Warum sollte man den Expertisen des «Qualitäts»-Journalismus, beim debattieren der Kontroverse «Globalisierung» Glaubhaftigkeit schenken? Ich sehe nur einen politisch gleichgeschalteten medialen Komplex, der einseitig Berichterstattung publiziert für die Interessenvertretung der herrschenden Kapitalqualitativen Klasse. Ich sehe Ökonomische Dominanz und ökologischen Raubbau, die industrielle Piraterie der Biodiversität. Ich sehe wie die Mechanismen der Kapitalmärkte gemäss der kapitalistischen Logik des Geldsystems das Kapital systematisch aus der Mittelschicht absaugen und auf die Habenseite der vermögenden Minderheit konzentrieren, wie wir den Früchten unserer Produktivität beraubt werden. Wo sind die Entfaltungsmöglichkeiten und der innovative Fortschritt durch die Globalisierung der Weltwirtschaft?
Knapp die Hälfte der Weltbevölkerung kann nur schwer die Grundbedürfnisse decken. Weltweit leben 3,4 Milliarden Menschen unter der Armutsgrenze! Ich sehe wie 3 Milliarden Menschen weniger als 2 Euro am Tag verdienen! Leben wird patentiert um aus einem lukrativen Geschäft ein noch florierenderes machen zu können. Fundamentale Grund- und Menschenrechte, wie Wasser werden privatisiert, so ergaunern sich die Genozid-Konzerne das Recht durstende Kinder in Afrika vom Fluss fernhalten zu können. Wenn wir schon alles aus wirtschaftlichen Interessen demokratisch legitimieren durch das unparlamentarisch gewählte Lobbyisten-Pack der Industrienationen, töten wir doch auf der Safari auch gleich die letzten Elefanten für Schachfiguren und Klaviertasten und bestaunen die Menschen wie sie für ein paar Cent am Tag auf den Baumwollfeldern, Kakao- und Kaffeeplantagen schuften.
Oder wie sie in den Kupfer- und Coltanminen bei Arbeiten, um Mineralien und Erze zu gewinnen, die für alle elektronischen Bauelemente gebraucht werden, damit wir 30 Elektrogeräte pro Haushalt haben können. Schauen wir uns an, wie Generationen von afrikanischen Kindern ihre Gesundheit und ihr Leben ruinieren für die unersättliche Gier des transnationalen Netzwerks in der Konzern-Diktatur. Oder wie die Menschen im tiefsten Amazonas unter erbärmlichen, menschenverachtenden Bedingungen in den Goldmienen ihr Leben lassen, damit ein Rapper einen funkelnden neuen Zahn bekommen kann.
Ich sehe wie kleinen Mädchen die Hände abgehackt werden, weil sie sich verweigern in Sierra Leone in den Diamantenminen zu arbeiten. Solltet ihr euch mal ansehen. Auf dem Weg dorthin, warum Fischen wir nicht den Nordpazifik leer und rotten die biologische Vielfalt der Weltmeere aus und vernichten dort alles Leben, muss man sehen, dann kann man sich ein besseres Bild davon machen wie die Menschen knietief in ätzenden Chemikalien und höchst giftigen Stoffen stehen, damit wir die Jeans aus Bangladesch erhalten können, von Menschen gemacht die im Zweitgewerbe sich Zwangsprostituieren müssen um überleben zukönnen etc…

«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








