisterbahn und Kuriositätenkabinett. Gemeinsam inszenieren sie eine Rock’n’Roll-Revue, bei der an nichts gespart wurde. Nun ja, ein wenig vielleicht bei der Musik. Der Auftritt der US-Legenden bietet mächtig Futter für die Augen und der Pyrotechniker ist genau genommen das fünfte Bandmitglied.

Creatures of the Night: The KISS 40th Anniversary World Tour in Zürich

Im Vergleich zu manchen Kollegen haben Kiss einen grossen Vorteil. Kiss-Lieder sind eigentlich Popsongs, sie stehen – zugespitzt gesagt – Abba näher als Led Zeppelin. Klar, es geht etwas härter zu in den knackigen Riff-Songs, aber die schlitzohrig kalkulierte Wirkung ist durchaus ähnlich. Und Kiss haben das, was sie tun, völlig im Griff, die Fans im Hallenstadion waren jedenfalls hochzufrieden. Für sein Bass-Solo vor „God of Thunder“ hängt sich Simmons, der Mann mit der längsten Zunge des Rock’n’Rolls, ein Instrument in Form eines Schlächterbeils um. Er hämmert kurz und knackig in die Saiten. Er blickt in seinem Kabuki-Comic-Gesicht grimmig in die Ferne. Und spuckt im giftgrünen Scheinwerferlicht, alle haben darauf gewartet, mit Kunstblut um sich. Bisschen eklig, aber kommt immer wieder gut an – so wie auch die Arschwackler und Tanzschritte seines Komplizen Paul Stanley. Bei „I Love It Loud“ skandiert alles und irgendwann schwebt Paul Stanley bei „Love Gun“ tatsächlich über die Köpfe des Publikums Richtung Hallenmitte, wo er auf einem Podest einfach weiterspielt. Ein kleines bisschen „Rocky Horror Show“ mit Monstern zum Knuddeln und einer bewegungsintensiven Musik, die in ihrer klassischen Einfachheit vertraut und eingängig daherkommt.

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Kiss - Rock and Roll all Nite - Zürich - 10.06.2015

Kiss bieten sich und uns einen schönen, sinnlosen Abend und lassen es nicht nur blitzen und nebeln, sondern auch arhythmisch böllern auf der Bühne, sie fahren immer noch mitsamt ihren Instrumenten auf absurden Hebebühnen in die Höhe, um dort weiter zu musizieren, Funkenpracht schiesst ihnen aus den Gitarrenhälsen, Konfetti flattert in weissen Wirbeln auf die Menschen hernieder, Stösse heisser Luft erreichen einen im selben Moment, da man die Feuersalven auf der Bühne hochschiessen sieht, der Bierbecher zittert von den Bässen, Charmeur Paul Stanley an der Gitarre wirft im Sekundentakt Plektrons in die Menge. So gut ist die Laune, die Kiss verbreiten, dass einem nicht einmal die eigene vorgeprägte Unterbildung zum Problem wird. Immer kann man problemlos einstimmen in die Songs und irgendwas mit Party, Rock’n’Roll und Liebe rausgrölen. Ein prima Abend, an den man noch gerne lange denken wird. Klar, Zürich hat „die besten Fans“ oder jedenfalls „die lautesten“, und natürlich rollt die Showmaschine Kiss so gut geölt wie routiniert ab, aber äusserst unterhaltsam ist das trotzdem. Die Mutter aller Poser-Rockbands zählt seit 40 Jahren zu den beliebtesten Live-Bands der Welt und dass mit gutem Grund, denn Kiss setzen alles in Bewegung, um der treuesten Fangemeinden des Showgeschäfts „The Kiss Army“, die ihnen über Höhen und Tiefen bis heute die Treue hält, dass zu bieten, was sie verrdienen: „You wanted the best, you got the best. The hottest band in the world!“

Creatures of the Night: The KISS 40th Anniversary World Tour in Zürich

Setlist:

  1. Intro: Good Times Bad Times (Led Zeppelin Song)
  2. Detroit Rock City
  3. Deuce
  4. Psycho Circus
  5. Creatures of the Night
  6. I Love It Loud
  7. War Machine (Gene spits Fire)
  8. Do You Love Me
  9. Hell or Hallelujah
  10. Calling Dr. Love
  11. Lick It Up (with „Won’t Get Fooled Again“)
  12. Bass Solo (Gene spits Blood and flies)
  13. God of Thunder
  14. Cold Gin
  15. Love Gun (Paul flies out to the Crowd)
  16. Black Diamond
  17. Zugabe:

