In dem neusten Animationsfilm von Illumination stehen Haustiere im Vordergrund. Da sind Hunde, Katzen, Vögel und Meerschweinchen. Sie alle leben in einem Block in Manhattan. Für sie beginnt der Spass, wenn Frauchen und Herrchen zur Arbeit gehen. Dann legt der gepflegte Pudel schon mal eine fette Heavy Metal Platte auf und die Katze räumt den Kühlschrank leer. Der neuste Animationsfilm von den Machern der «Minions» blickt in die Gedankenwelt der Tiere hinein. Dabei nutzen sie auf eine grandiose Art und Weise die Eigenheiten der Tiere wie das Zeitgedächtnis von Hunden oder die Schreckhaftigkeit von Katzen.
«The Secret Life of Pets» wie der Film im Original heisst, ist grundsätzlich nicht für Erwachsene ausgelegt, erzählt also eine einfache und plumpe Geschichte. Die Story ist so flach, dass ich zu Beginn des Films Probleme hatte, diese überhaupt zu erkennen. Aber bedenken wir noch einmal, dass «Pets» für ein junges Publikum gemacht wurde, entschuldigt das eine nicht ganz so tiefsinnige Story. Dafür besitzt «Pets» jede Menge Humor und kommt mit vielen kleinen Witzen daher. Technisch gesehen ist der Film allererste Sahne. Die Animationen, die Szenerie, die Kamera, die Bilder, das alles ist einfach wunderschön umgesetzt. Die Haustiere haben natürlich einen besonders hohen Cute-Factor, so ist das eben bei Animationsfilmen für Kinder und das funktioniert dann auch bei uns Älteren.
Für die deutsche Fassung konnte man bekannten Schauspielern wie Jan Josef Liefers, Dietmar Bär, Dieter Hallervorden, Ralf Richter und Uwe Ochsenknecht für die Synchronisation gewinnen. Vieles ist tatsächlich witzig und entlockte immer wieder ein Lachen oder Schmunzeln. Dafür verantwortlich ist hauptsächlich die hervorragende und liebevolle Animation der Tiere. Die Mimik und Gestik ist oftmals zum Schreien komisch, einige der Sprüche sind es ebenso. Der Soundtrack ist durchwegs gelungen und bringt immer wieder Schwung in die Story. Kindern wird der Film gefallen, was ich absolut nachvollziehen kann. Erwachsene sollten entweder ihre Erwartungen herunterschrauben oder wirklich ein Fan von amerikanischen Animationsfilmen sein, um grossen Gefallen an «The Secret Life of Pets» zu finden. Für alle anderen bleibt ein zwar schnörkelloser und unterhaltsamer, aber zu einfach gestrickter Streifen übrig.



«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








