Die Zukunft des Kinos ist da. Sie heisst «PI HARD», kommt von einer Produktionsfirma namens «AI OR DIE» und wurde – Überraschung – vollständig von einer künstlichen Intelligenz zusammengewürfelt. Der Trailer wirkt wie ein Meisterwerk des KI-Filmemachens.
Das Konzept: Die Gesetze der Physik werden zerstört, jemand hat einen Backdoor ins Universum eingebaut, und der arme Held namens Neil droht, durch null dividiert zu werden. Klingt nach einem Abend mit zu viel Koffein und einem offenen ChatGPT-Fenster – ist aber angeblich «ein modernes Update von The Matrix mit einer Multiverse-kollabierenden Note, die sich einzigartig nach 2026 anfühlt.» Man muss diese Formulierung würdigen: Einzigartig nach 2026. Das Benchmark liegt also inzwischen bei «hat ein Veröffentlichungsdatum.»
Hervorzuheben sind die «kohärente Narrative», die «erschütternden Visuals» und – natürlich – der emotionale Tiefgang, der sich darin äussert, dass ein KI-generierter Wissenschaftler verzweifelt dreinschaut, weil die Mathematik nicht stimmt. Das Highlight: Der Trailer endet mit einem Witz über eine Nutella-Allergie. Das ist der Beweis, dass KI-Schöpfer ein Gespür für Timing und Ton haben.
Was niemand laut sagt: Das Ganze ist ein Trailer für einen Film, der nicht existiert. Kein Drehbuch, keine Schauspieler, keine Produktion. Nur ein zweiminütiger KI-Clip. Hollywood hat Jahrzehnte gebraucht, um den Blockbuster zu erfinden. Die KI braucht offenbar nur einen Nachmittag — und einen unkritischen Blogger…






«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