  18. Shout It Out Loud
  19. I Was Made for Lovin‘ You
  20. Rock and Roll All Nite
  21. God Gave Rock’n’Roll to You II

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DBD: I Was Made For Loving You – Kiss

Aus aktuellem Anlass, sprich heute Abend gastieren die Altherren des Rock’n’Rolls für ihre 40 Jahre Jubiläums Feier im Hallenstadion Zürich, gibts heute im Rahmen des „Death Bell of the Day“ den Klassiker „I Was Made For Loving You“…

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Kiss - I Was Made For Loving You HD

KISS Gartenzwerg

Schöne Bastelei von Amy Lynn, die hier KISS in Miniaturform erstellt hat:

Amy Lynn of Geek Crafts turned two ceramic garden gnomes into performers for the glam metal band KISS. She used sculpey, model car paint, sequins, and beads to make guitarist Gene Simmons and drummer Peter Criss. All Amy needs now is a few firecrackers to complete the scene.

KISS Gartenzwerg

Kiss schreiben Song für „Scooby-Doo! And Kiss: Rock And Roll Mystery“

Im neuen „Scooby-Doo“-Film mit dem Namen „Scooby-Doo! And Kiss: Rock And Roll Mystery“ sind Kiss zu sehen! Ausserdem schreibt die Band nicht nur einen Track für den Animationsfilm , sondern taucht auch in dem Streifen als Zeichentrickfiguren auf und sprechen sich selbst. Im neuen Abenteuer von Scooby-Doo und seinen menschlichen Freunden dreht sich alles um ein Halloween-Konzert im Freizeitpark KISS-World. Erscheinen wird der Streifen laut „USA Today“ Ende Juli auf Blu-ray und DVD…

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DBD: I stole your love – Reggae Kiss

Hier die eigenwillige Coverversion des Kiss-Klassikers „I Stole Your Heart“ der Schweden „Dressed To Thrill“, welche damit den Destroyer-Opener in eine entspannte Reggae-Nummer verwandeln… ;)

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Reggae Kiss - I stole your love

Last Kissmas

Hier ein Weihnachtsgeschenk für alle Freunde der Gruft, vielleicht zaubert es euch ein kleines Lächeln aufs Gesicht. Noch kein einziges Mal habe ich dieses Jahr „Last Christmas“ gehört. Und jetzt spiele ich selbst den Spielverderber… Aber diese Version ist einfach zu herrlich, um es nicht zu bringen. Und Tschuldigungen Gene, Paul, Peter, Ass, George und Andrew – und vielen Dank auch, denn ohne euch… :)

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Last Kissmas

Album Review: Ace Frehley – Space Invader

Wer Ace Frehley’s Biografie „Keine Kompromisse“ („No Regrets“ in der englischen Originalfassung) gelesen hat wird sich wundern, dass der Space-Ace noch immer unter den Lebenden weilt. Der langjährige Kiss-Gitarrist will es noch einmal wissen: Nachdem seine frühere Band derzeit bei Tourneen gross abräumt und der jüngere Tommy Thayer dabei die Rolle und das Kostüm von Frehley übernommen hat, bringt der 65-Jährige ein neues Solo-Album heraus. Der „einzig wahre“ KISS-Gitarrist ist nun schon seit fast einer Dekade trocken und veröffentlicht mehr oder weniger regelmässig neues Solo-Material. Das letzte hörte auf den Namen „Anomaly“, erschien im Jahr 2009 und war ebenso Easy Listening wie das nun gereichte „Space Invader“. Den Sound des Albums darf man über weite Strecken als „klassisch Kiss“ bezeichnen.

