«Die Peanuts – Der Film» ist ein berührender Film, der eine einfache Story erzählt und dafür umso mehr visuell zu überzeugen weiss. Anders als etwa hyperrealistische Animationen nutzt dieser Film die Freiheiten des Trickfilms und spielt ganz bewusst mit ihnen.
Als ich zum ersten Mal gehört habe, dass eine Verfilmung von «The Peanuts» plant, war ich mehr als nur skeptisch. Snoopy und Charlie Brown – in 3D? Die unsäglich grässlichen CGI-Schlümpfe waren noch allzu präsent und so blieb meine Vorfreude eher zurückhaltend. Doch das änderte sich schlagartig als ich die ersten Bilder sah. Die Macher hatten den ruckligen Look sowie die knallige Farbpalette der Vorlage beibehalten und das ganze mit einer weichen, handgemachten Technik kombiniert. Und tatsächlich ist es Regisseur Steve Martino gelungen, mit «The Peanuts Movie» eine liebevolle und würdige Umsetzung der Comic-Strips von Charles M. Schulz zu schaffen. Die Story, die der Film erzählt ist einfach und kommt ohne viel Theater aus: Als ein neues Mädchen in sein Viertel zieht, ist der notorische Versager Charlie Brown hin und weg – er hofft, dass er ihr beweisen kann, was wirklich in ihm steckt.
Damit trifft Martino den Ton der Vorlage, die sich selber nie zu ernst nahm. Es ist eine berührende Geschichte über die Schwierigkeit, sich selber treu zu bleiben. Die konventionelle Story ist aber nicht der Trumpf dieses herzigen Filmes, vielmehr sind es die eindrücklichen Animationen, mit denen die Macher die Animationslandschaft gehörig aufmischen. «Die Peanuts – Der Film» bietet eine Gegenbewegung zum immer realistischer werdenden Zeichentrick – geschickt lotet Steve Martinos Film die Grenzen des Mediums aus. Das 3D-Abenteuer von Snoopy und Co. strotzt nur so vor visuellen Gags und kuriosen Einfällen. Mit seiner hohen Gag-Dichte ist dieser Film der wohl witzigste Animationsfilm, den ich seit seeeehr langer Zeit gesehen habe.



«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








