In «Scouts vs. Zombies» geht es mit gefrässigen Untoten, spritzenden Gehirnen und viel nackter Haut schonungslos zur Sache. Die Horror-Trashkomödie um drei Pfadfinder, die in einer Kleinstadt gegen Zombies kämpfen, zieht alle Grusel-Register. Horror-Experte Christopher Landon («Paranormal Activity: Die Gezeichneten») holte dafür Nachwuchsschauspieler wie Tye Sheridan («Mud») und Logan Miller («The Bling Ring») vor die Kamera. Auch «Terminator»-Sohn Patrick Schwarzenegger mischt mit und der Film siedelt sich irgendwo zwischen «Coming out of age» Blödel-Komödie mit einem Hauch von «Zombieland» und einer Prise «Shaun of the Dead» an.
Horror-Regisseur Christopher Landon (der Sohn von Little Joe aus «Bonanza») serviert ein bluttriefendes Gemetzel, ganz nach dem Geschmack von Zombie-Fans, denen berstende Gehirne und eine simple Story reichen. Die Besetzung ist bunt gemischt, von Nachwuchstalent Tye Sheridan bis zur 89 jährigen Cloris Leachman («Frankenstein Junior») und dazu Neuling Schwarzenegger, der zuvor in der Adam-Sandler-Comedy «Kindsköpfe 2» einen kleinen Auftritt hatte. In “Scouts vs. Zombies” mimt er einen coolen, umschwärmten Teenager namens Jeff. Die Splatter-Effekte halten sich trotz explodierender Köpfe in erträglichen Grenzen und dienen eher der Belustigung. Sogar die Tierwelt wird vom Zombiebefall ergriffen, was den Auftritt von Zombiekatzen und einer Zombiekuh ermöglicht.
Regisseur Landon hat den Horrorulk mit viel Augenzwinkern inszeniert. Einer der Jungs macht Selfies mit Zombietitten und am Ende gibt es ein Riesengematsche mit allen zweckentfremdungsmöglichen Gerätschaften, die ein Baumarkt hergibt. Lustig und krawallig. Weil aber einfach zu viele Zutaten in einen Topf geworfen wurden kann der Film in keinem Bereich so richtig Punkten. Auch wenn der Filmbeginn jetzt keine Neuheit ist – er fängt grandios an und lohnt sich schon fast für die Eröffnungsszene. Der Film ist in seiner Gewalt harmlos, auch wenn hier und da CGI Köpfe gesprengt werden und ordentlich der rote Saft spritzt. Brutal ist der Film nie. Ich mag die oberflächigen Charaktere, der coole Sprücheklopfer, der dicke Nerd, der schüchterne Held und die taffe Braut. So ein Film braucht nicht mehr und alle Schauspieler machen ihren Job gut.
Der Film hat einen lächerlichen Love-Plot, den kein Mensch gebraucht hätte und die Botschaft «Du musst einfach auf eine Frau zugehen und sie Küssen» ist auch mal wieder völlig deplaziert, Tittenwitz hier, Schwanzwitz dort, Selfie mit totem Tier, Selfie mit Zombie, Selfie mit Titte, Selfies im Abspann – langweilig aber trifft unsere Jugendkultur ganz gut ohne zwingend drauf einzugehen. Die guten Jungs gewinnen, Ende gut alles gut. Kann man machen. Ich wurde unterhalten – und werde den Film in 2 Tagen vergessen haben. Schade. Da wäre mit mehr Gore und einem besseren Drehbuch mehr drin gewesen…








«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