Ace Frehley - Space Invader

Der Spaceman kultiviert auch auf der neuen Platte „Space Invader“ sein extraterrestrisches Image, angefangen beim schnieken Artwork und den Weltraum-Bezug verströmenden Album- und Songtiteln. Mit dem Titeltrack „Space Invader“ rockt die Scheibe gleich ordentlich los, auch das nachfolgende „Gimme A Feelin'“ weiss trotz seiner auf Mainstream-Rock-Radio polierten Fassade mit einer lässigen Eingängigkeit zu überzeugen. Wer aber nach dieser Eröffnung auf eine echte Monster-Platte gehofft hat, wird im weiteren Verlauf des Albums enttäuscht. Das insgesamt sechste Solo-Studio-Album des ehemaligen KISS-Gitarristen fällt nie in zweitklassige Gefilde ab, hat aber mit wenigen Ausnahmen nicht mehr als solide Hausmannskost zu bieten. Songs wie das mit einem unbeeindruckenden Refrain versehene „Toys“, die vertonte Belanglosigkeit „What Every Girl Wants“, das handzahme „I Wanna Hold You“ oder das Steve Miller-Cover „The Joker“ liefern zwar den Beweis, das Frehley immer noch ein Gitarrist der Extraklasse ist – können aber nicht über das etwas altbacken wirkende Songwriting hinweg täuschen. Zudem hat sich mit dem abschliessenden (Beinahe-)Instrumental „Starship“ dann auch ein echter Langweiler auf „Space Invader“ eingenistet.

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Ace Frehley - Gimme A Feelin

Da gefallen hingegen das mit leichter Psychedelic-Rock-Schlagseite veredelte „Reckless“, das mit einem tollen Refrain ausgestattet ist und auch das lässige „Immortal Pleasures“ sowie das spacige „Inside The Vortex“ haben durchaus ihre spannenden Momente – Ace liefert sowohl am Mikro als auch am Bass eine ordentliche Leistung ab. Qualitativ bewegt sich „Space Invader“ auf etwa dem selben Niveau wie „Monster“, der aktuellen Scheibe seiner ehemaligen Band-Kollegen KISS. Einige Songs, wie das fulminante Titelstück, das banale wie amüsante „Toys“ oder das locker-flockige „Gimme A Feeling“ hätten „Monster“ ganz gutgetan. Und weil „Space Invader“ so retro klingt, steuerte Ken Kelly das Cover bei. Der Zeichner war für die Gestaltung der Verpackung der beiden beliebten Kiss-Alben „Love Gun“ und „Destroyer“ verantwortlich. Ace hat in der Vergangenheit wiederholt seinen Unmut darüber geäussert, dass bei Kiss ein anderer Musiker in seiner Maske und seinem Kostüm auftritt. Als die New Yorker Formation im Frühjahr in die Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommen wurde, waren zwar die beiden Ex-Gründungsmitglieder Frehley und Peter Criss (Drums) dabei, zu einem gemeinsamen Auftritt mit Paul Stanley (Gesang, Gitarre) und Gene Simmons (Bass, Gesang) kam es nicht – die beiden Kiss-„Chefs“ hatten das vehement verweigert.

Ace Frehley

Die Gitarrenarbeit jenes Mannes, der bei KISS für die wirklich harten Töne zuständig war, ist jedoch immer noch atemberaubend. Der Kerl versteht es aus zu Anfang unscheinbaren Riffs oder Licks etwas Besonders zu machen, allein die zwingenden Songwriting-Skills, welche sein bahnbrechendes Solo-Album aus dem Jahr 1978 ausgezeichnet hatten, die sind dem guten Ace über die Jahre wohl davongeschwommen. So plätschert der in ein von Ken Kelly entworfenes Kleid gehüllte „Space Invader“ ebenso wie das vor fünf Jahren erschiene „Anomaly“ mehr oder weniger unspektakulär aus den Boxen, weiss kaum ein Song so richtig aufzuregen und auch die zwingend im Hirn festfräsenden Refrains sucht man in diesem wieder sehr Weltraum-lastigen Ambiente eher mit der Lupe.

Das Album könnt ihr in unserem Shop kaufen.

Ace Frehley - Space Invader

Tracklist:

  1. Space Invader
  2. Gimme A Feelin` (Radio Edit)
  3. I Wanna Hold You
  4. Change
  5. Toys
  6. Immortal Pleasures
  7. Inside The Vortex
  8. What Every Girl Wants
  9. Past The Milky Way
  10. Reckless
  11. The Joker
  12. Starship
Album Review: Ace Frehley - Space Invader
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Kiss, legt eure Gitarren nieder!

Das war eine lange halbe Stunde für Gene Simmons. Huffpost Live hatte im Studio den Kiss-Bassisten zu Gast, dem die Zuschauer per Social Media Fragen stellen konnten. Diese waren recht harmlos, doch mit ein paar aufsässigen Punkrockern hatte er nicht gerechnet.

Kiss, legt eure Gitarren nieder!

