Die Zeit der peinlichen Realverfilmungen ist definitiv vorbei – die liebevolle 3D-Umsetzung beweist, dass es viel besser geht. «Asterix im Land der Götter» (Astérix: Le Domaine des Dieux) ist ein äusserst witziger und kurzweiliger Spass ganz im Geiste der Comicvorlage.
Die Asterix-Comics haben sich, wenn es um Verfilmungen geht, in den letzten zehn Jahren ein bisschen vom Wunder- zum Sorgenkind gemausert. Die Reihe, die 1999 ganz vernünftig mit der international produzierten Realverfilmung «Asterix und Obelix gegen Caesar» (Astérix et Obélix Contre César) mit Christian Clavier und Gérard Dépardieu in den Hauptrollen begann, gipfelte irgendwann im schrecklich lustlosen vierten Realfilmabenteuer «Asterix und Obelix: Im Auftrag Ihrer Majestät», den auch gar niemand mehr sehen wollte. Gleichzeitig zur Produktion des bis dato letzten Spielfilms sass ein kleines Studio namens Mikros Image an einer 3D-animierten Verfilmung, die damit an die Tradition der animierten Abenteuer der mutigen Gallier anknüpft. «Asterix im Land der Götter» erzählt die Geschichte des gleichnamigen Comics, bei uns «Die Trabantenstadt», in dem Cäsar versucht, die Gallier zu besiegen, indem er ihnen eine Stadt direkt vor ihrer Nase baut, in der Hoffnung, den Unbeugsamen so die Zivilisation aufzuzwingen.
Technisch leisten die Macher dieses Filmes solide Arbeit, auch wenn die Animationen nicht immer gleich flüssig und dynamisch daherkommen. Man merkt dem Film an, dass das zuständige Studio noch sehr jung ist – Mikros Image hat bisher erst an drei Animationsfilmen gearbeitet, darunter auch «Le Petit Prince». Dennoch kann «Asterix im Land der Götter» überzeugen. Der Film fängt mit seiner Fülle an visuellen Gags geschickt den Witz der alten Zeichentrickfilme ein und wird auch dem Charme der Comicvorlage gerecht. Regisseur Alexandre Astier lässt es sich nicht nehmen, den Film zudem mit einer gewissen Aktualität zu versehen – den Einzug der Römer in die Nähe des Gallierdorfes spiegelt er geschickt mit den aktuellen Flüchtlingsströmen, wobei er den Galliern den Part der Ewiggestrigen, die sich über die Verfremdung empören, zugesteht. Goscinny wäre stolz! Eine schöne und vorallem äusserst unterhaltsamer Film, den man Gross und Klein empfehlen kann.



«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.









Ich finde damit haben sie einen Kult zerstört … Animiert und nicht gezeichnet … so geht unsere Kindheit dahin -.-
Dann doch eher mit diesen unsäglichen Realverfilmungen….. der Film hier ist wirklich gelungen und Zeichentrick kommt heute aus dem Computer, so ist der Lauf der Zeit…
sieht trotzdem schrecklich aus :/
Gewöhnt man sich daran, wenn man dem Film mal ne Chance gegeben hat