Ernst Wolff warnt: Wir stehen an der Schwelle zur totalen Kontrolle. Künstliche Intelligenz ersetzt Jobs, Social Media wird zensiert und die Mächtigen dieser Welt lenken uns mit Ablenkungen und Lügen. Aber diesmal geht’s nicht nur um Kritik – sondern um Hoffnung. Wie können wir wieder handeln, anstatt nur zuzusehen? Was können wir jetzt tun, um unsere Freiheit zu bewahren?
Herr Wolff sagt’s unverblümt: Das Polittheater fliegt uns um die Ohren. Die Statisten jubeln, die Regisseure zählen Klickraten und im Hintergrund rollt die echte Handlung an: KI, Oligarchie, digitale Leine. Während die Empörungsindustrie Trump-müde Skandale recycelt, wächst eine Maschinenintelligenz heran, die unsere IQs bald nur noch als Nostalgiewert führt. Warnungen? Fehlanzeige. Unsere Politik liefert lieber Staffel 12: «Friedenspräsidenten», die gleichzeitig Waffen verschicken, Sanktionen feiern und Pressekonferenzen in Parkanlagen abhalten. Oder Diskussionen ums «Stadtbild». Qualitätssatire, steuerfinanziert.
Wolffs Pointe sitzt: Souveränität gegen Slogans getauscht, Wohlstand gegen Wärmepumpen-Träume und wenn Milliarden «ins Ausland» fliessen, finden sie zuverlässig den Weg durch Inlandsprofiteure zurück—Vetternwirtschaft mit Nachhaltigkeitssiegel. Währenddessen verliert die Mittelschicht Kaufkraft, Geduld und den Überblick. Aber klar: Hauptsache «Werte». Die kann man wunderbar twittern, wenn schon sonst nichts messbar funktioniert.
Die digitale Architektur steht: Biometrie als Eintrittskarte, «Programmable Money» als Gehorsamstester, Zensur als Seuchenschutz. Wer widerspricht, wird «de-risked» – freundlicher Ausdruck für kontolos gemacht. In Vietnam sperrt man Millionen Konten «testweise»; bei uns heisst das dann später «europäische Harmonisierung». Und ja, die KI nimmt zuerst nicht die Fliessbandjobs, sondern die Wissensarbeit auseinander. Programmierer, Videografen: Willkommen im Club der Entbehrlichen. Der neue Traumberuf heisst Handwerk, bis die Roboter Friseure zum Update einladen.
Aussenpolitik? Ein Ablenkungsballett. Heute Strafzölle, morgen Versöhnung, dazwischen verdienen die Eingeweihten an der Volatilität. Nennen wir’s, wie es ist: Markt-Manipulation mit patriotischer Begleitmusik. Parallel verkauft man «Waffenruhe» im Nahen Osten, während neue Munition verschifft wird. Die PR läuft, die Realität hinkt blutend hinterher.
Und jetzt das Häppchen «Hoffnung», damit es runtergeht: Raus aus der Zuschauerrolle. Analog wird zur Rebellion: Barzahlung, Sachwerte, echte Beziehungen, echte Zeit. Alte Netzwerke reaktivieren, Handy öfter auf Flugmodus als auf Weltuntergang. Nicht, weil Romantik die Lösung wäre, sondern weil Resilienz analog beginnt.
Fazit: Wir leben längst nicht mehr in einer Demokratie, sondern in einer GUI-fähigen Oligarchie. Der Ausweg ist unschick, unsexy, unpostbar: Selbstverantwortung, Verzicht auf Dauerbespassung, reales Handeln. Wer weiter auf die nächste «grosse» Lösung wartet, bekommt sie auch – per Update. Mit AGBs, die niemand liest und Konsequenzen, die jeder spürt…

«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