Wie bereits erwähnt, waren die Fragen per Social Media durchwegs harmlos. Wie toll ist es, wenn in einer Familie mehrere Generationen Kiss hören? Bedeutet dir deine Mutter viel? Wie sieht die Zukunft von Kiss aus? Für Simmons lediglich Denkanstösse, denn ungefragt begann der Amerikabegeisterte über Politik zu parlieren, verunglimpfte Immigranten („Lernt verdammt nochmal Englisch!“) und forderte die Gesellschaft auf, weniger „wassup“ zu sagen – womit er vermutlich auf den schwarzen Anteil der amerikanischen Gesellschaft abzielte.

Der Moderator bemühte sich derweil vergebens, die Political Correctness hochzuhalten und lachte doch nur verlegen angesichts der abenteuerlichen Weltansichten, die sein Gegenüber verbreitete. Simmons schrammt nicht nur öfter haarscharf am Rassismus vorbei, auch Frauenfeindlichkeit wurde ihm schon mehrfach vorgeworfen. Dann aber war für den Moderator der Zeitpunkt gekommen, zu einem besonderen Beitrag aus der Community überzuleiten. Die Black Lips, eine junge Punkrock-Band aus Atlanta, Georgia, sind bekannt für ihre ausufernden Liveshows, da wird auf der Bühne uriniert, gekotzt oder Feuerwerk gezündet. Die Punkrocker hatte sich per Webcam zugeschaltet und verkündeten, notdürftig geschminkt à la Kiss, „das Ende des frauenfeindlichen, sexistischen Rock’n’Rolls“. „Wir verlangen, dass sich die Kiss-Armee sofort ergibt“, riefen die Black Lips in die Kamera. „Legt eure Gitarren nieder! Akzeptieren Sie diese Forderung?“

Simmons reagierte, wie ein Selbstverliebter reagiert, wenn man ihm die Show stiehlt: Äusserst humorlos. Dabei liess er sich weitere Spötteleien natürlich nicht nehmen: „Komplimente an eure Mutter, sie hat die Wände eures Kellers, in dem ihr leben dürft, wirklich schön dekoriert.“ Nachfolgend könnt ihr euch das Interview ansehen und selbst dazu ein Bild machen…

Star Wars – Metal Strikes Back

Metal Hammer UK hat sich für das Cover der Februar Ausgabe etwas ganz spezielles ausgedacht und zahlreiche Metal Koryphäen als Star Wars Helden abgebildet. Das ganze wurde von sixmorevodka mit einem Segen von Lucasfilm gezeichnet und zeigt zahlreiche Metal Meister wie:

  • Slipknot/Stone Sour Sänger Corey Taylor als Han Solo
  • Zakk Wylde als Chewbacca
  • Machine Head’s Robb Flynn soll wohl Qui-Gon Jinn sein
  • Opeth’s Mikael Akerfeldt als Obi-Wan Kenobi
  • Ghost’s Papa Emeritus als Imperator Palpatine
  • King Diamond als Darth Maul
  • Iron Maiden’s Eddie als Darth Vader
  • Down’s Phil Anselmo als ein Imperial Officer
  • Motörhead’s Lemmy Kilmister als ein Imperial Officer
  • Mastodon’s Bill Kelliher als Dengar
  • Devin Townsend als C3PO
  • Anthrax’s Scott Ian als Boba Fett
  • Soulfly’s Max Cavalera als Yoda
  • Ronnie James Dio and Slayer’s Jeff Hanneman als Force Ghosts
  • Ghost’s Nameless Ghouls als Jawas
  • Lamb Of God’s Randy Blythe und Avenged Sevenfold’s M. Shadows als Rebel Pilots
  • Within Temptation’s Sharon Den Adel als Prinzessin Leia
  • Kiss‘ Gene Simmons‚ Kiss Demon als ein Stormtrooper
  • Ihsahn als ein Imperial Officer
  • Skindred’s Benji Webbe als Lando Calrissian
  • Clutch’s Neil Fallon als Wicket Wystri Warrick
  • While She Sleep’s Loz Taylor als Luke Skywalker

Star Wars - Metal Strikes Back

A Very Satan Christmas – Merry Pissmass

Selbst die Familie Simmons kommt in Festtagsstimmung wenn Satan Weihnachten feiert. Im folgenden Video verkleidet sich Gene Simmons als dämonische Version von Santa Claus! Merrrrrrry Pissmass!

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A Very Satan Christmas

Killer Kiss Cover

Talisac74 hat bei Deviant Art so einige interessante Werke am Start, aber am besten gefallen hat mir dieses geniale Mashup aus KISS und Killers, einfach grossartig!

Killer Kiss Cover

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