Der Juraprofessor kam zur ersten Vorlesung und fragte sofort nach dem Namen eines Älteren aus der letzten Reihe:
– Wie heissen Sie?
– Mein Name ist Nelson.
– Nelson, verschwinden Sie aus meiner Vorlesung und kommen Sie nie wieder!
Nelson war verwirrt. Der Professor kam auf ihn zu, so stand er auf, packte seine Sachen zusammen und verließ traurig den Saal.
Alle waren verängstigt und empört, aber niemand sprach.
– Sehr gut! Fangen wir an. Wozu sind Gesetze da? fragte er.
Die Studenten hatten immer noch Angst, aber langsam fingen sie an, die Frage zu beantworten.
– Ordnung in unserer Gesellschaft zu haben.
– Nein!
– Damit die Menschen für ihre Taten bezahlen müssen.
– Nein! Weiß jemand die Antwort auf diese Frage?
– Damit der Gerechtigkeit Genüge getan wird, sprach eine junge Frau schüchtern.
– Endlich! Die Gerechtigkeit! Aber was ist Gerechtigkeit?
Alle fingen an, sich über die Einstellung des Mannes zu ärgern. Sie antworteten jedoch weiter.
– Um die Rechte der Menschen zu schützen.
– In Ordnung, aber weiter?
– Gutes von Schlechtem zu unterscheiden, Gute Taten zu belohnen.
– Okay, also beantworte diese Frage: Habe ich richtig gehandelt, als ich Nelson des Saales verwiesen habe?
Alle schwiegen, niemand antwortete.
– Ich möchte eine einstimmige Antwort!
– NEIN! Sie antworteten einstimmig.
– Können wir sagen, dass ich Unrecht begangen habe?
– Jawohl!
– Und warum hat niemand von euch etwas dagegen unternommen?
Warum wollen wir Gesetze und Regeln, wenn wir nicht den Willen haben, diese zu praktizieren?
Jeder von Ihnen ist verpflichtet, sich zu äußern, wenn er Zeuge einer Ungerechtigkeit wird.
Alle. Also bleibt nie wieder still!
Jetzt geht und holt Nelson rein, er ist schliesslich euer Professor.
Ich komme aus einer anderen Zeit und bin nur Nelson’s Gast.
«Wenn wir uns nicht für unsere Rechte einsetzen, geht die Würde verloren und unsere Würde ist nicht verhandelbar!»

Wenn wir uns nicht für unsere Rechte einsetzen, geht die Würde verloren und unsere Würde ist nicht verhandelbar


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«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.

Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen ;) Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.

Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.

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